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Süßkartoffel-Waffeln – vom ultimativen Fail zum perfekten Rezept

von Mia | Küchenchaotin

Ab und an da kommt es vor, dass mein Küchenchaotinnen-Status angezweifelt wird – und aus diesem Grund habe ich mal ein bisschen Hinter den Kulissen fotografiert und trete heute mit diesen Süßkartoffel-Waffeln den Gegenbeweis an!
Die sehen doch gut aus, diese Waffeln? Das stimmt! Aber auf dem Weg dahin lief es alles andere als glatt.

Süßkartoffel-Waffeln - www.kuechenchaotin.de

Eines schönen Morgens kam sie, die fixe Idee: Waffeln aus Süßkartoffeln. Das muss doch der Knaller sein!
Der erste Versuch befördert mich dann allerdings recht schnell auf den Boden der Tatsachen. Eine Katastrophe! Die Masse zu teigig, hält aber nicht zusammen, der Teig klebt am guten Waffeleisen. Auf dem Teller: Eine undefinierbares, matschiges etwas, das außen gefährlich schwarz geworden ist, innen aber komplett roh geblieben ist. Nicht nur optisch ein Unfall. Irgendwas ist hier schief gelaufen.

An diesen Punkt gelange ich beim Kochen relativ oft. Ich habe eine tolle Idee, aber bei der ersten Umsetzung hapert es manchmal. Doch davon lässt sich eine echte Küchenchaotin nicht unterkriegen!
Hier geht die Arbeit dann richtig los: Es wird analysiert, im Kleinen ausprobiert, ein bisschen umgebaut und dann der nächste Versuch gestartet. Der ist manchmal auch nicht optimal, weil „überoptimiert“. Die zweiten Süßkartoffel-Waffeln waren nämlich weder zu matschig, noch hatte ich ein Problem mit der Bindung. Sie waren zu trocken und dadurch, dass die Raspel zu grob waren, wollten sich die einzelnen Waffeln partout nicht vorneinander trennen lassen. So sah das Ganze aus:

Süßkartoffel-Waffeln - www.kuechenchaotin.de

Das Gute daran: An diesem Punkt wusste ich, was zu tun ist: ein gutes Mittelmaß finden. Ein bisschen feiner reiben, ein bisschen Stärke, ein bisschen mehr Ei. Die Masse nicht überarbeiten und dann in kleineren Portionen ab ins Waffeleisen!

Süßkartoffel-Waffeln - www.kuechenchaotin.de

Und was soll ich sagen? Hier sind sie! Die schönen Süßkartoffel-Waffeln mit feurigem Mayo-Dip, die mir ein paar Tage später als geplant das Mittagessen versüßt haben! Normalerweise seht ihr hier nur das fertige Ergebnis – aber glaubt mir: Der Name dieses Blogs kommt nicht von ungefähr.

Süßkartoffel-Waffeln - www.kuechenchaotin.de

Süßkartoffel-Waffeln mit pikanter Chili-Mayo

Rezept für 10-15 Waffeln

Für die Waffeln
2 mittelgroße Süßkartoffeln
1-2 EL Paniermehl
1 TL Stärke
2 Eier (M)
1 Prise Salz

Für die pikante Chili-Mayo
6 EL Mayo
1 Prise Salz
1/2 TL Chilipulver
1/2 TL Paprikapulver (edelsüß)

Außerdem:
evtl. etwas geschmacksneutrales Öl zum Fetten des Waffeleisens

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Blueberry Bread Pudding mit Chantilly Maple Cream – nach dem Rezept von echten kanadischen Großmüttern

von Mia | Küchenchaotin

Ich habe euch gewarnt und heute mache ich es wahr! Heute kommt die ultimative, wahnsinnig sättigende, unfassbar mächtige, aber herrlich leckere Nachspeisen-Sauerei, an die ich in Kanada mein Herz verloren habe.

Blueberry Bread Pudding mit Chantilly Maple Cream - www.kuechenchaotin.de

Doch ganz auf Anfang: Letztes Jahr durfte ich zusammen mit Mel von Gourmet Guerilla, Ricarda von 23qm Stil, Nicoletta von Livelifedeeply – now, Nic von luziapimpinella und meinem Kochhelden schauen, wo eigentlich die wilden Blaubeeren herkommen und wie es ihnen da geht.
Es war ein Fest! Und eines Abends waren wir beim Kilted Chef eingeladen, der in Neuschottland wohl eine echt große Sache ist. Zusammen mit ihm haben wir ein Blaubeer-Menü gekocht, dass es in sich hatte: Mehrere Gänge und der Nachtisch, den ich euch heute auch hier auf dem Blog serviere – alles mit Blaubeeren!

