Glutenfreie Woche – Tag 2 – Glutenfrei einkaufen und ein Brotrezept

von Mia | Küchenchaotin

Ich starte meinen ersten glutenfreien Einkauf.
Ein bisschen verunsichert bin ich schon – was, wenn ich jetzt das komplett Falsche einkaufen gehe und es erst im Nachhinein feststelle, dass ich da lauter glutenhaltige Lebensmittel in meine Küche gelassen habe? Für mich ist das nicht so schlimm, weil mein Körper Gluten gut verträgt, aber für einen Menschen mit Zöliakie, Weizenallergie oder Gluten-Sensitivität wäre das fatal.

Was muss ich meiden?

Theoretisch ist das ganz einfach: Alles, was Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Dinkel, oder Spuren dieser Getreide enthält. Dazu zählen ganz offensichtlich Nudeln, Brot und Brötchen, Pizza, Müsli, die meisten Bäckereiprodukte und panierte Lebensmittel.
(Übrigens: Nicht alle Getreidesorten enthalten Gluten, es gibt auch Getreidesorten, die natürlich glutenfrei sind: Mais, Reis, Hirse, Buchweizen,Quinoa etc.)
Schnell stelle ich jedoch fest, dass Gluten auch in sehr vielen anderen Produkten versteckt ist: Fertiggerichte, Tütensuppen, Pommes, Gewürzmischungen, Schokolade – sogar in manchen Wurst- und Frischkäse-Produkten ist Gluten enthalten!
Die einzig logische Konsequenz: Jede Inhaltsstoffangabe studieren.
Genauere Infos findet ihr hier.

Wo finde ich, was ich brauche, wenn ich nicht verzichten will?

Ironischerweise werden glutenfreie Lebensmittel in vielen Supermärkten bei den Bio-Produkten einsortiert. Das absolut falsche Vorurteil “glutenfrei = gesunde Lebensweise” ist in vielen Köpfen so verankert, dass die Produkte automatisch bei den anderen “gesunden” Lebensmitteln zu finden sind.
Da Lebensmittelintoleranzen jedoch immer weiter verbreitet sind und in den Medien vermehrt thematisiert werden, finden sich oft schon ganze Gänge mit Lebensmitteln, die wahlweise frei von Laktose, Fructose oder Gluten sind.

Was landet letztendlich in meinem Einkaufswagen?

In meinem Einkaufswagen landen vor allem: Viel frisches Obst und Gemüse! Zucchini, Brokkoli, Salat, Gurken, Kürbis, Banane und rote Bete werden die nächsten Tage meine Freunde sein.
Falls es etwas “Handfesteres” werden soll, nehme ich auch Eier, Joghurt, Käse, Mandeln und Sahne mit.
Es gibt sogar glutenfreies Brot fertig zu kaufen, für alle, die nicht selbst backen wollen.
Am glutenfrei-Regal packt mich die Neugier. Schokokekse, Mandelhörnchen, Müsli, Mehlmischungen und Nudeln – alles glutenfrei! – finden bei mir ein neues zu Hause.

Es muss also auf nichts verzichtet werden!
Auch glutenfreies Brot (z.B. von Schär) gibt es im Supermarkt, aber mich packt die Neugier. Zu Hause angekommen, will ich nur eins wissen: Glutenfreies Brot selbst backen – funktioniert das?
Schon in der Verpackung fühle ich, dass das Mehl sich gar nicht so richtig wie Mehl anfühlt. Es ist viel feiner – eher wie Stärke!
Und wenn Gluten – als Kleber im Mehl – dafür verantwortlich ist, dass der Teig “gebunden” wird – funktioniert das dann auch mit glutenfreiem Mehl?
Das Rezept habe ich hier auf der Internetseite von Schär gefunden und nur leicht abgewandelt.
Hier kommt mein erstes glutenfreies Brot!

Glutenfreies Brot mit Kürbiskernen - www.kuechenchaotin.de

Glutenfreies Brot mit Kürbiskernen

Rezept für 1 Brotlaib

20g Kürbiskerne
250 g Brot-Mix “dunkel” von Schär
250 ml lauwarmes Wasser
1 Ei
15 g Frischhefe
20 g Butter
+ 1 Ei zum Bepinseln
+ einige Kürbiskerne

Glutenfreies Brot mit Kürbiskernen - www.kuechenchaotin.de

Die Kerne in einer Pfanne ohne Fett anrösten und beiseite stellen.
Die Hefe in lauwarmen Wasser auflösen.
Das Mehl in eine große Schüssel geben und in der Mitte eine kleine Mulde formen. Das Hefe-Wasser-Gemisch dort hineingeben.
Mit den restlichen Zutaten zusammen zu einem homogenen Teig verkneten.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen. Den Teig daraufgeben und mit einem Tuch abdecken. Er muss nun mindestens 30 Minuten an einem warmen Ort gehen, bis sich der Teig verdoppelt hat.
Anschliessend das Brot mit einem Ei bepinseln und ein paar Kürbiskerne darüberstreuen.
Bei 190°C im vorgeheizten Ofen für ca. 45 Minuten backen und vor dem anschneiden abkühlen lassen.

