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Rote Bete Pizza mit Ziegenkäse und Honig – und die Sache mit den Flecken

von Mia | Küchenchaotin

Ich bin verrückt nach Roter Bete. Merkt ihr, oder? Während in meinem Ofen die Leckerei vor sich hin backte, war ich damit beschäftigt, mir einen Rote-Bete-Salat zu schnibbeln, den ich mir wiederum auf ein Brot legte, um in mit dem restlichen Ziegenkäse und dem Honig auf einer Stulle zu vernaschen. Dass ich den restlichen Salat abends zu später Stunde noch inhaliert habe, muss ich nicht erwähnen, oder?

Wie auch immer. Ihr müsst diese Pizza backen und probieren! Denn: wenn ihr keine Rote Bete-Pizza habt, dann habt ihr keine Rote Bete-Pizza. Und einfach jeder sollte eine haben!

Und um die Hemmschwelle ins bodenlose zu senken: Sie ist ganz schnell fertig. Und ihr braucht nur 5 Zutaten einkaufen, den Rest habt ihr eh zu Haus. Neugierig? Los geht’s!

Rote Bete Pizza mit Ziegenkäse und Honig - www.kuechenchaotin.de

Rote Bete-Pizza mit Ziegenkäse und Honig

Rezept 1 große oder 4 kleine Pizzen

1 Packung Pizzateig
2-3 EL Schmand
1 große rote Bete
1/2 große Zwiebel
120 g Ziegenrolle
3 EL Honig
etwas Öl
Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Den Ofen auf 220°C vorheizen.

Den Pizzateig ausklappen und entweder in 4 Teile teilen oder im ganzen auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen. Wer einen rustikaleren Look mag (ich!), schlägt die 4 Teigstücke ein oder zweimal ein, knetet sie noch ein mal kurz durch und drückt sie dann auf dem Backpapier in Form.

Nun den Schmand auf dem Pizzaboden verstreichen. Die Rote Bete Schälen und in dünne Scheiben schneiden. Die Zwiebel ebenfalls schälen und in dünne Ringe schneiden.
Die rote Bete und die Zwiebel auf dem Pizzateig verteilen und die Bete-Scheiben mit wenig Öl einpinseln. Nun den Ziegenkäse leicht zerbröseln und über die Pizza geben. Zum Schluss die alles mit dem Honig beträufeln.

Anschließend die Rote Bete-Pizza für ca. 15-20 Minuten backen, bis der Boden goldbraun und knusprig ist.

Fertig!

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So. Und nun kommen wir zu einem Thema, auf dass ich mehrfach angesprochen wurde. Und zwar:

Ich mag keine rote Bete – die färbt so doll!

Färbangst ist keine adäquate Ausrede, aber ich weiß, was ihr meint. Denn sie färben wie verrückt und egal, ob auf Händen oder von der Kleidung: Die Flecken fühlen sich sehr wohl und wollen nicht wieder gehen. Die Hände sind stunden- und manchmal tagelang rosa und das liebste T-Shirt, dass einen Fleck (ob nun beim zubereiten oder später beim Essen – ich jedenfalls bin für beides Expertin!) bekommen hat, ist ruiniert.

Was ich da mache? Ganz einfach: Frische, rote Bete verarbeite ich grundsätzlich nur mit Einweghandschuhen. Da sind die Hände gut geschützt und die Handschuhe wandern später einfach rosa in den Müll.
Und: ich verarbeite sie nur noch in schwarzen Shirts und Hosen. Das mag jetzt komisch klingen, aber: Meine liebste Jeans hat leider einen rosa Fleck mitten auf dem Oberschenkel, den ich nicht sofort auswaschen konnte und der deswegen selbst nach mindestens 20 Waschdurchgängen nicht mehr wegzubekommen ist.

