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Wie macht man eigentlich…? Blitzschnelle Mayonnaise – eine Schritt-für-Schritt-Anleitung

von Mia | Küchenchaotin

Wenn ich zu meinen Pommes Mayonnaise haben kann, lasse ich sofort jeden Ketchup stehen.
Es ist eins der fettigsten Lebensmittel, die es gibt und der Nährwert ist fast gleich Null. Aber ich gestehe: Ich find Mayonnaise geil. Arschgeil. Jedenfalls solange ich nicht auf die Zutatenliste der Verpackung gucken, denn dann bekomme ich beim Lesen („Aromen, Farbstoffe, Zucker, Glukosesirup, Konservierungsmittel (…)“) schon Bauchschmerzen.
Was tun? Ist doch klar: Selbst ist die Frau. Und selbstgemacht ist so eine Mayonnaise eigentlich recht schnell – wenn man nur weiß, wie.

Wisst ihr es? Falls nicht: Hier eine blitzschnelle Anleitung für eine fast noch blitzschnellere Mayonnaise. Das einzige Hilfsmittel, dass ihr braucht, ist ein Pürierstab.

Bevor man loslegen kann, müssen folgende Voraussetzungen gegeben sein:

  • Die Eier müssen frisch sein
  • Alle Zutaten müssen die gleiche Temperatur haben (Zimmertemperatur)

Jetzt gehts los!

Blitzschnelle Mayonnaise

Zutaten

2 Eigelb
1 TL Senf
1 Schuss Zitronensaft
1 Schuss Weißweinessig
1-2 Prisen Pfeffer
2 Prisen Salz
200ml Sonnenblumenöl

Mayonnaise Zutaten

Die Zutaten in der oben genannten Reihenfolge in ein Gefäß geben, das so breit ist, dass der Pürierstab genau hineinpasst.

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Anschließend den Pürierstab ganz bis auf den Boden des Gefäßes hineinstecken und auf voller Power anstellen. Der Stab muss für einige Sekunden unten auf dem Boden bleiben, damit das Eigelb und das Öl aufeinander reagieren können.

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Sobald am Boden eine dickliche, weiße Masse entsteht, den Pürierstab vorsichtig nach oben ziehen, bis das ganze Öl „verbraucht“ ist.

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Eventuell den Stab noch ein paar Mal in dem Gefäß auf und ab bewegen. Fertig ist die Mayonnaise.

Hier nochmal wirklich Schritt für Schritt:

mayonnaise

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Alternativ kann man die Mayonnaise auch in einem Mixer machen. Hier darf das Öl dann aber  bei laufendem Mixer erst nach und nach und ganz langsam zu den anderen Zutaten hinzugegeben werden, damit am Ende Mayonnaise rauskommt.

Und für die ganz fleißigen: Natürlich kann man nach gleichem Rezept auch Mayonnaise per Hand herstellen. Auch hier muss dabei beachtet werden, dass bei ständigem Rühren (am besten mit einem kleinen Schneebesen) nur tröpfchenweise Öl hinzugegeben wird. Dieser Prozess ist allerdings langwieriger und nichts für ungeduldige (weswegen ich das auch nicht so mache).

Schritt für Schritt festzuhalten hat mir ganz schön Spaß gemacht. Aber mögt ihr das überhaupt? Soll es das öfter geben oder eher nicht? Vielleicht mögt ihr mir ja einen kurzen Kommentar dazu hinterlassen.

Guten Appetit,
Mia

Kürbisquiche – so gut, dass man gar nichts davon abgeben möchte

von Mia | Küchenchaotin

Seit Monaten mein Hauptnahrungsmittel: Kürbis. Wir haben jetzt Januar, aber mein Kürbiskonsum lässt kaum nach. Schön, dass man noch Butternuts und Hokkaidos findet! Dass ich noch nicht orange angelaufen bin, grenzt an ein Wunder.

Es muss einfach etwas mit Kürbis sein.
Und dann kam es, wie es so oft bei mir kommt: Ich liege nachts wach, kann nicht mehr so recht schlafen und auf einmal ein Geistesblitz. Kürbisquiche! Mit Curry!
Da mein Notizbuch für solche Fälle immer auf dem Nachtschränkchen liegt, war meine Idee schnell festgehalten und ich machte mich ans Testkochen.
Nicht einmal, nicht drei mal. Öfter. Vorerst werde ich wohl keine Kürbisquiche mehr essen – aber diese Variante kann ich uneingeschränkt empfehlen!


