Getaggte Posts ‘Butter’

Wenn sich zwei Lieblingslebensmittel zu einer Mahlzeit vereinen – Spinatrisotto mit Walnusstopping

von Mia | Küchenchaotin

In meiner Küche gibt es drei konstante, die immer wieder auftauchen: Pasta, Suppen und Risotto. Letzteres ist perfekt, wenn man Hunger hat und/oder Ablenkung von irgendetwas braucht, denn im Risotto muss man sich liebevollst kümmern, damit es auch wirklich richtig lecker wird und ist es erstmal fertig, macht es pappsatt.
Die Klassiker bei mir zu Haus sind neuerdings Zitronenrisotto, Käserisotto und mein heißgeliebtes Spinatrisotto. Spinat ist eines meiner Lieblings-Gemüse und (auch wenn ich mir das beim ersten Kochen gar nicht so gut vorstellen konnte) passt perfekt zu den kleinen „schlotzigen“ Reiskörnern.

Was ich lange nicht wusste: Die Brühe, die man zum Risotto gibt, muss warm sein. Sonst bildet die Stärke des Reiskorns einen Schutzmantel um eben dieses und es wird außen schon matschig, bleibt innen aber komplett hart. Wieder was dazugelernt!
Echtes Risotto wird mit Weißwein abgelöscht. Ich tue das meistens nicht, weil ich die Flasche nie leer bekomme, für dieses Risotto habe ich jedoch eine Ausnahme gemacht.

Spinatrisotto mit Walnüssen

Zutaten (für 4 Portionen)

2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
300g Risotto-Reis
1 Schuss Weißwein
1000-1500ml Gemüsebrühe (warm)
400g TK-Rahmspinat
100g Käse nach Wahl (ich nehme gerne „Pastakäse“)
etwas Butter
1 Handvoll Walnusskerne

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein würfeln. In einer Pfanne Butter auslassen und beides anbraten. Dann den Risottoreis dazugeben und mit anschwitzen. Mit dem Weißwein ablöschen und dann nach und nach die heiße Brühe hinzugeben, bis der Reis gar ist. Dabei immer rühren, rühren, rühren! Nur so bekommt das Risotto die richtige Konsistenz.
Währenddessen den Rahmspinat in der Mikrowelle (oder in einem Topf) auftauen und anschließend unter das Risotto heben. Am Ende den Käse dazugeben und rühren, bis er komplett zerlaufen ist.
In einer zweiten Pfanne Walnüsse ohne Fett anbraten und auf das Spinatrisotto geben – mmmmh!

Fertig!

 

Guten Appetit,
Mia

Osterspecial: Wenn’s draussen nicht warm werden will, mach ich mir halt Frühling auf dem Backblech!

von Mia | Küchenchaotin

Dienstag gab es zum ersten Mal keine Blogvorstellung. Wollt ihr wissen wieso? Ihr dürft – wie immer – ruhig über mich lachen!

Ich bin ein bekennender Tollpatsch. Ich vergessen manchmal, abends den Backofen auszumachen. Und auf meinem Herd stand schon einmal eine Küchenrolle in Brand. Ich falle regelmäßig hin oder stoße mich irgendwo dran, so dass ich eigentlich immer blaue Flecken habe. Und Fettnäpfchen waren schon immer meine Spezialität! Meine Augen sind meistens größer als mein Appetit, mein Mundwerk oft schneller als jeder klare Gedanke. Aber auch, wenn ich bei einem Fahrradunfall mal mit dem Gesicht auf der Straße gebremst habe – etwas wirklich schlimmes ist mir noch nie passiert und ich habe mir noch nie einen Knochen gebrochen. Ich bezeichnete mich selbst immer gern als „die Frau mit den Stahlknochen“. Bis Montag. Denn am Montag war meine linke Hand langsamer, als meine rechte.
Lange Rede kurzer Sinn: Auf der Arbeit haben wir eine ziemlich massive, schwere Schublade. Die rechte Hand schlug sie mit Schwung zu während die linke sich in der Führungsschiene der Schublade verhedderte und meinen Finger ziemlich böse einklemmte. Kurzer Schock. Ist was passiert? Keine Ahnung! Oder? Aaaaah! Und auf einmal wars so unerträglich, dass ich zum Arzt musste. Diagnose: Eine böse Quetschung und ein Haarriss im Knochen des Rinfingers. Die Stahlknochen-Zeiten sind wohl vorbei 😉
Mit einer Gipsschiene am Finger tippt es sich jedenfalls ziemlich mühsam, weswegen ich diesen Eintrag auch über mehrere Tage zusammengeklöppelt habe. Aber: Was lange währt, wird endlich gut und am Wochenende wird mein Fingerchen wieder in die freie Wildbahn entlassen.

