Archiv von ‘Pasta und Risotto’ Kategorie

Schnelles Soulfood für stressige Zeiten – Spinatlasagne mit Gorgonzola

von Mia | Küchenchaotin

In der letzten Woche ist ging es bei mir ganz schön rund. Ein Haufen Arbeit, Besuche von lieben Menschen, mein eigener Geburtstag und eine fette, fette Party: Langweilig war es auf jeden Fall nicht. Zum Kochen keine (oder kaum) Zeit und zum Bloggen schon eh nicht.

Das Problem: stressige Zeiten verführen schnell dazu, schlecht zu essen. Je weniger Zeit ist, desto verführerischer wird Fastfood. Denn das ist schliesslich – wie der Name ja schon sagt – richtig fast. Schnell auf dem Teller, schnell verdrückt (und schnell auf den Hüften).

Aber das muss nicht unbedingt so sein. Das will ich euch beweisen! Deshalb gibt es hier und heute ein Rezept, dass auch dann noch problemlos funktioniert, wenn die Zeit ganz besonders knapp ist. Ganz schnell vorbereitet und extra wenig pflegeintensiv und für mich sowas wie Soulfood: Lasagne. Genauer: Spinatlasagne mit Gorgonzola!

Spinatlasagne mit Gorgonzola

Zutaten (für 4 große Portionen)

600g TK-Rahmspinat
12 Lasagneblätter (ohne Vorkochen)
100g Gorgonzola
1 Knoblauchzehe
1 Schuss Sahne
1/2 Becher Schmand
50-100g geriebener Käse (z.B. Edamer)
etwas Butter

Den Spinat auftauen – am schnellsten geht das in der Mikrowelle. Währenddessen den Gorgonzola in kleine Stückchen schneiden, den Knoblauch schälen und hacken und eine Auflaufform mit Butter dünn ausfetten.

Sobald der Spinat heiß ist, den kleingehackten Knoblauch untermischen und eine Schicht in die Auflaufform geben. Etwas Gorgonzola drüberkrümeln und komplett mit Lasagneblättern belegen. Solange fortfahren, bis alles verbraucht ist. Die letzte Schicht sollte eine aus Lasagneblättern sein.

Die obersten Lasagneblätter mit dem Schmand bestreichen, etwas Sahne drüberschütten und mit dem Käse belegen.

Bei ca. 200°C für 25-35 Minuten backen.

Die Spinatlasagne mit Gorgonzola leicht abkühlen lassen und dann servieren!

Fertig! 

Während die Spinatlasagne backt, kann man prima die Füße hochlegen und sich entspannen oder etwas anderes tun. Und dann wird genossen!

Hat einer von euch noch nen Tipp für andere „ich will leckeres Essen, aber nicht lange in der Küche stehen“-Rezepte?

Guten Appetit!
Mia 

Kuriositätenküche Teil 2 – Pasta mit Rosenpesto

von Mia | Küchenchaotin

Wenn’s Würstchen noch so lacht, es ist aus Fleisch gemacht!
Nur meine Katzen fressen Kuhragout aus Dosen.

Ich ess Blumen.

Bela B von den Ärzten trifft es auf den Punkt. Heute gibt es wirklich Blumen auf dem Teller! Genauer: Rosen. Als Pesto. Ja, auch das ist mein Ernst!

Die Idee: Mal wieder von meiner Mutter, die mir beim Fotografieren auch meisterlich assistiert hat.
Das Essen: Ansehnlich und tatsächlich kurios. Ob ich es nun wirklich mochte oder nicht? Ich vermag es nicht zu sagen. Wer noch nie Rosen probiert hat: Sie schmecken leicht süßlich und danach riecht man aus dem Mund angenehm nach Parfüm  – und Knoblauch.

Das ursprüngliche Rezept kommt aus der Weleda-Zeitschrift, wir haben es jedoch ein wenig abgewandelt. Wollt ihr auch mal probieren? Hier habt ihr unser Rezept!

Pasta mit Rosenpesto

Zutaten (für 1 kleines Glas Pesto)

1 Handvoll Rosenblätter
1 Handvoll Basilikum
1 Knoblauchzehe
1 EL Pinienkerne
100ml Olivenöl
2 TL Rosenwasser
4 EL fein geriebener Leerdammer
1 TL Meersalz
500g Pasta

 

Die Pasta al dente kochen.
Den weißen Rand unten an den Rosenblättern abreißen, denn er schmeckt leicht bitter. Die Rosenblätter und den Basilikum anschließend fein hacken.
Die Knoblauchzehe schälen und mit den Pinienkernen ebenfalls fein hacken.
Alle Zutaten (außer der Pasta) in ein Gläschen füllen und gut umrühren.

