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Fit & Healthy Friday – Motivation! 8 Tipps, die dir helfen, dranzubleiben

von Mia | Küchenchaotin

Vor einigen Monaten saß ich vor meiner Computertastatur und tippte in die Suchzeile bei Google „Woher Motivation nehmen“ ein. Denn woher nehmen, wenn nicht stehlen?
So eine Veränderung im Leben kann ganz schön herausfordernd sein. Was bringt einen dazu, sich immer wieder aufzuraffen und am Ball zu bleiben, auch, wenn es gerade mal nicht so schön ist? Wie kann ich mich dazu bringen, aus meinen alten Gewohnheiten auszubrechen? Den Hintern hochkriegen? Dieses mal nicht aufgeben?

Die Tipps und Tricks sind vielfältig und nicht jeder ist für jedermann. Ich habe euch meine 8 besten Tipps zusammengestellt – so hat es bei mir geklappt mit dem Dranbleiben!

Motivation - 8 Tipps, die dir helfen, dranzubleiben - www.kuechenchaotin.de

(C) Fotolia / adrenalinapura

1. Visualisiere dein Ziel – und häng es dir auf!

Wenn man nicht genau weiss, wofür man etwas macht, ist es viel schwerer, durchzuhalten. Deshalb mache dir Gedanken! Was willst du eigentlich genau? Und warum?
Die Beweggründe können ganz unterschiedlich sein. Vielleicht möchtest du dich einfach besser fühlen oder leistungsfähiger werden. Oder es hat gesundheitliche Gründe. Oder du möchtest eine alte Form zurückerlangen, oder es einfach allen zeigen. Auch die niederen, rein äußerlichen Beweggründe zählen hier, wenn sie dir wichtig sind! Alles, was aus dem Herzen kommt, ist richtig. Und egal, was dich antreibt: Schreib es auf.
Den Zettel mit deinem Ziel solltest du an eine Stelle kleben, an der du ihn möglichst oft zu sehen bekommst. Das kann ganz präsent an der Haustüre sein, auf der Innenseite deines Badezimmerschränkchens, in deinem Notizbuch, deinem Portmonee, oder, oder, oder! Die Hauptsache ist, dass du dich immer wieder selbst daran erinnerst, wofür du etwas ändern willst.

2. Was du heute kannst besorgen…

„If we wait until we’re ready we’ll be waiting for the rest of our lifes“
(„Wenn wir warten, bis wir bereit sind, werden wir den Rest unseres Lebens warten“).
Der Spruch hat einen langen, weißen Rauschebart, aber nach wie vor ist er wahr. Dabei behaupte ich nicht, dass es den richtigen Moment nicht gibt! Aber er ist weder morgen, noch nächsten Montag, noch am nächsten 1. – oder gar zu Beginn des neuen Jahres. Der richtige Moment ist genau jetzt. Denn in diesem Moment hast du die Entscheidung getroffen, etwas zu verändern! Und das einzige, was dich davon abhalten kann, jetzt sofort zu starten, bist du selbst. Also steh dir nicht im Weg und leg los!

3. Liebes Tagebuch…

Egal ob du deine Ernährung ändern möchtest, fitter werden willst, oder beides: Führe ein Tagebuch darüber, was du tust und wie deine Fortschritte sind. Hierfür kannst du ein klassisches Büchlein nutzen oder ein Blog, oder eine App, die dir hilft, die Veränderung in deinem Leben festzuhalten. Tolle und kostenlose Apps zum „tracken“ deiner Ernährung und sportlichen Aktivitäten, die ich kenne und ausprobiert habe sind z.B. „Lifesum“, „Myfitnesspal“, „fddp“ und die Apps von „Runtastic“, sowie „Nike Training Club“.
Und wo wir gerade beim Thema sind: Tu dir einen großen Gefallen und lass deine Waage verschwinden. Das Gewicht sagt viel weniger über deinen Zustand und den deines Körpers aus, als du denkst. Sinnvoller ist es, mit einem Maßband an den interessanten Stellen Maß zu nehmen und in regelmäßigen Abständen nachzumessen oder noch besser: Bilder zu machen, auf denen du direkt sehen kannst, was mit deinem Körper passiert. Denn oft passiert mit ihm sehr viel, ohne, dass die Waage davon Wind bekommen hat. Deshalb: Hinfort mit ihr!

