Roggenbrot mit Sauerteig für Schisser – Frühstücks-GLÜCK zum Muttertag

von Mia | Küchenchaotin

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Der Muttertag steht vor der Tür (wer hat an der Uhr gedreht?) und traditionell gibt es bei uns eigentlich ein Muttertags-Frühstück mit leckeren, selbstgemachten Sachen. Leider bin ich aber nun schon das zweite Jahr gut 750 km von meiner Mama entfernt – und muss mir etwas Neues ausdenken.
Die Idee:Warum nicht das Frühstücksglück per Post verschicken? Meine Mama kriegt dieses Jahr ein Paket mit einem halben, selbstgemachten Brot und einem Glas Marmelade. Ich behalte die andere Hälfte und wenn wir auch weit entfernt voneinander sind, wird es ein bisschen so sein, als wären wir zusammen.

Aber: Brotbacken und ich – das ist so eine Sache. Während Kuchen, Muffins, Teilchen etc. mir locker von der Hand gehen, waren bisher alle meine Brotbackversuche zum Scheitern verurteilt. Selbst dann, wenn ich mich penibel an das Rezept gehalten habe, holte ich am Ende einen harten, trockenen, schweren Klotz aus dem Kühlschrank. Ungenießbar.

Schon lange wollte ich das Thema „Brot backen lernen“ endlich ein mal anpacken. Es fehlte mir nur der letzte, kleine Anstoß. Ein Stupser in die richtige Richtung! Der kam letztendlich in Form einer Mail mit einer Kooperationsanfrage und dann auch noch postalisch in Form eines Pakets voller feinster, süßer Fruchtaufstriche. Wie könnte etwas, das z.B. „GLÜCK aus Erdbeeren“ oder „GLÜCK aus Pfirsichen“ heißt, nicht ein gutes Omen sein, endlich mal ein genießbares Brot aus dem Ofen zu zaubern?

Roggen-Sauerteigbrot selber backen - http://kuechenchaotin.de

Hinter den GLÜCK-Fruchtaufstrichen steht eine relativ kleine, süße Firma aus dem Norden – die Privatmarmeladerie Friedrich Göbber. Benannt nach dem Herren, der vor 120 Jahren auf die Idee kam, die kleine Stadt Eystrup mit seinen selbstgemachten Fruchtaufstrichen zu beglücken. Die Fruchtaufstriche bestehen nur aus drei Zutaten: Feinsten Früchten, etwas Zitronensaftkonzentrat und Gelierzucker. Wie bei Oma. Und hier bei den 8 Sorten ist garantiert für jeden Geschmack etwas dabei.

Roggen-Sauerteigbrot selber backen - http://kuechenchaotin.de

Aber zurück zum Brot: Die „idiotensicheren“ Rezepte habe ich bereits getestet und bin gescheitert. Warum also nicht mal nach den Sternen greifen? Ein Sauerteigbrot wollte ich zu meinem Fruchtaufstrich! Mit ganz viel Roggen! Am liebsten Vollkorn! Ich sage euch: Es wollte nicht klappen. Der selbstgemachte Sauerteig und ich – wir hatten einen schwierigen Start miteinander. Und wir mussten uns leider trennen. Der zweite Versuch blubbert just in diesem Moment fröhlich in meiner Küche herum, war aber nicht rechtzeitig fertig.
Was ich getan habe? Ich bin den Weg des leichtesten Widerstands gegangen und habe ein „Sauerteigbrot für Schisser“ gebacken. Mit fertigem Sauerteig, der zwar keine Triebkraft hat, aber für den typischen Geschmack sorgt, etwas Hefe um die Fluffigkeit zu garantieren und ganz viel Roggenmehl ohne Vollkorn.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen! Und ich sage euch: Wenn ich das kann, könnt ihr das auch. Als ich das Brot angeschnitten habe und gemerkt habe, dass es geklappt hat – das war mein persönlicher Glücksmoment der Woche.

