Weil in klein einfach alles noch viel süsser ist – Mini-Gugl mit Zitrone und Apfel

von Mia | Küchenchaotin

Lange hab ich neidisch auf die Mini-Gugl auf verschiedenen Blogs geschielt. „Verdammt, sind die niedlich!“ hab ich beim ersten Mal gedacht. „Oooooh, ich will auch so welche!“, dachte ich bald darauf. Doch letzte Woche stand ich im Buchladen meines Vertrauens vor *diesem* Büchlein mit der Form und in mir schrie es nur noch: „Muss haben! MUSS. HABEN!!“
Wer mich kennt, kann sich dieses Szenario bildlich vorstellen: Ich habe das Päckchen an mich gerafft, bin zur Kasse gestürmt und habe atemlos gefragt „Das kann ich doch mit Karte zahlen, oder?!“. Danach bin ich breit grinsend rausgetänzelt und seitdem habe ich mich auf den heutigen Sonntag gefreut!

Ein Rezept war im Büchlein auch schnell gefunden. „Gugl Apfel Zitrone“ musste es sein. Sommerlich, frisch und irgendwie auf dem Teppich geblieben. Minimal abgewandelt (es gehören Mandelsplitter rein, die mag ich nicht so und deswegen hab ich auch keine gekauft. Außerdem hab ich die doppelte Menge Zitronenschale genommen) und blitzschnell fertig. Einzig und allein das Befüllen der klitzekleinen Gugl-Förmchen war etwas mühselig, aber die kleinen süßen Dinger sind die Arbeit auf jeden Fall wert.

HAPS – und weg sind sie 🙂

Mini-Gugl mit Zitrone und Apfel

Zutaten (für 18 Gugl)

1 mittelgroßes Ei
50g Puderzucker
50g Butter (Zimmertemperatur)
1 Prise Salz
100g Mehl
50ml Milch
die Schale einer unbehandelten Zitrone (das Rezept sieht die halbe Menge vor)
120g Apfel (das Rezept sieht nur 100g vor)
(25g Mandelsplitter, die ich weggelassen habe)

Außerdem: Butter und Mehl zum Einfetten und Bestäuben der Förmchen

Das Ei, die Butter und den Puderzucker schaumig schlagen. Danach die Milch und das Salz hinzugeben und das Mehl in kleinen Portionen einarbeiten. Die Schale der Zitrone abreiben und mit einrühren. Danach den Apfel in winzige (!) Würfelchen schneiden und vorsichtig unterheben.
Der Apfel sollte eher säuerlich als süß sein!
Dann alles in die Förmchen füllen und die Mini-Gugl bei 210°C ca 12 Minuten im unteren Drittel des Backofens backen.

Fertig!

Die Spielkinder unter uns können die süßen Gügelchen auch als Fingerhut benutzen.
Bei mir lagen sie heute sogar auf dem Frühstückstisch!

Guten Appetit,
Mia

Tofu schmeckt halt doch nach was! – Salat mit Würztofu

von Mia | Küchenchaotin

Tofu ist eins der Lebensmittel, von denen viele denken, es schmeckt nicht. Manche haben nie Tofu probiert, sondern wissen das nur vom Hörensagen, aber manche haben es tatsächlich ausprobiert und haben nach kurzem Anbraten einer Tofuscheibe in der Pfanne festgestellt, dass es nach nichts schmeckt und die Konsistenz irgendwie komisch ist.
Aber:  Niemand würde auf die Idee kommen, Fleisch ungewürzt und roh zu essen, denn auch das schmeckt (nicht überraschend) eigentlich nach nichts.

Wie bei fast jedem Essen kommt es auf die Würzung an! Tofu möchte gewürzt und/oder eingelegt und richtig zubereitet sein, dann schmeckt es nämlich gar nicht so doof. Für diese Erkenntnis habe ich seeeehr lange gebraucht, aber heute steht – wenn auch selten – hin und wieder mal ein Stück Tofu auf dem Speiseplan, dass ich nicht nur mit Mühe und Not herunterwürgen muss. Zum Beispiel als Würztofu zum Salat. Abgewandelt aus dem „Goldenen GU Vegetarisch“.