4. Mach dir einen Plan – und Dates mit dir selbst!

Alles ist ein bisschen leichter, wenn man einen Plan hat. Das schreibe ich als die selbsternannte „Küchenchaotin“ – es soll also schon was heissen! Wenn du deine Ernährung umstellen willst, kann es viel einfacher sein, wenn du im Voraus planst, was du wann essen willst um einen besseren Überblick zu behalten. Mit einem Plan fallen auch die Einkäufe sinnvoller aus – denn wer keine Schokolade kauft, weil sie nicht auf dem Plan steht, der wird auch keine Schokolade essen.
Das selbe gilt, wenn du mehr Sport in dein Leben integrieren willst. Plane, wann du etwas tun wirst und sieh es als „Date mit dir selbst“!. Du wirst Zeit mit dir verbringen und etwas gutes für dich und deinen Körper tun. „Me-Time“. Das Date mit dir ist hat oberste Priorität und ist nicht optional. So ein Date verschiebt man nicht so einfach!

5. Sorge für Abwechslung – und begib dich aus deiner Komfortzone!

Langeweile ist der größte Feind der Motivation. Wenn du ständig das selbe isst und machst, ist es kein Wunder, wenn es dir bald zu den Ohren rauskommt!
Lerne neue Lebensmittel kennen, neue Geschmacksrichtungen und Zubereitungsweisen. Probiere eine neue Sportart und schaue über deinen Tellerrand! Mach einen Schnupperkurs von etwas, das du eigentlich total verrückt/blöd/unpassend für dich findest oder schaue dich auf Plattformen wie YouTube um, ob es dort ein Workout-Video für dich gibt, das du probieren könntest! Schau Seiten, Blogs, Apps, die sich mit Fitness beschäftigen und bei denen du etwas neues kennenlernen könntest.
Tu etwas, was du noch nie getan hast und sieh die Veränderung in deinem Leben nicht als Einschränkung, sondern nutze sie als Bereicherung und Herausforderung, neues zu schmecken, zu fühlen, zu erleben und deinen Horizont zu erweitern. Es wird eine spannende Reise! Wer möchte da schon aufhören?

6. Such dir einen Partner in Crime – denn gemeinsam ist alles viel schöner!

Es ist viel schöner, wenn man seine Freude, aber auch sein Leid mit jemandem teilen kann.
Ob Partner, beste Freundin oder Arbeitskollege – oft kennt man jemanden, der gerne mitziehen würde, bereits dabei ist, etwas zu verändern oder bereits seine Lebensweise verändert hat. Häng dich an diese Leute, denn es gibt nichts besseres, als sich über seine neuen Gewohnheiten auszutauschen!
Grad keiner in der Nähe? Dann such dir den Austausch woanders. Melde dich in einem Verein an oder such dir Foren/Facebookgruppen/andere Austauschplattformen, in denen sich Gleichgesinnte tummeln.
Denn wenn du nun einen Durchhänger hast, hast du immer jemanden, der dich wieder hochzieht und dir in deinen Hintern tritt, wenn du es selbst grad nicht kannst.

7. Sei streng mit dir – aber nicht zu streng!

Nein, dieser Punkt ist kein Freibrief. Sei dir darüber im Klaren: Wenn man alte Gewohnheiten aufbrechen will, ist es manchmal auch einfach nicht so schön. Da musst du dich zusammenreissen, auch wenn die Motivation gerade nackig mit einem Cocktail um die Wiese tanzt. Wenn es einfach wäre, würde es jeder tun.
An diesen Tagen wirst du dir nichts sehnlicher wünschen, als in deine alten Gewohnheiten zurückzufallen und liegenzubleiben und dir deine Lieblingsnascherei in Massen zu gönnen. Das ist normal und es geht jedem so.
Was aber auch jedem so geht: Wenn man nicht jeder kleinen Versuchung sofort nachgibt, führt das meistens zu einem ganz großem Erfolgserlebnis! Denn nichts ist schwieriger und sorgt gleichzeitig für ein so gutes Gefühl, wie sich selbst zu überwinden.
Es wird dich nicht glücklicher machen, noch eine Folge Greys Anatomy/Big Bang Theory/Simpsons/{deine Lieblingsserie} zu gucken und auch eine ganze Sahnetorte/Tüte Chips/{deine Lieblingssünde} wird dich nicht fröhlicher machen – ganz im Gegenteil! Völlerei und Durchhänger führen meistens eher zu einem schlechten Gewissen und ein schlechtes Gewissen macht dich alles andere als glücklich.
Wenn du allerdings nichts mehr liebst als Gilmore Girls oder Schokoladenkuchen oder Erdnussflips, dann solltest du dir das alles nicht komplett verbieten. Verbote sind sinnlos, spaßbefreit und führen nur noch mehr in Versuchung.
Ich bin der Meinung: Ein Leben ohne Kuchen und Nudeln ist möglich aber sinnlos. Und genau deshalb gönne ich mir meinen Kuchen und meine Nudeln in Maßen und ganz bewusst – und genieße jeden Bissen!

