Archiv von ‘Kleinigkeiten’ Kategorie

Osterspecial: Wenn’s draussen nicht warm werden will, mach ich mir halt Frühling auf dem Backblech!

von Mia | Küchenchaotin

Dienstag gab es zum ersten Mal keine Blogvorstellung. Wollt ihr wissen wieso? Ihr dürft – wie immer – ruhig über mich lachen!

Ich bin ein bekennender Tollpatsch. Ich vergessen manchmal, abends den Backofen auszumachen. Und auf meinem Herd stand schon einmal eine Küchenrolle in Brand. Ich falle regelmäßig hin oder stoße mich irgendwo dran, so dass ich eigentlich immer blaue Flecken habe. Und Fettnäpfchen waren schon immer meine Spezialität! Meine Augen sind meistens größer als mein Appetit, mein Mundwerk oft schneller als jeder klare Gedanke. Aber auch, wenn ich bei einem Fahrradunfall mal mit dem Gesicht auf der Straße gebremst habe – etwas wirklich schlimmes ist mir noch nie passiert und ich habe mir noch nie einen Knochen gebrochen. Ich bezeichnete mich selbst immer gern als „die Frau mit den Stahlknochen“. Bis Montag. Denn am Montag war meine linke Hand langsamer, als meine rechte.
Lange Rede kurzer Sinn: Auf der Arbeit haben wir eine ziemlich massive, schwere Schublade. Die rechte Hand schlug sie mit Schwung zu während die linke sich in der Führungsschiene der Schublade verhedderte und meinen Finger ziemlich böse einklemmte. Kurzer Schock. Ist was passiert? Keine Ahnung! Oder? Aaaaah! Und auf einmal wars so unerträglich, dass ich zum Arzt musste. Diagnose: Eine böse Quetschung und ein Haarriss im Knochen des Rinfingers. Die Stahlknochen-Zeiten sind wohl vorbei 😉
Mit einer Gipsschiene am Finger tippt es sich jedenfalls ziemlich mühsam, weswegen ich diesen Eintrag auch über mehrere Tage zusammengeklöppelt habe. Aber: Was lange währt, wird endlich gut und am Wochenende wird mein Fingerchen wieder in die freie Wildbahn entlassen.

Nun denn.

 

Dieses Wochenende ist Ostern und draussen sieht man… ungefähr gar nichts davon!
Das heisst ja aber noch lange nicht, dass im Ofen und auf dem Teller auch noch Winter herrschen müssen. Ganz im Gegenteil! Statt traditioneller Hasenkekse gibt es dieses Jahr „Frühlingskekse“ auf den Ostertisch! Ganz einfach und nach einem Rezept meiner Ur-Oma!

Zutaten (für ganz schön viele Kekse!)

Für die Kekse:

500g Mehl
170g Butter
250g Zucker
2 Eier
1 Päckchen Vanillezucker
etwas Backpulver

für den Guss:

1/2 Zitrone
Puderzucker
evtl. Lebensmittelfarbe

Alle Zutaten zu einem Teig verarbeiten und für mindestens eine Stunde im Kühlschrank. Danach ausrollen und mit beliebigen Formen ausstechen. Bei 200°C goldbraun backen (ca. 10 Minuten).

Danach eine halbe Zitrone auspressen und den Saft mit ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe in eine Schüssel geben. Dann so viel Puderzucker hinzugeben, bis eine dickflüssige Masse entstanden ist. Die ausgekühlten Kekse damit bepinseln.

Fertig!

 

In einer Dose halten sich die Kekse gut, deswegen habe ich auch heute schon welche für Sonntag gebacken! Und was liegt bei euch so auf dem Ostertisch?

Guten Appetit!
Mia

Weil in klein einfach alles noch viel süsser ist – Mini-Gugl mit Zitrone und Apfel

von Mia | Küchenchaotin

Lange hab ich neidisch auf die Mini-Gugl auf verschiedenen Blogs geschielt. „Verdammt, sind die niedlich!“ hab ich beim ersten Mal gedacht. „Oooooh, ich will auch so welche!“, dachte ich bald darauf. Doch letzte Woche stand ich im Buchladen meines Vertrauens vor *diesem* Büchlein mit der Form und in mir schrie es nur noch: „Muss haben! MUSS. HABEN!!“
Wer mich kennt, kann sich dieses Szenario bildlich vorstellen: Ich habe das Päckchen an mich gerafft, bin zur Kasse gestürmt und habe atemlos gefragt „Das kann ich doch mit Karte zahlen, oder?!“. Danach bin ich breit grinsend rausgetänzelt und seitdem habe ich mich auf den heutigen Sonntag gefreut!

