Fitte Gemüsewraps – nicht nur unterwegs ein Hit

von Mia | Küchenchaotin

Während ich diesen Artikel schreibe, fahre ich mit dem Zug von Kiel­ nach Stuttgart und muss ununterbrochen an Käse denken. Das liegt einfach daran, dass ich Käse liebe; pur, dick überbacken, als Dip, auf Brot und in jeder anderen Form steht Käse weit oben auf meiner Lebensmittel-Hitliste.

Wenn andere Leute sich abends beim Einkaufen für das kleine Hungerloch an der Kasse einen Schokoriegel gönnen, lege ich ein Paket Käse aufs Band, das direkt beim Verlassen des Ladens aufgerissen wird und scheibenweise in meinem Mund verschwindet. Käse macht mich einfach glücklicher als Schokolade und ist für mich der ideale Snack. Und genau deshalb gibt es heute ein Snack-Rezept!

Ein schöner Nebeneffekt dieses speziellen Käse-Snacks: Ein Käse mit 30% Fett aus der Heimat der Frische, mit dem ich mich heute beschäftigen darf, bietet durch den geringeren Fettanteil vollen Käsegenuss mit wenig Hüftspeck-Potential. Und dadurch, dass der Käse wunderbar sättigt, ohne den Blutzuckerspiegel allzu hoch zu pushen, beugt er auch noch Heißhungerattacken vor. Ich denke, niemand braucht noch weitere Argumente für mehr Käse auf dem Speiseplan, oder?

Wraps-3

Fitte Gemüse-Wraps mit frischen Gemüse, Joghurt-Dressing

Rezept für 2 Wraps

Salat/Babyspinat
1/2 Rote Zwiebel
½ kleine Salatgurke
1 Möhre
2 Tomaten
2 EL Kürbiskerne
4 Scheiben Käse mit 30% Fett
1 Handvoll Sprossen
1 Becher griechischer Joghurt (150 g)
Schale von ½ Zitrone
ca. 1 EL Zitronensaft
Salz und Pfeffer
2 Tortilla-Fladen

Wraps

Den Salat/Babyspinat waschen und gut abtropfen lassen.
Die Rote Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden und die Möhre schälen und in Stifte schneiden.
Die Tomaten in Stücke schneiden und die Salatgurke waschen, entkernen und in Halbringe schneiden.
Die Kürbiskerne in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten und bereitstellen.
Den griechischen Joghurt mit der Zitronenschale verrühren und mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer nach Geschmack abschmecken.

Die Tortilla-Wraps mit dem Joghurt-Dressing bestreichen und den Salat darauf mit mindestens 3 cm Abstand zu allen Seiten verteilen.
Den Käse auf den Salat geben und restlichen Zutaten mittig darübergeben.
Die Enden der Tortilla-Fladen einschlagen und die Wraps straff aufrollen.
Beide Wraps in der Mitte teilen, ggf. mit einem Zahnstocher fixieren und zum Mitnehmen luftdicht einpacken oder direkt genießen.

Fertig!

Die Wraps sind wahnsinnig schnell gemacht und alle Zutaten können nach Geschmack ergänzt oder ausgetauscht werden.

Guten Appetit,
Mia

Avocado-Schokomousse mit Banane – Schokomousse in gesund

von Mia | Küchenchaotin

Ich gestehe: ich esse nicht gerne braune Bananen. Dass die Schale unansehnlich wird, stört mich dabei gar nicht wirklich, aber die weichen Stellen im Fruchtfleisch, die sich bilden, sind einfach nichts für mich. Und ich gebe zu: Lange Zeit landeten zu braune Bananen bei mir einfach im Müll.

Dabei sind die braunen Bananen perfekt, um sie weiterzuverarbeiten, weil sie durch das Überreifen immer süßer und weicher werden. Deshalb kann man aus ihnen ganz wunderbare Dinge backen (z.B. Bananenbrot) und auch für die Zubereitung von Desserts sind sie genau aus diesem Grund sehr gut geeignet. Die Zeiten, in denen die braunen Bananen im Müll gelandet sind, sind hier schon lang vorbei.

