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Kürbis-French-Toast – Herbstfrühstück deluxe

Als ich 16 war lud mich ein Junge zu sich nach Hause ein und machte mir French Toast mit der Ankündigung, das sei „das beste Frühstück der Welt“ („das man zu jeder Tageszeit essen kann!“) .
Das hatte gleich mehrere Dinge zur Folge: Fortan war ich für „normales“ Frühstück versaut (denn Frühstück, das mich aus den Socken haut muss French Toast, Muffins oder Pancakes beinhalten), Männer müssen für mich kochen können (der tollste Kerl der Welt macht für mich übrigens die tollste Käse-Lauch-Suppe des Universums!) und beinahe hätte der Junge mich damals sogar von meiner ersten großen Liebe weggelockt  – aber wirklich nur beinahe.

Seitdem sind einige Jahre vergangen und ich habe die verschiedensten French Toast-Varianten und -Kombinationen ausprobiert.
Und dann kam mit Emily wieder jemand und stellte meine kulinarische Welt auf den Kopf. „Pumpkin French Toast“ (also „Kürbis-French-Toast“)heisst das Rezept von ihrem (amerikanischen) Blog, das ich leicht adaptiert nachgekocht habe. French Toast und Kürbis! Das ich in meinem herbstlichen Kürbiswahn nicht selbst drauf gekommen bin! Ich versuche ja wirklich, mich hier mit Kürbisrezepten zurückzuhalten, aber das kann ich euch nicht vorenthalten.
Fun Fact: Ich habe diesen Herbst schon mehr als 10 Kürbisse geköpft!  

Die Amerikaner kennen tolle Kürbisrezepte. Eine Zutat, die in vielen Rezepten vorkommt, gibt es bei uns (soweit ich weiß) jedoch nicht: Canned Pumpkin – Kürbispüree aus der Dose. Das ist jedoch kein Problem, denn das Püree ist leicht und schnell herzustellen und selbst die Amerikaner geben zu, dass es selbstgemacht um Welten besser schmeckt.

Kürbispüree

Was ihr braucht ist nichts weiter, als ein kleiner Kürbis – ich nehme Hokkaido. Den Kürbis auseinanderschneiden und die Kerne und die Fäden aus der Mitte auskratzen. Anschließend in grobe Spalten schneiden und bei 180°C ca. 30 Minuten lang (oder nach Dicke der Spalten bis er weich ist) backen.
Wenn der Kürbis weich ist, lässt sich die Schale wunderbar und hauchdünn mit einem Messer abziehen (Bei Hokkaidos muss man das zwar eigentlich nicht, weil die Schale essbar ist, ich mach es aber trotzdem).
Das Kürbisfleisch nun gut durchpürieren und wenn es zu trocken geworden ist, etwas Wasser hinzugeben bis eine homogene, aber dickflüssige Masse entsteht.
Fertig! 

Das Pürree lässt sich für  viele, viele Rezepte verwenden – nächste Woche gibt’s hier auch noch eins!

 

Nun aber zum Hauptdarsteller auf dem Teller heute:

 

Kürbis-French-Toast

(für 7-10 Scheiben)

180g Kürbispürree
120ml Milch
3 Eier (L)
1 Prise Zimt, Muskat und Ingwerpulver
7-10 Scheiben Sandwich-Toast
etwas Butter

 

Das Püree, die Milch, die Eier und die Gewürze gut vermixen und in eine flache Schüssel geben (ich verwende eine Brownie-Backform). Die Toastscheiben mit beiden Seiten eintunken.
Butter in einer Pfanne bei mittlerer Hitze zerlassen und die Toastscheiben von beiden Seiten goldbraun ausbacken. Zwischendurch die Pfanne mit Haushaltspapier auswischen und frische Butter hineingeben (wenn die Butter braun wird, sieht das ganze unansehnlich aus).
Das Topping für das Kürbis-French-Toast ist geschmacksache. Ich finde zum Kürbis Puderzucker am besten. Man kann jedoch auch Sirup, Sahne, Zucker+Zimt o.ä. verwenden.

Fertig! 

Kennt ihr French Toast? Was ist eure Lieblingsvariante?

Guten Appetit!
Mia 

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11 Kommentare

  • Antworten
    Ann-Katrin
    4. November 2012 at 13:06

    ooooh, wie niedlich du das hergerichtet hast ! Das macht wirklich Appetit !! Wundervoll, Hut ab!

    Ich mag French Toast am liebsten ganz klassisch mit Zucker und Zimt, muss ich sagen. Auch mit Vanillesauce und Mohn oder Marmelade ist es eine Wucht.

    Deine French-Toast Geschichte zu Beginn hat mich zum Schmunzeln gebracht 🙂 und mich interessiert brennend das Rezept für die Käse-Lauchsuppe vom tollsten Kerl der Welt 😉

    Hab einen schönen Sonntag!
    Liebe Grüße, Ann-Katrin
    von penneimtopf.blogspot.de

    • Antworten
      Mia
      4. November 2012 at 14:34

      Liebe Ann-Katrin!
      Danke! Wie schön, dass du hier bist! 🙂
      Mit Marmelade hab ich’s noch nie probiert. Das muss ich mal! Ansonsten ist Zimt+Zucker auch mein absoluter All-Time-Favourite.
      Einen schönen Restsonntag wünsche ich dir!
      Mia

    • Antworten
      Harald
      11. Februar 2016 at 10:52

      ja, brennend mich auch, erst die Gosch wässrig machen und dann?

  • Antworten
    Lars
    5. November 2012 at 11:22

    WOW – das sieht wirklich super aus und wird definitiv demnächst nachgekocht!
    Ausgefallene Frühstücks-Alternativen finde ich eh immer super.

    Vielen Dank für die Inspiration!

  • Antworten
    Em
    5. November 2012 at 17:58

    Yes! 100 Punkte hierfür! Ich mag French Toast am liebsten so, wie es meine Grandma für mich gemacht hat: mit einem Hauch Zimt und viel Maple Syrup 🙂
    LG,
    Em

    • Antworten
      Mia
      6. November 2012 at 11:11

      Zimt muss sein, das find ich auch! Deswegen ist Zimt+Zucker eigentlich meine Lieblingskobis zu French Toast. Und bei denen hier kommt der Zimt einfach direkt rein 🙂
      Schön, dass du hier bist!
      Liebe Grüße,
      Mia

  • Antworten
    Sarah
    5. November 2012 at 21:57

    Das sieht so toll aus!!! Das werde ich am Wochenende gleich testen!
    Mein Freund ist überzeugt die besten French Toasts zu machen und zwar herzhaft mit Schinken und Sandwichkäse 🙂

    Herzliche Grüße
    Sarah 😉

    • Antworten
      Mia
      6. November 2012 at 11:10

      Stimmt, Sarah! Herzhaft ist auch immer gut! Aber ich bin tendenziell dann doch eher die Süße was Frühstück angeht.
      Berichte doch mal, wie es dir geschmeckt hat!
      Liebe Grüße!
      Mia

  • Antworten
    Mein Herz schlaegt orange – Kuerbis-Risotto | Kuechenchaotin
    8. November 2012 at 09:41

    […] Kürbis, Ofenkürbis und Kürbissuppen entdecken dürfen, aber hier gab es bisher nur das Kürbis-French-Toast. Zeit für eine weitere […]

  • Antworten
    Philipp
    7. Dezember 2016 at 09:05

    Hi,

    das Rezept sieht sehr lecker aus!

    MFG Philipp

  • Hinterlasse eine Antwort

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