Getaggte Posts ‘Ei’

Frühstücksbaguettes – ein ganzes Frühstück direkt aus dem Ofen

von Mia | Küchenchaotin

Es ist kein Geheimnis: Ich mag es gern einfach. Manchmal packt es mich und ich will ein großes Menü zaubern, aber ganz oft will ich einfach nur eine gute Mahlzeit nach der Arbeit und die soll schmecken, aber nicht mit stundenlangem Kochen verbunden sein. Deswegen liebe ich z.B. Curries, One Pot-Gerichte und andere schnelle Kleinigkeiten. Ich mag es, wenn mein essen einen geringen Aufwand macht, gut schmeckt, wenig „Dreck“ macht (der Blog heisst nicht umsonst KüchenCHAOTIN) und trotzdem frisch und super lecker ist.

Was ich aber liebe – und das ist auch kein Geheimnis – das ist das Sonntagsfrühstück. Ich liebe es, sonntags lange im Bett zu bleiben, dann ausgiebig zu frühstücken wie eine Kaiserin und richtig entspannt in den Tag zu starten. Deshalb liebe ich es auch zu brunchen – ein längeres Frühstück geht einfach nicht! Ein Brunch ist für mich das Sinnbild einer entspannten und entspannenden Mahlzeit.

Unter der Woche habe ich meistens nicht die Zeit, dem Frühstück einen halben Tag zu „opfern“. Deshalb bin ich immer auf der Suche nach Rezepten, die das Frühstück ganz einfach aber trotzdem ganz besonders machen. Mit wenig Aufwand. Eins dieser Rezepte möchte ich euch heute vorstellen: Meine Frühstücksbaguettes. Ähnlich wie bei der One Pot Pasta wird einfach alles zusammengeworfen und gegart. Inklusive Baguette. Ich bin ein Fan!

Füllen kann man das Baguette mit allem, wonach einem der Kopf steht. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! Theoretisch geht alles, was der Kühlschrank so hergibt- Nur zu groß dürfen die Stücke nicht sein, denn sie sollen schliesslich IN das Baguette hinein. Eiermilch drüber und ab in den Ofen – fertig ist das Frühstück! Und in den 20 Minuten, die das Baguette gart, schaffe ich es meistens sogar, mich anzuziehen und mir ein freundliches Gesicht aufzumalen.

Zuletzt gebacken habe ich das Baguette übrigens zusammen mit Nela Lee auf der Dmexco in Köln! Dort haben wir uns zwei Tage lang auf der Bühne über das Leben als Blogger/Vlogger/Influencer unterhalten und nebenbei leckere Kleinigkeiten zubereitet und serviert. Die Version, die wir dort gekocht haben, verrate ich euch jetzt:

Frühstücksbaguettes

Rezept für 1 Baguette (für 2 Personen)

1 Aufback-Baguette (maximal so lang, wie der Ofen breit ist)
1 Schalotte
1 TL Brat-Olivenöl
50 g TK-Spinat
2 Eier
50 ml Milch
3-4 Champignons
Salz und Pfeffer
50-100 g Käse zum Überbacken

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Tortellini mit grüner Spargelcreme-Füllung – Frühling in der Pasta

von Mia | Küchenchaotin

Mein Kochheld und ich lieben es, für Freunde und Familie zu kochen. Deshalb haben wir uns am letzten Wochenende liebe Freunde eingeladen und sie mit einem Frühlings-Menü beglückt. In der Küche sind wir ein eingespieltes Team. Die unterschiedlichen Arbeiten werden wortlos, fair und sinnvoll aufgeteilt und eine Hand greift in die andere. Auch, wenn es von außen manchmal vielleicht chaotisch aussieht (mein Blog trägt den Namen ja nicht umsonst), steht am Ende immer das fertige Essen so auf dem Tisch, wie wir es uns vorgestellt haben. Oder anders, aber trotzdem gut. Ihr kennt das.

Unser gemeinsamtes Menü am Wochenende stand ganz unter dem Motto „Frühling“. Für sind Spargel und Bärlauch die beiden Frühlings-Lebensmittel schlechthin. Ich liebe beides heiß und innig! Vor zwei Jahren habe ich es sogar geschafft, den ganzen Mai über jeden Tag Spargel in einer anderen Form zu essen – klingt für manche vielleicht verrückt, aber für mich war es ein Traum! Diese beiden Zutaten durften also auf keinen Fall in unserem Menü fehlen. Und auf dem Teller der Vorspeise auf dem Bild, dass jetzt kommt, entdeckt ihr sogar beides!

