Getaggte Posts ‘Ei’

Kueh Lapis Rempah – Singapurischer Baumkuchen

von Mia | Küchenchaotin

Als ich im Januar in Singapur war, war ich total heiß darauf, eine Nachspeise zu finden, die ich für euch mitbringen und nachkochen könnte. Vor meiner Abreise wusste ich jedoch nicht, dass das eine ganz schöne Herausforderung werden könnte!

Es ist nicht so, dass die Singapurer keine süßen Sachen essen. Selbst Kekse und Kuchen gibt es dort zu genüge. Das Problem ist jedoch: Wenn es sich dabei nicht um eigentlich europäische Rezepte handelt, dann sind die Zutaten entweder so ungewöhnlich oder die Zubereitungsform so traditionell und speziell, dass sie in der Heimat eigentlich nicht praktikabel sind.

Doch eines Abends entdeckte ich am Buffet eine Nachspeise, die mir optisch bekannt vorkam, aber anders schmeckte, als gedacht. Ein kurzes Nachfragen und schon kam die Erleuchtung: Auf meinem Teller lag Kueh Lapis Rempah – ein singapurischer Baumkuchen.
In Singapur wird viel mit Kondensmilch gearbeitet. Sie hat zwei entscheidende Vorteile der frischen Kuhmilch gegenüber: Sie kann ungekühlt gelagert werden und ist sehr lange haltbar.
Deshalb wird trinkt man sie im Kaffee und vielen anderen Getränken und bei Süßspeisen ist sie oft das Mittel der Wahl.

Das Rezept für den singapurischen Baumkuchen will ich euch selbstverständlich nicht vorenthalten. Ich warne euch aber gleich schon mal vor: Ihr werdet viele, viele Eigelbe brauchen. Und weil Lebensmittelverschwendung echt uncool ist, habe ich gleich auch ein paar Tipps für die Eiweiße für euch: Wie wäre es z.B. mit Meringue-Bites oder Schokoladen-Macarons? Alternativ könntet ihr natürlich auch große Mengen Eiweiß-Rührei kredenzen – das ist gesund und fettarm. Die Süßigkeiten machen allerdings mehr Spaß!

Singapurischer Baumkuchen - Kueh Lapis Rempah - kuechenchaotin.de

Kueh Lapis Rempah – singapurischer Baumkuchen

Rezept für 1 20×30 cm-Form

120 g Mehl
1/4 TL gemahlener Koriander
1/4 TL gemahlener Zimt
1 Prise gemahlener Piment
1 Prise  gemahlene Muskatnuss
1 MSP gemahlener Ingwer
1 Prise gemahlene Nelken
1 TL Backpulver
5 Eiweiß
7 EL gesüßte Kondensmilch
150 g Zucker
375 g Butter
20 Eigelb

Singapurischer Baumkuchen - Kueh Lapis Rempah - kuechenchaotin.de

(mehr …)

Mini Meringue-Bites mit Lemon Curd Füllung – Kindheitserinnerungen

von Mia | Küchenchaotin

Ich liebe Meringue! Als ich klein war, durfte kein Besuch beim Bäcker um die Ecke ohne mich stattfinden. Und dabei hatte ich es nur auf eins abgesehen: Die köstlichen Baiser-Wölkchen, die pappig süß in der Auslage auf mich warteten.
Ja, Meringue/Baiser ist schrecklich süß! Und das ist auch kein Wunder – besteht das Gebäck doch nahezu ausschliesslich aus Eiweiß, der mit Zucker aufgeschlagen wird. Aber als Kind sieht man das nicht so eng und für mich ist eine gute, kleine Portion davon heute immer noch ein großes Stück Kindheitserinnerung.
Dass die weiten Welten der Meringue-Wölkchen ganz weit über den einfachen „Baiser-Klumpen“ hinausgehen, war mir als Kind nicht klar. Heute weiss ich, dass man mit der Meringue-Masse wahnsinnig viele tolle Sachen anstellen kann (z.B. Karamell „hineinswirlen“) und kann deswegen Experimentiere ich damit so gerne herum.

Heute habe ich deshalb ganz kleine Meringue-Bites im Angebot, die mit ein bisschen Minze und einem großen Klecks Lemon Curd gefüllt sind. Ja, das ist kein Rezept für Zuckerverweigerer. Aber ebenfalls ja: Es ist schon sehr geil.

Mini Meringue-Bites mit Lemon Curd Füllung - www.kuechenchaotin.de

Mini Meringue-Bites mit Lemon Curd Füllung

Rezept für 15-20 Meringue-Bites

4 Eiweiß
180 g Zucker
1 EL Zitronensaft
15-20 TL Lemon Curd
 (Rezept hier)
30-40 Blättchen Minze (Pfefferminze)

Mini Meringue-Bites mit Lemon Curd Füllung - www.kuechenchaotin.de

(mehr …)

Lemon Curd selber machen – schnell und einfach

von Mia | Küchenchaotin

Lemon Curd selber machen – das ist doch ein Haufen Arbeit, oder? Das könnte man jedenfalls meinen, wenn man die Zitronencreme aus England das erste mal probiert. Die Konsistenz ist cremig, der Geschmack bombastisch und süß-sauer. Das kann doch nicht schnell und einfach gemacht sein, oder? Aber na klar doch!

