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Lemon Curd selber machen – schnell und einfach

von Mia | Küchenchaotin

Lemon Curd selber machen – das ist doch ein Haufen Arbeit, oder? Das könnte man jedenfalls meinen, wenn man die Zitronencreme aus England das erste mal probiert. Die Konsistenz ist cremig, der Geschmack bombastisch und süß-sauer. Das kann doch nicht schnell und einfach gemacht sein, oder? Aber na klar doch!

Lange Zeit bin ich selbst dem Glauben erlegen, dass die Hestellung von Lemon Curd sicherlich eine kleine Wissenschaft für sich selbst ist und habe fleissig ein Glas nach dem anderen gekauft. Irgendwann überwiegte die Neugier und ich suchte nach einem Rezept. Und siehe da: Gleich mein erster Versuch war in unter einer halben Stunde im Glas! Und Stolpersteine gab es bei der Zubereitung auch nicht. Ein bisschen zu süß war das britische Rezept, aber das kann man ja nach Geschmack abwandeln (was ich auch getan habe).
Seitdem mache ich mein Lemon Curd – wenn es geht – nur noch selbst. Und wenn nicht, dann macht meine Oma welches, die ist nämlich die weltbeste Curd-Produzentin, die ich kenne!

Das Rezept, nach dem ich mein Lemon Curd selbst mache, verrate ich euch heute auch. Das ist längst überfällig!

Lemon Curd selbstgemacht - www.kuechenchaotin.de

Lemon Curd

Rezept für 1 Glas Curd

2 große unbehandelte Zitronen
125 g Zucker
3 Eier
75 g weiche Butter

Lemon Curd selbstgemacht - www.kuechenchaotin.de

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Süßkartoffel-Waffeln – vom ultimativen Fail zum perfekten Rezept

von Mia | Küchenchaotin

Ab und an da kommt es vor, dass mein Küchenchaotinnen-Status angezweifelt wird – und aus diesem Grund habe ich mal ein bisschen Hinter den Kulissen fotografiert und trete heute mit diesen Süßkartoffel-Waffeln den Gegenbeweis an!
Die sehen doch gut aus, diese Waffeln? Das stimmt! Aber auf dem Weg dahin lief es alles andere als glatt.

Süßkartoffel-Waffeln - www.kuechenchaotin.de

Eines schönen Morgens kam sie, die fixe Idee: Waffeln aus Süßkartoffeln. Das muss doch der Knaller sein!
Der erste Versuch befördert mich dann allerdings recht schnell auf den Boden der Tatsachen. Eine Katastrophe! Die Masse zu teigig, hält aber nicht zusammen, der Teig klebt am guten Waffeleisen. Auf dem Teller: Eine undefinierbares, matschiges etwas, das außen gefährlich schwarz geworden ist, innen aber komplett roh geblieben ist. Nicht nur optisch ein Unfall. Irgendwas ist hier schief gelaufen.

An diesen Punkt gelange ich beim Kochen relativ oft. Ich habe eine tolle Idee, aber bei der ersten Umsetzung hapert es manchmal. Doch davon lässt sich eine echte Küchenchaotin nicht unterkriegen!
Hier geht die Arbeit dann richtig los: Es wird analysiert, im Kleinen ausprobiert, ein bisschen umgebaut und dann der nächste Versuch gestartet. Der ist manchmal auch nicht optimal, weil „überoptimiert“. Die zweiten Süßkartoffel-Waffeln waren nämlich weder zu matschig, noch hatte ich ein Problem mit der Bindung. Sie waren zu trocken und dadurch, dass die Raspel zu grob waren, wollten sich die einzelnen Waffeln partout nicht vorneinander trennen lassen. So sah das Ganze aus:

Süßkartoffel-Waffeln - www.kuechenchaotin.de

Das Gute daran: An diesem Punkt wusste ich, was zu tun ist: ein gutes Mittelmaß finden. Ein bisschen feiner reiben, ein bisschen Stärke, ein bisschen mehr Ei. Die Masse nicht überarbeiten und dann in kleineren Portionen ab ins Waffeleisen!

Süßkartoffel-Waffeln - www.kuechenchaotin.de

Und was soll ich sagen? Hier sind sie! Die schönen Süßkartoffel-Waffeln mit feurigem Mayo-Dip, die mir ein paar Tage später als geplant das Mittagessen versüßt haben! Normalerweise seht ihr hier nur das fertige Ergebnis – aber glaubt mir: Der Name dieses Blogs kommt nicht von ungefähr.

Süßkartoffel-Waffeln - www.kuechenchaotin.de

Süßkartoffel-Waffeln mit pikanter Chili-Mayo

Rezept für 10-15 Waffeln

Für die Waffeln
2 mittelgroße Süßkartoffeln
1-2 EL Paniermehl
1 TL Stärke
2 Eier (M)
1 Prise Salz

Für die pikante Chili-Mayo
6 EL Mayo
1 Prise Salz
1/2 TL Chilipulver
1/2 TL Paprikapulver (edelsüß)

Außerdem:
evtl. etwas geschmacksneutrales Öl zum Fetten des Waffeleisens

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Veggie-Bibimbap – vegetarisches Bibimbap für die Seele

von Mia | Küchenchaotin

Veggie - Bibimbap - www.kuechenchaotin.de

Bibimbap – das ist ein traditionelles koreanisches Gericht. Die meisten Leute, die ich kenne, haben noch nie etwas davon gehört und das ist eigentlich eine Schande, denn: es ist eines der besten Gerichte, die ich jemals in meinem Leben gegessen habe.
Bibimbap ist ein schlichtes Gericht und die Zubereitung ist keine große Wissenschaft für sich. Aber Bibimbap ist auch ein buntes Gericht – in jeder Hinsicht! Die vielfältigen Zutaten werden nämlich getrennt voneinander zubereitet und erst direkt vor dem Essen in der Schüssel kräftig durchgerührt, sodass sie ihren Eigengeschmack behalten, aber sich trotzdem zu einer ganz neuen Geschmacksvielfalt verbinden können.
Das klingt toll? Das schmeckt auch toll!