8. Setz dir Etappenziele – und belohne dich!

Ein großes Ziel ist manchmal ganz schön beängstigend und wirkt oft sehr weit weg. Deshalb teile es dir in kleine Etappen ein und überlege dir vorher eine kleine Belohnung für das Erreichen dieser Etappenziele. Gönn dir etwas Schönes auf deinem Weg zum großen Ganzen! Das kann zum Beispiel eine Massage sein oder das Kleid, das du dir immer schon gewünscht hast. Ein gutes Buch, oder ein kleiner Ausflug, oder, oder, oder – hauptsache, es tut dir gut und macht dich glücklich!
Denn wie gesagt: Die Veränderung kann und soll eine Bereicherung für dein Leben sein und keine Einschränkung! Pack es an!

Das war’s von meiner Seite! Und nun kommt ihr: Was sind eure besten Motivationstipps? Ich bin gespannt!

Alles Liebe,
Mia

Fit & Healthy Friday – Heute wird’s persönlich! – von Zielen und Wünschen und meinem Weg zum Wohlfühlkörper

von Mia | Küchenchaotin

(C) Fotolia / adrenalinapura

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Anfang des Jahres habe ich meine Ernährung und einige anderen Dinge in meinem Leben umgestellt. Ich habe lange überlegt, ob ich dieses Thema hier auf dem Blog ansprechen sollte, könnte, müsste – schließlich ist es ein heikles! – aber ich schreib’s jetzt einfach mal frei von der Leber weg: 3 ½ Jahre foodbloggen, ausgiebige Schlemmereien, viel Stress und wenig Bewegung haben mir ganz schön „auf die Linie“ geschlagen.
So stieg ich am 31.12.2014 nach langer Zeit das erste mal wieder auf die Waage und sie zeigte mir satte 15 Kilo mehr an, als noch vor 4 oder 5 Jahren.

„FÜNFZEHN KILO?!“

Doch das allein hätte mich nicht gestört. Der neu gewonnene Speck hielt mich warm (ich bin ja eiserne Verfechterin einer guten Portion Winterspeck) und war schön gleichmäßig über meinen Körper verteilt. Und ich finde: So lange man sich wohlfühlt, ist die Zahl auf der Waage vollkommen egal.
Das Problem: Ich habe mich überhaupt nicht mehr wohl gefühlt. Ich hatte schon mehrere Abnehmversuche hinter mir, nach denen letztendlich noch mehr auf meinen Rippen landete und saß wohl in der klassischen Jojo-Falle. In meine Kleiderschrank fanden sich kaum Klamotten, in die ich mich noch hineinquetschen konnte und sogar keine einzige gut sitzende Jeans mehr, ich hatte ständig das Bedürfnis, den Bauch einzuziehen und die Beine in langen Oberteilen zu verhüllen und wenn ich ein Kleid anzog, dann musste ich irgendwie ständig an Mariah Carey denken.

Also beschloss ich, was so viele am letzten Tag des Jahres beschließen:

Der Speck muss weg!

Dieses mal wirklich.

Mit guten Vorsätzen ist es ja meistens so: Man macht sie, man hält ein paar Tage durch und dann verfällt man in den alten Trott. Manchmal glaube ich, dass es eine ungeschriebene Regel gibt, die besagt, dass gute Vorsätze vom 31.12. gebrochen werden müssen.
Doch so war es bei mir nicht. Ich meldete mich dort an, wo man Punkte zählt (ihr wisst schon) und schrieb fleissig auf, was ich zu mir nahm. Ich achtete darauf, am Tag mehr Kalorien zu verbrennen, als ich meinem Körper zuführte und als die ersten Pfunde purzelten, stieg die Motivation um über 100%. Ich strich Zucker an den meisten Tagen in der Woche aus meinem Speiseplan und änderte über Wochen all die ungesunden Essgewohnheiten, die sich über die Jahre eingeschlichen hatten, langsam aber sicher in gesündere und nahrhaftere Alternativen. Und nach nur 3 Monaten konnte ich allein durch die umgestellte Ernährung ein Minus von fast 8 Kilo auf der Waage und ein Plus von 100 Punkten auf der Selbstbewusstseins- und Motivationsskala verzeichnen.

Versteht mich nicht falsch – ich esse noch Kuchen und Nudeln und all die leckeren Sachen, die so viele Frauen sich selbst verbieten! Denn ich bin der Meinung, dass Essen Spaß machen muss und Verbote sind alles andere als spaßig. Aber ich esse nicht mehr jeden Tag Kuchen. Das hat gleich zwei positive Effekte: 1. sind meine hochkalorischen Schleckereien auch für mich wieder ein echtes Highlight und 2. sagt mein Körper „Danke!“.
Außerdem wandert ein Stück Kuchen sowieso nicht direkt auf die Hüften. Bei mir wandert es eher auf die Seele und wenn’s der gut geht, dann „flutscht“ es in allen Bereichen des Lebens gleich viel besser.

