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Weihnachts-Müsli-Kekse

von Mia | Küchenchaotin

Letztes Jahr hat mich das ganz große Weihnachts-Backfieber gepackt. Da wurden (fast) alle Rezepte ausprobiert, die mir in die Finger gerieten und nichts konnte mich mehr halten. Unter anderem: Ein Haferflocken-Keks-Rezept meiner Mutter.

Das Problem: Die Kekse wurden nichts. Sie liefen endlos auseinander und die Konsistenz war eine reine Katastrophe, obwohl ich mich an das eigentlich altbewährte Rezept gehalten habe. Ein Häufchen Elend in meinem Backofen (wobei „Häufchen es nicht trifft… Es war eher ein Fladen!). Ein klarer Fall von „nicht gut genug zum Essen aber immer noch zu schade für’s Klo“, also habe ich stattdessen improvisiert.

Was rauskam, das war ein Knaller! Vom tollsten Kerl der Welt gleich zu seinem Lieblings-Keks des letzten Jahres erkoren! Doch leider habe ich mir nicht notiert, wie genau ich sie gemacht habe.
Deshalb musste ich dieses Jahr gleich noch mal improvisieren. Nicht genau so wie im letzten Jahr – aber mindestens genauso lecker!

Mueslikekse

Weihnachts-Müsli-Kekse

Zuaten (für 3-4 Bleche)

250g zarte Haferflocken
250g kernige Vollkorn-Haferflocken
250g Butter
100g gehackte Nüsse (ich nehme Haselnüsse)
80g Cornflakes
1 EL Dinkelmehl
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Zimt
1 Päckchen Vanillezucker
120g Zucker
3 Eier
1 EL Honig

Und zusätzlich nach Belieben 100g:
Schokotropfen, Rosinen, andere getrocknete Früchte, oder, oder, oder…

Die Butter schmelzen und mit den Haferflocken vermischen. Die Masse etwas abkühlen lassen.
Den Zucker und die Eier verrühren. Zusammen mit den restlichen Zutaten zu den Haferflocken geben. Jetzt sollte alles richtig schön klebrig sein, jedoch kein feuchter Teig (beim ersten Versuch denkt man noch, es ist eigentlich zu trocken, aber genau so soll es sein!).
Mit einem Esslöffel Häufchen auf ein Backblech geben, dann sind die Kekse genau richtig groß.
Bei 220°C für ca. 10 Minuten backen.

Fertig! 

Mueslikekse-2

Bei den zusätzlichen Zutaten sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, denn alles, was in ein weihnachtliche Müsli passt, passt auf jeden Fall auch zu diesen Keksen. Mein Favorit sind jedoch eindeutig die Schokotropfen!

Übrigens: Die meisten Kekse, die ein bisschen zu weich geworden sind (z.B. weil sie zu lange an der Luft waren oder die Keksdose nicht richtig dicht ist), kann man problemlos einfach noch mal für ein paar Minuten in den Backofen schieben. Danach sind sie wieder knackig!

Guten Appetit,
Mia

Ki-was? Quinoa-Patties!

von Mia | Küchenchaotin

Wenn mich jemand fragt, was ich denn am Abend so kochen werde und ich sage, dass Quinoa auf meinem Teller landen wird, dann ernte ich meistens verwirrte Blicke. „Ki-was?“ – „Quinoa!“.
Quinoa ist eins der aufstrebenden Lebensmittel unserer Zeit. Das liebevoll als „Gold der Inkas“ bezeichnete Korn ist bei gesundheitsbewussten Amerikanern schon lange im Trend.
Was so toll daran ist? Es ist unglaublich gesund! Der Eiweißgehalt ist für ein pflanzliches Produkt unübertroffen und auch die restlichen Werte für Vitamine, Mineralstoffe etc. sind unglaublich hoch.
Was ich auch erst seit heute weiß: Quinoa soll sogar Migränepatienten helfen. Angeblich soll es helfen, die Blutgefäße zu entspannen, die sich bei Migräne so schmerzhaft verengen. Tatsächlich hatte ich noch nie einen Migräne-Anfall nach einer Mahlzeit mit Quinoa. Ob das nun ein Zufall ist oder nicht, lasse ich mal so dahingestellt.

