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Mmmmmh! Scharfes Linsencurry mit Gurkenjoghurt

von Mia | Küchenchaotin

Erst mit 20 hatte ich meine Linsen-Erleuchtung. Als Kind schreckten mich die kleinen Dinger eher ab, den Linsen-Eintopf meiner Mutti probierte ich nur ein einziges Mal in meinem Leben, danach hatte ich erstmal genug für die nächsten 15 Jahre. Linsen rangierten auf meiner Lebensmittel-Hitliste irgendwo zwischen Blutwurst und Aspik. Ganz unten.
Doch eines schönen Tages, als ich bereits von zu Hause ausgezogen war, stolperte ich über ein Rezept, dass ich sehr interessant fand. Linsencurry. Da ich Curry in allen Varianten liebe, habe ich beschlossen, Linsen noch einmal eine Chance zu geben. Gute Entscheidung! Heute stehen (rote) Linsen öfter auf meinem Speiseplan, in unterschiedlichen Variationen.

Linsen sind ziemlich gesund. Sie enthalten mehr Eiweiß, als andere pflanzliche Produkte und sind voll von Eisen, Magnesium, Kalium und B-Vitaminen. Ein Grund mehr, sie öfter zu essen!

Scharfes Linsencurry mit Gurkenjoghurt


Zutaten
(für 4 Personen)

Für das Curry:
2 kleine Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 daumengroßes Stück Ingwer
2 Chilischoten
1 EL rote Currypaste
400 ml Kokosmilch
250 ml Brühe
400g rote Linsen
1 TL Koriander
1 TL Kurkuma
1 handvoll frischer Koriander
Salz und Pfeffer

Für den Joghurt:
1 Becher griechischer Joghurt
1 halbe kleine Salatgurke
1 EL Öl
Salz

Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer in kleine Würfel schneiden und in einem Wok mit etwas Öl anschwitzen. Currypaste und Chilis dazugeben und kurz anrösten lassen. Dann mit der Kokosmilch ablöschen und kurz köcheln lassen. Brühe und die Linsen (bitte gewaschen!) dazuschütten. Koriander und Kurkuma dazugeben. Nun das ganze bei schwacher Hitze ca. 15 Minuten ausquellen lassen.

Währenddessen die Gurke entkernen und in kleine Würfel schneiden. Zusammen mit dem Öl und einer Prise Salz in den Joghurt rühren und kurz ziehen lassen.

Kurz bevor das Curry fertig ist, den Koriander kleinschneiden (Blätter und Stiele). Über das fertige Curry geben.
Das Curry ist sehr scharf! Der Joghurt macht das ganze ein bisschen milder. Ich esse außerdem noch Reis dazu.

Schmeckt auch am nächsten Tag aus der Mikrowelle bombastisch. Eventuell muss dann aber etwas Wasser dazugegeben werden.

Wo wir grad bei scharf sind… Ich empfehle euch, niemals Currypaste unverdünnt zu probieren. Ich hab’s getan und danach bestimmt noch 20 Minuten geweint und nach Luft geschnappt.
Die Idee mit dem Joghurt kommt übrigens von hier: *klick*

Guten Appetit!
Mia

Futter für den Winterspeck – Banoffee-Kuchen oder: Das vielleicht Beste, was ich in meinem Leben gegessen habe.

von Mia | Küchenchaotin

Ich bin eine Verfechterin des Winterspecks. Winterspeck ist erstrebenswert! Die Natur hat das so vorgesehen. Im Winter brauchen wir Speck, um nicht zu frieren. Damit müssen wir uns abfinden. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen: Eine höhere Macht hat uns den Winterspeck geschenkt und wir sollten ihn liebevoll pflegen!
Heute füttern wir ihn mit einer ganz besonders süßen Köstlichkeit. Wir machen Banoffee-Kuchen!
Dieser Kuchen ist vielleicht das Beste, was ich in meinem Leben gegessen habe.
Banane, Toffee, Sahne, Butter und Kekse. Die Zutatenliste könnte kaum sündiger sein. Aber was tut man nicht alles für seinen Winterspeck!

