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Kann denn Butter Sünde sein? Lemon Cupcakes mit Himbeer-Buttercreme

von Mia | Küchenchaotin

Vor einigen Wochen habe ich mir – wie vieleviele andere auch – die „Lecker Bakery“ gekauft, die übrigens jeden Cent, den sie kostet wert ist. Mindestens. Mir ist beim Lesen und gucken fast die Luft weggeblieben, so toll finde ich sie! Seitdem liegt sie allerdings auf meinem Wohnzimmertisch und ist noch nicht weiter zum Einsatz gekommen. Das habe ich heute allerdings geändert!
Schon beim ersten Durchblättern wusste ich, dass ein Rezept auf jeden Fall fällig ist: Die Lemon Cupcakes mit Himbeer-Buttercreme. Die sehen so fantastisch aus und klingen so superlecker, dass ich sie heute zum Sonntagssüß backen musste!

Eigentlich ist das Rezept relativ einfach, lediglich das Frosting braucht ein wenig mehr Zeit. Soll man doch die Butter 20 (!!!) Minuten aufschlagen. Während man also dasitzt und 20 Minuten mit dem Handrührgerät Butter schlägt, bis sie weiss wird, hat man Zeit für die wirklich wichtigen Fragen im Leben:
Warum habe ich keine Kitchen-Aid? Wie lange hält so ein Handrührgerät eigentlich am Stück durch? Und wird Butter, wenn man sie nur lang genug schlägt, vielleicht irgendwann wieder zu Sahne? Nein, wird sie übrigens nicht. Aber das Frosting wird herrlichst cremig!

Die Cremehaube aus der Zeitschrift fand ich zwar ganz witzig, aber sie wollte mir 1. nicht gelingen und 2. gefiel sie mir nicht genug, um erstmal stundenlang auf Backpapier zu üben. Stattdessen habe ich ein paar andere Verzierungen ausprobiert. Ich bin ja noch absoluter Spritzbeutel-Legastheniker, also verzeiht mir, dass nicht alles 100% gerade ist.

Lemon-Cupcakes mit Himbeer-Buttercreme

Zutaten (für 12 Stück)

für den Teig

250g Mehl
3TL Backpulver
125g brauner Zucker
Salz
3 Eier (M)
1/4 Liter Milch
75ml Sonnenblumenöl
1EL Zitronensaft (ich habe mehr verwendet)
abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone

Für das Frosting

200g Himbeergelee
500g weiche Butter
200g Puderzucker

Den Backofen auf 175°C vorbereiten und ein Muffinblech „präparieren“.

Dann erst die festen Zutaten für den Teig und die feuchten getrennt voneinander verrühren. Danach zügig alles zusammenmischen (Muffin-/Cupcake-Teig ist kein Rührteig!) und in die Förmchen geben. Den Teig für ca. 20 Minuten backen.

Nun kommt das Frosting dran. Hierfür die Butter und den Puderzucker ca. 20 Minuten cremig aufschlagen, bis die Masse weiß ist. Danach nach und nach das Himbeergele untergeben. Im Rezept steht zwar, man soll es durch ein Sieb passieren, bevor man es dazugibt, ich hab’s allerdings nicht getan und es ist trotzdem ein tolles Frosting draus geworden!

Wenn die Cupcakes ausgekühlt sind, nach Lust und Laune mit dem Frosting verzieren. Eventuell bis zum servieren kaltstellen und genießen!

Fertig!

Den Cupcake-Stand habe ich (mit einem ganzen Cupcake-Set dazu!) übrigens von meinen lieben Freunden von Pink Pixel Photography geschenkt bekommen! Ich freu mich immernoch wie eine Schneekönigin!
Und die Glasglocke ist von meiner Mutter – auch hier noch einmal Danke dafür!

Und wie jeden Sonntag freue ich mich jetzt schon wieder, euer tolles Süß zu bestaunen! Die Tafel wird diesen Sonntag wieder von Katrin von Lingonsmak gedeckt!