Quinoa kann auf viele unterschiedliche Arten ins Essen eingebaut werden. Eine meiner Lieblingsvariante sind Patties/Bratlinge. Bratlinge mit Quinoa werden außen herrlich knusprig! Außerdem verleiht das Korn den Patties sofort einen herrlich nussigen Geschmack. Probiert’s mal!

Quinoa-Patties

Zutaten (für 4 große Portionen)

ca. 250g Quinoa – ungekocht
3 Lauchzwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 Bund Schnittlauch
2-3 Eier (M)
1 Handvoll geriebenen Käse (z.B. Edamer)
evtl etwas Paniermehl
Salz und Pfeffer
Salat

Ich koche das Quinoa immer in einer Pfanne. Hierzu gebe ich zum Quinoa die dreifache Menge Wasser und lasse alles ca. 20 Minuten köcheln. Anschliessend müssen die Körner ca. 10 Minuten ziehen. Das Quinoa darf für die Bratlinge lieber zu lange als zu kurz kochen, sonst zerfallen die Bratlinge schnell.

Die Lauchzwiebeln, den Schnittlauch und den Knoblauch fein hacken. Wenn das Quinoa Zimmertemperatur erreicht hat, zusammen mit 2 (verquirlten) Eiern und dem Käse untermischen. Im Idealfall hat man nun eine schöne Matschepampe. Ist die Masse noch zu trocken, einfach das dritte Ei noch hinzugeben. Außerdem gebe ich immer noch eine Handvoll Paniermehl dazu. So wird die Kruste noch knackiger.

Nun muss die Masse nur noch zu kleinen Bratlingen geformt und in einer Pfanne knusprig ausgebacken werden. Ich rate, lieber kleinere Bratlinge zu machen. Die lassen sich leichter wenden!

Ich serviere die Quinoa-Patties am liebsten einfach nur zu Salat mit einem leichten, unaufdringlichen Dressing.

Fertig!

Genießt die Patties heiß! Dann zieht der Käse noch so herrliche Fäden!

Habt ihr schon mal mit Quinoa gekocht? Ich brauche neue Rezepte!

Guten Appetit,
Mia

Zucchinigratin in der Singleversion

von Mia | Küchenchaotin

Eigentlich wollte ich euch hier und heute meine ersten selbstgemachten Cake-Pops präsentieren. Habe ich mir heute Morgen jedenfalls so überlegt.
Dass in der Überschrift nun jedoch Zucchinigratin steht – mein Mittagessen heute – war so nicht geplant. Da muss was schiefgelaufen sein? So ist es!

Schon bevor ich mit den Cake-Pops angefangen habe, wusste ich, dass die Zeichen nicht besonders gut stehen. Dennoch ging es unvorbereitet, unwissend und chaotisch ans Werk. Ich hatte kein Rezept („da wird sich schon was finden!“), keinen Plan („einmal ist halt immer das erste Mal!“), kein Equipment („das wird bestimmt auch ohne Handrührgerät und so Stiele gehen!“) und auch nicht alle Zutaten („nehme ich halt einfach was anderes!“).

Leute, lasst euch gesagt sein: Wenn man von vornherein eigentlich schon weiß, dass es nichts werden kann, dann wird’s auch nichts!
In meiner Küche steht jetzt ein Topf, in dem ein zerbrochener Teigmatsch-Kloß schwimmt, der mir von meinem improvisierten Lolli- Schaschlik-Stiel gerutscht ist und sich in dem Elend, dass eigentlich mal eine Glasur werden sollte, ertränkt hat.
Cake-Pop-Suizid in der Chaosküche.
Ich habe zwei Stunden versucht zu retten, was von Anfang an nicht zu retten war und letztendlich habe ich die ganze Cakepop-Masse einfach so gegessen – wofür mich mein Bauch nun auch noch mit einem fiesen Piksen straft. Aber der Hüftspeck sagt „Danke!“.

Gottseidank gab es wenigstens etwas Leckeres zum Mittagessen. Etwas, was sowieso früher oder später hier als Rezept gelandet wäre. Nicht süß, sondern herzhaft. Muss sonntags ja auch mal sein!
Vor einigen Wochen habe ich mir eine kleine Auflaufform gekauft, die seit je her unglaublich viel in Gebrauch ist. Das tolle an ihr: Jeder Auflauf, jedes Gratin etc, dass in sie hineinpasst, passt auch in mich hinein! Die perfekte Single-Portion.

