Vollkornbrot mit Sauerteig – mein erstes, selbstgemachtes Sauerteigbrot

von Mia | Küchenchaotin

Mein Projekt „Brot backen lernen“ geht in eine neue Runde. Dieses Mal: Das erste „richtige“ Brot aus meinem selbstgemachten Sauerteig.
Ich liebe Vollkornbrot – weil es nach etwas schmeckt. Während normale Weißbrote oft wirklich fad schmecken, ist an Vollkornbrot immer etwas dran. Deshalb sollte mein selbstgemachter Sauerteig auch als erstes für ein Vollkornbrot hinhalten.

Je älter ein Sauerteig ist, desto „besser“ wird er. Und besser bedeutet unter anderem: Triebstärker. Ein gut gepflegter Sauerteig kann Hefe vollständig ersetzen. Da meiner noch sehr jung und nicht so triebstark ist, habe ich bei diesem Brot noch zusätzlich Hefe hinzugegeben. Es ist zwar relativ kompakt, aber gleichzeitig sehr locker und angenehm zu essen. Nicht so schlecht für einen ersten Versuch!

Vollkornbrot mit Sauerteig - www.kuechenchaotin.de

Das Rezept habe ich euch natürlich mitgebracht:

Vollkornbrot mit Sauerteig

Rezept für 2 kleine Brote

400 g Roggenvollkornmehl
400 g Weizenvollkornmehl (+ etwas zum Verarbeiten)
2 EL Brotgewürz
1 EL Salz
15 g frische Hefe
150 g Sauerteig (das Rezept findet ihr hier)
450 ml lauwarmes Wasser

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Sauerteig für Dummies – Roggensauerteig selber machen – Selfmade Sunday

von Mia | Küchenchaotin

Letzte Woche habe ich euch in diesem Beitrag ja schon davon erzählt, dass es mit mir und Brot ein bisschen schwierig ist. Ich esse es gerne, es wollte mir aber nie gelingen, selber welches zu backen. Zu trocken, zu fad, zu hart, innen noch roh – ich hab das alles durch.
Die Sache ist: ich liebe gutes Brot. Aus Roggen und Dinkel und Vollkorn. Sauerteigbrot. Brot, das auch nach etwas schmeckt und nicht nur das leblose Vehikel für das ist, was drauf kommt. Deshalb möchte ich so gerne lernen, wie man gutes Brot selber backt!

Vor zwei Wochen habe ich den ersten Schritt in Richtung „Ich backe mein Brot selber“ gemacht: Ich habe einen Sauerteig angesetzt. Und wohl alles falsch gemacht, was man so falsch machen kann. Das Ergebnis: Der Patient hat es leider nicht geschafft. Und statt mich noch mal Hals über Kopf in das Sauerteig-Abenteuer zu stürzen, habe ich mich eingelesen. Dann habe ich den zweiten Versuch gestartet und ich verrate euch: Gerade während ich diesen Beitrag schreibe, liegt eine Scheibe selbstgebackens Vollkorn-Sauerteigbrot (Rezept kommt nächste Woche!) mit Butter und Salz neben mir, das gut schmeckt und wirklich nicht misslungen ist.

Heute verrate ich euch, wie ich den Sauerteig angesetzt habe und verrate euch die Tipps, die meinen zweiten Versuch auf der Sauerteig-Skala von Flop zu Top katapultiert haben. Denn seien wir ehrlich: Wer anfängt, sich ganz neu mit dem Thema zu beschäftigen, versteht am Anfang nur Bahnhof. Anstellgut?  Auffrischen? Einstufige und mehrstufige Führung? Wer so wie ich bei 0 anfängt, fährt hiermit vermutlich für den Start ganz gut:

Roggensauerteig selber machen - www.kuechenchaotin.de

Roggensauerteig ansetzen für Anfänger

Zutaten

200 g (Vollkorn-)Roggenmehl
200 ml lauwarmes Leitungswasser

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Schwäbische Dinnete mit Kartoffeln und Käse – Eat like a Swabian

von Mia | Küchenchaotin

Ich stelle jetzt mal ein Wort in den Raum, mit dem Wissen, dass viele von euch damit vermutlich nichts anfangen können. Aber das ist ok, denn mir ging es mein ganzes Leben lang genau so. Das Wort ist: Dinnete. Oder auch Dennete, Deie, Dinnede, Dinne, Dünne, Dünnele, Dinnele oder Dennetle. Und sie ist einer der Gründe, warum ich meine neue Heimat im Schwabenland aus kulinarischer Sicht so heiß und innig liebe. Was meint ihr, was das ist?

Die Dinnete ist ein schwäbisches Gericht aus dem Ofen, das irgendwo zwischen Pizza und Flammkuchen einzuordnen ist. Dinnete kommt von „dünn“ und so ist auch der Teig. Und belegt ist sie mit feinsten regionalen Zutaten: Sauerrahm, ganz klassisch mit Lauch und Speck, vegetarisch mit Kartoffeln und Käse, süß mit Äpfeln, Zucker und Zimt oder einfach, wie es dir gefällt.
Mein erstes Date mit einer feinen Dinnete hatte ich vor zwei Jahren auf dem Weihnachtsmarkt in Esslingen. Der mittelalterlich angehauchte Stand sah unscheinbar aus, aber als ich die schwäbischen Pizzen in der Auslage entdeckte, war es sofort um micht geschehen. Der herrlich duftenden Hefeteig, die längliche Form mit etwas dickerem Rand, der dicke Belag aus Kartoffeln und Käse – ich konnte nicht widerstehen. Glück für 4€, direkt auf die Hand.