Sollte beim Essen tatsächlich noch ein Fleck entstehen, landet das Kleidungsstück sofort und ohne Umweg in der Waschmaschine, so lange er noch feucht ist.
Doch: das ist ja leider nicht immer möglich. Auch, wenn mir viel an meinen Sachen liegt, würde ich mir nicht beim Dinner bei Freunden die Klamotten vom Leib reißen und eine sofortige Freigabe der Waschmaschine verlangen.
Für diesen Fall hatte ich bisher immer einen Fleckenentferner zu Hause, mit dem ich die Flecken vorbehandelt habe.

Als die Anfrage kam, ob ich einen vegane Gallseife zur Flecken-Entfernung der Marke Frosch* testen würde, stockte ich kurz.
Wenn die mit “vegan und ohne tierische Inhaltsstoffe” werben – heißt das dann, in meinem Fleckenentferner sind tierische Bestandteile enthalten?
Der Blick auf die Verpackung verrät mir tatsächlich direkt: Mein alter Reiniger ist nicht vegan und Frosch scheint ein Vorreiter in der Produktion von veganen Fleckenentfernern zu sein.
Über Sinn und Unsinn der Vermeidung tierischer Inhaltsstoffe in Reinigern kann man streiten, oder auch nicht (ich möchte bitte nicht streiten!) – aber gerade für die Veganer unter euch (ich weiß, dass ihr da seid!), ist das natürlich ein Thema.

Ob die Frosch-Gallseife meinen alten Reiniger ablösen kann? Ich hab da mal was getestet.
Für den Test habe ich eine alte Bluse mit zwei großen Rote Bete-Flecken versehen. Ich habe die Flecken ordentlich trocken geföhnt und sogar noch einmal kurz übergebügelt, damit sie sich schön im Stoff “festfressen”.

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Anschließend habe ich sie mit einem Kugelschreiber als “mit” (Fleckentferner) und “ohne” (Fleckentferner” markiert und den “mit” Fleck ordentlich mit der Frosch-Gallseife eingesprüht. Diese habe ich 10 Minuten einwirken lassen und konnte bereits dort erkennen: Der Fleck wird herausgelöst!

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Dann habe ich die Bluse bei gerade mal 30°C gewaschen. Und als ich sie aus der Waschmaschine gezogen habe, war nichts mehr von der Bete zu sehen. Lustig ist: Auch da, wo ich die Gallseife nicht habe einwirken lassen, ist der Fleck rausgegangen. Lediglich beim Kugelschreiber erkennt man einen Unterschied, denn er ging im “Gallseife-Bereich” ein bisschen besser raus.
Denn Fleckentferner werde ich weiterhin benutzen und diesen Artikel bei neuen Erkenntnissen ggf. auch aktualisieren – mit dem Alten kann er aber auf alle Fälle mithalten!

Weitere Infos zum Reiniger findet ihr auch auf der offiziellen Facebookseite von Frosch.
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Der Reiniger wurde mir von der Firma Frosch kostenlos zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde bei dieser Kooperation jedoch zu keinem Zeitpunkt beeinflusst.

 

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*=Links zum Kooperationspartner

Brownie-Cheesecake mit Kekskruste – was ne Schweinerei!

von Mia | Küchenchaotin

Wenn der Kerl Geburtstag hat, backe ich einen Käsekuchen. Ich weiß nicht, wie es dazu kam, aber irgendwie ist es eine Tradition geworden. Und deshalb machte ich mich auch dieses Jahr wieder auf die Suche nach einer Käsekuchenvariante, die ein kleines bisschen verrückt ist.
Denn “einfach nur” Käsekuchen gibt es hier anlässlich seines Geburtstags nicht. Vor 2 Jahren gab es einen Oreo-Cheesecake und letztes Jahr einen Käsekuchen mit Schokoboden und Heidelbeeren, der leider schneller weg war, als ich ein Foto machen konnte.

