Zucchini-Zitronen-Risotto – Vorräte und Frühlingsgefühle

von Mia | Küchenchaotin

Ich gebe zu: Ich bin ein Vorrats-Messie.
Ich horte Vorräte. So viele, Vorräte wie ich vermutlich gar nicht vor Ende des Ablaufdatums verbrauchen kann. In meinem Schrank befinden sich unter anderem mehrere Kilo Mehl und Zucker (“Hab ich noch Mehl/Zucker zu Hause? Ach, ich nehm einfach noch ein Paket zur Sicherheit mit, Mehl/Zucker kann man ja immer gebrauchen!”), mehrere Kilo Linsen (Die “guten” waren im Angebot), Nudeln in allen Formen und Farben (“Ach sind die hübsch! Und ach sind DIE hübsch! Und DIE erst! Die brauch ich auch!”) und vor allem: eine gefühlte Tonne Risottoreis (“Risotto ess ich ständig, da kann man kaum genug haben!”).
Eigentlich habe ich mich mit meinem Vorrats-Messie-Dasein versöhnt und nehme hin, dass ich halt Lebensmittel (und Geschirr. Hust.) shoppe wie andere Frauen Schuhe, aber ich stehe ja gerade vor einem Umzug. Und das bedeutet: All diese Vorräte werden aus dem Schrank geholt, das Mindesthaltbarkeitsdatum und bei abgelaufenen Lebensmitteln zusätzlich der Zustand des Inhalts gecheckt und dann liebevoll in Umzugsartons verpackt. Und “irgendwann” wird sie jemand schleppen müssen.
Deshalb versuche ich gerade, noch schnell so viele Vorräte wie möglich aufzubrauchen. Und ich beginne mit dem größten Posten: Dem Risottoreis.

Das schöne an Risotto ist ja: Es geht immer. Man braucht eine Handvoll Grundzutaten (ein “How to: Risotto” gab es letztes Jahr auch hier bei mir) und kann dann Jahreszeiten- und gefühlsabhängig mit neuen Zutaten immer wieder ein neues, leckeres Gericht zaubern.
Und im Moment habe ich Frühlingsfühle. Deshalb habe ich zwei meiner Lieblingsrezepte in einen Topf geworfen und etwas neues daraus gemacht: Aus dem Zitronenrisotto und dem Zucchinirisotto wird: Zucchini-Zitronen-Risotto!

Zucchini-Zitronen-Risotto - www.kuechenchaotin.de

Zucchini-Zitronen-Risotto

Rezept für 2 große Portionen

1 kleine Zwiebel
1 Zucchini
etwas Olivenöl
200g Risottoreis (z.B. Arborio)
Schale und Saft von einer Bio-Zitrone
ca. 600ml heiße Gemüsebrühe
2 EL kalte Butter
1 Handvoll Parmesan
Pfeffer zum Abschmecken
Parmesan zum Garnieren

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Nutella-Trifle – Schokoladenschweinerei

von Mia | Küchenchaotin

Der Kerl und ich haben ein gemeinsames Domizil gefunden.
Und jetzt, 2 Wochen vor dem großen, 4-Wochen-Umzugchaos, beginnen in meiner Wohnung auf ein mal in allen Ecken Umzugskartons aus dem Boden zu schiessen. Schränke wurden entrümpelt (und der Keller quillt vor “Müll” fast über), Bücher verkauft, CDs sortiert, der Nutzen manch eines Geräts in Frage gestellt, Listen gemacht, verloren, neu geschrieben und dann lag ich einfach 1 1/2 Wochen mit einer Gehirnerschütterung flach.
Die Moral von der Geschicht: Gegen Türen laufen lohnt sich nicht. Nachdem ich über eine Woche lang mit Matschebirne nur zwischen Sofa und Bett gependelt bin, sieht die Wohnung nicht unbedingt besser aus und ich will eigentlich nur eins: weiter meine Ruhe.

Doch an Ruhe ist nicht mehr zu denken. Renovierungsarbeiten wollen geplant werden, die restlichen Sachen müssen in ihre Kartons und einiges muss noch organisiert werden. Und da bleibt die Küche dann auch mal kalt.