Als wir Anfang des Jahres in Singapur waren, war ein Teil unserer Reisegruppe leider ohne mich „heimlich“ Bibimbap essen und ich sage euch: Ich bin die ganze restliche Zeit nicht darüber hinweg gekommen. Denn wann bekommt man schon mal die Möglichkeit, ganz nah am Original dran zu sein? Ich muss das auf jeden Fall nachholen!
Bis dahin serviere ich heute aber meine ganz eigene Version des vegetarischen Bibimbap. Es sieht erst mal nach viel Arbeit aus, alle Zutaten einzeln zuzubereiten, aber das ist halb so wild: mein Bibimbap stand in einer halben Stunde auf dem Tisch.

Veggie - Bibimbap - www.kuechenchaotin.de

Veggie-Bibimbap

Rezept für 2 Portionen

Für den Bowl
150 g Rundkornreis
1 Nori-Blatt
2 kleine Salatblätter
1 kleine Zucchini
4 braune Champignons
1/4 kleiner Chinakohl
1 Möhre
1/2 Block (Nuss-)Räuchertofu
4 EL Sojasprossen
etwas Sesamöl
Salz
2 EL dunkle Sojasauce
2 Eier

Für die Sauce
2 TL Sesamkörner
2 EL Chilipaste
1 EL Sesamöl
1 TL Essig
2 TL Zucker

 Bibimbap-5

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Nudel-Spinat-Auflauf mit Burlander – Futter für die Seele!

von Mia | Küchenchaotin

Wer hat an der Uhr gedreht? Auf ein Mal ist es März und während ich gefühlt fast noch ein bisschen im Winter stecke, wärmen die ersten Sonnenstrahlen mein Näschen. 
Der März ist für mich eine Art „Zwischenphase“ zwischen Winter und bevor es an die richtig frühlingsfrischen Rezepte geht, greife ich heute noch mal ganz tief in die Soulfood-Kiste!

Als echte Norddeutsche Deern ist dieses „Futter für die Seele“ für mich meistens eher bodenständig: Aufläufe, Gratins und dicke Suppen finde ich spitze!
Und ganz egal, wie das Wetter heute ist, ob ihr ein Zipperlein habt oder wie stressig euer Tag war: Das Rezept, mit dem ich heute meinen „Käseexkurs“ abschließe, wird euch sehr glücklich machen.

Was gibt es besseres, als einen schönen, deftigen Auflauf, der mit einer dicken Schicht Käse überbacken ist? Ich kann mich noch wunderbar erinnern, wie am Tisch, als ich klein war, das Ringen um das beste Stück der Käsekruste begann, sobald ein Auflauf aufgetischt war und bis heute würde ich am liebsten als Erstes die Kruste von meinen eigenen Aufläufen stibitzen.

Und weil ich finde, dass für das Verhältnis vom Käse zu den restlichen Zutaten die Regel „mehr ist mehr“ gilt, habe ich in diesem wunderbar duftigen Nudel-Spinat-Auflauf nicht nur meinen Käse verbacken, sondern auch heimlich in die Füllung geschummelt. Wenn ich nur daran denke, wie herrlich er Fäden zieht, könnt ich schon wieder…

Nudel-Spinat-Auflauf - www.kuechenchaotin.de

Nudel-Spinat-Auflauf

Rezept für 2-3 Portionen

200 g kurze Nudeln (z.B. Penne)
300 g Blattspinat (TK, aufgetaut)
150 g Schmand
6 EL Sahne
1 Ei
1 Prise Muskat
Salz
Pfeffer
6 Scheiben Käse

Nudel-Spinat-Auflauf - www.kuechenchaotin.de

Den Ofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Die Nudeln nach Packungsanweisung in reichlich Salzwasser kochen, bis sie al dente sind und abtropfen lassen.
Den aufgetauten Blattspinat sehr gut ausdrücken um überschüssige Flüssigkeit zu entfernen.
Den Schmand mit der Sahne, dem Ei, Muskat, Salz und Pfeffer sehr gut verrühren.
2 Scheiben Burlander in Würfel schneiden.
Die Nudeln mit dem Spinat und dem gewürfelten Käse gut vermengen und in eine kleine Auflaufform geben. Mit der Schmand-Sahne-Masse übergießen und die restlichen Scheiben Burlander darüber verteilen, sodass der Auflauf möglichst bedeckt ist.
Den Nudelauflauf im Ofen für ca. 30 Minuten backen, bis die Käsekruste goldbraun ist.

Fertig!

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Und was ist euer liebster Soulfood-Auflauf?

Guten Appetit!
Mia

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