Lange Zeit bin ich selbst dem Glauben erlegen, dass die Hestellung von Lemon Curd sicherlich eine kleine Wissenschaft für sich selbst ist und habe fleissig ein Glas nach dem anderen gekauft. Irgendwann überwiegte die Neugier und ich suchte nach einem Rezept. Und siehe da: Gleich mein erster Versuch war in unter einer halben Stunde im Glas! Und Stolpersteine gab es bei der Zubereitung auch nicht. Ein bisschen zu süß war das britische Rezept, aber das kann man ja nach Geschmack abwandeln (was ich auch getan habe).
Seitdem mache ich mein Lemon Curd – wenn es geht – nur noch selbst. Und wenn nicht, dann macht meine Oma welches, die ist nämlich die weltbeste Curd-Produzentin, die ich kenne!

Das Rezept, nach dem ich mein Lemon Curd selbst mache, verrate ich euch heute auch. Das ist längst überfällig!

Lemon Curd selbstgemacht - www.kuechenchaotin.de

Lemon Curd

Rezept für 1 Glas Curd

2 große unbehandelte Zitronen
125 g Zucker
3 Eier
75 g weiche Butter

Lemon Curd selbstgemacht - www.kuechenchaotin.de

(mehr …)

Süßkartoffel-Waffeln – vom ultimativen Fail zum perfekten Rezept

von Mia | Küchenchaotin

Ab und an da kommt es vor, dass mein Küchenchaotinnen-Status angezweifelt wird – und aus diesem Grund habe ich mal ein bisschen Hinter den Kulissen fotografiert und trete heute mit diesen Süßkartoffel-Waffeln den Gegenbeweis an!
Die sehen doch gut aus, diese Waffeln? Das stimmt! Aber auf dem Weg dahin lief es alles andere als glatt.

Süßkartoffel-Waffeln - www.kuechenchaotin.de

Eines schönen Morgens kam sie, die fixe Idee: Waffeln aus Süßkartoffeln. Das muss doch der Knaller sein!
Der erste Versuch befördert mich dann allerdings recht schnell auf den Boden der Tatsachen. Eine Katastrophe! Die Masse zu teigig, hält aber nicht zusammen, der Teig klebt am guten Waffeleisen. Auf dem Teller: Eine undefinierbares, matschiges etwas, das außen gefährlich schwarz geworden ist, innen aber komplett roh geblieben ist. Nicht nur optisch ein Unfall. Irgendwas ist hier schief gelaufen.

An diesen Punkt gelange ich beim Kochen relativ oft. Ich habe eine tolle Idee, aber bei der ersten Umsetzung hapert es manchmal. Doch davon lässt sich eine echte Küchenchaotin nicht unterkriegen!
Hier geht die Arbeit dann richtig los: Es wird analysiert, im Kleinen ausprobiert, ein bisschen umgebaut und dann der nächste Versuch gestartet. Der ist manchmal auch nicht optimal, weil „überoptimiert“. Die zweiten Süßkartoffel-Waffeln waren nämlich weder zu matschig, noch hatte ich ein Problem mit der Bindung. Sie waren zu trocken und dadurch, dass die Raspel zu grob waren, wollten sich die einzelnen Waffeln partout nicht vorneinander trennen lassen. So sah das Ganze aus:

Süßkartoffel-Waffeln - www.kuechenchaotin.de

Das Gute daran: An diesem Punkt wusste ich, was zu tun ist: ein gutes Mittelmaß finden. Ein bisschen feiner reiben, ein bisschen Stärke, ein bisschen mehr Ei. Die Masse nicht überarbeiten und dann in kleineren Portionen ab ins Waffeleisen!

Süßkartoffel-Waffeln - www.kuechenchaotin.de

Und was soll ich sagen? Hier sind sie! Die schönen Süßkartoffel-Waffeln mit feurigem Mayo-Dip, die mir ein paar Tage später als geplant das Mittagessen versüßt haben! Normalerweise seht ihr hier nur das fertige Ergebnis – aber glaubt mir: Der Name dieses Blogs kommt nicht von ungefähr.

Süßkartoffel-Waffeln - www.kuechenchaotin.de

Süßkartoffel-Waffeln mit pikanter Chili-Mayo

Rezept für 10-15 Waffeln

Für die Waffeln
2 mittelgroße Süßkartoffeln
1-2 EL Paniermehl
1 TL Stärke
2 Eier (M)
1 Prise Salz

Für die pikante Chili-Mayo
6 EL Mayo
1 Prise Salz
1/2 TL Chilipulver
1/2 TL Paprikapulver (edelsüß)

Außerdem:
evtl. etwas geschmacksneutrales Öl zum Fetten des Waffeleisens

Süßkartoffel-Waffeln - www.kuechenchaotin.de

(mehr …)

1 2 3 4 18