Heute sogar ganz besonders kalt. Mein Sonntagssüß lasse ich mir natürlich nicht nehmen!
Als ich mir die neue “Lecker” gekauft habe, war eins sofort klar: das Schoko-Trifle mit Baiser ist auf jeden Fall fällig!
In Ermangelung von Shortbread habe ich es kurzerhand etwas abgewandelt und die Mengen halbiert.
Und wenn ihr nicht das Glück habt, heute draussen von strahlendem Sonnenschein begrüßt zu werden: Auf dem Sofa lässt sich dieses eiskalte Trifle MINDESTENS genau so gut genießen!

Nutella-Trifle

Nutella-Trifle

Rezept für 5 Gläser

150g Hafercookies
300g Doppelrahmfrischkäse
200g Vollmilchjoghurt
200g Nutella
25g Schokolade
30g Baiser

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Glutenfreie Woche – Tag 7 – Zusammenfassung + ein kalter Hund

von Mia | Küchenchaotin

Heute ist Sonntag und damit der letzte Tag der glutenfreien Woche. Bevor es heute noch mal ein ordentliches Leckerchen gibt, möchte ich noch kurz zusammenfassen, was ich in der letzten Woche gelernt und berichtet habe:

1.Glutenverzicht hat nichts mit Diät oder Wellness zu tun!
Nur, wer an z.B. an einer Zöliakie, Gluten-Sensitivität oder Weizenallergie leidet, muss auf glutenhaltige Lebensmittel verzichten. Allen anderen schadet Gluten nicht. Wer glaubt, dass er Gluten nicht verträgt, sollte einen Arzt aufsuchen. Er kann durch verschiedene Verfahren die oben genannten Krankheitsbilder diagnostizieren oder ausschließen.
Weitere Informationen findet ihr im 1. Beitrag der Themenwoche und bei Schär.

2.Glutenfrei einkaufen ist einfacher als Gedacht!
Inzwischen gibt es auf dem Markt viel eigentlich Glutenhaltiges, wie Nudeln, Brot, Müsli und Gebäck, auch schon in einer glutenfreien Variante (z.B. von Schär). Bei Obst, Gemüse und frischem, unbehandeltem Fleisch ist man generell immer auf der sicheren Seite. Außerdem hilft das Symbol für glutenfreie Lebensmittel – eine durchgestrichene Ähre – glutenfreie Produkte zu erkennen.
Weitere Infos findet ihr im 2. Beitrag der Themenwoche oder bei Schär.

3.Glutenfrei kochen und backen bedeutet nicht, auf Altbekanntes zu verzichten!
Die glutenfreien Produkte unterscheiden sich teilweise kaum vom Original. Auch das Backen mit glutenfreiem Mehl unterscheidet sich kaum vom Backen mit glutenhaltigen Mehlsorten, wie man anhand meines Brotrezepts erkennen kann. Des weiteren gibt es viele Rezepte, die von Natur aus ohne Mehl auskommen – z.B. Nusskuchen wie mein Mandel-Orangen-Kuchen.
Die glutenfreien Rezepte dieser Themenwoche findet ihr hier, hier, hier und unter dem Tag „glutenfrei“ – außerdem auch einige hier bei Schär

4.Glutenfrei essen gehen ist nicht unmöglich!
Da draussen im Netz gibt es tolle Seiten, die einem das Finden von Restaurants und Hotels mit glutenfreiem Angebot weltweit erleichtern – ganz vorne mit dabei ist  z.B. GlutenfreeRoads.com. Das Personal in der Gastronomie ist heutzutage gut geschult, sehr bemüht und kann oft bei Fragen weiterhelfen. Wer außer Haus genießen möchte, sollte auf der Karte seiner Wahl nach ungebundenen Suppen, Salaten mit Dressings ohne Gluten (meist zumindestens Balsamico-Dressing), Backkartoffeln, Gemüsetellern und Steakgerichten Ausschau halten. Eine kurze Frage beim Kellner gibt Sicherheit, ob das Gericht glutenfrei ist oder glutenfrei zubereitet werden kann.
Einen kleinen Bericht über mein glutenfreies Restauranterlebnis findet ihr im 6. Beitrag der Themenwoche.