Fertig!

Glutenfreies Brot mit Kürbiskernen - www.kuechenchaotin.de

Und wie schmeckt’s?

Ich gebe ehrlich zu: Wenn ich nicht wüsste, dass das Brot aus glutenfreiem Mehl ist, würde ich es nicht auf Anhieb merken.
Das Brot ist nicht so schön luftig und locker geworden und die Kruste nicht so knackig, wie bei anderem Brot, aber gerade bei selbstgebackenem passiert mir sowas auch mit “echtem” Mehl.
Als Stulle mit Butter und Käse geht es auf jeden Fall durch!

Habt ihr schon mal glutenfreies Brot gebacken oder glutenfreies Mehl verarbeitet? Ich bin auf eure Erfahrungen gespannt!

Guten Appetit,
Mia

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Diese Themenwoche wird unterstützt durch Dr. Schär, den führenden Experten für glutenfreie Ernährung. Meine Meinung und meine Berichterstattung sind und bleiben jedoch – wie immer – frei.

 

Glutenfreie Woche – Tag 1 – Gluten FAQ

von Mia | Küchenchaotin

Hin und wieder erreicht mich eine E-Mail, in der ich gefragt werde, ob ich glutenfreien Rezepte empfehlen kann.
Ich stehe dann jedes Mal ein bisschen beschämt wie der Ochs vorm Berg – denn mit Gluten kenne ich mich so gar nicht gut aus! Und weil ich ein bisschen Licht ins (auch mein eigenes) Dunkel bringen möchte, habe ich nicht nur viel recherchiert, sondern mir auch einen echtem Experten an meine Seite geholt – zusammen mit der Unterstützung von Dr. Schär gibt es nämlich ab heute eine Themenwoche rund um Gluten-Unverträglichkeit.

Neue Cerealien_

Bild: Dr. Schär

Gluten – was iss’n das?

Erstmal: Es heisst GluTEN und nicht GLUten. Das Wort wird auf der zweiten Silbe betont. Der Herr des Hauses besteht darauf, dass ich das gleich als erstes schreibe.

Aber nun zur eigentlichen Frage: Vereinfacht gesagt ist Gluten ein Kleber – ein Klebereiweiß, um genauer zu sein.
Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Dinkel und alle Produkte, die auch nur kleinste Mengen dieser Getreide enthalten, besitzen automatisch auch Gluten.
Das ist nicht nur in offensichtlichen Fällen, wie z.B. Nudeln, Brot und Pizza etc. der Fall, sondern oft ist auch dort, wo man eigentlich nicht damit rechnet, Gluten versteckt – beispielsweise in  Fertiggerichten, Gewürzmischungen und gebundenen Soßen.

Glutenfreies Essen – ein neuer Wellnesstrend/eine neue Wunderkur?

Wie schadet Gluten uns denn? Prinzipiell gilt für jeden gesunden Menschen: Erstmal gar nicht.
Gluten an sich ist nicht schlecht für uns – solang im Körper alles im Reinen ist, macht es nicht dick, bläht auch nicht auf, verändert nicht das Hautbild und man fühlt sich nicht besser, nur weil man auf Gluten verzichtet. Kann man abnehmen, wenn man auf Gluten verzichtet? Nein, so einfach ist das leider nicht.

Mit Wellness oder Diät hat eine glutenfreie Ernährung nichts zu tun.

Kritisch wird es nämlich nur dann, wenn der Körper schlecht auf Gluten reagiert.
Treten nach dem Verzehr von glutenhaltigen Produkten Beschwerden wie Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Verdauungsbeschwerden, Unwohlsein und/oder Hautausschläge auf, so kann dies ein erster Hinweis darauf sein, dass der Körper nicht gut mit Gluten umgehen kann.
Ein Arzt kann nach dem ersten Verdacht weiterhelfen. Er kann zusammen mit dem Patienten eine Zöliakie und Weizenallergie feststellen, bzw. ausschliessen um herauszufinden ob, eventuell eine Gluten-Sensitivität feststellen.

Zöliakie? Gluten-Sensitivität? Weizenallergie? Was ist das denn alles?

