Archiv von ‘“Stiftung Chaosküchen-Test”’ Kategorie

Warum ich nicht nur eine Küchenchaotin, sondern auch eine Küchenidiotin bin. Ein toller Mixer, ein gebrochenes Herz und eine Maronensuppe.

von Mia | Küchenchaotin

Alle, die etwas über mich schreiben, behaupten immer, ich sei gar keine richtige Chaotin. Und sie haben es alle heraufbeschworen!
Was ich meine? Seht selbst.

Das ist der grandiose Mixer von TURMIX:

Turmix_Standmixer_B(Bild:Turmix)

Und das hier ist der Mixer von TURMIX auf meinem Fußboden.
Turmix Scherben

Welcher blöde Blödblödmann ist eigentlich auf die Idee gekommen, einfach zu behaupten, dass Scherben Glück bringen?

Auf dem ersten Bild, da sehe ich Glück. Auf dem zweiten Bild, da sehe ich mich selbst vor meinem inneren Auge, als ich begriffen habe, was kurz vor der Aufnahme passiert ist. Mit weit aufgerissenen Augen (und Mund – aber das sieht dämlich aus, deshalb verrate ich das nicht) und einem plötzlichen Stein/einem Brocken/einem Mount Everest auf dem Herzen, einem Kloß im Hals und, zugegebenermaßen, auch etwas Pipi in den Augen.
Glück ist anders!

Eigentlich wollte ich hier einen ganz anderen Beitrag schreiben.

Ich wollte schreiben, dass in meiner Küche seit einigen Monaten ein Gerät steht, dass mein Herz erobert hat und dass ich viel zu lang gewartet habe, es euch vorzustellen.
Ich wollte schreiben, dass ich im August (wie die aufmerksamen Instagram-Follower wissen) auf einer Veranstaltung der Firma TURMIX war, bei der ich mein Herz an einen Mixer verlor – an eben den Mixer, dessen Glasbehälter nun nur noch aus 293457 Scherben besteht.
Ich wollte euch ein tolles Rezept zeigen, das in dem Mixer so cremig püriert wurde, dass ich beim Probieren vor Glück jauchzen musste.
Und erzählen wollte ich ganz viel: Dass hinter dem Produkt ein tolles Schweizer Traditionsunternehmen steckt, dessen Mitarbeiter einen charmanten Akzent haben und das sich mit seinem Designer bei der Herstellung der Produkte so viele Gedanken bis ins kleinste Detail gemacht hat, dass ich wahrscheinlich ein mehrseitiges Werk darüber verfassen könnte.
Von den Klingen, die so scharf sind, dass man aufpassen muss, dass man sich nicht die Finger absäbelt und die so angeordnet wurden, dass die Pürierleistung maximal ist. Von dem Behälter, der extra kleeblattförmig gefertigt wird, damit der Strudel, der beim Pürieren entsteht, die gesamte Masse optimal erfassen kann. Davon, wie begeistert ich bin, dass man die Klingeneinheit und den Glasbehälter trennen kann, damit man das Gerät mit möglichst wenig Aufwand reinigen kann.
Ich wollte euch berichten, dass der TURMIX Standmixer zwar sehr viel Saft hat, das Gerät dabei aber dabei so leise bleibt, dass die Nachbarn sich endlich nicht mehr beschweren müssen.

Ich wollte schreiben: “Die von TURMIX – die machen Produkte fürs Leben!”, denn das tun sie! Da kann man auch den etwas höheren Preis investieren, denn vermutlich braucht man danach nie wieder ein anderes Gerät.
Und zum Beitrag, den ich euch hier präsentieren würde, wollte ich euch tolle Fotos zeigen, die ich von meinem TURMIX-Standmixer gemacht habe.

Wie auch immer. Alles, was ich habe, ist ein tolles Rezept, ein Bild von Scherben auf dem Fußboden und ein flaues Gefühl in der Magengegend.

Wie das denn passieren konnte?