Kuerbisquiche-3

Kürbis-Curry-Quiche

(Zutaten für eine 26cm-Form)

für den Boden
125g kalte Butter
200g Mehl
1 Ei (L)
etwas Salz

für den Belag
1 EL Butter
400g Hokkaido-Kürbis
3 Schalotten
1 Knoblauchzehe
2 TL Curry
200g frischer Schmand
1 Pkt Käse (z.B. Burlander, in Scheiben abgepackt)
3 Eier
Salz und Pfeffer
1 Hand voll Kürbiskerne

Kuerbisquiche

Die Zutaten für den Boden rasch zu einem Teig verarbeiten und für mindestens eine Stunde zum Ruhen in den Kühlschrank legen.

Währenddessen die Schalotten schälen und fein hacken. Den Kürbis waschen, die Kerne entfernen und in kleine Stücke schneiden.

1 EL Butter in einer großen Pfanne zerlassen. Die Schalotten darin anbraten und den Kürbis hinzugeben. Die Pfanne abdecken und den Kürbis auf kleiner Flamme weiterbraten lassen, bis er gar (weich) ist. Zum Schluss das Curry dazugeben und kurz anrösten lassen.
Den Käse fein hacken. Zusammen mit dem Schmand, den Eiern und Salz und Pfeffer zu einer Art Soße verrühren. Den gegarten Kürbis unterrühren.

Für den Boden den Teig aus dem Kühlschrank Stück für Stück in eine 26-cm Springform drücken. Außer dem Boden noch einen ca. 2 cm hohen Rand formen und  alles mehrmals einstechen.
Die Kürbis-Schmand Mischung auf den Boden geben, die Quiche mit einigen Kürbiskernen bestreuen und im vorgeheizten Ofen bei 200°C für 30-40 Minuten backen.

Fertig!

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Die Kürbisquiche schmeckt warm und kalt und mehrere Tage lang. Ich bestreue sie mit einigen Kürbiskernen, das macht das Kürbiserlebnis noch besser.

Guten Appetit,
Mia

Weihnachts-Müsli-Kekse

von Mia | Küchenchaotin

Letztes Jahr hat mich das ganz große Weihnachts-Backfieber gepackt. Da wurden (fast) alle Rezepte ausprobiert, die mir in die Finger gerieten und nichts konnte mich mehr halten. Unter anderem: Ein Haferflocken-Keks-Rezept meiner Mutter.

Das Problem: Die Kekse wurden nichts. Sie liefen endlos auseinander und die Konsistenz war eine reine Katastrophe, obwohl ich mich an das eigentlich altbewährte Rezept gehalten habe. Ein Häufchen Elend in meinem Backofen (wobei „Häufchen es nicht trifft… Es war eher ein Fladen!). Ein klarer Fall von „nicht gut genug zum Essen aber immer noch zu schade für’s Klo“, also habe ich stattdessen improvisiert.

Was rauskam, das war ein Knaller! Vom tollsten Kerl der Welt gleich zu seinem Lieblings-Keks des letzten Jahres erkoren! Doch leider habe ich mir nicht notiert, wie genau ich sie gemacht habe.
Deshalb musste ich dieses Jahr gleich noch mal improvisieren. Nicht genau so wie im letzten Jahr – aber mindestens genauso lecker!

Mueslikekse

Weihnachts-Müsli-Kekse

Zuaten (für 3-4 Bleche)

250g zarte Haferflocken
250g kernige Vollkorn-Haferflocken
250g Butter
100g gehackte Nüsse (ich nehme Haselnüsse)
80g Cornflakes
1 EL Dinkelmehl
1/2 TL Backpulver
1/2 TL Zimt
1 Päckchen Vanillezucker
120g Zucker
3 Eier
1 EL Honig

Und zusätzlich nach Belieben 100g:
Schokotropfen, Rosinen, andere getrocknete Früchte, oder, oder, oder…

Die Butter schmelzen und mit den Haferflocken vermischen. Die Masse etwas abkühlen lassen.
Den Zucker und die Eier verrühren. Zusammen mit den restlichen Zutaten zu den Haferflocken geben. Jetzt sollte alles richtig schön klebrig sein, jedoch kein feuchter Teig (beim ersten Versuch denkt man noch, es ist eigentlich zu trocken, aber genau so soll es sein!).
Mit einem Esslöffel Häufchen auf ein Backblech geben, dann sind die Kekse genau richtig groß.
Bei 220°C für ca. 10 Minuten backen.

