Archiv von ‘Pasta und Risotto’ Kategorie

Spontan ist oft am Besten – Nudelsalat „al Romanoff“ und ein Nutellaeis

von Mia | Küchenchaotin

Der Sommer ist jetzt auch hier angekommen!
Letzte Woche bin ich zu meiner Familie nach Nordfriesland gefahren.Auf dem Weg dorthin habe ich einen Zeitschriftenladen geplündert. Unter Anderem: Die „Lecker Trattoria„. Was soll ich sagen? Am liebsten hätte ich beim ersten Anschauen schon die Seiten abgeleckt. Theoretisch könnte ich wohl jedes Gericht daraus nachkochen und ich bin mir ganz sicher, dass mir alles schmecken würde.
Deswegen gibt es heute auch zwei Köstlichkeiten, die an Rezepte aus dieser Zeitschrift angelehnt sind. Unbedingt kaufen und auch nachkochen! Sie ist SO gut!

Das Schöne, wenn ich dort zu Besuch bin: Irgendwas passiert immer. Meistens total spontan. Und dann ist es besonders gut!
Es muss nur eine SMS kommen. „Chillen und grillen bei mir?“ – und es geht los. So lässt sich der Sommer genießen!

Zum Grillen mag ja nun jeder gerne etwas beisteuern. Wir haben uns schon am Vorabend zwei Rezepte aus der Trattoria ausgeguckt, die unbedingt nachgemacht werden wollen. Es gibt zuerst eine abgewandelte Version der „Pasta al Romanoff“ (übrigens ein Rezept der Restaurantkette „Vapiano“!) statt Nudelsalat und im Anschluss an ein Grill-Festmahl das „Semifreddo alla stracciatella“ – von uns liebevoll „Nutellaeis“ getauft.

Leider hat’s ausgerechnet an diesem Wochenende den Akku meiner Kamera zerschossen. Aber davon lasse ich mich natürlich nicht abhalten! Deshalb gibt’s heute Bilder frisch aus meinem Instagram-Stream! Das sollte dieses Mal reichen, um euch das Wasser im Munde zusammenlaufen zu lassen.

Nudelsalat „al Romanoff“

(In Anlehnung an die „Pasta al Romanoff“ aus der „Lecker Trattoria“ (für 4 Personen)

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500g Pasta (z.B. Farfalle)
700g grüner Spargel
2 Zweige Rosmarin
1 Zwiebel
300g Erdbeeren
2 EL Olivenöl
2 EL Balsamico
250ml Gemüsebrühe
250g Mascarpone
1 Handvoll geriebener Parmesan
ca. 1/2 Zitrone – davon der Saft
Salz und Pfeffer

Die Nudeln al dente kochen.

Währenddessen den Spargel waschen und die Enden großzügig abschneiden. Danach in ca. 1cm dicke Scheiben schneiden.
Den Rosmarin hacken.
Die Erdbeeren waschen, den Strunk entfernen und in Viertel schneiden.

Nun das Öl in eine Pfanne geben und heiß werden lassen. Die Spargelstücke darin anbraten. Rosmarin, Brühe und Balsamico hinzugeben und kurz kochen lassen. Dann die Mascarpone und den Parmesan hinzugeben. Alles so lang köcheln lassen, bis die Soße die gewünschte Konsistenz hat.
Zum Schluss mit Salz und Pfeffer würzen und den vorsichtig den Zitronensaft dazugeben, bis es schmeckt.

Die Nudeln unter die Soße heben. Sie saugen die Soße noch ein bisschen auf!

Lauwarm oder kalt auf Tellern anrichten und Erdbeeren zugeben.

Fertig!

Die Kombination des leicht herben Spargels und der süßen Erdbeeren ist bombastisch! Mit diesem Nudelsalat konnten wir sogar bekennende Spargel-Hasser bekehren. Und die Soße ist ein Traum!

 

Und zum Nachtisch? Hat meine Mutter schon am Vorabend das leckerste selbstgemachte Eis, dass ich je gegessen habe vorbereitet:

Nutellaeis

(„Semifreddo alla straciatella“ aus der „Lecker Trattoria„!)

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400g Schlagsahne
3 frische Eier (M)
75g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
200g Nutella
50g Zartbitterschokolade
500g Erdbeeren
Kakaopulver

Zuerst muss die Sahne steif geschlafen werden. Anschließend den Zucker, den Vanillezucker und die Eier cremig aufschlagen, bis die Masse weiß wird und vorsichtig die Sahne darunterheben. Sie darf nicht zusammenfallen!
Das Nutella in der Mikrowelle schmelzen, bis es flüssig wird und die Schokolade fein hacken.

Nun Frischhaltefolie in eine Kastenform (oder bei uns: eine längliche Tupperdose) legen und die Sahneismasse einfüllen. Die Schokolade und das Nutella hinzugeben und kurz umrühren. Mit Folie abdecken.