Die Suppe war fertig und der Mixer eingesaut. Ich wollte ihn für ein vorzeigbares Foto nur noch schnell hübsch machen, denn auch wenn er nicht eitel ist – ich bin es und mag das lieber so. Doch statt in der Spüle landete der Glasbehälter, dank einer ungeschickten Bewegung mit dem Ellenbogen, auf dem Fußboden. Der ultimative Beweis dafür, dass ich nicht nur behaupte, eine KüchenCHAOTIN zu sein. Manchmal bin ich sogar eine KüchenIDIOTIN.

Aber ich lasse mich nicht unterkriegen. Weder die Tatsache, dass ich es geschafft habe, den Glasbehälter des Mixers in die ewigen Jagdgründe zu schicken, noch die Tatsache, dass ich bei der Rettung der Klingeneinheit fast eine Fingerkuppe eingebüßt hätte (es ist aber auch wirklich ein scharfes Ding, dieser Mixer!), soll mich davon abhalten, euch den Standmixer von TURMIX ans Herz zu legen. Ich bin wirklich überzeugt von dem Gerät und mein Herzchen ist angesichts des Scherben-Dramas gebrochen.

Alles wird am Ende gut. Und wenn es nicht gut ist, dann ist es noch nicht das Ende.

Das ist mein Motto. Ich glaube an Happy Ends und ich habe eins bekommen:
TURMIX hat geahnt, dass es Küchenchaoten-Idiotinnen da draußen gibt und es war – nach einem kurzen Geständnis am Telefon mit schamrotem Kopf – kein Problem, ein Ersatzteil zu ordern.
Der Kundenservice wurde bei dieser Aktion gleich mitgetestet und hat bestanden.

Den TURMIX kann man in Deutschland übrigens hier erstehen.


Und für all diejenigen unter euch, die bis hierhin durchgehalten haben, gibt es jetzt eine Stärkung: Die cremigste aller Maronen-Suppen. Schnell nachkochen und beruhigen!

Maronensuppe

Maronen-Suppe

Rezept für 2 große Portionen

1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
1 mittelgroße Kartoffel
250g vakuumierte Maronen
400ml Pilzfond + 100ml Wasser
4 Zweige Thymian
1 kleine Prise Muskat
1 kleine Prise Zimt
200ml Sahne
Salz+Pfeffer
etwas geschmacksneutrales Öl

Die Kartoffel, Zwiebeln und die Knoblauchzehe Schälen und kleinschneiden. In einem großen Topf mit etwas Öl anbraten. Die Maronen hinzugeben und kurz mit anbraten lassen.
anschließend mit dem Pilzfond und dem Wasser ablöschen, den Thymian hinzugeben und für ca. 15-20 Minuten zugedeckt köcheln lassen.
Alles zusammen mit einer kleinen Prise Muskat und Zimt und der Sahne in einen Mixer geben und cremig durchpürieren.
Mit Salz (verträgt viel!) und etwas Pfeffer abschmecken.

Fertig!

Guten Appetit,
Mia

 

_______
P.S.: Der Mixer wurde mir kosten- und bedingungslos von der Firma TURMIX zur Verfügung gestellt.

Frozen Cappuccino in der Blitzversion mit dem kabellosen KitchenAid Artisan Stabmixer

von Mia | Küchenchaotin

Ich glaube manchmal, mein Paketbote denkt, ich habe nicht mehr alle Latten am Zaun. Denn manchmal, wenn er bei mir klingelt und ich auf den Absender des Pakets schaue, flippe ich einfach komplett aus. Im positiven Sinne.
So zuletzt geschehen, als ein Paket von KitchenAid kam. Inhalt: Ein kabelloser Artisan-Stabmixer in rot, der mir zum Testen zur Verfügung gestellt wurde.

 KitchenAid Artisan Stabmixer

Ein Stabmixer – das war das erste “Küchengerät”, dass ich jemals hatte. Vor allen anderen. Ich steh’ nämlich auf püriertes Essen. Der KitchenAid-Stabmixer hat mir nach dem Auspacken erstmal ein respektvolles Raunen entlockt, denn nach dem Zusammensetzen hält man fast einen halben Meter Pürierstab in der Hand. Er ist groß, sieht wahnsinnig edel aus und so ganz ohne Kabel macht er schon ordentlich was her.