Nun denn.

 

Dieses Wochenende ist Ostern und draussen sieht man… ungefähr gar nichts davon!
Das heisst ja aber noch lange nicht, dass im Ofen und auf dem Teller auch noch Winter herrschen müssen. Ganz im Gegenteil! Statt traditioneller Hasenkekse gibt es dieses Jahr „Frühlingskekse“ auf den Ostertisch! Ganz einfach und nach einem Rezept meiner Ur-Oma!

Zutaten (für ganz schön viele Kekse!)

Für die Kekse:

500g Mehl
170g Butter
250g Zucker
2 Eier
1 Päckchen Vanillezucker
etwas Backpulver

für den Guss:

1/2 Zitrone
Puderzucker
evtl. Lebensmittelfarbe

Alle Zutaten zu einem Teig verarbeiten und für mindestens eine Stunde im Kühlschrank. Danach ausrollen und mit beliebigen Formen ausstechen. Bei 200°C goldbraun backen (ca. 10 Minuten).

Danach eine halbe Zitrone auspressen und den Saft mit ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe in eine Schüssel geben. Dann so viel Puderzucker hinzugeben, bis eine dickflüssige Masse entstanden ist. Die ausgekühlten Kekse damit bepinseln.

Fertig!

 

In einer Dose halten sich die Kekse gut, deswegen habe ich auch heute schon welche für Sonntag gebacken! Und was liegt bei euch so auf dem Ostertisch?

Guten Appetit!
Mia

Was duftet denn da so herrlich? Knusper-Blaubeerkuchen a la Leila Lindholm!

von Mia | Küchenchaotin

Einmal im Monat gönne ich mir ein Koch- oder Backbuch. Sozusagen als Belohnung, dass ich einen weiteren Monat ohne allzugroße Katastrophen überlebt habe. Oder als Belohnung, dass ich den Monat trotz Katastrophen überlebt habe. Ihr wisst, was ich meine.
Ich liebe es, darin rumzublättern, mich inspirieren zu lassen und in (wahlweise) Koch- oder zuckersüßen Backträumen zu schwelgen. So kommt es, dass meine Katze auf „ihrer“ Seite des Betts oft keinen Platz mehr findet, denn auf der dieser Betthälfte regieren Laptop und Bücher.

Nun denn. Diesen Monat (bzw. letzten) hat endlichendlichendlich Leila den Weg zu mir nach Hause gefunden. Genauer gesagt „Backen mit Leila: Meine Lieblingsrezepte für Brot, Kuchen, Torten und Gebäck*
“ von Leila Lindholm. Ziemlich schnell war klar, dass ich am liebsten alles in diesem Buch nachbacken würde, doch dazu fehlt mir natürlich die Zeit und vor allem die sportliche Ambition, denn die Rezepte sind teilweise so sündig, dass ich schon beim Lesen aufgehe wie ein Hefeklops.
Trotzdem habe kleben nun auf etlichen Seiten kleine neonfarbene PostIts und ganz oben auf der Rangierliste findet sich mein heutiges Sonntagssüß:

Omas Knusperblaubeerkuchen von Leila Lindholm

Zutaten (für eine Tarteform von 28cm)

für den Teig

45g Haferflocken
175 geschmolzene Butter
120g Zucker
180g Weizenmehl

für die Füllung

250g Blaubeeren
200g Blaubeermarmelade (ich nehme nur die von „Den Gamle Fabrik“, denn sie ist die Beste!)
1EL Balsamicoessig
2 1/2 EL Speisestärke

für das Knuspertopping

75g geschmolzene Butter
75g Haferflocken
120g Zucker

Für den Teig die Haferflocken, Mehl und Zucker in eine Schüssel geben und mit der geschmolzenen Butter übergießen. Danach gut durchmischen, bis ein Teig entstanden ist. Diesen in die Tartform drücken und mit einer Gabel einstechen. Den Rand mit Alufolie auskleiden, damit er nicht absackt und das ganze ca. 10 Minuten bei 175°C backen.