Nach einer Woche rund um Glutenunverträglichkeiten ziehe ich folgendes Fazit:
Natürlich macht eine Glutenunverträglichkeit das Leben nicht unbedingt leichter. Heutzutage ist „Gluten“ jedoch längst kein Fremdwort mehr und das Sortiment mit Lebensmitteln, die frei davon sind, ist schon sehr weit entwickelt. „Ein Leben ohne Gluten“ bedeutet nicht mehr „ein Leben ohne Genuss!“


So. Ich weiß. Ihr wartet auf das Leckerchen!
In meinem Schrank lagen noch glutenfreie Butterkekse und ich hatte einen riesigen Hunger auf Schokolade. Was liegt da näher als ein kalter Hund?

Das Rezept habe ich einfach bei meiner Mutter mitgenommen, die auf “herzelieb” bloggt und für die glutenfreie Version adaptiert.

(C) StefanieB. / fotolia

(C) StefanieB. / fotolia

Kalter Hund

Rezept für einen kalten Hund

200g gute Vollmilch-Schokolade (z.B. von Alnatura)
200g Zartbitterkuvertüre (glutenfrei z.B. von Schwartau)
250g Kokosfett
2 Eier
75g Puderzucker
3 EL Backkakao (glutenfrei z.B. von Dr. Oetker)
3 Tropfen Rumaroma
1 Packung (glutenfreie) Butterkekse (z.B. von Schär)

Die Schokoladensorten zusammen mit dem Kokosfett in einem kleinen Topf bei niedriger Temperatur oder in einer Schüssel in der Mikrowelle in 20-Sekunden-Intvervallen schmelzen und anschliessend etwas abkühlen lassen.
Die Eier mit dem Puderzucker, dem Backkakao und dem Rumaroma schaumig schlagen und unter die warme Schokomasse rühren.

Nun eine Kastenform mit Frischhaltefolie auslegen. Eine Schicht Schokolade in die Form füllen und darauf eine Schicht Butterkekse legen. Nun immer abwechseln weiter schichten, bis die Schokomasse aufgebraucht ist. Außerdem kann an den Rändern eine Art “Wand” aus Keksen gebaut werden. Die letzte Schichte sollte Schokolade sein! Zum Garnieren mit Puderzucker bestäuben.

Den kalten Hund für mindestens 3 Stunden, lieber aber über Nacht in den Kühlschrank geben.

Vor dem Servieren in dünne Scheiben schneiden (der kalte Hund ist sehr mächtig!).

Fertig!


Weitere Informationen und Rezepte, rund um glutenfreie Ernährung, die mir auch in dieser Woche sehr weitergeholfen haben, findet ihr außerdem hier:

Ich bin intolerant – Foodblog
kochtrotz
„Glutenfrei“ bei GourmetGuerilla
„Glutenfrei“ bei Sinas Welt
gluten-frei.net
GlutenfreeRoads.com
Schär

Wie hat euch die glutenfreie Woche gefallen? Habt ihr noch Tipps und Anmerkungen? Ich freue mich auf eure Kommentare!

Guten Appetit,
Mia

 

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Diese Themenwoche wird unterstützt durch Dr. Schär, den führenden Experten für glutenfreie Ernährung. Meine Meinung und meine Berichterstattung sind und bleiben jedoch – wie immer – frei.

 

Glutenfreie Woche – Tag 6 – glutenfrei essen gehen

von Mia | Küchenchaotin

Auf unserer kleinen glutenfreien Reise durch diese Themenwoche, haben wir schon sehr viele Themen abgedeckt. Doch heute kommt das, was ich mir am Schwierigsten vorgestellt habe: Wie ist es wohl, wenn man Gluten nicht verträgt und außer Haus essen möchte?

Muss man etwa alle Restaurants der Stadt durchtelefonieren und die Frage: „Sagen Sie mal… Können Sie auch glutenfrei?“ stellen? Mit roten Ohren und wunden Tippfingern?

Nein, das muss man natürlich nicht. Heutzutage kann die Recherche – wie auch in so vielen anderen Bereichen – natürlich schnell und einfach online erledigt werden. Eine Seite, die ganz weit vorn mit dabei ist, ist GlutenfreeRoads.com. Hier findet man nicht nur Restaurants mit glutenfreiem Angebot, sondern auch Einkaufsmöglichkeiten für glutenfreie Produkte und sogar Hotels, die Glutenfreies im Angebot haben, sind hier gelistet. Man gibt einfach seine Postleitzahl (oder weltweit den Ort, zu der die Reise gehen soll) oder lässt sich bequem online ein orten und – zack – weiß man, was sich in der Nähe für Möglichkeiten bieten. GlutenfreeRoads.com gibt’s praktischerweise auch als App für unterwegs.