Fertig! 

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Bei den zusätzlichen Zutaten sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt, denn alles, was in ein weihnachtliche Müsli passt, passt auf jeden Fall auch zu diesen Keksen. Mein Favorit sind jedoch eindeutig die Schokotropfen!

Übrigens: Die meisten Kekse, die ein bisschen zu weich geworden sind (z.B. weil sie zu lange an der Luft waren oder die Keksdose nicht richtig dicht ist), kann man problemlos einfach noch mal für ein paar Minuten in den Backofen schieben. Danach sind sie wieder knackig!

Guten Appetit,
Mia

Ki-was? Quinoa-Patties!

von Mia | Küchenchaotin

Wenn mich jemand fragt, was ich denn am Abend so kochen werde und ich sage, dass Quinoa auf meinem Teller landen wird, dann ernte ich meistens verwirrte Blicke. „Ki-was?“ – „Quinoa!“.
Quinoa ist eins der aufstrebenden Lebensmittel unserer Zeit. Das liebevoll als „Gold der Inkas“ bezeichnete Korn ist bei gesundheitsbewussten Amerikanern schon lange im Trend.
Was so toll daran ist? Es ist unglaublich gesund! Der Eiweißgehalt ist für ein pflanzliches Produkt unübertroffen und auch die restlichen Werte für Vitamine, Mineralstoffe etc. sind unglaublich hoch.
Was ich auch erst seit heute weiß: Quinoa soll sogar Migränepatienten helfen. Angeblich soll es helfen, die Blutgefäße zu entspannen, die sich bei Migräne so schmerzhaft verengen. Tatsächlich hatte ich noch nie einen Migräne-Anfall nach einer Mahlzeit mit Quinoa. Ob das nun ein Zufall ist oder nicht, lasse ich mal so dahingestellt.

Quinoa kann auf viele unterschiedliche Arten ins Essen eingebaut werden. Eine meiner Lieblingsvariante sind Patties/Bratlinge. Bratlinge mit Quinoa werden außen herrlich knusprig! Außerdem verleiht das Korn den Patties sofort einen herrlich nussigen Geschmack. Probiert’s mal!

Quinoa-Patties

Zutaten (für 4 große Portionen)

ca. 250g Quinoa – ungekocht
3 Lauchzwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 Bund Schnittlauch
2-3 Eier (M)
1 Handvoll geriebenen Käse (z.B. Edamer)
evtl etwas Paniermehl
Salz und Pfeffer
Salat

Ich koche das Quinoa immer in einer Pfanne. Hierzu gebe ich zum Quinoa die dreifache Menge Wasser und lasse alles ca. 20 Minuten köcheln. Anschliessend müssen die Körner ca. 10 Minuten ziehen. Das Quinoa darf für die Bratlinge lieber zu lange als zu kurz kochen, sonst zerfallen die Bratlinge schnell.

Die Lauchzwiebeln, den Schnittlauch und den Knoblauch fein hacken. Wenn das Quinoa Zimmertemperatur erreicht hat, zusammen mit 2 (verquirlten) Eiern und dem Käse untermischen. Im Idealfall hat man nun eine schöne Matschepampe. Ist die Masse noch zu trocken, einfach das dritte Ei noch hinzugeben. Außerdem gebe ich immer noch eine Handvoll Paniermehl dazu. So wird die Kruste noch knackiger.

Nun muss die Masse nur noch zu kleinen Bratlingen geformt und in einer Pfanne knusprig ausgebacken werden. Ich rate, lieber kleinere Bratlinge zu machen. Die lassen sich leichter wenden!

Ich serviere die Quinoa-Patties am liebsten einfach nur zu Salat mit einem leichten, unaufdringlichen Dressing.

Fertig!

Genießt die Patties heiß! Dann zieht der Käse noch so herrliche Fäden!

Habt ihr schon mal mit Quinoa gekocht? Ich brauche neue Rezepte!

Guten Appetit,
Mia

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