KitchenAid Artisan Stabmixer-8

Der Akku war schnell geladen und die erste cremige Suppe schnell verspeist. Aber Suppe kann ja jeder! Für einen Stabmixer ist das keine wirkliche Herausforderung.
Dann kam die Nachricht einer Freundin: “Wie cool! Kann der denn auch Eis und Nüsse?”. Ich habe es ausgiebig getestet und verspreche euch: Er kann. Spätestens auf der 5. von 5 Stufen püriert er alles durch. Problemlos und ohne zu mucken. Und dank des guten Stücks gibt es hier und heute: Frozen Cappucino. In der Blitzversion.

KitchenAid Artisan Stabmixer-10

Frozen Cappuccino in der Blitzversion

KitchenAid Artisan Stabmixer-3

Zutaten für 4 große Gläser

Crushed Ice oder zerstoßene Eiswürfel
400 ml kalte Milch
8-12 EL Cappuccinopulver

KitchenAid Artisan Stabmixer

Das Crushed Ice in ein hohes Gefäß mit ca. 1 Liter Fassungsvermögen geben. Die Milch auffüllen und das Cappuccinopulver hinzugeben. Alles mit dem Stabmixer fein durchpürieren.
Auf vier Gläser verteilen und mit Strohhalm servieren.

Fertig!

KitchenAid Artisan Stabmixer-4

Der Akku hält. Erst nach 2 Töpfen feinstpüriertem Frozen Cappuccino verschwand der erste Balken der Lade-Anzeige. Danach hat der Zauberstab noch mehrere Suppen, ein Pesto und zwei Dips lang durchgehalten. Genug Power für viel Pürier-Schabernack ist also auf jeden Fall gegeben.
Und dadurch, dass der Stab kinderleicht auseinanderzubauen ist, ist es auch kein Problem ihn zu reinigen.
Bisher gibt es das gute Stück leider nur im klassischen rot und schwarz.

KitchenAid Artisan Stabmixer-6KitchenAid Artisan Stabmixer-5

Insgesamt kann ich den Stabmixer weiterempfehlen. Da er fast 200€ kostet, muss man zwar etwas tiefer in die Tasche greifen, am Ende lohnt sich die Anschaffung jedoch. Und ich glaube und hoffe ja auch, dass die KitchenAid-Produkte grundsätzlich eine Anschaffung für’s Leben sind. Und dekorativ sind sie allemal.

Den Stabmixer könnt ihr z.B. hier* erwerben.

Habt einen tollen Tag!
Mia
_____________
Der kabellose KitchenAid Artisan Stabmixer wurde mir freundlicherweise von KitchenAid zur Verfügung gestellt. Meine Meinung gehört jedoch wie immer nur mir.

*=Affiliate-Link

“Stiftung Chaosküchen-Test”: Der Sodastream Crystal – Wasserkisten schleppen adé!

von Mia | Küchenchaotin

Als die PR-Agentur von der Firma “Sodastream” bei mir anklopfte und fragte, ob ich gerne einen “Sodastream Crystal” testen würde, da hat mein Herzchen einen kleinen Sprung gemacht. Denn: Dieses Gerät stand monatelang auf meiner Wunschliste!

Immer wieder stand ich vor dem Regal mit der hübschen Verpackung und haderte. Soll ich, oder soll ich lieber nicht? Würde ich das Teil längerfristig nutzen oder landet es im Schrank, wenn die erste “Verliebtheit” abgeebbt ist? Und schmeckt Leitungswasser denn auf Dauer?

All diese Fragen kann ich jetzt beantworten! Aber lest selbst…

Sodastream Testbericht - kuechenchaotin.de

Das Prinzip kurz erklärt

Der Sodastream ist ein hübscher kleiner Turm, in den hinten eine Glasflasche (für die Kohlensäure) und vorne eine Wasserflasche zum Aufsprudeln eingesetzt werden können.
Wasserkisten schleppen gehört mit dem Sodastream der Vergangenheit an, denn ab sofort gibt es Sprudelwasser aus der Leitung!