Guten Appetit!
Mia

Was duftet denn da so herrlich? Knusper-Blaubeerkuchen a la Leila Lindholm!

von Mia | Küchenchaotin

Einmal im Monat gönne ich mir ein Koch- oder Backbuch. Sozusagen als Belohnung, dass ich einen weiteren Monat ohne allzugroße Katastrophen überlebt habe. Oder als Belohnung, dass ich den Monat trotz Katastrophen überlebt habe. Ihr wisst, was ich meine.
Ich liebe es, darin rumzublättern, mich inspirieren zu lassen und in (wahlweise) Koch- oder zuckersüßen Backträumen zu schwelgen. So kommt es, dass meine Katze auf „ihrer“ Seite des Betts oft keinen Platz mehr findet, denn auf der dieser Betthälfte regieren Laptop und Bücher.

Nun denn. Diesen Monat (bzw. letzten) hat endlichendlichendlich Leila den Weg zu mir nach Hause gefunden. Genauer gesagt „Backen mit Leila: Meine Lieblingsrezepte für Brot, Kuchen, Torten und Gebäck*
“ von Leila Lindholm. Ziemlich schnell war klar, dass ich am liebsten alles in diesem Buch nachbacken würde, doch dazu fehlt mir natürlich die Zeit und vor allem die sportliche Ambition, denn die Rezepte sind teilweise so sündig, dass ich schon beim Lesen aufgehe wie ein Hefeklops.
Trotzdem habe kleben nun auf etlichen Seiten kleine neonfarbene PostIts und ganz oben auf der Rangierliste findet sich mein heutiges Sonntagssüß:

Omas Knusperblaubeerkuchen von Leila Lindholm

Zutaten (für eine Tarteform von 28cm)

für den Teig

45g Haferflocken
175 geschmolzene Butter
120g Zucker
180g Weizenmehl

für die Füllung

250g Blaubeeren
200g Blaubeermarmelade (ich nehme nur die von „Den Gamle Fabrik“, denn sie ist die Beste!)
1EL Balsamicoessig
2 1/2 EL Speisestärke

für das Knuspertopping

75g geschmolzene Butter
75g Haferflocken
120g Zucker

Für den Teig die Haferflocken, Mehl und Zucker in eine Schüssel geben und mit der geschmolzenen Butter übergießen. Danach gut durchmischen, bis ein Teig entstanden ist. Diesen in die Tartform drücken und mit einer Gabel einstechen. Den Rand mit Alufolie auskleiden, damit er nicht absackt und das ganze ca. 10 Minuten bei 175°C backen.

Danach die Blaubeeren mit der Marmelade und dem Essig vermischen. Anschließend die Stärke hinzugeben und gut unterrühren. Die Füllung in den vorgebackenen Boden füllen. Die Füllung war – trotz grammgenauem abwiegens – leider exakt eine Hand voll zu wenig! Das ließ sich aber schnell beheben.  Dafür war das Knuspertopping fast ein bisschen zu viel, aber das ist nur mein Geschmack.

Nun ist der Belag dran: Die Butter schmelzen und mit Haferflocken und Zucker vermengen. Kurz abkühlen lassen und auf den Kuchen geben. Diesen nun bei 175°C ca. 25 Minuten backen, bis er fertig ist.

Fertig!

Ich muss sagen: es ist ein purpurfarbener Traum, den man da aus dem Ofen holt! Der Knusperblaubeerkuchen wird auf jeden Fall zu meinem nächsten Geburtstag noch mal gebacken!

Serviert wird dieser Tee übrigens in dem wunderschönen DIY-Becher der wundervollen Dani von „klitzeklein“, den ich vor ein paar Wochen gewonnen habe (an dieser Stell noch mal: Danke Dani! Ich hab mich so gefreut!). Aus dem schmeckt nicht nur Kaffee, sondern auch Tee!

 

Und nun freue ich mich wie jeden Sonntag auf euer tolles Süß! Die Sonntagstafel wird diese Woche von Katrin von lingonsmak gedeckt!