Tortellini mit grüner Spargelcreme-Füllung - www.kuechenchaotin.de

Tortellini mit grüner Spargelcreme-Füllung

Rezept für 4 Personen als Hauptspeise

Für den Pastateig
400 g Mehl
1 Prise Salz
4 Eier (M)

Für die Füllung
1 Schalotte
400 g grüner Spargel
1 El Butterschmalz
2 EL Mascarpone
1 Stängel Thymian
2 Handvoll geriebener Parmesan oder Montello
Salz und Pfeffer
1 Ei (M)

Tortellini mit grüner Spargelcreme-Füllung - www.kuechenchaotin.de

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Selfmade Sunday – Pasta selber machen

von Mia | Küchenchaotin

Pasta selber machen ist nicht einfach nur „ein Essen machen“, es ist eine Leidenschaft. Von mir. Wenn ich die Zutaten für einen Pastateig in meine Rührschüssel werfe und langsam anfange, ihn zu kneten, kann mein Hirn abschalten. Wenn ihr mich fragt, sollte das Kneten von Pastateig als Mediationstechnik anerkannt werden. Das Kneten sorgt für einen körperlichen Ausgleich, gleichzeitig ist es entspannend. Und das Glücksgefühl, dass eine selbstgemachte Nudel beim Essen auslöst – davon will ich gar nicht erst anfangen.

Natürlich habe ich nicht schon immer meine Nudeln selber gemacht. Warum nicht? Weil ich dachte, dass es wahnsinnig schwierig ist. Dass man dazu immenses Fachwissen und atemberaubende Technik braucht. Und mindestens einen Italiener in der Verwandschaft. Das Pasta-Gen!
Doch das ist nicht so. Pasta machen ist ganz einfach! Natürlich brauch es ein bisschen mehr Zeit, als eine Tüte aufzuschneiden und fertige Pasta in einen Topf zu werfen, aber ich sage euch ganz ehrlich: Es schmeckt auch einfach besser.

Mein Standard-Rezept für selbstgemachte Pasta ist ganz einfach:

Selbstgemachte Pasta

Rezept pro Portion:

100 g Mehl
1 kleine Prise Salz
1 Ei (M)

Das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel geben, gut vermengen und eine kleine Mulde in der Mitte formen. Das Ei/die Eier in die Mitte geben und zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in etwas Frischhaltefolie einschlagen und mindestens 30 Minuten bei Zimmertemperatur (wenn die Temperaturen es zulassen) oder mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen. Nun den Teig ausrollen und in die gewünschte Form bringen. Weitere Infos siehe Tipps!

