Selfmade Sunday – Frischkäse selber machen

von Mia | Küchenchaotin

Ich liebe Frischkäse. Die cremige Textur und der sahnige Geschmack haben es mir einfach angetan. Ich liebe ihn pur oder mit Geschmack, einfach als Stulle, aber auch in herzhaften und süßen Speisen. Frischkäse ist so wahnsinnig vielseitig!

Aber Habt ihr schon mal Frischkäse selbst gemacht?
„Nee. Das ist mir zu viel Arbeit. Und wie soll das überhaupt gehen?“ dachte ich. Und damit lag ich so falsch! Denn Frischkäse selbermachen ist so einfach und schmeckt dabei so wunderbar!
Alles, was ihr für das Grundrezept braucht sind zwei Zutaten und zwei Hilfsmittel: euer liebster Vollmilchjoghurt (ja, die Unterschiede sind von Marke zu Marke durchaus gravierend), etwas Salz, ein sauberes Küchenhandtuch, ein Sieb und 24-48 Stunden Zeit.

Wichtig ist, dass euer Küchenhandtuch wirklich ganz sauber und auch geruchsneutral ist – d.h. es sollte nicht mit einem geruchsintensiven Waschmittel gewaschen sein und bitte, bitte nicht mit Weichspüler behandelt, sonst schmeckt der Frischkäse danach. Ich wasche extra für selbstgemachte Kokosmilch, Brühe & Co (und ab sofort für selbstgemachten Frischkäse) immer eine Maschine Küchenhandtücher extra heiß mit extra spülen – damit sind sie perfekt vorbereitet für den Einsatz als Küchenuntensil.

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Frischkäse selber machen

Rezept für ca. 100 g Frischkäse

300 ml Vollmilchjoghurt eurer Wahl
1/2 TL Salz

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Thailändisch angehauchtes Massaman Curry mit Kartoffeln – mein Beitrag zur Blogparade „Die Kartoffel weltweit“

von Mia | Küchenchaotin

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Was haben Laura, Sieglinde, Linda, Bintje, Selma und Solana gemeinsam? Nein, sie gehen nicht in den selben Buchclub, sondern sie sind allesamt schmackhafte und beliebte Kartoffelsorten. Und auch, wenn sie nach außen viele Gemeinsamkeiten haben, sind sie innen drin doch recht verschieden.
Kartoffel ist doch eh gleich Kartoffel? Denkste!
Einige von ihnen sind festkochend und damit perfekt z.B. für Bratkartoffeln oder auch Pommes geeignet, einige sind vorwiegend festkochen und damit die perfekte Salzkartoffel und diejenigen unter ihnen, die meligkochend sind, werden zu den feinsten Pürees und Backkartoffeln.
Sie werden alle unterschiedlich früh oder spät reif, was in sehr frühe und frühe Kartoffeln, in mittelfrühe sowie in späte und sehr späte Sorten eingeordnet wird. Aber in eine Schublade stecken sollte man sie trotzdem nicht, der Geschmack ist nicht der gleiche: jede Sorte hat ihre Eigenheiten. Im direkten Vergleich auf dem Teller merkt man das ganz schnell.

Thailändisch angehauchtes Curry mit Kartoffeln - www.kuechenchaotin.de

Ich gebe zu: als Kind war ich auch nicht so „offen“ für Kartoffeln. Für mich waren sie lange Zeit die notwendige, lästige Sättigungsbeilage auf dem Teller. Aber je älter ich wurde, desto mehr konnte ich mich für die kleinen Knollen begeistern.
Das hängt nicht zuletzt auch damit zusammen, dass sie so unfassbar vielseitig einsetzbar sind! Während die Salzkartoffel auf dem Mittagsteller immer noch nicht zu meinen Favoriten gehört, liebe ich sie in so vielen anderen Varianten dafür um so mehr.

Wie vielseitig und international die Kartoffel ist, versuchen ein paar andere Blogger und ich bei der Blogparade „Die Kartoffel weltweit“ von diekartoffel.de zu zeigen. Auf der Seite zur Parade werden gerade all die schönen Beiträge gesammelt!
Die einzige Bedingung zur Teilnahme an der Blogparade: Es muss ein Gericht mit internationalem Einfluss sein ­– und natürlich mit Kartoffeln.