Avocado-Schokomousse hatte ich schon öfter gesehen und mochte die Idee, statt künstlicher Süße die Süße überreifer Bananen zu nutzen.
Die Avocado in der Mousse sorgt durch ihren hohen Fettgehalt für die nötige Cremigkeit, ohne zu viel Eigengeschmack zu übertragen, die Banane für die nötige Süße (und ein bisschen mehr Geschmack) und das Kakaopulver für den perfekten Schoko-Schock. Ich brauche nicht mal mehr Zucker – für mich ist diese Mousse absolut perfekt!

Außerdem ist sie die perfekte Alternative für alle, denen die klassische Mousse au Chocolate gerade – aus welchen Gründen auch immer – zu gehaltvoll ist.

Gesundes Schokomousse mit nur 3 Zutaten! - www.kuechenchaotin.de

Avocado-Schokomousse mit Banane

Rezept für 2- 3 Portionen

1 Avocado
2 überreife Bananen
2 EL Backkakao (ungesüßt)
ggf. etwas Zucker

Gesundes Schokomousse mit nur 3 Zutaten! - www.kuechenchaotin.de

(mehr …)

Pullapart Süßkartoffel-Pommes – Süßkartoffel zum Zupfen

von Mia | Küchenchaotin

Jeden Winter entwickelt sich ein Gemüse für mich zum Dauerbrenner. Dieses Gemüse wird gegessen, bis es mir beinahe schon zu den Ohren rauskommt und ich das Gefühl habe, ich habe endlich genug unterschiedliche Varianten davon gegessen, um guten Gewissens zum nächsten Gemüse weiterziehen zu können. Deshalb habe ich mich vor ein paar Jahren fast nur von Kartoffeln ernährt, im Jahr darauf von Kürbis und gleich zwei Jahre lang gefühlt den kompletten Lagerbestand Deutschlands an Rote Bete ganz allein verdrückt.

Dieses Jahr unverhältnismäßig oft auf dem Speiseplan: Die Süßkartoffel.
Wir haben sie püriert, gestampft, gefüllt, im Ofen geröstet, zu Eintöpfen verarbeitet und sogar Nudeln mit ihr gefüllt, aber eine Variante der Süßkartoffel ist und bleibt meine absolute Nummer 1: Die Süßkartoffelpommes.

Nachdem ich letztes Jahr in Kanada jeden Tag meine Dosis Sweetpotato-Fries verdrückt habe, war ich in Deutschland erst mal auf Entzug, denn leider sind die frittierten orangenen Sticks neben „besonders lecker“ auch „besonders hüftspeckbildend“.
Umso begeisterter war ich, als ich die Pullapart-Süßkartoffelpommes entdeckt habe, denn diese müssen nicht frittiert werden, bieten aber trotzdem den vollen Pommes-Genuss. Und alles, was man auseinanderzupfen kann, schmeckt doch gleich viel besser, oder?

Pullapart Süßkartoffel-Pommes - www.kuechenchaotin.de

Pullapart-Süßkartoffelpommes

Rezept für 1 Portion

1 mittelgroße Süßkartoffel
2 EL Öl
1 gehäufter TL Meersalz
ggf. 1 TL Gewürze nach Geschmack (z.B. Paprika oder Chili)

Pullapart Süßkartoffel-Pommes - www.kuechenchaotin.de

(mehr …)

50 Shades of Blue (Teil I) – oder: Wo wohnen eigentlich die wilden Blaubeeren? (In Kanada!) {Reisebericht}

von Mia | Küchenchaotin

Es ist schon ein Weilchen her, da stand ich in Frankfurt auf dem Flughafen vor meiner ersten Reise außerhalb Europas.
Das Ziel? Kanada.
Meine Reisebegleitungen? Ein paar ganz bezaubernde Blogger aus den unteschiedlichsten Sparten.
Unser Gastgeber? Die „Wild Blueberries“ höchstpersönlich.
Der Auftrag? Gucken, wo die wilden Blaubeeren wohnen.