Auf meiner Suche nach den tollsten, verrücktesten und unwahrscheinlichsten Käsekuchen stolpere ich jedes Jahr über so einige abenteuerliche Varianten. Doch wie jedes Jahr habe ich mich für die Variante entschieden, die mir als allererstes mein Herzchen geklaut hat. Die Variante schimpft sich “Brownie Bottom-Cookie Dough-Cheesecake” und ist auf dem amerikanischen Blog “Handle the Heat” zu finden.
Zieht euch das mal rein! Unten Brownie, in der Mitte Cheesecake und obendrauf Keksteig! Allein die Vorstellung lässt mich verzückt grinsen und den Speck auf meinen Hüften ein kleines bisschen wachsen (und ich muss an dieser Stelle hoffentlich  nicht wieder mein Plädoyer für Hüftspeck in der kalten Jahreszeit zur Regulierung der eigenen Körpertemperatur halten).
Das ist doch einfach der Knaller! In dreierlei Hinsicht.

Es ist kein Rezept der Kategorie “schnell”, aber die Zubereitung ist wirklich einfach! Und weil dieser Brownie-Cheesecake mti Kekskruste noch ein bisschen toller sind, als sie klingen, habe ich das Rezept heute für euch “übersetzt” und mitgebracht!

Brownie-Cheesecake mit Kekskruste - www.kuechenchaotin.de

Brownie-Cheesecake mit Kekskruste

Rezept für eine 26×20-Form

Für den Brownie-Boden
115 g Butter
185 g Zucker
110 g Backkakao
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker
2 Eier (Größe L)
65 g Mehl

Für den Käsekuchen
250 g Frischkäse
105 g Zucker
2 Eier (Größe L)
1 gehäufter EL Mehl
1 Prise Salz

Für die Kekskruste
4 EL Butter (Zimmertemperatur)
60 g brauner Zucker
50 g Zucker
1 Prise Salz
1 Päckchen Vanillezucker
2 EL Milch
105 g Mehl
100 g backfeste Schokotropfen

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Pasta mit roter Bete – kulinarische Herbstliebe

von Mia | Küchenchaotin

Eigentlich wollte ich schreiben, dass ich den Herbst von allein Jahreszeiten ganz besonders Liebe. Aber das ist nur die halbe Wahrheit, denn ich finde: jede Jahreszeit ist schön und hat ihre (kulinarischen) Vorzüge. Und ja, ich mag sogar den Winter, wenn ich mich mit einer großen Portion Comfort Food aufs Sofa kuscheln kann und mein Winterspeck mich wärmt.
Doch das Beste an Herbst, Winter und Frühling ist: Mein Lieblingsgemüse hat Saison und ich kann es verdrücken, so oft ich will.
Und mein Lieblingsgemüse ist von der eher unpopulären Sorte: Es ist die rote Bete. Der Schrecken aller Kinder und auch vieler Erwachsener.

Jahrelang kannte ich nur rote Bete aus dem Glas (liebevoll auch “roter Schrecken” genannt), die nun wirklich nicht so appetitlich ist. Meinen Geschmack trifft sie jedenfalls nicht. Doch mit den eigenen Händen, mit Liebe und den richtigen Zutaten zubereitet, ist rote Bete toll. Für mich. Und für viele andere auch! Wer noch nie rote Bete gegessen hat, der sollte vielleicht mit meiner rote Bete-Suppe starten. Oder eben das Rezept von heute!

Denn ich habe Pasta mit roter Bete mitgebracht. Und ich finde, Pasta setzt die Hemmschwelle, ein neues Lebensmittel zu probieren, sehr, sehr niedrig. Denn sie ist toll! Sie macht glücklich und allein der Gedanke an Nudeln zum Abendbrot lässt mich extra-produktiv in Richtung Feierabend arbeiten.

Und mal ganz ehrlich: Wer kann pinker Pasta widerstehen? Also ich nicht!

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Pasta mit roter Bete

Rezept für 2-3 große Portionen

2 große Knollen rote Bete
2 große Knoblauchzehen
1/2 Bio-Zitrone
4 getrocknete Tomaten
1 handvoll frische, gehackte Petersilie
gutes Olivenöl
Meersalz, Pfeffer
Pasta (Menge nach Hunger!)