Beim Titel „Die Kartoffel weltweit“ musste ich sofort an mein liebstes thailändisches Restaurant aus Kiel denken, dass ich selbst nach fast 2 Jahren im Schwabenland immer noch schmerzlich vermisse. Hier gab es nämlich das beste Gäng Massaman Curry mit Tofu außerhalb von Thailand. Die Hauptzutat (neben Tofu): Kartoffeln! Das fand ich am Anfang befremdlich, habe es aber lieben gelernt. Und mit dem thailändisch angehauchten Kartoffel-Rezept, dass ich euch heute mitgebracht habe, schicke ich liebe Grüße in meine alte Heimat!
Die Kartoffeln habe ich nicht einfach im Curry gekocht, sondern vorher im Ofen knusprig gebacken, damit ihr Aroma noch besser zur Geltung kommen kann. Ein extra Schritt, den ich nur empfehlen kann!

Thailändisch angehauchtes Curry mit Kartoffeln - www.kuechenchaotin.de

Thailändisch angehauchtes Massaman Curry mit Kartoffeln

Rezept für 2-3 hungrige Esser

1 kg festkochende Kartoffeln
1 EL + 1 TL Erdnuss-Öl
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 daumennagelgroßes Stück Ingwer
2-3 EL Massaman-Currypaste (alternativ: rote Currypaste)
400 ml Kokosmilch
2 Kaffirblätter
1 Handvoll Cashewkerne
2 Frühlingszwiebeln
1 kleiner Bund Koriander
Salz und Pfeffer

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Marinierter Erdnuss-Tempeh – gebackener Tempeh

von Mia | Küchenchaotin

Kennt ihr Tempeh?

Tempeh ist ein traditionelles Fermentationsprodukt aus Indonesien, das durch die Beimpfung von gekochten Sojabohnen mit verschiedenen Rhizopus-Arten, also mit Hilfe von niederen Schimmelpilzen aus der Abteilung der Jochpilze und der Klasse der Zygomyceten entsteht.

(Quelle: Seite „Tempeh“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie)

Ja, ok: Das klingt jetzt erst mal nicht so lecker. Das ist auch der Grund, warum meine Zunge erst sehr spät in meinem Leben das erste mal mit Tempeh in Berührung kam. Ich hatte Angst! Denn wenn die Herstellungsart auf mich schon so unappettitlich wirkt, wie sollte das dann gut schmecken können?

Doch dann kam der Tag X. Eines Tages ging ich mit Freunden essen und entschied mich für ein vegetarisches „Überraschungsmenü“. Freudestrahlend bracht die Bedienung den Teller mit der Vorspeise um die Ecke und verkündete: „Hier haben wir einen frischen Frühlingssalat mit mariniertem, gebackenem Tempeh“. Einerseits hatte ich Angst, den Salat zu probieren, andererseits war ich aber viel zu neugierig, um es nicht zu tun. Das Restaurant hatte einen guten Ruf und was gab es schon zu verlieren? Also nahm ich die Tempeh-Ecke auf meine Gabel, beäugte sie, als käme sie von einem anderen Stern, ignorierte die peinlich berührten Blicke meiner Freunde und nahm einen Bissen. Einen winzigkleinen!
Die Überraschung war groß: Das schmeckte ja richtig gut! Ein bisschen nussig, ein bisschen „pilzig“ – alles in allem sehr rund. Ich verschlang die ganze Portion und nahm mir vor, ganz bald mal Tempeh selbst zuzubereiten.

Das Problem: Tempeh ist keine Supermarktware. Ich habe jedenfalls noch nie welches in einem normalen Supermarkt entdeckt. Und im Bioladen habe ich nie gezielt danach geschaut. Soll heissen: Mein Date mit Tempeh war leider ein One Evening Stand.
Bis vor ein paar Wochen, als ich in einem Bioladen eine Packung in die Finger bekam. Schnell hastete ich damit vom Kühlregal zur Kasse, lief nach Hause, warf Pinterest an und schaute, was ich damit anstellen könnte. Da ich noch gar keine Erfahrungswerte mit diesem Lebensmittel hatte, habe ich mich voll und ganz auf ein Rezept vom Blog „Minimalist Baker“ verlassen. Mit Erdnussbutter. Da kann ja eigentlich gar nichts schief gehen. Und weil ich das Ergebnis LIEBE und für das perfekte Einstiegsrezept für Tempeh-Neulinge halte, habe ich es umgerechnet und serviere es euch heute! Wenn ihr nicht von Erdnussbutter abgeneigt seid, werdet ihr diese nussig-würzige Variante auch lieben!