7 Tipps für tolle, selbstgemachte Nudeln

  1. Das Mehl machts
    Theoretisch kann die Pasta mit jedem handelsüblichen Weizenmehl hergestellt werden. Ich bin irgendwann dazu übergegangen, spezielles Pasta-Mehl/“Semola„* oder Spätzlemehl*/“Weizendunst“ zu verwenden. Das Ergebnis wird damit einfach noch ein bisschen besser.
  2. Möge die Konsistenz mit dir sein
    Ei ist nicht immer gleich Ei. Manchmal ist ein bisschen mehr drin, manchmal ein bisschen weniger. Ein Naturprodukt eben! Deshalb ist der Teig manchmal auch ein bisschen weicher und manchmal ein bisschen fester. Auch ich muss meistens noch Nachjustieren! Der Teig ist dann perfekt, wenn er beim kneten nicht mehr an den Händen klebt, aber auch nicht bröselig ist. Klebt er, kann einfach noch etwas Mehl dazugegeben werden, bröselt er, gibt man ein wenig Wasser dazu. Immer in klein(st)en Mengen. Ganz einfach!
  3. Kneten, kneten, kneten
    Eine Zeit lang dachte ich, ich komme drumherum, den Teig selbst zu kneten. Leider wird er jedoch bei mir in der Küchenmaschine niemals so gut, wie selbstgeknetet! Der Teig ist dann „fertig“, wenn er sich ganz glatt geschmeidig in der Hand anfühlt und leicht elastisch ist. Je nach Muskelkraft kann das schon mal bis zu 5 Minuten Knetzeit bedeuten – 5 Minuten, die aber hervorragend investiert sind!
  4. In der Ruhe liegt die Kraft
    Ich weiß, das Warten ist schwer. Aber dieser Schritt darf nicht übersprungen werden! Ist der Teig fertig geknetet, wird er in Frischhaltefolie (oder ein feuchtes Küchentuch) eingeschlagen und darf ziehen. Hier verbinden sich das Mehl und die Flüssigkeit optimal. Ich lasse den Teig, wenn die Temperaturen es zulassen, mindestens 30 Minuten bei Zimmertemperatur oder mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen. Am liebsten bereite ich den Teig morgens zu und lasse ihn bis abends ziehen.
  5. Walzen, falten, walzen (and repeat)
    Sobald der Teig aus der Frischhaltefolie ausgewickelt ist, knete ich ihn noch ein mal grob und „plätte“ ihn mit der Hand schon ein mal vor. Danach kommt er in die Nudelmaschine, die auf den breitestmöglichen Abstand eingestellt wird. Nun wird der Teig durchgewalzt, ein mal gefaltet und wieder durchgewalzt. Das wiederhole ich so lange, bis der Teig 1. die typische Plattenform erhalten hat und 2. schön glatt und geschmeidig ist. Klebt der Teig an der Walze, kann er mit etwas Mehl bestäubt werden. Die fertigen Platten können auf einem mit Mehl bestäubten Küchentuch zwischengelagert und dann in die gewünschte Form gebracht werden
  6. Formen und lagern
    Die selbstgemachte Pasta mit einem Messer oder der Nudelmaschine in die gewünschte Form bringen. Die fertigen Nudeln mit Mehl etwas Mehl bestäubt auf ein trockenes Küchentuch geben, damit sie nicht aneinanderkleben. Soll die Pasta gefüllt werden, muss sie sofort weiterverarbeitet werden, da sie sonst beim Formen brüchig wird. Spaghetti & Co hängend trocknen (z.B. auf einem Nudelständer*)
  7. Kochen
    Frische Pasta wird in der Regel viel kürzer gekocht, als getrocknete. Je nach Dicke und Form des Teigs, und je nachdem, wie lange die Pasta vor dem Kochen angetrocknet ist, braucht sie zwischen 4 und maximal 9 Minuten bis zur perfekten Konsistenz.

Was ihr mir der selbstgemachten Pasta anstellen könnt? Hier auf dem Blog findet ihr etliche Pasta-Rezepte und mein neues Buch „Mia liebt Pasta„* kann ich euch natürlich auch nur ans Herz legen, vor allem, weil dort noch mehr Infos zum Pasta selber machen enthalten sind. Ansonsten: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Guten Appetit!
Mia

P.S.: Weil ich immer wieder nach meinem Arbeitsmaterial gefragt werde: Ich selbst habe mit einer Mercato Classic* Nudelmaschine angefangen, Pasta selbst zu machen und kann sie wirklich empfehlen.
Durch den erhöhten Nudelkonsum im Hause Küchenchaotin, habe ich mir irgendwann die Pastaaufsätze* und den Röhrnudelaufsatz* von Kitchenaid gegönnt, die ich während der Buchproduktion einem umfangreichen Härtetest unterzogen habe (den sie bestanden haben).
Wenn ich Ravioli mache, benutze ich dafür dieses Raviolibrett*, dass mir sehr gute Dienste leistet, sofern es gut bemehlt wurde und dieses Teigtaschenformer-Set* ist bei mir ebenfalls in Dauerbenutzung.

*=Amazon Affiliate-Link. Ihr zahlt nicht mehr, ich bekomme aber eine kleine Provision, wenn ihr über den Link einen Artikel kauft

 

Die Bilder, auf denen ich zu sehen bin, sind für mein neues Buch entstanden von meiner lieben Freundin und Herzensfotografin Ines Dogan.

Banana Bread Pudding – und ein paar gute Vorsätze

von Mia | Küchenchaotin

Dieser Beitrag enthält Werbung.