Wer Gluten nicht gut verträgt, der wird hauptsächlich in 3 Kategorien eingeteilt:

1. Zöliakie
Die Zöliakie ist vielen Menschen schon ein Begriff. Hierbei handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung des Darms, die durch eine Unverträglichkeit gegen Gluten hervorgerufen wird.
Sie äußert sich durch heftige Magen-Darm-Beschwerden, kann aber auch durch verschiedene Symptome wie chronische Müdigkeit, allgemeine Abgeschlagenheit, Kraftlosigkeit, Nervosität, Gliederschmerzen, trockene Haut oder Blutarmut in Erscheinung treten. Die Zöliakie wird durch den Arzt festgestellt und durch die Untersuchung einer Gewebeprobe aus dem Darm bestätigt.
Sie ist chronisch und Betroffene müssen Gluten ihr Leben lang meiden.

2. Gluten-Sensitivität
Die Gluten-Sensitivität ist noch relativ “frisch” in der Auflistung.
Die Symptome ähneln denen der Zöliakie und sie treten direkt nach dem Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln auf.
Eine konkrete Diagnosestellung wie bei bei den vorherigen Punkten ist leider bisher nicht möglich – die Gluten-Sensitivität wird deshalb per Ausschluss-Diagnose festgestellt.
Wichtig ist es vor allem, dass für die korrekte Diagnose einer Gluten-Sensitivität erst eine Zöliakie und Weizenallergie vom Arzt ausgeschlossen werden.
Verbessern sich die Symptome, wenn Gluten gemieden wird – und verschlechtern sich wieder, sobald dem Körper erneut Gluten zugeführt wird – so deutet alles stark auf eine Gluten-Sensitivität hin.

3. Weizenallergie
Die Weizenallergie ist, wie jede andere Allergie auch, eine Abwehrreaktion des Organismus auf bestimmte körperfremde Stoffe.
Die Weizenallergie kann vom Allergologen über verschiedene Haut-/ und Blutuntersuchungen festgestellt werden. Der Körper reagiert schlicht und einfach auf unterschiedliche Bestandteile im Weizen allergisch – es ist also so ähnlich wie eine Gräser- und Pollenallergie.
Eine Weizenallergie kann sich – wie alle Allergien – im Laufe des Lebens verbessern oder sogar ganz verschwinden.

Weitere Infos findet ihr übrigens hier.

Bild: Dr. Schär

Wenn ich Gluten nicht vertrage, muss ich dann auf alles verzichten?

Natürlich wird das Leben nicht leichter, wenn man auf Gluten verzichten muss – aber zu einem Leben voller Verzicht ist man trotzdem nicht verdammt!
In der Umbruchphase steht ein bisschen Recherche an, denn schliesslich muss man genau wissen, was man essen darf und was nicht.
Außerdem muss alles, was mit den Lebensmitteln in Kontakt kommt, gründlich gereinigt werden. Töpfe, Teller, Besteck etc. müssen von jeglichen Gluten-Rückständen befreit werden und in Haushalten, in denen auch “Normalesser” wohnen, müssen die glutenhaltigen Produkte sorgsam getrennt von den glutenfreien aufbewahrt werden.

Beim Einkaufen muss etwas genauer hingeguckt werden. Ist in einem Lebensmittel ein glutenhaltiger Bestandteil, so muss er bei den Zutaten angegeben sein.
Außerdem gibt es viele Produkte, die eigentlich Gluten enthalten, auch in einer glutenfreien Variante: Brot aus Maismehl, Nudeln aus Buchweizenmehl, glutenfreies Mehl zum Backen (z.B. von Schär), glutenfreie Kekse etc. sind in den Supermärkten keine Besonderheit mehr.
Wer nicht all seine Zeit mit Zutatenlisten verbringen möchte, für den gibt es auch ein offizielles Symbol: Die durchgestrichene Getreide-Ähre. Wenn dieses Zeichen auf einer Lebensmittelverpackung zu finden ist, ist ganz bestimmt kein Gluten darin enthalten!

Und wie geht’s jetzt weiter?

Diese Woche stehen viele spannende Themen auf dem Programm. Ich werde glutenfrei einkaufen gehen, euch einen glutenfreien Tag ganz ohne Verzicht zeigen, ein Interview mit einer Betroffenen führen, essen gehen und euch ein paar tolle Rezepte zeigen. Seid ihr schon gespannt? Ich freu mich!

Alles Liebe,
Mia

 

Hier gehts weiter:
Tag 2 – Glutenfrei einkaufen und ein glutenfreies Brotrezept
Tag 3 – Ein glutenfreier Tag auf meinem Teller und ein Rezept für Broccoli-Mandel-Pesto

 

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Diese Themenwoche wird unterstützt durch Dr. Schär, den führenden Experten für glutenfreie Ernährung. Meine Meinung und meine Berichterstattung sind und bleiben jedoch – wie immer – frei.