Danach die Blaubeeren mit der Marmelade und dem Essig vermischen. Anschließend die Stärke hinzugeben und gut unterrühren. Die Füllung in den vorgebackenen Boden füllen. Die Füllung war – trotz grammgenauem abwiegens – leider exakt eine Hand voll zu wenig! Das ließ sich aber schnell beheben.  Dafür war das Knuspertopping fast ein bisschen zu viel, aber das ist nur mein Geschmack.

Nun ist der Belag dran: Die Butter schmelzen und mit Haferflocken und Zucker vermengen. Kurz abkühlen lassen und auf den Kuchen geben. Diesen nun bei 175°C ca. 25 Minuten backen, bis er fertig ist.

Fertig!

Ich muss sagen: es ist ein purpurfarbener Traum, den man da aus dem Ofen holt! Der Knusperblaubeerkuchen wird auf jeden Fall zu meinem nächsten Geburtstag noch mal gebacken!

Serviert wird dieser Tee übrigens in dem wunderschönen DIY-Becher der wundervollen Dani von „klitzeklein“, den ich vor ein paar Wochen gewonnen habe (an dieser Stell noch mal: Danke Dani! Ich hab mich so gefreut!). Aus dem schmeckt nicht nur Kaffee, sondern auch Tee!

 

Und nun freue ich mich wie jeden Sonntag auf euer tolles Süß! Die Sonntagstafel wird diese Woche von Katrin von lingonsmak gedeckt!

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Himmelblaues Sonntagssuess – einfache Vanille-Cupcakes mit blauem Frosting

von Mia | Küchenchaotin

Nach einer stressigen Woche habe ich mir ein tolles Sonntagssüß total verdient. Da gab es nur ein kleines Problem: Ich hatte es unter der Woche überhaupt nicht geschafft einzukaufen und auch nichts geplant für den kulinarischen Sonntagnachmittag.
Der Hunger ist genauso groß wie die Misere: der süße Zahn verlangt nach Zucker und der Magen knurrt filmreif, doch der Kühlschrank ist leer.
Ein Geistesblitz und ein kurzer Blick auf die Vorräte: Eier, Milch, Butter, Zucker, Backpulver, Vanilleschoten, Puderzucker, Lebensmittelfarbe. Alles da! Schatz, es gibt Cupcakes!

 

Zutaten (für 12 Cupcakes)

Für den Teig:

250g Mehl
100g Zucker
1 Prise Salz
1 TL Backpulver
1/2 Vanilleschote – davon das Mark
3 EL Milch
120g Butter
2 Eier

Für das Frosting:

150g Butter
120g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
Lebensmittelfarbe nach Belieben

 

Die trockenen und die nicht-trockenen Zutaten jeweils gut miteinander vermischen, dann zusammenfügen und schnell zu einem Teig verarbeiten. Am Ende sollte ein zäher Teig entstanden sein.
Diesen in Muffinförmchen füllen und für ca. 20 Minuten bei 180° backen lassen. Während die Muffins auskühlen das Frosting vorbereiten: Hierzu Butter schaumig schlagen und anschließend Vanillezucker und Puderzucker gut miteinander vermischen, bis eine homogene Masse entsteht. Nach Belieben noch Lebensmittelfarbe einarbeiten. Frosting auf den Muffins verteilen – entweder mit einem Spritzbeutel oder mit einem Spatel. Fertig!

Die kleinen Dinger sind zwar einfach und schnell gemacht, aber sie sind einfach „mmmmmmh!!!“!
Ich habe blaue Lebensmittelfarbe genommen, weil die für mich am ehesten zu Vanillecupcakes passt. Ich hatte aus Versehen welche in Puderform gekauft und musste feststellen, dass die doch ein wenig mühsamer in die Masse eingearbeitet werden muss, als flüssige. Außerdem färbt das Puder erst ganz wenig und ich habe fast ein bisschen zu viel reingekippt. Nachdem es sich aufgelöst hatte, war aus „zartblau“ ein „kräftiges himmelblau“ geworden
Nach dem Naschen am Frosting (man muss ja schliesslich testen, ob’s auch gut ist!), hatte ich ganz schön blaue Lippen ;)Und jetzt geh ich mir euer herrliches Süß anschauen!

Guten Appetit!
Mia

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