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Schwäbische Dinnete mit Kartoffeln und Käse

Rezept für 4 Dinnete

Für den Teig
500 g Weizenmehl
12 g Salz
1/2 Würfel frische Bäckerhefe
300 ml Wasser

Für den Belag
150 g Sauerrahm
2 große Pellkartoffeln (ausgekühlt und gepellt)
2 Frühlingszwiebeln
Salz und Pfeffer
1 Prise Muskat
100 g geriebener Bergkäse

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Roggenbrot mit Sauerteig für Schisser – Frühstücks-GLÜCK zum Muttertag

von Mia | Küchenchaotin

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Der Muttertag steht vor der Tür (wer hat an der Uhr gedreht?) und traditionell gibt es bei uns eigentlich ein Muttertags-Frühstück mit leckeren, selbstgemachten Sachen. Leider bin ich aber nun schon das zweite Jahr gut 750 km von meiner Mama entfernt – und muss mir etwas Neues ausdenken.
Die Idee:Warum nicht das Frühstücksglück per Post verschicken? Meine Mama kriegt dieses Jahr ein Paket mit einem halben, selbstgemachten Brot und einem Glas Marmelade. Ich behalte die andere Hälfte und wenn wir auch weit entfernt voneinander sind, wird es ein bisschen so sein, als wären wir zusammen.

Aber: Brotbacken und ich – das ist so eine Sache. Während Kuchen, Muffins, Teilchen etc. mir locker von der Hand gehen, waren bisher alle meine Brotbackversuche zum Scheitern verurteilt. Selbst dann, wenn ich mich penibel an das Rezept gehalten habe, holte ich am Ende einen harten, trockenen, schweren Klotz aus dem Kühlschrank. Ungenießbar.

Schon lange wollte ich das Thema „Brot backen lernen“ endlich ein mal anpacken. Es fehlte mir nur der letzte, kleine Anstoß. Ein Stupser in die richtige Richtung! Der kam letztendlich in Form einer Mail mit einer Kooperationsanfrage und dann auch noch postalisch in Form eines Pakets voller feinster, süßer Fruchtaufstriche. Wie könnte etwas, das z.B. „GLÜCK aus Erdbeeren“ oder „GLÜCK aus Pfirsichen“ heißt, nicht ein gutes Omen sein, endlich mal ein genießbares Brot aus dem Ofen zu zaubern?

Roggen-Sauerteigbrot selber backen - http://kuechenchaotin.de

Hinter den GLÜCK-Fruchtaufstrichen steht eine relativ kleine, süße Firma aus dem Norden – die Privatmarmeladerie Friedrich Göbber. Benannt nach dem Herren, der vor 120 Jahren auf die Idee kam, die kleine Stadt Eystrup mit seinen selbstgemachten Fruchtaufstrichen zu beglücken. Die Fruchtaufstriche bestehen nur aus drei Zutaten: Feinsten Früchten, etwas Zitronensaftkonzentrat und Gelierzucker. Wie bei Oma. Und hier bei den 8 Sorten ist garantiert für jeden Geschmack etwas dabei.

Roggen-Sauerteigbrot selber backen - http://kuechenchaotin.de

Aber zurück zum Brot: Die „idiotensicheren“ Rezepte habe ich bereits getestet und bin gescheitert. Warum also nicht mal nach den Sternen greifen? Ein Sauerteigbrot wollte ich zu meinem Fruchtaufstrich! Mit ganz viel Roggen! Am liebsten Vollkorn! Ich sage euch: Es wollte nicht klappen. Der selbstgemachte Sauerteig und ich – wir hatten einen schwierigen Start miteinander. Und wir mussten uns leider trennen. Der zweite Versuch blubbert just in diesem Moment fröhlich in meiner Küche herum, war aber nicht rechtzeitig fertig.
Was ich getan habe? Ich bin den Weg des leichtesten Widerstands gegangen und habe ein „Sauerteigbrot für Schisser“ gebacken. Mit fertigem Sauerteig, der zwar keine Triebkraft hat, aber für den typischen Geschmack sorgt, etwas Hefe um die Fluffigkeit zu garantieren und ganz viel Roggenmehl ohne Vollkorn.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Und ich sage euch: Wenn ich das kann, könnt ihr das auch. Als ich das Brot angeschnitten habe und gemerkt habe, dass es geklappt hat – das war mein persönlicher Glücksmoment der Woche.

Roggen-Sauerteigbrot selber backen - http://kuechenchaotin.de

Roggenbrot mit Sauerteig für Schisser

Zutaten für eine 30 cm-Kaiserform

1 kg Roggenmehl
Natursauerteig aus der Backabteilung für 500 g Mehl bzw 1 kg Roggenmehl (je nach Marke 2-4 Päckchen)
2 Päckchen Bio-Trockenhefe
3 TL Salz
1 1/2 gestrichene TL Brotgewürz
600 ml Wasser

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