Ich trage schwarz, denn auf meinem Teller ist es schon bunt genug! Rote-Bete-Kokos-Suppe

von Mia | Küchenchaotin

Ich möchte nun ein Geständnis ablegen. Bis vor zwei Wochen habe ich noch nie wirklich Rote Bete gegessen. Rote Bete sind eins dieser Lebensmittel, an die ich mich nie herangewagt habe, weil jeder behauptet, sie schmecken scheußlich. Das hat mich tatsächlich 22 Jahre davon abgehalten, welche zu probieren.
Bis Silvester. Silvester gab es dort, wo ich feierlich ins neue Jahr gerutscht bin, kleine Ziegenkäse mit Thymian und Honig auf einem rote Bete-Carpaccio. Ich liebe Ziegenkäse (so kam es auch, dass ich am nächsten Morgen keine Alkohol- sondern eine Ziegenkäsefahne hatte) und unten drunter klebte ein bisschen rote Bete-Saft dran. Der schmeckte gar nicht so übel, wie ich ihn mir vorgestellt hätte. Einen Haps vom Carpaccio zu nehmen, habe ich trotzdem nicht gewagt.
Doch seit jeher schlich ich beim Supermarktbesuch stets um die mysteriösen Knollen herum, die lautstark nach mir riefen. Heute Morgen war es dann so weit. Unser Tag war gekommen! Ich suchte nach interessanten Rezeptideen, zog meine Stiefel an und machte mich auf den Weg um sie zu mir zu holen.
Was aus uns wurde? Aus den Knollen wurde eine rote Bete-Kokos-Suppe, aus mir ein neuer rote Bete-Fan!

 

Rote-Bete-Kokos-Suppe

Zutaten (für 4 Portionen)

500g rote Bete (vorgekocht)
200g Kartoffeln
1 Zwiebel
400ml Brühe
400ml Kokosmilch
1 Limette
Koriander, Pfeffer und Salz zum Abschmecken
etwas Margarine oder Butter

Die Kartoffeln und die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Butter in einem Topf erhitzen und die Zwiebeln anbraten. Kartoffeln hinzugeben und kurz mit anrösten. Dann mit der Brühe ablöschen und köcheln lassen, bis die Kartoffeln weich sind.
Währenddessen die rote Bete aus ihrer Verpackung nehmen und ebenfalls in kleine Würfel schneiden. Sind die Kartoffeln weich, rote Bete und Kokosmilch hinzufügen und kurz mitköcheln lassen.
Danach den Topf vom Herd nehmen. Die Schale der Limette fein abreiben und zusammen mit ca. 2EL des Limettensaftes in die Suppe geben. Dann alles fein pürieren und mit Koriander, Pfeffer und Salz abschmecken.Fertig!

 

 

Die Suppe ist gaaaanz leicht asiatisch angehaucht – gerade so viel, dass ich den Geschmack richtig gut finde und die Farbe ist einfach der Hammer!
Im Fernsehen habe ich des Öfteren beobachtet, dass die (Hobby-)Köche beim zubereiten der roten Bete Handschuhe tragen. Ich bin natürlich ein harter Hund und habe das nicht getan. Dabei hab ich die Färbkraft der kleinen Klöße ziemlich unterschätzt! Nachdem meine Hände mühevoll wieder saubergeschrubbt waren, hab ich mir zum pürieren dann doch lieber schwarze Sachen angezogen. Bei mir geht sowieso immer was daneben.

Guten Appetit!
Mia

Darf ich vorstellen? The Vegetarian Diaries lässt mein Vegetarierherzchen höher schlagen!

von Mia | Küchenchaotin

Dienstag ist ….tag! Ääääh. Moment mal! Was reimt sich denn eigentlich auf Dienstag? Hilfe!

Ich bin ja bekanntermaßen Fleischverwehrerin. Nicht zu verwechseln, mit Fleischverwerter! Das Gegenteil! Da draußen gibt es eine Menge tolle Blogs für mich und meine vegetarösen Mitmenschen.
Einer meiner liebsten ist „The Vegetarian Diaries“. Jeder, der nicht täglich ein Steak auf dem Teller braucht, sollte sich das mal anschauen. Das Rezepte-Verzeichnis liest sich für mich wie eine Zusammenstellung von Lieblingsgerichten, die ich noch probieren werde. Es ist so umfangreich! Ein Gedicht!
Was ich außerdem ganz am Rande erwähnenswert finde: Der Blog wird von einem Mann geführt! Ein Mann, der offensichtlich richtig toll kochen und backen kann und dazu nicht mal Fleisch braucht! Vegetarisches Kochen ist nämlich keine Frauendomäne! Ha!