Ein Rezept war im Büchlein auch schnell gefunden. „Gugl Apfel Zitrone“ musste es sein. Sommerlich, frisch und irgendwie auf dem Teppich geblieben. Minimal abgewandelt (es gehören Mandelsplitter rein, die mag ich nicht so und deswegen hab ich auch keine gekauft. Außerdem hab ich die doppelte Menge Zitronenschale genommen) und blitzschnell fertig. Einzig und allein das Befüllen der klitzekleinen Gugl-Förmchen war etwas mühselig, aber die kleinen süßen Dinger sind die Arbeit auf jeden Fall wert.

HAPS – und weg sind sie 🙂

Mini-Gugl mit Zitrone und Apfel

Zutaten (für 18 Gugl)

1 mittelgroßes Ei
50g Puderzucker
50g Butter (Zimmertemperatur)
1 Prise Salz
100g Mehl
50ml Milch
die Schale einer unbehandelten Zitrone (das Rezept sieht die halbe Menge vor)
120g Apfel (das Rezept sieht nur 100g vor)
(25g Mandelsplitter, die ich weggelassen habe)

Außerdem: Butter und Mehl zum Einfetten und Bestäuben der Förmchen

Das Ei, die Butter und den Puderzucker schaumig schlagen. Danach die Milch und das Salz hinzugeben und das Mehl in kleinen Portionen einarbeiten. Die Schale der Zitrone abreiben und mit einrühren. Danach den Apfel in winzige (!) Würfelchen schneiden und vorsichtig unterheben.
Der Apfel sollte eher säuerlich als süß sein!
Dann alles in die Förmchen füllen und die Mini-Gugl bei 210°C ca 12 Minuten im unteren Drittel des Backofens backen.

Fertig!

Die Spielkinder unter uns können die süßen Gügelchen auch als Fingerhut benutzen.
Bei mir lagen sie heute sogar auf dem Frühstückstisch!

Guten Appetit,
Mia

Kann denn Butter Sünde sein? Lemon Cupcakes mit Himbeer-Buttercreme

von Mia | Küchenchaotin

Vor einigen Wochen habe ich mir – wie vieleviele andere auch – die „Lecker Bakery“ gekauft, die übrigens jeden Cent, den sie kostet wert ist. Mindestens. Mir ist beim Lesen und gucken fast die Luft weggeblieben, so toll finde ich sie! Seitdem liegt sie allerdings auf meinem Wohnzimmertisch und ist noch nicht weiter zum Einsatz gekommen. Das habe ich heute allerdings geändert!
Schon beim ersten Durchblättern wusste ich, dass ein Rezept auf jeden Fall fällig ist: Die Lemon Cupcakes mit Himbeer-Buttercreme. Die sehen so fantastisch aus und klingen so superlecker, dass ich sie heute zum Sonntagssüß backen musste!

Eigentlich ist das Rezept relativ einfach, lediglich das Frosting braucht ein wenig mehr Zeit. Soll man doch die Butter 20 (!!!) Minuten aufschlagen. Während man also dasitzt und 20 Minuten mit dem Handrührgerät Butter schlägt, bis sie weiss wird, hat man Zeit für die wirklich wichtigen Fragen im Leben:
Warum habe ich keine Kitchen-Aid? Wie lange hält so ein Handrührgerät eigentlich am Stück durch? Und wird Butter, wenn man sie nur lang genug schlägt, vielleicht irgendwann wieder zu Sahne? Nein, wird sie übrigens nicht. Aber das Frosting wird herrlichst cremig!

Die Cremehaube aus der Zeitschrift fand ich zwar ganz witzig, aber sie wollte mir 1. nicht gelingen und 2. gefiel sie mir nicht genug, um erstmal stundenlang auf Backpapier zu üben. Stattdessen habe ich ein paar andere Verzierungen ausprobiert. Ich bin ja noch absoluter Spritzbeutel-Legastheniker, also verzeiht mir, dass nicht alles 100% gerade ist.

