Blumen für Inga – es geht ums Leben.

von Mia | Küchenchaotin

Heute geht es mal nicht um ein Rezept, nicht mal um Essen. Heute geht es hier ums Leben.

Ich habe lange hier auf meinem Schreibtischstuhl gesessen und weiß trotzdem nicht, wie und wo ich anfangen soll. Ich bin bestürzt und sprachlos – und das kommt nicht sehr oft vor. Denn letzte Woche ist Inga gestorben.
Und auch, wenn ich Inga nur kurz kannte, nachdem wir uns im letzten Jahr in München trafen, trifft es mich sehr.

Blumen fuer Inga

Es ist erschreckend, wenn einem vor Augen geführt wird, wie vergänglich das Leben ist. Denn Inga war noch jung, aber sie hatte Blutkrebs. Vor etwas mehr als einem Jahr rief sie auf ihrem Blog dazu auf, sich als Spender bei der DKMS registrieren zu lassen – denn einen passenden Spender zu finden war ihre einzige Chance, die besonders aggressive Form des Krebses, an dem sie erkrankt war, zu therapieren. Doch leider hat sie den Kampf verloren.

Inga und Elodie, das waren die #2flowergirls, die virtuell regelmäßig Blümchen gesammelt haben. Und weil diese letzte Runde des Blütenregens nicht mit Inga, sondern für Inga stattfindet, nehme ich in dieser Runde teil, auch wenn ich es sonst nicht getan habe. Mit einem fröhlichen, strahlenden und doch zarten Strauß, denn genau so habe ich Inga wahrgenommen.

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Alle 16 Minuten erhält in Deutschland ein Patient die Diagnose “Blutkrebs” und braucht eine Stammzellenspende. Einige Menschen finden einen geeigneten Spender, aber jeder 5. sucht immernoch vergeblich. Ich bin registriert! Seid ihr es auch?
Die Registrierung bei der DKMS dauert nur wenige Augenblicke und wenn du als Spender in Frage kommst, brauchst du keine schlimme, schmerzhafte Operation zu fürchten, denn in den allermeisten Fällen läuft die Stammzellenspende über eine Art “erweiterte Blutspende” ab.
Die Stammzellen werden deinem Körper nicht fehlen, aber jemand anderem können sie das Leben retten. Eigentlich gibt es keine Ausrede, oder? Alle Infos und Antworten auf die häufigsten Fragen findest du hier. Schau es dir an. Es geht ums Leben.

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Alles Liebe,
Mia

Ofengerösteter Kürbis mit Zimt, Honig und Feta – Kombinationsknaller

von Mia | Küchenchaotin

Da ist es, das erste Kürbisrezept der Saison. Aber Kürbis mit Zimt? Im Ernst?
Ja, es ist mein voller Ernst. Angeregt von diesem Rezept weiss ehrlich gesagt nicht mehr, wie ich auf die Idee gekommen bin, Zimt zu benutzen, aber auf ein mal war sie da und ich musste es unbedingt probieren. Schmeckt das denn? Ich sage: Ja! Und wie!

Meinen ersten, ofengerösteten Kürbis für dieses Jahr habe ich mit einer Marinade aus Öl, Honig und Zimt eingepinselt und am Ende mit cremigstem Feta bebröselt. Das ist fantastisch! Die Fruchtigkeit, Würze und Süße des Kürbis harmonieren ganz fantastisch mit dem säuerlich, salzigen Feta.
Und wie das mit dem Zimt so ist? Ganz anders! Und ganz besonders! Aber vor allem halt: Ganz besonders lecker. Außerdem braucht man nicht viel Zeit. Der Hokkaido muss praktischerweise nicht geschält werden und die Marinade ist so schnell zusammengerührt! Perfekt für stressige Tage!

Ofengerösteter Kürbis mit Zimt, Honig und Feta - www.kuechenchaotin.de

Ofengerösteter Kürbis mit Zimt, Honig und Feta

Rezept für 2 Portionen

1/2 mittelgroßer Hokkaido-Kürbis
5 EL Öl
1 EL Honig
1/2 TL Zimt
1 Prise Muskat
Salz + Pfeffer
4 Zweige Thymian
100 g Feta

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Zimtschnecken-Brot – sonntägliche Hefeliebe

von Mia | Küchenchaotin

Ich liebe Hefeteig. Wenn ich durch die Straße gehe und der Bäcker gerade frische Hefeteilchen backt, dann brennt bei mir eine Sicherung durch und ich kann an nichts anderes denken, als an diesen Duft. Das einzige, was mich davon heilen kann: entweder sofort ein Hefeteilchen kaufen oder schnell nach Hause und selbst Teig kneten.

In die Idee eines Zimtschnecken-Brots habe ich mich sofort verliebt. Ich meine: Zimtschnecken-Brot? Das ist doch grandios! Wenn der Hefe-Jieper kommt, schneide ich mir einfach eine Scheibe ab und genieße sie – pur, mit Schokoladenaufstrich oder einer kleinen Extraportion Butter. Und bin instant-glücklich.

Das Brot braucht zwar etwas Zeit, die Arbeit, die man damit hat, beschränkt sich allerdings auf ein Minimum. Und beim ersten Bissen des lauwarmen Hefeglücks wird man sofort für all die Warterei entschädigt. Versprochen!