Salat mit Würztofu

Zutaten (für 4 Portionen)

Salat nach Wahl (ich hab mir inen Salatmix mit Frisée, Feldsalat, Rotkohl, roter Beete und Radiccio besorgt)
1 kleine Salatgurke
200g Mais aus der Dose
2 EL Zitronensaft
4TL Senf
4 EL Rapsöl
Salz, Pfeffer
400g Tofu
4 EL Paprikapulver, edelsüß
8 EL Currypulver
etwas Öl zum Braten

Den Salat ggf. waschen. Die Gurke halbieren, vierteln und in dünne Scheiben schneiden. Den Mais abtropfen lassen, das Wasser aufbewahren und mit dem Salat und der Gurke vermischen.
Für das Dressing in einer kleinen Schüssel oder einem Glas 8EL des Maiswassers mit dem Zitronensaft, dem Senf und dem Öl verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Tofublock in ca. 1/2cm dünne Streifen schneiden. Paprikapulver, einen TL Salz und Curry miteinander vermischen und die Tofuscheiben darin wälzen, bis sie rundum bedeckt sind. Etwas Öl in einer Pfanne heiss werden lassen und die Tofuscheiben von beiden Seiten scharf anbraten.

Den Salat auf einen Teller geben und ein paar Würzttofu-Scheiben darauf legen. Das Dressing separat servieren.

Fertig!

 

Guten Appetit!
Mia

Erzählt: Ihr und Tofu – wie ist das?

Kann denn Butter Sünde sein? Lemon Cupcakes mit Himbeer-Buttercreme

von Mia | Küchenchaotin

Vor einigen Wochen habe ich mir – wie vieleviele andere auch – die „Lecker Bakery“ gekauft, die übrigens jeden Cent, den sie kostet wert ist. Mindestens. Mir ist beim Lesen und gucken fast die Luft weggeblieben, so toll finde ich sie! Seitdem liegt sie allerdings auf meinem Wohnzimmertisch und ist noch nicht weiter zum Einsatz gekommen. Das habe ich heute allerdings geändert!
Schon beim ersten Durchblättern wusste ich, dass ein Rezept auf jeden Fall fällig ist: Die Lemon Cupcakes mit Himbeer-Buttercreme. Die sehen so fantastisch aus und klingen so superlecker, dass ich sie heute zum Sonntagssüß backen musste!

Eigentlich ist das Rezept relativ einfach, lediglich das Frosting braucht ein wenig mehr Zeit. Soll man doch die Butter 20 (!!!) Minuten aufschlagen. Während man also dasitzt und 20 Minuten mit dem Handrührgerät Butter schlägt, bis sie weiss wird, hat man Zeit für die wirklich wichtigen Fragen im Leben:
Warum habe ich keine Kitchen-Aid? Wie lange hält so ein Handrührgerät eigentlich am Stück durch? Und wird Butter, wenn man sie nur lang genug schlägt, vielleicht irgendwann wieder zu Sahne? Nein, wird sie übrigens nicht. Aber das Frosting wird herrlichst cremig!

Die Cremehaube aus der Zeitschrift fand ich zwar ganz witzig, aber sie wollte mir 1. nicht gelingen und 2. gefiel sie mir nicht genug, um erstmal stundenlang auf Backpapier zu üben. Stattdessen habe ich ein paar andere Verzierungen ausprobiert. Ich bin ja noch absoluter Spritzbeutel-Legastheniker, also verzeiht mir, dass nicht alles 100% gerade ist.

Lemon-Cupcakes mit Himbeer-Buttercreme

Zutaten (für 12 Stück)

für den Teig

250g Mehl
3TL Backpulver
125g brauner Zucker
Salz
3 Eier (M)
1/4 Liter Milch
75ml Sonnenblumenöl
1EL Zitronensaft (ich habe mehr verwendet)
abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone

Für das Frosting

200g Himbeergelee
500g weiche Butter
200g Puderzucker

Den Backofen auf 175°C vorbereiten und ein Muffinblech „präparieren“.

Dann erst die festen Zutaten für den Teig und die feuchten getrennt voneinander verrühren. Danach zügig alles zusammenmischen (Muffin-/Cupcake-Teig ist kein Rührteig!) und in die Förmchen geben. Den Teig für ca. 20 Minuten backen.

Nun kommt das Frosting dran. Hierfür die Butter und den Puderzucker ca. 20 Minuten cremig aufschlagen, bis die Masse weiß ist. Danach nach und nach das Himbeergele untergeben. Im Rezept steht zwar, man soll es durch ein Sieb passieren, bevor man es dazugibt, ich hab’s allerdings nicht getan und es ist trotzdem ein tolles Frosting draus geworden!

Wenn die Cupcakes ausgekühlt sind, nach Lust und Laune mit dem Frosting verzieren. Eventuell bis zum servieren kaltstellen und genießen!

Fertig!

Den Cupcake-Stand habe ich (mit einem ganzen Cupcake-Set dazu!) übrigens von meinen lieben Freunden von Pink Pixel Photography geschenkt bekommen! Ich freu mich immernoch wie eine Schneekönigin!
Und die Glasglocke ist von meiner Mutter – auch hier noch einmal Danke dafür!