Cooking with the Kilted Chef

Wir haben gelernt, wie man Lobster auseinandernimmt, darüber gesprochen, was die kanadische Küche geprägt hat und ausmacht, eine ganze Menge Bier und Wein vernichtet und Alain ein paar exklusive Rezepte entlocken können.
Welches mein Favorit ist, war sofort klar: Der Nachtisch! Ein Blueberry Bread Pudding, so wie ihn die kanadischen Omis in ihren Küchen machen. Ich bin immer noch ganz aus dem Häuschen, denn diese Nachspeise ist für mich der Inbegriff von Kanada! Sie ist schlicht, aber nicht zu einfacht, relativ mächtig, relativ süß, bodenständig und enthält die magischen zwei: Blaubeeren und Ahornsirup.

Cooking with the Kilted Chef

Ich habe ein paar Kleinigkeiten beim Nachbacken in Deutschland abwandeln müssen, da es einige Zutaten hier bei uns leider nicht gibt. Die frischen wilden Blaubeeren im Originalrezept werden eingekocht – ich habe stattdessen wilde Blaubeeren aus Kanada aus dem Glas genommen (die findet ihr in jedem Supermarkt) und statt Ahorn-Extrakt habe ich Ahornsirup verwendet.
Und wenn ich ihr wäre, dann würde ich die Zuckermenge ein wenig reduzieren, denn der Blueberry Bread Pudding ist wirklich sehr, sehr, sehr süß. Wenn ich das sage, dann soll das schon was heißen!

Cooking with the Kilted Chef

Blueberry Bread Pudding mit Chantilly Maple Cream

Rezept für 1 20×30 cm-Backform

Für den Blueberry Bread Pudding
1 Sandwich-Toastbrot
6 Eier (M)
250 ml Sahne
400 g brauner Zucker
300 g weißer Zucker
Mark von 1 Vanilleschote
4 EL Ahornsirup
150 g wilde Blaubeeren (Waldheidelbeeren) aus dem Glas (Abtropfgewicht)
1 EL Stärke

Für die Chantilly Maple Cream
250 g Sahne
1 Päckchen Vanillezucker
1 Esslöffel Ahornsirup

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Geröstete Garam Masala-Kartoffel mit Avocado-Limetten-Mayo – Kartoffeln in „hip“

von Mia | Küchenchaotin

Man sagt den Deutschen nach, sie würden ihre Kartoffeln lieben und überproportional viel davon verzehren. Und tatsächlich traf ich als Kind fast jeden Abend die „langweiligen drei“ auf meinem Teller: Kartoffeln, Fleisch und Gemüse. Das ist an sich nicht schlecht, denn diese Kombination lässt viel Raum für unterschiedliche Kombinationen aber: ich war sehr untypisch deutsch kein großer Fan von Kartoffeln und sie waren die einzige Konstante.
Nachdem ich von zu Hause ausgezogen war, habe ich deshalb fast jeden Abend eine Nudel-, Reis- oder Pizzaparty gefeiert und eins gab es sehr lange nicht mehr: Kartoffeln.

Es dauerte eine ganze Weile, bis ich Zugang zu den Knollen fand. Erst vor ein paar Jahren habe ich gelernt, Kartoffeln zu schätzen zu lernen. Es fing an mit meiner unbändigen Liebe für Rosmarinkartoffeln aus dem Ofen und auch Pellkartoffeln mag ich heute sehr gerne essen. Nur eins löst bei mir immer noch keine Begeisterungsstürme aus: „langweilige“ Salzkartoffeln.
Dass bei den Kartoffeln aus dem Ofen noch ordentlich Luft nach oben ist, war mir immer bewusst, aber erst dieses Rezept, dass ich auf Pinterest entdeckt habe, hat mich dazu gebracht, endlich mal ein bisschen zu probieren.
Was dabei rausgekommen ist, hat mit dem Original nicht mehr viel zu tun – ist aber so lecker, dass ich es drei Tage in Folge gekocht gebacken habe.