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Gent – 3 Restauranttipps, 2 Frühstückslocations und eine ganze Menge Eindrücke

von Mia | Küchenchaotin

Gent ist eine Stadt in Belgien nennt sich selbst die “Hauptstadt der Vegetarier Europas”. Warum das? Gent war die erste Stadt, die einen vegetarischen Donnerstag einführte. Das heißt: Donnerstag gibt es in allen öffentlichen Einrichtungen, Kantinen und Schulen nur vegetarische Kost. Nach und nach zogen die regulären Restaurants und Gastronomien nach und an allen Ecken sprossen rein vegetarische und vegane Geschäfte aus dem Boden. Ein wahres Veggie-Paradies!
Und ich muss zugeben: Selbst als jahrelange Vegetarierin hatte ich bis vor ein paar Wochen hatte ich noch nie etwas von Gent gehört.

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Doch fangen wir von vorne an. Es ist ein Freitag, an dem ich durch den Flughafen hetze. Die Schlange ist endlos lang und das Boarding startet in 20 Minuten. Dennoch schaffe ich es dank einiger kleiner, taktischer Züge rechtzeitig durch die Sicherheitskontrolle und falle der lieben Mel von Gourmet Guerilla in die Arme. Wir genehmigen uns noch schnell eine Weinschorle und setzen uns dann in einen Flieger der Brussels Airlines. Und heben ab – Destination Brussels Airport!

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In Brüssel angekommen geht es mit der Bahn weiter.
Gent liegt nur etwa 60 km von Brüssel entfernt. Mit dem Auto ist diese Strecke in etwa 50 Minuten zu überwinden und mit einem schnellen Zug, für den man allerdings in Brüssel Nord umsteigen muss, nur wenig länger. Wählt man allerdings – unwissend wie wir – einen IC, so kann man sich auf mehr als 1 1/2 Stunden Plauderei und Gekicher über niedliche Städtenamen im Bummelzug einstellen.

Tag 1

In Gent steigen wir aus dem Zug und wundern uns: Hier sieht alles ganz schön modern und kahl aus!
Aber der Schein trügt. Was historischen Augenschmaus angeht, werden wir noch auf unsere Kosten kommen! Mit der Tram machen wir uns auf dem Weg zu unserem Hotel, um die Koffer loszuwerden. Wir übernachten im Hotel Gravensteen mittig zentral im historischen Viertel. Lage und Ausstattung sind eine glatte 1 – nur etwas hellhörig ist es für meinen Geschmack. Aber ich bin da auch sehr empfindlich! Anschließend machen Mel und ich uns auf Entdeckungstour. Doch erst mal gibt es ein Kirschbier in einem der vielen Restaurants direkt um die Ecke. Ich bin jetzt übrigens verliebt in Kirschbier. Wer eine zuverlässige Quelle in Deutschland dafür aufgetan hat – bitte immer her mit den Hinweisen!

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Anschließend stärken wir uns mit einem Küchlein und einem Eistee bei Julie’s House – ein Laden der mein kleines, süßes Kuchenherzchen ganz doll pumpern lässt – um danach in See zu stechen und bei einer Bootsfahrt durch die unzähligen Flussabzweigungen in Gent einen ersten Eindruck der Stadt zu bekommen. Bilder dazu findet ihr weiter unten!

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Nach einem weiteren Kirschbier in einem weiteren Restaurant geht es zum Avalon und damit auch direkt zu meiner ersten Empfehlung. Das Avalon ist eine DER Adressen für Vegetarier in Gent und wir haben einen Tisch für das abendliche Menü reserviert. Das Essen ist wirklich gut und die Bedienung sehr nett. Da der von uns gewählte Wein leider nicht vorrätig ist, empfiehlt sie uns den Hauswein, der sich auch als guter Griff herausstellt.
Die Karte gibt es leider nur auf Niederländisch, aber dem Internet sei Dank ist eine Übersetzung in Eigenregie ja kein (allzu) großes Problem!