Und wie jeden Sonntag freue ich mich jetzt schon wieder, euer tolles Süß zu bestaunen! Die Tafel wird diesen Sonntag wieder von Katrin von Lingonsmak gedeckt!

Guten Appetit!
Mia

(Fast) Wie in tausend und einer Nacht: Kichererbsensalat mit Curry und selbstgemachtem Fladenbrot

von Mia | Küchenchaotin

Orientalische Rezepte und ich – das ist so eine Sache! Fehlen mir doch meistens die Zutaten, die das Gericht erst so richtig toll machen und selbst, wenn ich sie kaufe, schmeckt’s nie so richtig wirklich echt. Irgendwas fehlt, irgendein Gewürz ist nicht richtig dosiert, irgendeine Zubereitung war nicht korrekt. Und beim Inder schmeckt’s eh besser.
Es gibt jedoch eins, dass ich schon mehrfach gekocht habe und das immer gut gelingt. Jemand, der sich mit orientalischem Essen auskennt, wird mich an dieser Stelle wahrscheinlich auslachen, aber für mich ist es ein tolles, orientalisches Gericht, dass ich selbst kochen und auch authentisch finden kann. Ihr wisst, was ich meine.

Außerdem stimmt das Gesamtfeeling. Beim Kochen duftet es abwechselnd herrlich nach Zimt und Curry und ganz hübsch anzusehen ist es auch.

An dieser Stelle möchte ich kurz betonen: Passt auf beim Schnibbeln! Solltet ihr trotzdem (wie ich heute) fast eine Fingerkuppe einbüßen, ist es immer gut, sterile Kompressen und eine desinfizierende Salbe (z.b. Betaisodona) im Haus zu haben. Und bei tiefen Schnitten immer hoch mit dem Arm. Aber das nur am Rande.

Das Rezept für den Salat kommt übrigens ganz leicht abgewandelt von *hier*

Kichererbsensalat mit Curry

Zutaten (für 2 große Portionen)

1 Dose Kichererbsen (240g Abtropfgewicht)
1 Möhre
4 Lorbeerblätter
3 Knoblauchzehen
1 Prise Zimt
50g Walnüsse
1 Zwiebel
1 Pkt. Rucola
(wer möchte einige Cherrytomaten)

2TL scharfes Currypulver
1 TL Öl
1 Bund Koriander
100ml Salatcreme
1 Limette
Salz + Pfeffer zum Abschmecken

Die Kichererbsen abgießen, die Möhre schälen und in Stücke schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Diese Zutaten zusammen mit den Lorbeerblättern und dem Zimt in einen Topf geben und so viel Wasser auffüllen, bis alles bedeckt ist. Alles nun ca. 30 Minuten lang köcheln lassen. Im Sud auskühlen lassen, dann abgießen und die Lorbeerblätter heraussammeln.

Die Walnüsse zerhacken und in einer Pfanne anrösten. Dann die Zwiebel pellen und unter den Salat heben. Den Rucola waschen und trocknen.

In der noch heißen Pfanne (in der die Walnüsse angeröstet wurden), das Currypulver mit einem EL Öl nach Wahl anrösten. Hier unbedingt aufpassen! Das Curry brennt verdammt schnell an, wenn das Öl zu heiß ist und dann schmeckt alles nur noch nach Asche. Mit der Salatcreme, einer Hand voll gehacktem Koriander und dem Saft der Limette verrühren. Mit den festen Bestandteilen (außer dem Rucola) vermischen.

Auf Tellern zuerst ein Rucola-Bett anrichten, danach den Salat draufgeben. Für den farblichen Kick evtl. ein paar Cherrytomaten dazugarnieren.

Das allein ist zwar schon ein Gedicht Gericht, aber noch besser schmeckt es natürlich mit selbstgemachtem Fladenbrot als Beilage!

 

selbstgemachtes Fladenbrot

Zutaten (für 1 großes Fladenbrot)

500g Mehl (Type 550)
1 Pkt Hefe
300ml lauwarmes Wasser
etwas Olivenöl
Schwarzkümmel und Sesam

Die Hefe im Wasser auflösen. Dann das Mehl dazugeben und zu einem Teig verarbeiten. In eine hohe Schüssel geben und 30 Minuten mit einem Küchentuch zugedeckt gehen lassen.
Dann den Teig auf ein Blech stürzen (so wird bleibt er nachher schön rund) und vorsichtig etwas auseinanderdrücken. Mit der Fingerkuppe einige „Dellen“ hineindrücken. Anschließend mit etwas Öl bestreichen, Schwarzkümmel und Sesam drüberstreuen und bei ca. 200°C 15 Minuten backen.

Fertig! Zusammen servieren und geniessen!

 

Guten Appetit!
Mia

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