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Happy Birthday, intiative Sonntagssüß! Zum Feste gibt es meine allerersten Whoopie-Pies!

von Mia | Küchenchaotin

Die initiative Sonntagssüß wird heute ein Jahr alt! So lange bin ich zwar noch nicht dabei, aber dennoch: Meinen herzlichsten Glückwunsch!
Als ich diesen Blog startete, wollte ich eigentlich kochen. Dank den lieben Sonntagssüßen verbringe ich inzwischen allerdings viel mehr Zeit mit Backen als mit Kochen – und ich liebe es! Sonntags heißt es nicht mehr „gammeln“ angesagt, sondern backen. Das ist sogar noch schöner, als nichts zu tun! Mein Butterverbrauch ist ins unermessliche gestiegen, aber das macht nichts, denn ich bin ja sowieso Butterfetischistin 😉 Ab auf die Hüften, mit dem leckeren Zeug!

Heute gibt es zu Ehren vom Sonntagssüß-Geburtstag eine Premiere: In der Chaosküche entstehen Whoooooopie Pies!
Langelangelange hab ich die kleinen Kuchen-Sandwiches nun schon mit glitzernden Augen betrachtet und heute mittag war es dann endlich so weit. Eine Nachricht verließ mein Handy mit dem Text „Es riecht superherrlich nach Schoki hier! Freu dich!“. Oh ja. Sie riechen wunderbar! Und allein am Teig habe ich schon einen Wochenvorrat an Kalorien aufgeschleckert!
Gesehen hier: OhhhMhhh (bzw. von der wundervollen Jeanny, die damals dort geschrieben hat) und im Original von hier: Joy of Baking. Ganz leicht abgewandelt.
Natürlich habe ich mir das Rezept von Joy of Baking erst im Nachhinein angesehen.. Dadurch sind meine Whoopies um einiges kleiner geworden als geplant.

Whoopie-Pies

Zutaten

für den Teig:

170g Butter
150g Zucker
1 Ei (groß)
Vanille-Extrakt
60ml Buttermilch
120ml lauwarmes Wasser ODER lauwarmer Kaffee
230g Mehl
75g Backkakao
1 TL Backpulver
1/4 TL Natron
1/4 TL Salz

Für die Füllung:

25g zimmerwarme Butter
50g Doppelrahm-Frischkäse
250g Puderzucker vermischt
Heidelbeeren
Himbeermarmelade

Butter und Zucker schaumig schlagen, dann das Ei und den Vanilleextrakt hinzufügen. Anschließend zwei Schüsseln vorbereiten: in die eine kommt ein Gemisch aus der Buttermilch und dem warmen Wasser (bzw. Kaffee, ich hab aber Wasser verwendet) und in die andere eine Mischung aus Mehr, Kakao, Backpulver (,Natron, dass ich nicht im Haus hatte, dafür habe ich etwas mehr Backpulver verwendet) und Salz. Diese beiden Mischungen jetzt abwechselnd unter die Butter-Zucker-Eier-Vanille-Masse rühren.

Viele verwenden nun zum Portionieren einen Spritzbeutel oder einen Eisportionierer. Da ich kein Eisfach und deswegen auch keinen Eisportionierer habe, wollte ich es mit dem Spritzbeutel versuchen. Leider war mein Teig dazu zu zäh und der Spritzbeutel ist mir gerissen. Eine riesen Sauerei! Danach habe ich – in Ermangelung zweier sauberer Esslöffel und dem Unwillen, welche abzuwaschen – eine recht.. naja.. gewöhnungsbedürftige Technik „erfunden“. Ich habe eine Suppenkelle genommen, sie immer bis zum Rand mit Teig gefüllt und immer eine Hälfte der Kelle für ein „Teigklößchen“ genommen. Auch eine riesen Sauerei, aber wenigstens waren die Whoopie-Hälften ungefähr gleich groß 😉

Die Teigklößchen möchten nun immer zu sechst auf einem Blech bei 180°C für ca. 10 Minuten gebacken werden und dann komplett auskühlen.