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1. Gang: Steinpilz in Tempura ausgebacken (vermuten wir) auf einer Avocadocreme mit Meerrettich-Sauce und einer gelben Möhre
2. Gang: Ravioli mit Algen, konfierte Tomaten und Austerkraut süßen Zitronen
3. Gang: klare Chili-Mais-Suppe mit Popcorn und gegrilltem Chinakohl
4. Gang: würziges Kamut-Risotto mit Mangold, Kapuzinerkresse und gelben Beten
5. Gang: Schokoladenkuchen mit Beereneis, Haselnüssen und Ananassalbei

Nach dem Essen ging es glücklich und zufrieden ins Bett.

Tag 2

Die erste Herausforderung: Frühstück in Gent. Ich weiß nicht, ob die Belgier insgesamt ein eher frühstücksfaules Völkchen sind oder wir auf beiden Augen blind, aber es war eine echte Herausforderung “aus dem Stehgreif” eine Location zu finden, in der ein richtiges Frühstück angeboten wird. Letztendlich landeten wir im “Barista”, einem lässig-modernen Laden mit Blick aufs Wasser. Ein richtiges Frühstück blieb mir hier leider auch verwehrt, aber nett war es allemal.

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Nach einem kurzen Stadtbummel fanden wir uns im LKKR ein – meine zweite Empfehlung! Das LKKR nennt sich selbst “Sandwich-Imbiss und Salatbar” und ich habe die freundlichen Bedienungen die leckersten Sandwiches aller Zeiten schmieren sehen. Da hätte ich sogar Lust auf ein herzhaftes Frühstück bekommen! Leider hatte das LKKR am Sonntag geschlossen und die Sandwich-Offenbarung ist mir verwehrt geblieben, doch einen bleiben Eindruck hat es trotzdem hinterlassen.

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Nach dem “LKKR” ist vor dem “Lekker Gec“. Wir unterschätzten den Weg bis kurz vor den Bahnhof maßlos und machten uns zu Fuß auf dem Weg dort hin. Das Gute daran: Wer so viel marschiert, kommt hungrig an. Im Lekker Gec aßen wir vom Buffet. Bodenständig und gut!

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Und nach einem kleinen Verdauungsspaziergang durch einen Park machten wir uns wieder auf in die Stadt, genossen ein weiteres Kirschbier, um uns dann auf den Weg zum ultimativen Geschmackserlebnis zu machen.

Und damit zu meinem absoluten, ultimativen Tipp für jeden Gent-Besucher: das “Naturell”. Ich werde an dieser Stelle gar nicht versuchen, euch zu erklären, wie unfassbar gut es war, denn mir fehlen die Worte. Wirklich. Wir genossen das 5-Gänge-Menü (das sich mit den Grüßen aus der Küche, einem “Überraschungsgang” und einem Extra-Dessert als 10-Gänge-Menü herausstellte) mit Weinbegleitung. Jeder Gang war ein kleines Kunstwerk auf dem Teller und eine große Geschmacksexplosion auf der Zunge. Das Ambiente und die Ausstattung sind chic, aber nicht “schickimicki” und in der offenen Küche kann man den Köchen direkt auf die Finger gucken.
Und an alle, die glauben, von einem Gänge-Menü auf Haubenniveau würde man nicht satt: Ich konnte am Ende nicht ein mal mehr mein Wasserglas austrinken, weil kein Platz mehr in meinem Bauch war. Ich war noch nie in meinem Leben so satt und so glücklich nach einem Essen, wie nach diesem. Und das soll schon was heißen! Allein für einen Besuch im Naturell lohnt es sich, nach Gent zu fahren.
Die Misere: ich war so glücklich und so im Rausch, dass ich euch zwar Fotos mitgebracht habe, allerdings nicht mehr genau sagen kann, was zu sehen ist.

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Jeder Gang hatte ein eigenes “Motto”: Im 1. Gang Möhrchen, im 2. gab es Tomatentartar mit Mozzarella, der 3. bestand aus Gurke und Avocado, der 4. war ein Bete-Gang, zwischendurch gab es ein buntes Pilz-Crostini, dann einen weiteren Pilz-Gang, einen mit Wurzelgemüse und anschließend einen herrlichen Beeren-Dessertteller mit einem Trockeneis-Cocktail (der die Leute vor der Tür hat stehenbleiben und staunen lassen), eine Käseplatte und zum Schluss noch ein zitroniges Extra-Dessert.