Geröstete Garam Masala-Kartoffeln mit Avocado-Limetten-Mayo - www.kuechenchaotin.de

Geröstete Garam Masala-Kartoffeln aus dem Ofen mit Avocado-Limetten-Mayo

Rezept für 4 Portionen

Für die Kartoffeln
1 kg Kartoffeln
2 TL Garam Masala
1 TL Knoblauchpulver
1 TL Salz
Olivenöl
etwas gehackte Blattpetersilie

Für die Avocado-Limetten-Mayo
100 g Mayonnaise
1 kleine Avocado
1 Handvoll Blattpetersilie
1 TL Knoblauchpulver
Saft von 1 Limette
Salz

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Mini Rosenkohl-Käse-Quiches mit Burlander – Snacken leicht gemacht! {enthält Werbung}

von Mia | Küchenchaotin

Ich bin sowohl beruflich als auch familiär bedingt sehr viel auf Reisen. Meistens bin ich mit dem Zug unterwegs und immer stelle ich mir vorher die Frage: Was nehme ich mir am Besten als Reiseproviant mit?

Die naheliegendste Antwort ist: Etwas, das schmeckt. Aber ganz so einfach ist das ja auch wieder nicht. Jeder, der schon einmal in einem Abteil mit einem anderen Fahrgast saß, der einen geruchsintensiven Snack ausgepackt hat, weiss, wovon ich rede: Es muss schmecken, es muss satt machen und es darf auf keinen Fall für eine unangenehme Geruchsüberraschung sorgen.

Und damit kommen wir zu meinem zweiten Rezept, das ich für und mit MILRAM für die drei Sorten Burlander ausgetüftelt habe: Heute ist der Burlander mild-würzig aus der Heimat der Frische an der Reihe, der wunderbar sättigt, garantiert mild in Geschmack und Geruch ist und zudem noch ganz famos schmilzt, wenn man ihm Feuer unterm Hintern macht.
Deshalb ist er wie gemacht für ein paar Mini-Quiches mit frischem Gemüse, die platzsparend in der Handtasche verschwinden und auf jeder Reise unauffällig weggesnackt werden können.
Wenn sich Käse, Gemüse und Ei im Blätterteig treffen, dann macht das übrigens nicht nur sehr satt, sondern auch sehr glücklich.

Mini Rosenkohl-Käse-Quiches - www.kuechenchaotin.de

Das Beste ist: Die Mini-Quiches sind wahnsinnig schnell gemacht und gerade mit dem Teig muss nicht allzu akkurat gearbeitet werden, denn beim Backen geht der Rand der kleinen Quiches noch auf.
Und: sie sind frisch und warm eine Wucht, aber auch kalt aus der Hand als Snack ganz wunderbar. Sie später aufzuwärmen ist ebenfalls kein Problem. Mehr geht nicht!

Mini Rosenkohl-Käse-Quiches - www.kuechenchaotin.de

Mini Rosenkohl-Käse-Quiches mit MILRAM Burlander mild-würzig

Rezept für 12 Mini Quiches aus der Muffinform

500 g Rosenkohl
1 große rote Zwiebel
4 Scheiben MILRAM Burlander mild-würzig 45% Fett i.Tr.
5 Eier (M)
1 EL Honig
Salz
1 Rolle Blätterteig aus dem Kühlregal (270 g)
etwas Butter zum Fetten der Form

Mini Rosenkohl-Käse-Quiches - www.kuechenchaotin.de

Den Rosenkohl putzen und in Viertel schneiden. Die rote Zwiebel schälen und in grobe Würfel schneiden.
Die Käsescheiben übereinander legen und grob würfeln.
Rosenkohl, Zwiebel und Käse in einer Schüssel gut miteinander vermengen und bereitstellen.

Die Eier mit dem Honig und einer ordentlichen Prise Salz gut verkleppern.

Ein Muffinblech leicht fetten und den Blätterteig darauf ausrollen. Den Teig vorsichtig in die Mulden drücken und dabei aufpassen, dass er nicht reisst. Mit einem Messer grob rund um die einzelnen Förmchen herumschneiden. Den überschüssigen Teig entfernen.
Die Rosenkohl-Käse-Masse auf die 12 Mulden verteilen und mit dem Honig-Ei begießen.

Im vorgeheizten Ofen bei 220°C Ober- und Unterhitze ca. 20-25 Minuten backen, bis die Quiches goldbraun sind.

Fertig!

Mini Rosenkohl-Käse-Quiches - www.kuechenchaotin.de

Wer mag, kann die übriggebliebenen Teigreste aufs Backblech legen, mit einm bisschen Käse bestreuen und einfach mit den Quiches mitbacken! So lecker!

Was ist euer liebster Snack mit Käse zum Mitnehmen?

Guten Appetit,
Mia

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