 

Mitternachtscookies aus “DAYlicious” – Ganzjahres-Kekse!

von Mia | Küchenchaotin

Kennt ihr das, wenn Leute automatisch Kekse backen mit Weihnachten verbinden?
Das Telefon klingelt. “Moment kurz! Ich muss schnell die Kekse aus dem Ofen holen!” – “Kekse? Aber es ist doch gar nicht Weihnachten!?”.

Das stimmt. Aber es gibt ja auch nicht nur weihnachtliche Kekse! Chocolate-Chip-Cookies. Erdnussbutterkekse. Die echt-nicht-hübschen-aber-berühmt-berüchtigten-weil-mega-fudgy-supergeilen-aber-zu-Hause-nie-so-gelingenden-Kekse, die es bei Subway gibt. Alles Beispiele für wunderbare Ganzjahres-Kekse.

Ein weiteres Beispiel aus dieser Reihe habe ich im zauberhaften Buch “DAYlicious: 1 Tag, 5 Blogs, 50 Rezepte, 1000 Ideen*“, gefunden, das mich schon vor ein paar Wochen per Post erreicht hat und das ich euch auch noch unbedingt vorstellen möchte.
Doch erst mal muss ich euch die Mitternachts-Cookies von der zauberhaften Dani von “Klitzeklein” zeigen, die neben Susanne von “la petite cuisine“, Jessica von “Törtchenzeit“, Lisa und Julia von “Liz&Jewels” und Rike von “Lykkelig” ein Kapitel zum Buch beigesteuert hat.

Die Kekse sind SO herrlich schokoladig, dass ich sie gleich an drei Abenden hintereinander backen musste und mein ganzes Umfeld mit meiner Schokokeks-Liebe angesteckt habe. So ein Rezept muss ich einfach mit euch teilen!
Eigentlich ergibt der Teig ca. 20 Kekse – bei mir werden es jedoch eher 17, weil der Teig für mindestens 3 Kekse nicht in den Ofen, sondern direkt in meinen Bauch wandert.

Mitternachtscookies aus DAYlicious - www.kuechenchaotin.de

Mitternachts-Cookies

aus “DAYlicious: 1 Tag, 5 Blogs, 50 Rezepte, 1000 Ideen*

Rezept für ca. 20 Kekse

70g Butter
140g brauner Zucker
150g gute Zartbitterschokolade (70%)
170g Mehl
30g Backkakao
1/2 TL Backpulver
1 Prise Salz
1/4 TL gemahlener Zimt
1 Ei

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Aus Liebe zum Kochen – eine Verlosung!

von Mia | Küchenchaotin

Ich habe heute leider kein Foto Rezept für euch.
Aber ich habe etwas, das mindestens genau so gut ist!

Gerade vor ein paar Tagen habe ich euch noch vom tollen Buch “Aus Liebe zum Kochen*” erzählt, da dachte sich der Postbote anscheinend “Wenn die das so gut fand, dann bring ich der einfach noch eins vorbei!”.
So, oder so ähnlich stelle ich mir das jedenfalls vor.

Wie auch immer. Auf meinem Nachtschrank (ja, ich lese Kochbücher zum Einschlafen), konkurrieren nun zwei Ausgaben des Buchs – und: er ist zu klein für beide ;)
Deswegen verlose ich einfach eins der beiden guten Stücke!

Niewerth_LiebeZumKochen(Foto: Callwey)

Was du tun musst, um dir die Chance auf eine Ausgabe von “Aus Liebe zum Kochen*” zu sichern? So bist du dabei:

  • Hinterlasse hier einfach einen Kommentar bis zum 01.02.03.14, 23:59 Uhr und verrate mir, welches Buch aus deinem Regal die beste Gesellschaft für dieses Prachtexemplar sein wird.
  • Hinterlasse bitte UNBEDINGT deine (korrekte) E-Mail-Adresse, sonst erreiche ich dich nicht!
  • Wie immer: wer zusätzlich das passenden Posting auf *Facebook* öffentlich (!) teilt, verdoppelt seine Gewinnchance.
  • Die Gewinner/innen werden per Zufallsgenerator ausgewählt und per Mail benachrichtigt.

Hier schnell noch das “Kleingedruckte”:

  • Mitmachen darf jeder ab 16
  • Eine Barauszahlung des Gewinns ist ausgeschlossen.
  • Auch der Rechtsweg ist natürlich – wie immer – ausgeschlossen.

Ich drück die Däumchen!
Mia

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Vielen Dank an den Callwey-Verlag für das Buch!
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