Tag 3

Nachdem wir vor den veschlossenen Türen des LKKR standen, ging die Frühstücks-Odyssee von vorne los. Durch den Tipp einer Cafebesitzerin, die leider auch kein richtiges Frühstück anbieten konnte, liefen wir zum Pain Perdu, meinem zweiten Frühstückstipp, das mich für das eher karge Frühstück am Vortag entschädigte. Die Karte für “Breakfast & Lunch” ist unglaublich lang und alles, was das Frühstücksherz begehrt, ist hier zu finden. Außerdem: Die Portionen sind für wirklich hungrige Esser ausgelegt. Im Pain Perdu kann man gemütlich drinnen sitzen und dem Personal auf die flinken Finger schauen, oder aber man genießt den Tagesbeginn im Hinterhof. Service top, Frühstück top. Wenn ich wieder nach Gent komme, komme ich wieder hier her!

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Zurück im historischen Viertel besichtigten wir die Burg Gravensteen, die wohl das Vorbild der Playmobil-Ritterburgen war. Es gab viele Stufen zu erklimmen, aber am Ende wurden wir mit einem herrlichen Ausblick über die Stadt belohnt. Gent ist wunderschön! Ich mag den Mix aus alten Gebäuden und modernen Elementen, die Herzlichkeit, die die Stadt ausstrahlt und die Gemütlichkeit!

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Und danach wurde mir noch ein kleine Wunsch erfüllt. Zum Mittagessen gingen wir ins Nam Jai Thai Fusion Restaurant – meine letzte Empfehlung. Man muss dazu sagen, dass ich Thaifood liebe und von meinem Sri Thai in Kiel wirklich sehr verwöhnt bin. Doch das Nam Jai wird als eines der besten thailändischen Restaurants Belgiens gehandelt. Das muss probiert werden!
Wir bestellten kleine Frühlingsrollen als Vorspeise und ein gelbes und ein rotes Curry als Hauptspeisen, die wir teilten. Das rote Curry – mein Favorit – war angenehm scharf, aber auch sehr ölig. Doch da Fett ja ein Geschmacksträger ist, hat das dem Geschmack auch sicher keinen Abbruch getan. Das Essen war – so weit ich das beurteilen kann – sehr authentisch und gut zubereitet. Ich war jedenfalls so begeistert, dass Mel mich nach dem Essen beinahe aus dem Restaurant hätte rollen müssen. Das Personal war sehr herzlich und freundlich, die Preise absolut angemessen. Wer nicht auf die klassische Gemüseküche steht, der sollte dem Nam Jai auf jeden Fall einen Besuch abstatten!

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Ein bisschen Zeit war nun noch übrig, bevor es gen Heimat gehen sollte. Wir verbrachten sie mit einem Einkaufsbummel durch ein paar geöffnete Geschäfte und über einen riesengroßen Flohmarkt.
Dann holten wir unsere Koffer, fuhren geschickt mit einem Express-Zug und einem Zugwechsel in Brüssel Nord zum Flughafen, um uns in der Abenddämmerung auf den Weg zurück nach Hamburg zu machen.

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Fazit: Schön war’s! Und: Ich komme gern wieder!

Wollt ihr noch ein paar Eindrücke in Bildern? Könnt ihr haben! Historische Gebäude, Stadteindrücke, ein öffentliches Klavier, Fundstücke, ein Trödelmarkt in einer Kirche und eine Portion genialer, “handgeschnitzter” Pommes in 3, 2, 1…

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Weitere Reisetipps und Infos rund um Gent findet ihr übrigens hier.

Alles Liebe,
Mia

 

Die Reise- und Verpflegungskosten wurden von Tourismus Flandern übernommen. Die Gestaltung der Reise und die Berichterstattung wurden jedoch zu keinem Zeitpunkt beeinflusst.

 

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