Sodastream Testbericht - kuechenchaotin.deSodastream Testbericht - kuechenchaotin.de

Der erste Eindruck

Der Sodastream kommt in einem schicken Karton, in dem alles gut aufgehoben und gesichert ist. On Board: Eine Kartusche für die Kohlensäure und eine Glasflasche inklusive Deckel. Alles macht auf mich einen recht wertigen und schicken Eindruck.

Beim Auspacken bin ich zuerst verwundert, denn: Der Sodastream ist angenehm leicht und hat gar kein Stromkabel!
Wie ich auf die Idee gekommen bin, dass er Strom brauchen könnte, weiss ich selber nicht. Aber so ist er natürlich auch viel praktischer, denn man kann ihn einfach hinstellen, wo man ihn braucht und bei Bedarf einfach wegschieben oder -stellen.

Dann das erste Problem: Er geht nicht auf. Mit diesem Problem scheine ich nicht allein zu sein, sagt Onkel Google. Und einen Tipp hat das weltweite Netz auch direkt parat: Einfach ein bisschen Druck auf den Deckel ausüben, während man den Regler zum Öffnen schiebt und schon flutscht es.

Sodastream Testbericht - kuechenchaotin.deSodastream Testbericht - kuechenchaotin.de

Der “Schutzengel”-Sirup

Die Sirupsorten kann man trinken. Muss ich aber nicht unbedingt. Orange schmeckt mir ehrlich gesagt ein bisschen zu künstlich und ist – ganz sirup-like – sehr süß. Da reichen locker ein paar Tropfen.
Die anderen Sorten finde ich ganz lecker. Das Schöne ist ja: man kann selbst dosieren und damit die Süße festlegen. Deswegen gibt es bei mir wenn dann immer nur ein paar Tröpfchen ins Wasser.
Es mag zwar viel Vitamin C enthalten sein, aber es ist auch viel Zucker darin! Das schliesst es für mich als “Dauergetränk” leider aus.

Sodastream Sirup

Im Langzeittest

Insgesamt finde ich den Sodastream sehr praktisch und dank der Glasflasche auch endlich hygienisch genug, um ihn regelmäßig zu benutzen.
Tatsächlich nenne ich ihn nun seit einigen Monaten mein eigen und entgegen meiner eigenen Erwartung benutze ich ihn immer noch. Er hat sich in der Küche einen Stammplatz erkämpft, an dem er tapfer stehen bleibt.

Die Flasche hält qualitativ, was ich erwartet habe: Weder die Farbe, noch der Geruch der Flasche haben sich verändert, sie ist leicht zu reinigen und ich habe immer noch keinerlei Bedenken, sie zu benutzen.
Bei den älteren Sodastream-Modellen mit Plastikflaschen hatte ich immer bedenken was die Hygiene angeht, denn auf Plastik können sich Bakterien und Keime viel besser festsetzen, als auf Glas.

Der Öffnungsmechanismus “flutscht” inzwischen sehr gut und das Wasser die Bedienung ist und bleibt unkompliziert. Frisches, sprudelndes Wasser gibt es ratzfatz.

Sodastream Testbericht - kuechenchaotin.de

Mein Fazit

Pro:

  • der Sodastream ist sehr platzsparend
  • sowohl das Gerät, als auch die Flaschen sehen “ganz schick” aus
  • Wasserkisten-Schleppen gehört der Vergangenheit an
  • Kohlensäuregehalt und Menge des Sirups können nach Geschmack selbst dosiert werden
  • bei Dauerbenutzung spart man wirklich Geld
  • dadurch , dass die Flasche aus Glas ist, bleibt sie bei regelmäßiger Reinigung hygienisch sauber

Contra:

  • der “Schutzengel”-Sirup enthält zwar viel Vitamin C, aber auch sehr viel Zucker
  • die Wasserqualität sollte zu Anfang und auch später regelmäßig getestet werden

Für mich überwiegen eindeutig die Argumente FÜR das Gerät und es darf seinen hart errungenen Stammplatz in meiner Küche behalten.