Währenddessen kommt die Füllung, für die ich Jeannys Lieblings-Buttercreme-Rezept lediglich um eine paar Zutaten erweitert habe.
Zuerst werden Butter, Frischkäse und Puderzucker gemischt. Die daraus entstehende Masse habe ich zweigeteilt und unter die eine ein paar Blaubeeren gemischt, unter die andere etwas Himbeermarmelade. Wie viel? Ich weiß es nicht und ich kann es nicht schätzen. So viel, bis es mir gefallen hat. Dafür musste ich dann mit ein bisschen Johannisbrotkernmehl für die Festigkeit sorgen (die am Ende trotzdem ein kleines bisschen zu wünschen übrige ließ). Diese Masse musste dann kurz in den Kühlschrank, weil sie halt ein bisschen zu flüssig geworden war. Danach habe ich sie in einen Spritzbeutel gefüllt (Gottseidank waren noch Einweg-Spritzbeutel da!) auf die Innsenseite der Whoopie-Hälften gespritzt. Andere Hälfte drauf – und zackbumm! – sind die kleinen Köstlichkeiten fertig!

Eigentlich  wollte ich ein paar davon meinen Arbeitskollegen mitbringen. Ich befürchte jedoch, dass nichts übrig bleiben wird!

Ich freue mich auf eine bunte Geburtstagstafel, die heute von Fräulein Text gedeckt wird!

Guten Appetit,
Mia

Himmelblaues Sonntagssuess – einfache Vanille-Cupcakes mit blauem Frosting

von Mia | Küchenchaotin

Nach einer stressigen Woche habe ich mir ein tolles Sonntagssüß total verdient. Da gab es nur ein kleines Problem: Ich hatte es unter der Woche überhaupt nicht geschafft einzukaufen und auch nichts geplant für den kulinarischen Sonntagnachmittag.
Der Hunger ist genauso groß wie die Misere: der süße Zahn verlangt nach Zucker und der Magen knurrt filmreif, doch der Kühlschrank ist leer.
Ein Geistesblitz und ein kurzer Blick auf die Vorräte: Eier, Milch, Butter, Zucker, Backpulver, Vanilleschoten, Puderzucker, Lebensmittelfarbe. Alles da! Schatz, es gibt Cupcakes!

 

Zutaten (für 12 Cupcakes)

Für den Teig:

250g Mehl
100g Zucker
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
1/2 Vanilleschote – davon das Mark
3 EL Milch
120g Butter
2 Eier

Für das Frosting:

150g Butter
120g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
Lebensmittelfarbe nach Belieben

 

Die trockenen und die nicht-trockenen Zutaten jeweils gut miteinander vermischen, dann zusammenfügen und schnell zu einem Teig verarbeiten. Am Ende sollte ein zäher Teig entstanden sein.
Diesen in Muffinförmchen füllen und für ca. 20 Minuten bei 180° backen lassen. Während die Muffins auskühlen das Frosting vorbereiten: Hierzu Butter schaumig schlagen und anschließend Vanillezucker und Puderzucker gut miteinander vermischen, bis eine homogene Masse entsteht. Nach Belieben noch Lebensmittelfarbe einarbeiten. Frosting auf den Muffins verteilen – entweder mit einem Spritzbeutel oder mit einem Spatel. Fertig!

Die kleinen Dinger sind zwar einfach und schnell gemacht, aber sie sind einfach „mmmmmmh!!!“!
Ich habe blaue Lebensmittelfarbe genommen, weil die für mich am ehesten zu Vanillecupcakes passt. Ich hatte aus Versehen welche in Puderform gekauft und musste feststellen, dass die doch ein wenig mühsamer in die Masse eingearbeitet werden muss, als flüssige. Außerdem färbt das Puder erst ganz wenig und ich habe fast ein bisschen zu viel reingekippt. Nachdem es sich aufgelöst hatte, war aus „zartblau“ ein „kräftiges himmelblau“ geworden
Nach dem Naschen am Frosting (man muss ja schliesslich testen, ob’s auch gut ist!), hatte ich ganz schön blaue Lippen ;)Und jetzt geh ich mir euer herrliches Süß anschauen!

Guten Appetit!
Mia

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