Fertig!

Fürs Kochen solltet ihr übrigens entweder Blumen aus eurem eigenen Garten nehmen,  oder aber welche vom Feinkostladen. Niemals vom Blumenhändler! Die Blumen von dort werden gespritzt und sind nicht genießbar.

Wenn sich über den Geschmack auch streiten lässt: Schön sah’s allemal aus!

Guten Appetit!
Mia

Der Klassiker – Pasta mit Pesto

von Mia | Küchenchaotin

Mein erstes Aufeinandertreffen mit Pesto liegt schon relativ lange zurück. Bei einem Familientreffen (ich nenne keine Namen oder Verwandtschaftsgrade!), gab es selbstgemachtes Pesto. Ich will nicht weiter drauf eingehen, deshalb nur soviel dazu: Es war SEHR bitter und danach gab es SEHR lange kein Pesto mehr für mich.

Nun ja. Viele, viele Jahre  später fanden meine grüne Lieblingspaste und ich dann doch zueinander. Und mein Freund dachte wohl lange Zeit, „Spaghetti mit Barilla-Pesto“ sei das einzige Gericht, dass ich kochen kann.

Aufgrund des Pesto-Traumas meiner Kindheit, habe ich mich nie getraut, es selbst zu machen. Aber echtes Pesto (mit Parmesan und Pinienkernen), (das auch wirklich schmeckt,) im Supermarkt zu finden, ist gar nicht so einfach, denn entweder man findet gar keins, oder es ist unbezahlbar.

Selbstgemachtes Pesto

Rezept (für 1 kleines Glas)

80g frischer Basilikum
2 EL Pinienkerne
1 Knoblauchzehe
1 TL Salz (Vorsicht! Ich mag Pesto salzig!)
ca. 200ml gutes Olivenöl
2 EL geriebener, frischer Parmesan

Den Basilikum und die Knoblauchzehe fein hacken, und mit den Pinienkernen, dem Salz und etwas Olivenöl pürieren. Das Olivenöl nun nach und nach beim pürieren dazugeben (so wird es nicht bitter) und am Ende den Parmesan unterrühren.

Mit frischer Pasta servieren.

Fertig!

Das Pesto hält sich im Glas im Kühlschrank einige Tage. Genaue Angaben wage ich nicht zu machen, denn bei mir hält es maximal 3.

Von Pesto gibt es so viele tolle Varianten! Verratet ihr mir eure Liebste?

Guten Appetit,
Mia

Spontan ist oft am Besten – Nudelsalat „al Romanoff“ und ein Nutellaeis

von Mia | Küchenchaotin

Der Sommer ist jetzt auch hier angekommen!
Letzte Woche bin ich zu meiner Familie nach Nordfriesland gefahren.Auf dem Weg dorthin habe ich einen Zeitschriftenladen geplündert. Unter Anderem: Die „Lecker Trattoria„. Was soll ich sagen? Am liebsten hätte ich beim ersten Anschauen schon die Seiten abgeleckt. Theoretisch könnte ich wohl jedes Gericht daraus nachkochen und ich bin mir ganz sicher, dass mir alles schmecken würde.
Deswegen gibt es heute auch zwei Köstlichkeiten, die an Rezepte aus dieser Zeitschrift angelehnt sind. Unbedingt kaufen und auch nachkochen! Sie ist SO gut!

Das Schöne, wenn ich dort zu Besuch bin: Irgendwas passiert immer. Meistens total spontan. Und dann ist es besonders gut!
Es muss nur eine SMS kommen. „Chillen und grillen bei mir?“ – und es geht los. So lässt sich der Sommer genießen!

Zum Grillen mag ja nun jeder gerne etwas beisteuern. Wir haben uns schon am Vorabend zwei Rezepte aus der Trattoria ausgeguckt, die unbedingt nachgemacht werden wollen. Es gibt zuerst eine abgewandelte Version der „Pasta al Romanoff“ (übrigens ein Rezept der Restaurantkette „Vapiano“!) statt Nudelsalat und im Anschluss an ein Grill-Festmahl das „Semifreddo alla stracciatella“ – von uns liebevoll „Nutellaeis“ getauft.