Nun muss das Semifreddo mindestens 8 Stunden in den Gefrierschrank. Deswegen lohnt es sich, es am Vortag schon vorzubereiten!

Serviert haben wir es mit geviertelten Erdbeeren. In der Kombination ist es leichter und fruchtiger!

Fertig!

Unsere Nutellacreme war noch so fest und schwer, dass sie direkt auf den Boden der Form gesunken ist und beim Stürzen des Eis eine „Nutellakruste“ gebildet hat. Das war gar nicht schlecht! Wer das allerdings nicht will, sollte sie wirklich gut flüssig werden lassen!

Im Rezept steht „(…)portionsweise abschneiden und den Rest wieder einfrieren.“ (Zitat „Lecker Trattoria„).
Wir fragen uns: Welcher Rest? Das Eis hat allen – ob groß, ob klein – so gut geschmeckt, dass absolut nichts davon übergeblieben ist!

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Wie genießt ihr das traumhafte Sommerwetter?

Guten Appetit!
Mia

Ungeplantes Glück auf dem Teller – Pasta mit scharfer Möhrencreme

von Mia | Küchenchaotin

Heute gibt es ein weiteres Pasta-Schmankerl von der letzten Koch-Session mit Lilly und meiner Mutter!
Eigentlich waren wir gerade dabei, die Zucchinicreme zu kochen, da hörten wir es auf einmal rufen. „Kocht UNS! Wir sind total lecker!“ hörten wir es. Wer uns da mit so viel Selbstbewusstsein zum Schnibbeln aufforderte? Es war ein Bund Möhren!

Möhren als Pastasoße? Wir waren uns nicht ganz sicher, aber wir wollten es versuchen!
Zuerst musste Lilly die Möhrchen schälen und kleinschneiden (sie hilft so gerne beim Kochen!) und die duftenden, orangenen Stückchen wanderten mit etwas Brühe in den Thermomix (alternativ geht natürlich auch ein Topf), wo sie einige Zeit vor sich hinköcheln sollten.
Aber was nun dazutun? Der Kühlschrank hatte noch ein Paket Frischkäse im Angebot, der sich super mit dem leicht süßlichen Aroma der Möhren verbinden sollte und auf einem Mittelaltermarkt hatte meine Mutter einen Gewürzstand geplündert. Unter anderem in ihrem Körbchen: ein Päckchen „Harissa“-Pulver.

Harissa ist eine Gewürzmischung aus Nordafrika die aus Chilischoten, Kümmel, Koriandersamen, Knoblauch, Salz und Olivenöl besteht. Es ist leuchtend rot und tierisch scharf!

Süßliche Möhren, säuerlicher Frischkäse und scharfes Harissa-Gewürz? Das versprach Party auf der Zunge! Und es war nicht nur sehr gut, es war UNGLAUBLICH gut!

Pasta mit Möhrencreme

Zutaten (für 4 Portionen)

500g frische Möhren
so viel Brühe, dass die Möhren im Topf davon bedeckt sind
200g Frischkäse
1/2 Becher Sahne
3 TL Harissa-Gewürz (für Mutige noch mehr!)
Pfeffer und Salz
1 Bund Petersilie
500g Spaghetti

Die Möhren schälen, kleinschneiden und in einen mittelgroßen Topf geben. Nun so viel Brühe auffüllen, dass die Möhren komplett bedeckt sind. Sie müssen 30 Minuten kochen.

Währenddessen Nudelwasser aufsetzen und die Nudeln kochen.

Sobald die Möhren weich sind, den Frischkäse, die Sahne und das Harissa-Gewürz hinzugeben und alles gründlich durchpürieren, bis eine homogene Creme entsteht. Diese noch einmal 5 Minuten köcheln lassen. Währenddessen die Nudeln abgießen und die Petersilie hacken. Die Nudeln direkt unter die Möhrencreme heben und die einzelnen Portionen mit reichlich Petersilie bestreuen. Schnell servieren und genießen!

Fertig!

 

Ich muss zugeben: Am Anfang war ich sehr skeptisch, was die scharfe Möhrencreme angeht. Aber ich bin so froh, dass wir sie gemacht haben denn sie hat seitdem einen Platz auf meiner Liste der Lieblings-Pastasoßen eingenommen. Das Geschmackserlebnis ist grandios! Probiert es mal aus!

Habt ihr auch Essenskombinationen, vor denen ihr zuerst Angst hattet, die euch dann aber vollkommen begeistert haben? Erzählt!

Guten Appetit,
Mia

Freestyle-Kochen im Chaotenclub – Spaghetti mit Zucchinicreme

von Mia | Küchenchaotin

Der Sommer ist in Norddeutschland angekommen – Jippie! Ich krame meine Sommerkleidchen und die FlipFlops hervor und freue mich wie ein kleines Kind über die ersten Sommersprossen auf meinem Nasenrücken.