Das passende Rezept dazu habe ich auf dem Blog “Mom on Timeout” gefunden und “übersetzt”.

Zimtschnecken-Brot

Zimtschnecken-Brot

Rezept für 1 Kastenform

Für das Brot
150 ml warmes Wasser
1 Päckchen Trockenhefe
100 ml warme Milch
65 g Zucker
60 g geschmolzene Butter
1 Ei (M)
520 g Mehl
1 1/2 TL Zimt
1 Prise Salz

Für die Füllung
1 Esslöffel geschmolzene Butter
60 g Zucker
1 Esslöffel Zimt

Die Trockenhefe im Wasser auflösen. Dann die warme Milch, den Zucker, die geschmolzene Butter und das Ei unterrühren. Die Hälfte des Mehls hinzugeben und rühren, bis der Teig glatt ist. Dann das restliche Mehl etwa 5 Minuten lang unterkneten.
Den Teig zu einer Kugel formen und ca. 2 Stunden zugedeckt an einem warmen Ort ruhen lassen, damit er ungefähr auf das doppelte seiner Größe aufgehen kann.

Anschließend den Teig gut durchkneten und ausrollen. Dabei sollte die kürzere Kante so lang sein, wie die Kastenform lang ist.
Den Zucker und den Zimt für die Füllung gut vermischen. Den Teig mit der Butter einstreichen und die Zimt-Zucker-Mischung darüberstreuen. Nun den Teig fest aufrollen und in die Kastenform legen. Abdecken und noch ein mal ca. 1 Stunde gehen lassen.

Nun den Ofen auf 175°C vorheizen und das Zimtschnecken-Brot für ca. 30 Minuten backen.

Fertig!

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Wie genießt ihr euren Sonntag heute?

Guten Appetit,
Mia

Rotes Curry mit Gemüse – Curryliebe

von Mia | Küchenchaotin

Wenn Deutsche versuchen asiatisch zu kochen, dann geht das leider oft in die Hose. Die Aromen sind uns zum Großteil fremd und richtig authentisch z.B. thailändisch zu kochen lernt man wohl nur, wenn man eine Zeit lang in den betreffenden Ländern zu Gast war und den Leuten, die es so richtig drauf haben, auf die Finger guckt.
Deswegen vertraue ich, was Currys angeht eigentlich “meinem” Thailänder. Denn der macht seine Sache mehr als gut und mich regelmäßig sehr, sehr glücklich.
Ich liebe ein toll gemachtes, frisches Curry! Die vielen unterschiedlichen Aromen faszinieren mich. Außerdem: bei der Curryauswahl gibt es meistens als Vegetarier keine Probleme und eigentlich passt fast alles hinein. Buntes Gemüse, aber auch Ananas, Erdnüsse und/oder Tofu, fremde Gewürze und allerlei Kraut –  alles findet in einem Topf seinen richtigen Platz und wird zu einem neuen Geschmackserlebnis.

Ich hoffe jedenfalls, dass mein liebster Thailänder diesen Beitrag nie lesen wird, denn wahrscheinlich mache ich ihm mit meiner Variante keine Ehre. An ihn komme ich selbstverständlich nicht heran, das steht ganz außer Frage! Aber: mir schmeckt mein Versuch und deswegen habe ich euch das Rezept direkt mitgebracht!

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Rotes Curry mit Gemüse

Rezept für 2 große Portionen

50 g rote Currypaste
Gemüse nach Wahl (z.B:
1/2 Zwiebel,
2 Möhren,
6 Champignons,
1 Handvoll Zuckerschoten,
1/2 rote Chilischote)
ggf. 200 g Tofu (oder Hähnchenfleisch)
400 ml Kokosmilch
1 unbehandelte Limette
1 Prise Zucker
etwas Erdnussöl
125 g Jasminreis

Rotes Curry mit Moehren, Pilzen und Zuckerschoten

Die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden und die Möhren ebenfalls schälen und in Scheiben schneiden. Die Champignons putzen und in Scheiben schneiden, die Enden der Zuckerschoten abschneiden. Den Tofu würfeln kleinschneiden.

Den Reis nach Packunganweisung kochen.

In einer Pfanne etwas Öl zerlassen und den Tofu darin scharf anbraten. Das Gemüse bis auf die Zuckerschoten hinzugeben und kurz anschwitzen. Dann die Currypaste kurz in der Pfanne anrösten und alles mit der Kokosmilch ablöschen und gut verrühren. Das Curry nun für ca. 10 Minuten köcheln lassen und 5 Minuten vor Ende die Zuckerschoten hinzugeben.

Die Schale der Limette abreiben und den Saft auspressen. Die Schale zum Curry geben und mit dem Zitronensaft und einer Prise Zucker abschmecken.

Die ganz Harten unter uns können zusätzlich eine halbe Chilischote entkernen und in feinen Streifen geschnitten zum Curry geben. Das Curry mit dem Reis servieren.

Fertig!

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Liebt ihr Curry auch so sehr, wie ich? Was sind eure liebsten Variationen und was muss unbedingt rein?

Guten Appetit,
Mia

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