Zucchinigratin in der Singleversion

Zutaten (für eine kleine Auflaufform)

2 große, festkochende Kartoffeln
1 große Zucchini
1 große Tomate
1 Knoblauchzehe
1 Ei
1 Handvoll Edamer
1 Stängel Thymian
100ml Milch
Pfeffer und Salz

Die Kartoffeln schälen, in Scheiben scheiden und ca. 5 Minuten in kochendem Wasser vorkochen. Währenddessen die Zucchini und die Tomate in Scheiben schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken.
Das Ei mit dem Käse, dem Thymian, dem Knoblauch und der Milch verrühren und etwas Pfeffer und Salz hinzugeben.
Kartoffeln, Zucchini, und Tomate nun abwechselnd in die Form schichten. Das Zucchinigratin mit der Soße übergießen und bei 180°C ca. 20 Minuten auf unterer Schiene im Ofen backen.

Fertig!

Das tolle an so einer Single-Portion: Man kann sie direkt aus der Form genießen.

Das Messerset auf dem ersten Bild wird im Moment übrigens auch fast ununterbrochen benutzt. Scharfe Messer sind was tolles! Vorher mochte ich nie wirklich etwas mit viel „Geschnibbel“ kochen, aber wenn man gescheites Werkzeug dafür hat, macht sogar das Spaß. Ein riesengroßes, dickes „DANKE!“ an dieser Stelle an Idealo.de, die mir die tollen Keramik-Messer von Echtwerk geschenkt haben. Vom Sparschäler bin ich nicht ganz überzeugt, aber die anderen kann ich wirklich uneingeschränkt empfehlen!

Falscher Kartoffelsalat – kulinarische Kindheitserinnerungen

von Mia | Küchenchaotin

Als ich klein war, hat meine Mutti immer eine ganz bestimmte Diät gemacht, die zu der Zeit im Trend war: Die „Scarsdale-Diät“. Die Diät ist kalorien-, zucker- und fettarm, ich kann mich jedoch sogar heute noch daran erinnern, dass die dazugehörigen Rezepte seeehr lecker und seeehr sättigend waren.
Damals wusste ich nicht, was eine Diät ist, und hätte ich es gewusst, hätte ich meiner Mutti sowieso gesagt, dass sie das gar nicht nötig hat, weil sie sowieso die schönste Frau auf der Welt für mich ist (Mutti, I love you!), deswegen verbinde ich die Gerichte auch nicht mit Abnehmen – sondern mit wunderschönen und leckeren Tagen meiner Kindheit.
Nun folgt ein Rezept aus dem Buch „Das Rezeptbuch zur berühmten Scarsdale Diät“ aus dem Jahre 1982 (an dieser Stelle kann ich mir ein kleines Lachen nicht verkneifen). Das Rezept nennt sich „falscher Kartoffelsalat“ und ist eine low-carb-Alternative zum herrkömmlichen Kartoffelsalat.

Falscher Kartoffelsalat

Zutaten (für 4 Portionen)

250g gedämpfter Blumenkohl
3 EL  Frühlingszwiebel
3 EL frische Petersilie
2 hartgekochte Eier
2 EL Salatcreme
Salz. Pfeffer und Muskat zum Abschmecken
je nach Geschmack ein Spritzer Zitrone

 

Den Blumenkohl musst du kochen und danach kleinschneiden. Wenn du schon dabei bist, schneide auch gleich die Frühlingszwiebeln in Ringe und die Eier in Würfel. Die Petersilie muss natürlich auch gehackt werden.
Danach gibst du alles in eine große Schüssel – auch die Salatcreme natürlich –  und lässt das Ganze gut durchziehen. Mit Salz, Pfeffer, Muskat und einem Spritzer Zitrone abschmecken – fertig!

 

 

Zitrone und Muskat sind im Originalrezept eigentlich  nicht vorgesehen, wie fad! – mit ihnen schmeckt es meiner Meinung nach noch viel besser.
Stattdessen findet sich im Originalrezept noch Paprika, die aber bei mir wegbleibt, weil ich sie nicht vertrage.
Der Salat lässt sich prima mitnehmen – es ist sogar so, dass er, je länger er ziehen kann, immer besser schmeckt. Aufbewahren lässt er sich prima im Kühlschrank.

Guten Appetit!
Mia

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