Kiel, mein geliebtes „Landeshauptdorf“, hinkt leider noch etwas hinterher, was das glutenfreie Essensangebot in den Restaurants angeht, doch zufällig wusste ich, dass eine meiner liebsten Restaurantketten – das Vapiano – mehrere glutenfreie Speisen im Angebot hat.

Übrigens: Was ich besonders toll an GlutenfreeRoads.com finde, ist, dass es interaktiv ist! Das Vapiano war zwar noch nicht aufgeführt, aber ich habe die Gelegenheit genutzt und es als Vorschlag eingereicht. Die eingereichten Vorschläge werden geprüft und dann im Verzeichnis aufgenommen. So kann jeder einen kleinen Teil dazu beitragen, dass jedem, der Gluten nicht verträgt, das Leben und die Recherche ein bisschen leichter gemacht werden. Ich hatte vor allem eine große Sorge: Dass ich den Abend über an einem Salatblatt nagen und später hungrig ins Bett muss. Als absoluter Pasta-Junkie hatte ich einfach keine Vorstellung davon, wie viel glutenfrei möglich ist. Doch alle Ängste waren vollkommen umsonst, denn: ich habe glutenfrei geschlemmt!

Seid ihr bereit für mein glutenfreies 3-Gänge-Menü?

Vorspeise

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Anfang der Woche habe ich ja bereits gelernt, dass Suppe nicht immer glutenfrei sein muss – doch auf Nachfrage wird mir eine glutenfreie Tomatensuppe empfohlen. Es lohnt sich wirklich, nachzufragen, ob die Suppen (mit Mehl oder Stärke) gebunden werden, denn dann sind sie für Menschen, die Gluten nicht vertragen, nicht geeignet. Doch hier gibt es grünes Licht! Nicht gebunden. Kein Gluten in der Suppe. Glückliches Grinsen im Gesicht.

Hauptspeise

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In der Kategorie „Hauptspeisen“ finden sich mehrere Salatvariationen. Salat macht nicht satt? Denkste. Ich genieße ein „Insalate Mista“ mit viel Gemüse und Parmesan und bin überglücklich. Der Stolperstein bei Salaten ist meistens das Dressing – denn das enthält oft Gluten. Am Tresen kündige ich an: „Ich darf leider kein Gluten essen!“ und mir werden sofort zwei Dressings angeboten, die ganz bestimmt keines enthalten. Sollte es keine glutenfreie Karte geben, lohnt es sich, z. B. bei Gemüsetellern, Salaten und Backkartoffeln nachzufragen, ob diese vielleicht sowieso glutenfrei sind, oder ggf. glutenfrei zubereitet werden können. Ein Pluspunkt für die Fleischesser: Die meisten Steak- und Fleischgerichte sind entweder von Natur aus glutenfrei, oder können auch ohne Gluten zubereitet werden.

Nachspeise

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Auch bei den Nachspeisen lohnt es sich, zu fragen, welche der angebotenen ohne Gluten sind. In Restaurants, in denen die Nachspeisen hausgemacht sind, weiß der Küchenchef immer, wo Gluten enthalten ist und ansonsten kann er i. d. R. nachsehen. Ich bekomme gleich mehrere Dolci zur Auswahl und entscheide mich für eine „Crema di Fragola“ – das ist eine Mascarponecreme mit frischen Erdbeeren.

Was ich hierbei gelernt habe? Auch glutenfrei Essen gehen, bedeutet weder Hunger, noch Verzicht. Und wenn man sich nicht sicher ist: Fragen kostet nichts. „Glutenfrei“ ist längst kein Fremdwort mehr und selbst wenn doch, ist das Personal sehr hilfsbereit und bemüht. Die möchten schließlich einen glücklichen, satten Gast nach Hause schicken!

Hättet ihr erwartet, dass glutenfreies Essen gehen so gut sein kann? Und: Habt ihr noch Tipps? Ich bin gespannt!

Alles Liebe, Mia

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Diese Themenwoche wird unterstützt durch Dr. Schär, den führenden Experten für glutenfreie Ernährung. Meine Meinung und meine Berichterstattung sind und bleiben jedoch – wie immer – frei.

 

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