Lemon-Cupcakes mit Himbeer-Buttercreme

Zutaten (für 12 Stück)

für den Teig

250g Mehl
3TL Backpulver
125g brauner Zucker
Salz
3 Eier (M)
1/4 Liter Milch
75ml Sonnenblumenöl
1EL Zitronensaft (ich habe mehr verwendet)
abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone

Für das Frosting

200g Himbeergelee
500g weiche Butter
200g Puderzucker

Den Backofen auf 175°C vorbereiten und ein Muffinblech „präparieren“.

Dann erst die festen Zutaten für den Teig und die feuchten getrennt voneinander verrühren. Danach zügig alles zusammenmischen (Muffin-/Cupcake-Teig ist kein Rührteig!) und in die Förmchen geben. Den Teig für ca. 20 Minuten backen.

Nun kommt das Frosting dran. Hierfür die Butter und den Puderzucker ca. 20 Minuten cremig aufschlagen, bis die Masse weiß ist. Danach nach und nach das Himbeergele untergeben. Im Rezept steht zwar, man soll es durch ein Sieb passieren, bevor man es dazugibt, ich hab’s allerdings nicht getan und es ist trotzdem ein tolles Frosting draus geworden!

Wenn die Cupcakes ausgekühlt sind, nach Lust und Laune mit dem Frosting verzieren. Eventuell bis zum servieren kaltstellen und genießen!

Fertig!

Den Cupcake-Stand habe ich (mit einem ganzen Cupcake-Set dazu!) übrigens von meinen lieben Freunden von Pink Pixel Photography geschenkt bekommen! Ich freu mich immernoch wie eine Schneekönigin!
Und die Glasglocke ist von meiner Mutter – auch hier noch einmal Danke dafür!

Und wie jeden Sonntag freue ich mich jetzt schon wieder, euer tolles Süß zu bestaunen! Die Tafel wird diesen Sonntag wieder von Katrin von Lingonsmak gedeckt!

Guten Appetit!
Mia

Futter für die Seele – Griesspudding mit Kokosmilch

von Mia | Küchenchaotin

Jeder kennt sie – die einfachen Gerichte, die einfach soooooo guttun. Für mich ganz weit oben auf der Hitliste: Grießpudding. (Fast) Nichts ist für mich schöner, als nach einem anstrengenden Tag mit einer Portion in einem Berg Sofakissen zu versinken, eine wahlweise eine Folge Dr. House, Scrubs, The Big Bang Theory oder Desperate Housewives zu gucken. Da ist total egal, was den Tag über passiert ist. Mir geht’s sofort irgendwie gut!

Irgendwann hab ich irgendwo etwas von Milchreis mit Kokosmilch gelesen. Die Vorstellung fand ich so interessant, dass ich sie einfach mal auf den Grießpudding übertragen habe und was soll ich sagen… Es ist eine echte Alternative zum Originalrezept! Mein erster Versuch damit ist leider eher eine Grießsuppe geworden, deswegen wandel ich die Mengen für dieses Rezept so ab, dass am Ende ein echter Pudding rauskommt! Futter für die Seele. Und nicht ganz so viel Futter für den Speck 😉

Funktioniert in hübschen Gläschen übrigens auch super als aufbauendes Mitbringsel für kummergeplagte/kranke/liebe Freundinnen!

Zutaten (für 2 große Gläser)

250ml Milch
250ml Kokosmilch
50g Grieß
1 Ei
100ml Sahne
60g Zucker
1 EL Puddingpulver
75ml Mineralwasser

Himbeermarmelade (am besten: SAMT-Marmelade!)
oder frische Beeren
oder Zimt
oder heisse Kirschen (ungesüßt!)
oder oder oder!

Das Ei trennen, das Eiklar aufschlagen und Kühlstellen. Das Eigelb in eine Schüssel geben und mit Sahne, Zucker, Wasser und Puddingpulver schaumig schlagen. Die Milch in einem Topf zum Kochen bringen. Immer-immer-immer ordentlichen rühren, das brennt verdammt schnell an! Dann die Eigelb-Masse unterrühren und langsam den Grieß hinzugeben. Alles vom Herd nehmen und zum Schluss den Eischnee vorsichtig unterheben. Am besten sofort servieren – mit einem Topping deiner Wahl oder pur!

Fertig!

Das ist auch mein Beitrag zu heutigen Tafel der Sonntagssüßen, die dieses mal wieder von Fräulein Text gedeckt wird. Und was habt ihr so beigesteuert?

Guten Appetit!
Mia

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