 

Das neue Jahr ist noch ganz frisch – und wie viele andere mache ich mir zu Beginn eines neuen Jahres Gedanken, was ich in den kommenden 12 Monaten verändern möchte.
Müll (und Energieverbrauch) ist bei uns zu Hause ein großes Thema. Denn: Wir produzieren wahnsinnig viel davon. Ich rede mich gerne heraus, dass die große Menge an Lebensmittelabfällen (und der Dauerbetrieb von Geschirrspüler, Waschmaschine und Trockner) beruflich bedingt ist, denn ich kann nicht immer wählen, wann hier wie viel und was gekocht wird, aber das ist natürlich zum Teil eine ganz faule Ausrede. Wusstet ihr, dass der durchschnittliche Deutsche 1,6 kg Müll pro Woche produziert und entsorgt? Vermutlich habe ich diese Zahl im letzten Jahr nach oben getrieben.

Gerade die Lebensmittelreste, die wöchentlich in meinem Müll landen, sind groß. Die meisten Rezepte verbrauchen den Inhalt der Lebensmittelverpackung nicht restlos. So sammeln sich im Laufe einer Woche schnell ein halber Becher hiervon, ein paar Krümel davon, ein kleines Stück von diesem und ein nahezu unbenutztes Glas von jenem an, die oft keine weitere Verwendung mehr finden und früher oder später ihr Verbrauchsdatum ungenutzt überschreiten.

Im kommenden Jahr wollen wir unseren Lebensmittelmüll in einem für uns umsetzbaren Rahmen verringern. Zum einen ist Lebensmittelverschwendung einfach nicht schön (höchstens schön teuer) und zum anderen kommt unsere Mülltonne an ihre Kapazitätsgrenze.
Die Lösung für das Problem klingt so einfach und ist doch so schwer: Regelmäßiges „Resteessen“. Lebensmittelreste im Blick behalten und vor dem Ablaufen verwerten. Das kann so aussehen:

Da ist noch ein angebrochener Becher Schmand im Kühlschrank? Komm, wir machen einen Flammkuchenteig, kaufen eine Handvoll Champignons und Frühlingszwiebeln und machen Flammkuchen draus!
Die Gemüseschublade quillt über vor Gemüseresten? Ab in den Ofen mit ihnen! Ein bisschen Reis dazu und vielleicht eine Beilage und fertig ist das Abendessen.

Da sind noch zwei große Kartoffeln von gestern übrig? Die sind perfekt für ein leckeres Bauernfrühstück.
Weitere Tipps gegen Lebensmittelverschwendung findet ihr übrigens bei hier bei AO.de.

Resteessen – das klingt jetzt erst mal nicht so berauschend. Dabei kann man aus Lebensmittelresten so tolle Sachen machen! Auf meiner Reise nach Kanada habe ich z.B. Bread Pudding als Verwertungsmöglichkeit für altbackenes Brot kennengelernt. Was für eine herrliche Süßspeise! Ein Rezept, dass perfekt geeignet ist, wenn ihr altbackenes Brot und überreife Bananen zu Hause habt, habe ich euch heute mitgebracht!
Butter, Eier und Milch haben wir eigentlich immer im Haus und verbrauchen sie auch rechtzeitig. Zucker, Vanillezucker und Salz ebenfalls – diese werden auch nicht schlecht. Und Vanillesauce? Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber hier überlebt sie nie.

Banana Bread Pudding - www.kuechenchaotin.de

Banana Bread Pudding

Rezept für 3-4 Portionen

140-150 g altbackenes Brot
60 g Butter
2 Eier
300 ml Milch
80 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Messerspitze Zimt
1 Prise Salz
1 große überreife Banane

Nach Geschmack zum Servieren: Vanillesauce

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Den Ofen auf 160 °C vorheizen.
Das Brot in Würfel schneiden und ein eine Auflaufform geben. Die Butter schmelzen und mit den Brotwürfeln vermengen.
Die Eier mit der Milch, dem Zucker, dem Vanillezucker, dem Zimt und dem Salz verrühren und ebenfalls über die Brotmasse kippen.
Die Bananen in Scheiben schneiden und vorsichtig unter die Masse heben.
Den Banana Bread Pudding für 40-50 Minuten backen, bis die Oberseite knusprig wird und das Ei gestockt ist (einfach hineinstechen und prüfen, ob das Innenleben noch flüssig ist). Kurz abkühlen lassen und dann warm (mit Vanillesauce!) servieren.

Fertig!

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Wie sieht es bei euch aus? Werft ihr viele Lebensmittel weg? Und wenn ja: Wollt ihr etwas dagegen tun? Was genau?

Guten Appetit,
Mia

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