Wenn man sich sicher ist, dass aus der Leitung astreines Wasser kommt und man von dem Geschmack seines Leitungswassers nicht absolut abgeneigt ist, dann ist es die perfekte Alternative zum Wasserkisten-Schleppen.

“Stiftung Chaosküchen-Test” urteilt: Gut!

Den Sodastream könnt ihr z.B. hier erstehen*:

___
Eine Anmerkung zum Schluss: Der Sodastream wurde mir kosten- und bedingungslos für den Test zur Verfügung gestellt.
*=Affiliate-Link

“Stiftung Chaosküchen-Test” – der Hotpan und ein Orangen-Minz-Risotto

von Mia | Küchenchaotin

Heute stelle ich euch eine neue Kategorie auf meinem Blog vor: nämlich “Stiftung Chaosküchen-Test”. Hier werde ich euch in Zukunft hin und wieder ein Produkt vorstellen, dass ich auf Herz und Nieren getestet und zu dem ich mir eine Meinung gebildet habe.

Es ist schon ein bisschen her, da klingelte der Postmann und brachte mir ein Paket aus der Schweiz von der Firma “Kuhn Rikon“.
Kuhn Rikon ist ein Familienunternehmen, das großen Wert auf Qualität und Effizienz beim Kochen legt. Neben hochwertigen Töpfen und Pfannen findet man u.a. tolle Messer und andere Küchenhelfer im Produktsortiment – teilweise auch in trendigen, quietschbunten Farben. Ich durfte ein Küchenmesser, ein “Kürbismesser” und den “Hotpan” aus ihrem Sortiment testen.

Paket von Kuhn Rikon

Zu den Messern habe ich nicht viel zu sagen, außer: Ich hatte noch nie so ein scharfes Messer in den Händen! Das heißt aber auch nicht viel, denn bisher konnte ich kein Profimesser mein Eigen nennen.

Den Hotpan habe ich genauer unter die Lupe genommen.

Das Prinzip kurz erklärt

Der Hotpan besteht aus einem Topf und einer farbigen Isolierschüssel. Die Speise wird in dem Topf ohne Fett und ggf. mit Wasser nur sehr kurz mit Deckel erhitzt und dann in die Schüssel gestellt. Die Schüssel hält die Speisen (bis zu 2 Stunden!) warm. Über den Deckel fließt der Eigensaft zum Essen zurück und es gart schonend und ohne Herd weiter. “Softgaren” nennt sich diese Prozedur. Gemüse, Reis, Fleisch… Der Hotpan soll alles gar kriegen und vor dem Verkochen schützen. Mit ganz viel Energie- und Aufmerksamkeits-Ersparnis, denn tun muss man währenddessen nichts. Nur warten.

Und das soll funktionieren?

Im Lieferumfang enthalten: Eine Tabelle mit Lebensmitteln und einer genauen Zubereitungsanweisung. Wie groß sollen die Stückchen sein? Wie viel Wasser wird gebraucht? Wie lange bleibt das ganze auf dem Herd? Und wie lange in der Warmhalteschale, bis es gar ist?
Beispiel: Ein Hotpan voller Brokkoli, der in 2cm-Röschen geteilt ist, soll mit 5dl Wasser für 5 Minuten auf dem Herd köcheln und dann 10 Minuten in der Schüssel ruhen. Dann soll er gar sein.

Ja und? Funktioniert’s denn nun?

Zuerst getestet habe ich: Brokkoli, Kartoffeln und Reis.
Beim Brokkoli war ich sehr begeistert. Ich habe einen halben Hotpan voller 2cm-Röschen mit 50ml Wasser auf den Herd gestellt, gewartet, bis ein Dampffähnchen aufsteigt und sich der Deckel problemlos drehen lässt, habe es so 5 Minuten köcheln lassen und dann den Topf für 10 Minuten in die Schüssel gestellt. Das Ergebnis: Knackiger, sattgrüner Brokkoli. Ganz leicht knackig. So, wie er sein soll.
Auch der Reis wurde perfekt.
Einzig und allein meine Kartoffeln hatten noch Biss. Das kann ich nicht ausstehen. In der Anleitung steht jedoch auch, dass die Garzeiten stark von Beschaffenheit, Frische und Qualität der Lebensmittel abhängt – mit ein paar Minuten mehr wären sie vielleicht genau richtig gewesen.