Ihr kennt sie sicher genau so gut wie ich: Die wilden Blaubeerchen, die kleiner sind als ihre kultivierten Blaubeer-Freunde und meistens eingeweckt im Glas oder gefroren in der Tiefkühlabteilung verkauft werden. Und ich hoffe, ihr seid genau so unwissend wie ich und dementsprechend überrascht, wenn ich euch jetzt verrate, dass der Großteil dieser Beeren wild wächst und aus Kanada kommt.

Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-29

Die Landschaften in Kanada sind riesig und wirken vollkommen unberührt. Zum Teil kann man mehrere Stunden mit dem Auto fahren, ohne Gegenverkehr (oder überhaupt einen Verkehr) und ich war in dieser Stelle froh, nicht selbst fahren zu müssen, sondern teils mit offenem Mund diese ganzen Stunden aus dem Fester starren und die Bilder in mich aufsaugen zu können.
So Landschaften sind in Deutschland undenkbar, was aber unter anderem wohl daran liegt, dass bei uns ca. 227 Menschen pro Quadratkilometer leben, in Kanada, das mehr als 25x so groß ist, aber nur 3,5 Menschen pro Quadratkilometer.

Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-26

 

„Nicht so lang“ ist relativ

Für Kanadier ist eine kurze Strecke etwas vollkommen anderes, als für uns Europäer. Wenn das Land so wahnsinnig groß ist, ist ist die Wahrnehmung offensichtlich einfach eine andere.
Deshalb ist die erste „nicht so lange“ Fahrt zu den Blaubeeren nicht so kurz, wie gedacht.
Dafür ist sie aber besonders schön. Diese Landschaft! Die Natur wirkt unberührt, hier und dort steht völlig idyllisch ein Häuschen mit Veranda. Ich bin ein bisschen verknallt.

Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-28

Und wo sind die Büsche?

Am Blaubeerfeld angekommen macht sich die fehlende Vorbereitung bemerkbar.
„Wo sind denn nun die Blaubeerbüsche?“, frage ich mich heimlich, bis ich erkenne: Der ganze Boden ist in den verschiedensten Blautönen gesprenkelt! Keine dieser Blaubeeren schmeckt gleich – jede ist ein kleines Unikat, sowohl farblich, als auch geschmacklich.
Entgegen meiner Vorstellung wachsen die Beeren nämlich nicht an Büschen, sondern bevölkern den ganzen Boden der Felder. Knöchelhoch steht man mitten in der Blaubeerpracht.

Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-18 Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-17

Das Wilde an den Blaubeeren

Auf dem Feld, das wir uns ansehen stehen lauter Feldarbeiter mit einer Art „Krallenschaufel“, mit der per Hand die Blaubeeren von der Pflanze „abgezogen“ werden können. Der Boden ist einfach so uneben und die Pflanze so niedrig, dass eine Maschine hier keine Chance hätte, die Beeren zu ernten.

Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-19Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-32

„Warum baut man denn Blaubeeren auf so denkbar ungünstigen Felder an?“, könnte man sich an dieser Stelle fragen.
Und genau da kommen wir zu dem Punkt, weshalb die „wilden Blaubeeren“ eigentlich „wild“ sind: Sie lassen sich nicht anbauen.
Die wilden Blaubeeren siedeln sich dort an, wo sie es für richtig halten – und nur da. Sie sind so beschaffen, dass man sie nicht einfach ausbuddeln und neu anpflanzen lassen. Das Einzige, was die Farmer tun können, ist die Gegebenheiten so zu schaffen, dass die Blaubeeren sich „hoffentlich“ wohl fühlen um so – oft über Jahre und Jahrzehnte – langsam Felder entstehen zu lassen.
Blaubeerfarmer ist ein Beruf für Geduldige.