Wenn meine Mutter, meine kleine Schwester Lilly und ich aufeinandertreffen, dann gibt es immer Essen. Wir verwandeln die Küche gerne  in ein Schlachtfeld, aber was auf dem Teller landet, das schmeckt meistens ziemlich gut. Egal ob süß oder herzhaft: Essen ist Liebe!
Bei unserem letzten Treffen vor ein paar Tagen standen wir vor einer besonderen Herausforderung: Improvisationsküche! Wir wussten, dass wir etwas kochen wollen und wir hatten frisch gekaufte Gewürze… Aber viel mehr stand am Anfang auch gar nicht fest! Ein bisschen hiervon, vielleicht auch noch ein bisschen davon, noch einmal umrühren, kosten und weiterkochen – die Erwartungen waren niedrig und damit nicht schwer zu erfüllen. Aber das Ergebnis war bombastisch!

Leute, ab jetzt gibt es ganz sicher öfter Zucchinicreme zu Pasta!

Spaghetti mit Zucchinicreme

Zutaten (für ca. 4 Portionen)

500g Zucchini
2 Knoblauchzehen
1 kleine Zwiebel
etwas Öl
100ml Brühe
ca. 120ml Sahne
1 handvoll (frischer!) geriebener Parmesan
1 handvoll Petersilie
1 handvoll Basilikum zum Garnieren
500g Spaghetti

Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Die Zucchini vierteln und ebenfalls würfeln. Alles zusammen in einer Pfanne mit etwas Öl scharf anbraten. Mit der Brühe ablöschen und köcheln lassen, bis die Zucchini weich sind. Danach die Sahne und die Petersilie hinzugeben, alles noch einmal aufkochen lassen und gut durchpürieren.
Die Nudeln in reichlich Salzwasser kochen, bis sie al dente sind. Anschließend die Pasta mit der Zucchinicreme heiß servieren!

Fertig!

Die beste Köchin der Welt: Lilly!

Die Zucchinicreme schmeckt übrigens am zweiten Tag noch viel besser! Unbedingt genügend machen und ausprobieren!

Guten Appetit,
Mia

Wenn sich zwei Lieblingslebensmittel zu einer Mahlzeit vereinen – Spinatrisotto mit Walnusstopping

von Mia | Küchenchaotin

In meiner Küche gibt es drei konstante, die immer wieder auftauchen: Pasta, Suppen und Risotto. Letzteres ist perfekt, wenn man Hunger hat und/oder Ablenkung von irgendetwas braucht, denn im Risotto muss man sich liebevollst kümmern, damit es auch wirklich richtig lecker wird und ist es erstmal fertig, macht es pappsatt.
Die Klassiker bei mir zu Haus sind neuerdings Zitronenrisotto, Käserisotto und mein heißgeliebtes Spinatrisotto. Spinat ist eines meiner Lieblings-Gemüse und (auch wenn ich mir das beim ersten Kochen gar nicht so gut vorstellen konnte) passt perfekt zu den kleinen „schlotzigen“ Reiskörnern.

Was ich lange nicht wusste: Die Brühe, die man zum Risotto gibt, muss warm sein. Sonst bildet die Stärke des Reiskorns einen Schutzmantel um eben dieses und es wird außen schon matschig, bleibt innen aber komplett hart. Wieder was dazugelernt!
Echtes Risotto wird mit Weißwein abgelöscht. Ich tue das meistens nicht, weil ich die Flasche nie leer bekomme, für dieses Risotto habe ich jedoch eine Ausnahme gemacht.

Spinatrisotto mit Walnüssen

Zutaten (für 4 Portionen)

2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
300g Risotto-Reis
1 Schuss Weißwein
1000-1500ml Gemüsebrühe (warm)
400g TK-Rahmspinat
100g Käse nach Wahl (ich nehme gerne „Pastakäse“)
etwas Butter
1 Handvoll Walnusskerne

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein würfeln. In einer Pfanne Butter auslassen und beides anbraten. Dann den Risottoreis dazugeben und mit anschwitzen. Mit dem Weißwein ablöschen und dann nach und nach die heiße Brühe hinzugeben, bis der Reis gar ist. Dabei immer rühren, rühren, rühren! Nur so bekommt das Risotto die richtige Konsistenz.
Währenddessen den Rahmspinat in der Mikrowelle (oder in einem Topf) auftauen und anschließend unter das Risotto heben. Am Ende den Käse dazugeben und rühren, bis er komplett zerlaufen ist.
In einer zweiten Pfanne Walnüsse ohne Fett anbraten und auf das Spinatrisotto geben – mmmmh!

Fertig!

 

Guten Appetit,
Mia

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