Gebackener Tempeh - www.kuechenchaotin.de

Marinierter Erdnuss-Tempeh

200 g Tempeh
1 TL Chiliflocken
1 1/2 EL Sesamöl
2 EL cremige Erdnusscreme
2 EL Sojasauce
2 EL Limettensaft
3 EL Ahornsirup

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Selfmade Sunday – Rote Curry Paste selber machen

von Mia | Küchenchaotin

Habt ihr Lust auf eine neue Kategorie?

Ich habe zwei (verspätete) gute Vorsätze für 2017: Meinen Blog ein bisschen besser zu strukturieren und wieder mehr bei anderen Blogs vorbeischauen. Den ersten Streich auf dem Weg dorthin präsentiere ich euch heute.

Schon lange brannte mir dieses Thema unter den Nägeln, aber jetzt mach ich es einfach: Den Selfmade Sunday. Ab sofort möchte ich euch Sonntags ein Rezept für etwas vorstellen, dass man meistens kauft, aber mindestens genau so gut selber machen kann.
Schon vor ein paar Jahren, als ich euch die „blitzschnelle Mayonnaise“ gezeigt habe und auch erst vor kurzem, als ich gezeigt habe, wie man eigentlich Kokosmilch ganz einfach selbst machen kann, dachte ich „Das möchte ich eigentlich öfter machen! Viel öfter!“. Grundrezepte sind etwas tolles. Aber bisher habe ich euch immer nur sporadisch welche gezeigt.
Für mich geht es hierbei auch um ein bisschen Horizonterweiterung. Ich hoffe, ganz viel dabei zu lernen und möchte euch dabei mitnehmen. Euch zum Mitmachen animieren! Dazu aber weiter unten!

Nun ist er also da, der Thementag. Die Liste ist lang und die Pläne groß! Und heute fangen wir direkt an.

Wisst ihr, was ich in unanständigen Mengen kaufe, obwohl ich eigentlich denke, dass man es nicht nur selber machen könnte, sondern auch sollte? Currypasten! Ich bin total verrückt nach Thai-Curries und koche sie viel und gerne. Dabei bin ich faul und greife auf die fertigen Pasten aus dem Supermarkt zurück. Gibt es meine „Lieblingsmarke“ gerade nicht, stelle ich recht schnell gravierende Qualitätsunterschiede fest.
Es gibt Currypasten, die schmecken einfach nach „nicht so viel“. Diese muss man in rauen Mengen verwenden, damit überhaupt Geschmack im Essen landet. Ist ja klar: Die Paste steht und fällt mir ihren Zutaten und das Curry steht und fällt mit der Paste. Die logische Konsequenz: Die Paste mit frischen Zutaten einfach selbst machen.

Schaut man im Internet und Kochbüchern nach Currypasten, so findet man etliche, teilweise Rezepte mit komplett unterschiedlichen Zutaten und Mengenangaben. Ich habe meine eigene Mischung gefunden, die ich nur in den Mengen hier und da ein bisschen variiere. Dass dieses Rezept authentisch thailändisch ist, behaupte ich jedoch nicht.

Rote Thai Curry Paste selber machen - www.kuechenchaotin.de

Rote Curry Paste

Rezept für 1 kleines Glas

10 rote Chilischoten
2 Schalotten
4 Knoblauchzehen
40 g Ingwer
2 Kaffirblätter
2 Stangen Zitronengras
2 TL Koriandersamen (20 g)
1 TL Kreuzkümmelsamen (10 g)
1 gestrichener TL Kurkuma
2 EL Erdnussöl

Rote Thai Curry Paste selber machen - www.kuechenchaotin.de

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