Weniger essen ist auch keine Lösung

Doch irgendwann kam ich an den kritischen Punkt: Es ging nicht weiter bergab. Ich wollte noch so viel! Aber mein Körper fand das doof und gab mir einen Tritt in den Hintern. Was tun? Möchte ich den Rest meines Lebens einfach nur weniger Essen als vorher, damit die Waage eine Zahl anzeigt, die mir bestätigt, dass alles im „grünen Bereich“ ist? Möchte ich für immer überlegen, ob dieses und jenes heute in meine Tagesbilanz passt? Nein, nein, nein.

So kam der Tag, an dem ich die Waage beiseite stellte und die Sportschuhe aus dem Keller holte.
Tendenziell würde ich mich eher als faul bezeichnen. Die erste Hälfte meines Lebens war ich mit Laufen und Kampfsport sehr aktiv, aber nach einer Verletzung in der Schulter war von heute auf morgen plötzlich Schluss mit Bewegung.
Ich mag keine Aufzüge, aber ich fahre lieber Aufzug, als Treppen zu steigen, das Kurzstreckenticket im Bus ist mein bester Freund und wenn ich eine Hochzeitsreportage von mehr als 8 Stunden fotografiere, habe ich den ganzen nächsten Tag „Körper“. Meine Einkäufe und meine Handtasche sind mir stets ein kleines bisschen zu schwer und wenn ich die komplette Wohnung am Stück sauge oder gar wische, muss ich mich danach umziehen, weil ich unfreiwillig Batik trage. Fassen wir zusammen: Ich wäre früher wohl nicht unbedingt „Sporty Spice“ gewesen.

Doch auch das sollte sich ändern. Wenn ich genug Willenskraft besitze, meine Ernährung umzustellen, dann werde ich es auch schaffen, mich hin und wieder ein bisschen zu bewegen.
Ich begann mit regelmäßigen Eigengewichtsübungen, zwischendurch ein bisschen Yoga und hin und wieder einer (anfänglich sehr) kleinen Joggingrunde. So, wie es mir gerade passte. Und wider Erwarten machte es unheimlich Spaß!
Ein Wunschgewicht habe ich nicht mehr, denn ich glaube, dass das Gewicht nicht aussagekräftig und vor allem nicht ausschlaggebend für den persönlichen Wohlfühlfaktor ist.

Vom Wunschgewicht zur Wohlfühlfigur

Das Wunschgewicht habe ich durch die Wohlfühlfigur getauscht. Sportlich soll er werden, der Körper. Und statt der Waage zu vertrauen, die gar nicht weiss, ob da auf meinen Hüften Speck oder Muskeln ruhen (spaßeshalber bin ich vor diesem Beitrag noch mal auf die Waage gestiegen, die inzwischen 13 Kilo weniger anzeigt, als noch am 1.1.), messe ich hin und wieder mit dem Maßband und vertraue dem Blick in den Spiegel. Und ich fühle mich gut wie nie!

Der Sport gleicht mich aus. Er macht mir Spaß und macht mich stark! Meine Körperhaltung hat sich verbessert, meine Einkäufe werden von Woche zu Woche gefühlt leichter und meine Kondition hat einen riesigen Sprung gemacht. 45 Minuten joggen? Kein Ding!
Der Sport schafft etwas, was kein reines Abnehmen hätte schaffen können: Er macht mich selbstbewusster. Und gleichzeitig führt er dazu, dass ich meinem Körper herrlich gesunde Sachen zuführen möchte, denn er soll ja gestärkt sein für die Herausforderungen vor die ich ihn stelle. Er sorgt quasi dafür, dass ich besser mit meinem Körper umgehe, damit er besser zu mir ist.

Ein Thementag, ein Thementag!!!

Ich habe mich in den letzten Monaten sehr viel mit all diesen Dingen beschäftigt. Was tue ich da mit meinem Körper? Wie kann ich meine Ziele erreichen und dabei gleichzeitig noch Spaß haben? Was bedeutet für mich „Fit und gesund“?
An all diesen Erfahrungen und Gedanken möchte ich euch Freitags ab jetzt teilhaben lassen.

Keine Sorge: Es wird hier weiter ganz viel Kuchen, Nudeln und Unmengen an Butter hier geben! Denn ich denke, die gesunde Mischung macht’s. Nur am Freitag, da wird sich alles rund um das neue Thema in meinem Leben drehen.

Ich freue mich riesig auf die nächsten Wochen, denn ich habe ganz viele schöne Sachen vorbereitet!
Seid ihr dabei? Und habt ihr Wünsche?

Alles Liebe,
Mia

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