Der Härtetest

Zusätzlich zum Hotpan habe ich das passende Kochbuch bekommen. Es heißt “Ganz schön ausgekocht” und ist voller Rezepte speziell für den Hotpan.
Was mir gleich auffällt: Es gibt erstaunlich viele Risotto-Rezepte.
Aber Risotto ohne Rühren? Das kann ich mir nicht vorstellen!

Ein passendes Rezept für den Härtetest war schnell gefunden. Es ist eine leicht adaptierte Version des “Orangen-Pfefferminz-Risotto”-Rezepts aus dem Hotpan-Kochbuch. Übrigens: Funktioniert garantiert auch in “normal”. Mit der altbewährten Technik: Immer ein bisschen Flüssigkeit zugeben und rühren, rühren, rühren.

Risotto aus dem Hotpan-2

Orangen-Minz-Risotto

Zutaten (für 4 Portionen)

10g Butter
1/2 Schalotte
240g Risottoreis (Arborio)
600 ml Orangensaft
50ml Sahne
6 Minzblätter
60g Mascarpone
20g frischer, geriebener Parmesan
Salz und Pfeffer zum Abschmecken

Die Butter im Hotpan zerlassen. Den Reis darin kurz glasig andünsten. Mit dem Orangensaft und der Sahne ablöschen und alles auf kleiner Flamme für ca. 1 Minute köcheln lassen. Nun für ca. 30 Minuten in der Wamhalteschale softgaren lassen.
Währenddessen die Minzblätter kleinschneiden. Vor dem Servieren die Mascarpone und den Parmesan unterziehen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit der Minze garnieren.

Fertig!

Wer das ganze ohne Hotpan probieren möchte, gibt den Orangensaft einfach nach und nach zum Reis und rührt dabei fortwährend. Zum Schluss die Sahne, die Mascarpone und den Parmesan unterrühren, abschmecken und mit Minze garniert servieren.

Und wie sieht’s aus im Topf?

Der Reis ist gar und schwimmt nicht mehr in Flüssigkeit. Das Risotto schmeckt mir und die Konsistenz ist erstaunlich gut dafür, dass es überhaupt nicht gerührt worden ist. Natürlich ist es nicht das “perfekte Risotto” – die Konsistenz erinnert eher ein bisschen an Milchreis, aber hin und wieder an faulen Tagen ist das sicherlich eine Alternative!

Risotto aus dem Hotpan

Mein Fazit

Contra: Vor dem Kochen muss man sich immer wieder die Tabelle vorholen. Sicherlich wird man bei regelmäßiger Benutzung irgendwann die Angaben aus dem Kopf kennen, doch am Anfang ist es ziemlich lästig.
Außerdem wurde mir (wenn auch nur ein mal) das Essen – die Kartoffeln – nicht gar. Dass man Zwischendurch den Garprozess nicht überprüfen kann ist eine kleine Schwachstelle.

Pro: Im Großen und Ganzen ist der Hotpan ein tolles Teil. Er spart Energie (angeblich ganze 60%!) und das Essen behält ein tolles Aroma. Und verkocht ist dabei nichts.
Während das Essen “softgart” kann man sich anderen Dingen widmen und muss sich keine Gedanken machen.
Außerdem finde ich ihn ausgesprochen hübsch anzusehen!

Risotto-Woche

1. “How to” Risotto
2. Rote-Bete-Risotto
3. Orangen-Minz-Risotto und ein Test
4. süßes Risotto

_____

Eine kleine Anmerkung zum Schluss: Der Hotpan wurde mir zwar von Kuhn Rikon kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.