Leider hat’s ausgerechnet an diesem Wochenende den Akku meiner Kamera zerschossen. Aber davon lasse ich mich natürlich nicht abhalten! Deshalb gibt’s heute Bilder frisch aus meinem Instagram-Stream! Das sollte dieses Mal reichen, um euch das Wasser im Munde zusammenlaufen zu lassen.

Nudelsalat „al Romanoff“

(In Anlehnung an die „Pasta al Romanoff“ aus der „Lecker Trattoria“ (für 4 Personen)

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500g Pasta (z.B. Farfalle)
700g grüner Spargel
2 Zweige Rosmarin
1 Zwiebel
300g Erdbeeren
2 EL Olivenöl
2 EL Balsamico
250ml Gemüsebrühe
250g Mascarpone
1 Handvoll geriebener Parmesan
ca. 1/2 Zitrone – davon der Saft
Salz und Pfeffer

Die Nudeln al dente kochen.

Währenddessen den Spargel waschen und die Enden großzügig abschneiden. Danach in ca. 1cm dicke Scheiben schneiden.
Den Rosmarin hacken.
Die Erdbeeren waschen, den Strunk entfernen und in Viertel schneiden.

Nun das Öl in eine Pfanne geben und heiß werden lassen. Die Spargelstücke darin anbraten. Rosmarin, Brühe und Balsamico hinzugeben und kurz kochen lassen. Dann die Mascarpone und den Parmesan hinzugeben. Alles so lang köcheln lassen, bis die Soße die gewünschte Konsistenz hat.
Zum Schluss mit Salz und Pfeffer würzen und den vorsichtig den Zitronensaft dazugeben, bis es schmeckt.

Die Nudeln unter die Soße heben. Sie saugen die Soße noch ein bisschen auf!

Lauwarm oder kalt auf Tellern anrichten und Erdbeeren zugeben.

Fertig!

Die Kombination des leicht herben Spargels und der süßen Erdbeeren ist bombastisch! Mit diesem Nudelsalat konnten wir sogar bekennende Spargel-Hasser bekehren. Und die Soße ist ein Traum!

 

Und zum Nachtisch? Hat meine Mutter schon am Vorabend das leckerste selbstgemachte Eis, dass ich je gegessen habe vorbereitet:

Nutellaeis

(„Semifreddo alla straciatella“ aus der „Lecker Trattoria„!)

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400g Schlagsahne
3 frische Eier (M)
75g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
200g Nutella
50g Zartbitterschokolade
500g Erdbeeren
Kakaopulver

Zuerst muss die Sahne steif geschlafen werden. Anschließend den Zucker, den Vanillezucker und die Eier cremig aufschlagen, bis die Masse weiß wird und vorsichtig die Sahne darunterheben. Sie darf nicht zusammenfallen!
Das Nutella in der Mikrowelle schmelzen, bis es flüssig wird und die Schokolade fein hacken.

Nun Frischhaltefolie in eine Kastenform (oder bei uns: eine längliche Tupperdose) legen und die Sahneismasse einfüllen. Die Schokolade und das Nutella hinzugeben und kurz umrühren. Mit Folie abdecken.

Nun muss das Semifreddo mindestens 8 Stunden in den Gefrierschrank. Deswegen lohnt es sich, es am Vortag schon vorzubereiten!

Serviert haben wir es mit geviertelten Erdbeeren. In der Kombination ist es leichter und fruchtiger!

Fertig!

Unsere Nutellacreme war noch so fest und schwer, dass sie direkt auf den Boden der Form gesunken ist und beim Stürzen des Eis eine „Nutellakruste“ gebildet hat. Das war gar nicht schlecht! Wer das allerdings nicht will, sollte sie wirklich gut flüssig werden lassen!

Im Rezept steht „(…)portionsweise abschneiden und den Rest wieder einfrieren.“ (Zitat „Lecker Trattoria„).
Wir fragen uns: Welcher Rest? Das Eis hat allen – ob groß, ob klein – so gut geschmeckt, dass absolut nichts davon übergeblieben ist!

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Wie genießt ihr das traumhafte Sommerwetter?

Guten Appetit!
Mia

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