Roggen-Sauerteigbrot selber backen - http://kuechenchaotin.de

Roggenbrot mit Sauerteig für Schisser

Zutaten für eine 30 cm-Kaiserform

1 kg Roggenmehl
Natursauerteig aus der Backabteilung für 500 g Mehl bzw 1 kg Roggenmehl (je nach Marke 2-4 Päckchen)
2 Päckchen Bio-Trockenhefe
3 TL Salz
1 1/2 gestrichene TL Brotgewürz
600 ml Wasser

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Alle Zutaten zu einem glatten, weichen Teig verkneten, zudecken und mindestens 15 Minuten gehen lassen.
Den Teig in eine mit Backpapier ausgelegte Kaiserform mit 30 cm  geben und zugedeckt erneut mindestens 2 Stunden, lieber aber über Nacht gehen lassen, bis der Teig sich fast verdoppelt hat.
Den Ofen auf 220 °C vorheizen und eine backfeste Schüssel mit Wasser auf den Boden stellen. Den Brotteig in der Form mit etwas Wasser bepinseln.
Das Brot für 15 Minuten backen, dann die Temperatur auf 180 °C herunterregeln und für weitere 45 Minuten backen, bis die Kruste sattbraun ist.
Das Brot vollständig auskühlen lassen, aus der Form und dem Backpapier lösen und zusammen mit dem liebsten Aufstrich servieren – bei mir ganz klassisch Erdbeer oder Himbeer.

Fertig!

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Zu ihrer Brothälfte schicke ich meiner Mama übrigens das Glas mit der Sorte „Rhabarber“. Mit dem werde ich nicht so richtig warm, aber sie liebt ihn. Was für ein Glück, dass wir uns so gut ergänzen!

Achtung: Rezepte mit „echtem“ Sauerteig als Triebmittel lassen sich nicht mit der käuflichen Variante 1:1 nachbacken – die Sauerteige aus der Backabteilung des Lebensmitteldealers eurer Wahl enthalten keine Hefepilze und lassen euer Brot nicht aufgehen. Hier muss immer zusätzlich Hefe zugesetzt werden!

Verratet ihr mir, welche Sorte Marmelade/Fruchtaufstrich eure Liebste auf dem Brot ist?

Guten Appetit,
Mia

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2 Kommentare an Roggenbrot mit Sauerteig für Schisser – Frühstücks-GLÜCK zum Muttertag

  1. Yvonne
    27. April 2017 at 13:52 (5 Monaten ago)

    Hach – wie köstlich das aussieht!
    Ich würde mir wünschen, dass ich die „Glück“-Marmelade auch mal bei mir in den Supermärkten finden würde :/
    Für mich ist Sauerteig auch „höhere Kunst“ 🙂 Ich würde wohl auch Deine Variante wählen!

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  2. Christine
    28. April 2017 at 10:02 (5 Monaten ago)

    Halo Mia,
    ich wollte auch seit langem immer schon Mal selber Brot backen. Bin aber vor dem doch recht groß erscheinenden Aufwand zurück geschreckt. Diese Jahr habe ich von meinem Freund ein Brotbackbuch geschenkt bekommen. Dann musste ich das natürlich auch ausprobieren 🙂 Das erste Rezept, ein Körnerbrot mit Weizenmehl, habe ich dann direkt zu meiner Geburtstagsfeier gemacht und die Gäste waren begeistert 🙂 Es war auch gar nicht sooo viel arbeit. Man muss halt zu Hause sein und immer mal wieder den Teig kneten, oder ähnliches.
    Da ich pesönlich aber lieber Brot aus Roggenmehl esse war ein Roggenbrot mein zweiter Versuch. Hier hätte Sauerteig für angesetzt werden müssen. Das habe ich mir dann doch noch nicht zugetraut und habe auf den fertig Sauerteig zurück gegriffen. Das Ergebniss war geschmacklich gelungen aber zu kompakt. Ich habe es ein weiteres Mal versucht mit dem gleichen Ergebniss. Das Brot ging einfach nicht genug auf und ich wusste nicht warum.
    Als ich jetzt deinen Artikel gelesen habe ist mir aufgegangen wo der Fehler liegen könnte. Du hast in deiner Zutatenliste geschriebe Natursauerteig aus der Backabteilung für 500 g Mehl bzw 1 kg Roggenmehl (je nach Marke 2-4 Päckchen). Da bin ich stützig geworden 2-4 Päckchen. Ich hatte für 500g Roggenmehl nur ein Päckchen verwendet. Da hab ich doch mal die Rückseite der Vepackung des Sauerteigs gelesen und siehe da…darauf steht, dass man für Roggenmehl mehr Sauerteig verwenden muss als für anderes Mehl. Das werde ich jetzt mal ausprobieren…oder vielleicht doch mal selber Sauerteig ansetzen…ich weiß noch nicht.
    LG und ein schönes Wochenende
    Christine

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