Not macht erfinderisch

Je nachdem, auf welchem Grund sich die Blaubeeren so niederlassen, müssen Lösungen für die Ernte her: Auf ebenem Boden kann im besten Fall mit einem Traktor und Erntemaschinen geerntet werden, aber bei allem anderen sind die Farmer auf sich gestellt. Wenn sie mit dem Boden Glück haben, bauen sich selbst Handwagen, die die Ernte erleichtern und ansonsten ist Handarbeit angesagt.
Blaubeerfarmer ist eine Beruf für Erfinderische.

Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-36 Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-33 Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-20 Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-21 Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-15

Kurzer Stopp „the Canadian Way“

Auf der Reise zu einer der Blaubeerfarmen machen wir einen kurzen Stopp – gefühlt mitten im Nirgendwo. An einem kleinen Imbiss gibt es lediglich lokale Spezialitäten und diese enthalten fast immer á frischen Hummer (frisches Hummer-Sandwich an der Tankstelle, anyone?) oder Blaubeeren in allen möglichen Variationen. Salat mit Blaubeerdressing? Sandwich mit Blaubeersauce? Gibt’s direkt auf die Hand. Hummer und Blaubeeren – das sind die zwei „großen Dinger“ in Kanada. Wusstet ihr das Kanada einer der größten Hummer-Exporteure der Welt ist? Ich auch nicht.

Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-53 Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-52 Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-39

Mit Liebe verpackt

Nachdem die wilden Blaubeeren nun also vom Feld gepflückt wurden, werden sie in Flache Kisten verpackt, die genau so hoch sind, dass die empfindlichen Früchte sich nicht selbst erdrücken und anschließend auf die Farm gebracht.

Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-42 Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-24 Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-23

Hier beginnt nun eine echte Sisyphusarbeit denn: die Unmengen an kleine, wilden Blaubeeren werden Handverlesen.
Ihr habt richtig gelesen: Hand-ver-le-sen.
Über einen Trichter werden die Blaubeeren auf ein Laufband befördert, wo im Zweifelsfall die ganze Farmerfamilie ganz von Hand die Guten ins Töpfchen und die Schlechten ins Kröpfchen.

Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-45 Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-44 Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-41

Von jung bis alt packt hier jeder mit an. Ich mag das.
Blaubeerfarmer ist ein Job für die ganze Familie.

Und dann?

Anschließend werden die Blaubeeren in die Welt hinausgetragen. Viele von ihnen bleiben in Kanada, denn die Kanadier sind stolz auf ihre wilden Blaubeeren, lieben sie und verarbeiten sie in allen erdenklichen (und für Außenstehende auch unerdenklichen) Arten. Blaubeereis. Blaubeersauce. Gebäck mit Blaubeeren. Aber auch: Blaubeerfüllungen in herzhaften Speisen oder Vodka aus Blaubeeren! Nichts ist unmöglich!

Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-14 Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-54  Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-12 Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-13 Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-3

Doch viele der Beerchen landen in der ganzen Welt im Einzelhandel. Weil die Früchte sehr empfindlich sind, werden sie vor dem Transport entweder eingekocht und um Glas verkauft oder eingefroren. Bestimmt habt auch ihr schon mal eine Packung im Supermarkt entdeckt!

Wilde Blaubeeren aus Kanada - ein Reisebericht - www.kuechenchaotin.de-27

Und das Beste ist: Ich habe noch ein paar ganz fantastische Blaubeerrezepte in petto! Aber davon erzähle ich euch erst in einem zweiten Teil.

#blueberrybloggers

Mit dabei: Die tollste Reisegruppe, die man sich vorstellen kann. Die Blueberrybloggers: Jens von Kochhelden.tv, Mel von Gourmet Guerilla, Nicoletta von livelifedeeply-now, Nic von luziapimpinella und Ricarda von 23qm Stil

Alles Liebe,
Mia

 

1 28 29 30 31 32 133