Was ihr außerdem unbedingt mal begutachten solltet:

  • die Serie „Food-Science“ (besonders den Eintrag zum Thema „Warum salzen wir?“, der für mich unglaublich aufschlussreich war)
  • die „Veggie-Guides“ (mit tollen Tipps zum Essen gehen in einigen größeren Städten)
  • der/die/das (klärt mich bitte auf!) Blogroll(, der/die/das zu weiteren tollen Seiten führt, auf denen sich leckere Rezepte finden)

Und wie immer hier noch einmal der Textlink für die, die, die bis jetzt noch mit dem Klicken gezögert haben:

http://vegetarian-diaries.blogspot.com

Viel Spaß dort!
Mia

 

Himmelblaues Sonntagssuess – einfache Vanille-Cupcakes mit blauem Frosting

von Mia | Küchenchaotin

Nach einer stressigen Woche habe ich mir ein tolles Sonntagssüß total verdient. Da gab es nur ein kleines Problem: Ich hatte es unter der Woche überhaupt nicht geschafft einzukaufen und auch nichts geplant für den kulinarischen Sonntagnachmittag.
Der Hunger ist genauso groß wie die Misere: der süße Zahn verlangt nach Zucker und der Magen knurrt filmreif, doch der Kühlschrank ist leer.
Ein Geistesblitz und ein kurzer Blick auf die Vorräte: Eier, Milch, Butter, Zucker, Backpulver, Vanilleschoten, Puderzucker, Lebensmittelfarbe. Alles da! Schatz, es gibt Cupcakes!

 

Zutaten (für 12 Cupcakes)

Für den Teig:

250g Mehl
100g Zucker
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
1/2 Vanilleschote – davon das Mark
3 EL Milch
120g Butter
2 Eier

Für das Frosting:

150g Butter
120g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
Lebensmittelfarbe nach Belieben

 

Die trockenen und die nicht-trockenen Zutaten jeweils gut miteinander vermischen, dann zusammenfügen und schnell zu einem Teig verarbeiten. Am Ende sollte ein zäher Teig entstanden sein.
Diesen in Muffinförmchen füllen und für ca. 20 Minuten bei 180° backen lassen. Während die Muffins auskühlen das Frosting vorbereiten: Hierzu Butter schaumig schlagen und anschließend Vanillezucker und Puderzucker gut miteinander vermischen, bis eine homogene Masse entsteht. Nach Belieben noch Lebensmittelfarbe einarbeiten. Frosting auf den Muffins verteilen – entweder mit einem Spritzbeutel oder mit einem Spatel. Fertig!

Die kleinen Dinger sind zwar einfach und schnell gemacht, aber sie sind einfach „mmmmmmh!!!“!
Ich habe blaue Lebensmittelfarbe genommen, weil die für mich am ehesten zu Vanillecupcakes passt. Ich hatte aus Versehen welche in Puderform gekauft und musste feststellen, dass die doch ein wenig mühsamer in die Masse eingearbeitet werden muss, als flüssige. Außerdem färbt das Puder erst ganz wenig und ich habe fast ein bisschen zu viel reingekippt. Nachdem es sich aufgelöst hatte, war aus „zartblau“ ein „kräftiges himmelblau“ geworden
Nach dem Naschen am Frosting (man muss ja schliesslich testen, ob’s auch gut ist!), hatte ich ganz schön blaue Lippen ;)Und jetzt geh ich mir euer herrliches Süß anschauen!

Guten Appetit!
Mia

Ein bisschen Bodenständigkeit – weil simpel manchmal sooo gut tut! Kartoffelsuppe.

von Mia | Küchenchaotin

Natürlich mag ich Essen mit vielen tollen Zutaten und viel Tamtam. Mich fasziniert das einfach. Wenn viele interessante Zutaten zusammenkommen und ein komplett neues Geschmackserlebnis erzeugen. Und gerade in Restaurants möchte ich natürlich auch etwas geboten bekommen für mein Geld.

Doch manchmal, nur ganz manchmal, da brauche ich etwas absolut bodenständiges. Etwas, das einfach einfach ist und mir ein bisschen kulinarische Geborgenheit zu geben vermag. Dazu sind nur sehr wenige Zutaten notwendig. Und exotisches ist nur fehl am Platze.
Deswegen gibt es heute ein Rezept, das genau das verkörpert: Eine Kartoffelcremesuppe. Mit Zutaten, wie man sie theoretisch beim Bauern um die Ecke abholen könnte. Ohne viele Schnörkel. Wärmend, lecker und irgendwie ein Stückchen zu Hause auf dem Teller.

Kartoffelsuppe

Zutaten (für 4 große Portionen)

1 Bund „Suppengrün“ (Sellerie, Lauch, Möhren und krause Petersilie)
1 große Zwiebel
1 kg Kartoffeln
1250 ml Gemüsebrühe
1 Becher Sauerrahm
etwas Öl
Salz, Pfeffer und Muskat zum Abschmecken

Zwiebel, Suppengrün und Kartoffeln schälen und in kleine Stücke schneiden. Zwiebeln in einem großen Topf mit etwas Öl anschwitzen. Das Gemüse dazugeben und kurz anbraten. Anschließend mit der Brühe aufgießen und ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Währenddessen die Petersilie waschen und kleinschneiden. Zum Schluss die Suppe fein pürieren und den Sauerrahm hineinrühren. Mit Salz, Pfeffer und ein wenig Muskat würzen und dann ab auf den Teller! Petersilie drauf.

Fertig!

Und bei euch? Was gibts da so an bodenständigen Gerichten? Was sind eure Favoriten auf der Simple-aber-gut-Liste?

Guten Appetit!
Mia

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