 

Banoffee-Kuchen

Zutaten (für 8 Portion bzw. 1 Kuchen)

1 Dose gezuckerte Kondensmilch
1 Pkt Kekse (eigentlich nimmt man Hobnobs, ich nehme Butterkekse)
75g Butter
2 Bananen
1 Becher Schlagsahne
Kakaopulver zum Garnieren

Huch? Da ist ja gar kein Toffee auf der Zutatenliste? Das stimmt. Den Toffee stellen wir selbst her!
Dazu nimmt man einfach die Dose gezuckerte K0ndensmilch, legt sie in einen Topf, der so groß ist, dass man die Dose komplett mit Wasser bedecken kann. Nun muss die Kondensmilch in ihrer Dose kochen. Mindestens eine Stunde. Zwischendurch kann man sie mit einer Zange aus dem Topf nehmen und gut schütteln und lauschen, ob das Innenleben noch flüssig ist. Es ist noch flüssig? Zurück in den Topf! Wenn der Toffee fertig ist, muss die Dose gut auskühlen, bis man sie öffnen kann.
Währenddessen kann man sich schon einmal um den Boden kümmern:  Die Kekse müssen sehr klein gemacht werden (Am besten in einen Gefrierbeutel und mit einer Glasflasche). Die zerbröselten Kekse muss man dann irgendwie in Form kriegen (z.B. mit einem Tortenring). Die Butter muss geschmolzen werden (Mikrowelle) und wird dann mit den Keksbröseln vermischt. Nun muss das Keks-Butter-Gemisch kühlgestellt werden, damit ein fester Boden entsteht.
Die Bananen müssen geschält und in Scheiben geschnitten werden.
Ist der Boden fest, wird zuerst eine Schicht des Toffees auf ihm verteilt, darauf eine Schicht Bananenscheiben, darauf eine Schicht Sahne. Wer möchte, kann mit Kakaopulver garnieren, das ist meiner Meinung nach aber überflüssig.
Fertig! Bis zum Servieren kommt der Kuchen am besten in den Kühlschrank.

 

…und 2 Minuten später:

 

Das Rezept funktioniert nur mit gezuckerter Kondensmilch!
Die Kondensmilch muss beim Kochen die ganze Zeit vom Wasser bedeckt sein, sonst kann sie explodieren.
Aus selbigem Grund soll man sie auch gut auskühlen lassen.
Die Dose aufzubekommen ist gar nicht so einfach, vor allem nicht, wenn sie Beulen bekommen hat. Wir mussten sie mit einer Gabel mühevoll aufhebeln.
Für ein aufwendiges Foto war die Gier leider zu groß 😉

Guten Appetit!
Mia

Karotten-Curry-Suppe

von Mia | Küchenchaotin

Ich liebe Suppen. Ich liebe Ingwer. Ich liebe Curry. Vor allem zur kalten Jahreszeit. Suppen sind relativ schnell und einfach herzustellen, sehr lecker, machen satt und wärmen von innen.
Außerdem habe ich einen faible für püriertes Essen. Der Pürierstab ist wohl mit Abstand mein Lieblings-Küchengerät!

Karotten-Curry-Suppe

Zutaten (für 4 Portionen)

6 große Möhren
3 Schalotten
1 daumengroßes Stück Ingwer
1 Bio Orange
800 ml Wasser mit
2 EL Gemüsebrühe
1 TL Curry
Öl zum Anbraten
Salz
frisch gemahlener Pfeffer
Sahne oder Creme Fraiche
evtl. Pinienkerne

Karottencurry

Möhren, Ingwer und Schalotten musst du schälen. Die Möhren zerschneidest du danach in Stücke, Schalotten und Ingwer in kleine Würfel.

Dann gibst du ein bisschen Öl in einen großen Topf.  Sobald es heiss ist, kannst du die Schalotten und den Ingwer darin anbraten.

Als nächstes kippst du 800 ml Wasser dazu. Kocht das Wasser, gibst du die 2 EL Gemüsebrühe dazu. Gut umrühren!
Nun kommen die Möhren in den Topf. Nach 10-15 Minuten sind diese gar und der Topf kann vom Herd.

Jetzt kommt der Pürierstab an die Reihe. Sind alle Stücke fein püriert, musst du 1 TL Curry dazugeben.
Aus der Orange muss der Saft herausgepresst werden. Der Saft kommt in die Suppe. Auch Sahne kannst du nach Belieben hinzugeben. Wenn alles gut verrührt ist, kannst du mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.

Vor dem Servieren kannst du noch ein paar geröstet Pinienkerne und etwas frisch gemahlenen Pfeffer in die Suppe geben.

Karotten-Curry-Suppe

Vor allem, wenn es abends schnell gehen soll ist diese Suppe schnell fertig. Ich mache sie oft und brauche inzwischen nur noch knapp eine halbe Stunde.  Beim Pürieren ist es wichtig, dass der Topf hoch genug ist, es sei denn, man möchte sich selbst und den Herd mit der Suppe duschen. Das habe ich selbst bereits oft genug ausprobiert und festgestellt: Auch wenn sie sehr lecker ist, ist die Suppe auf dem Teller dann doch am besten aufgehoben!

Die Bilder zu diesem Post sind übrigens bei einem ungewollten Zuschauershooting entstanden. Während ich in Schlafzeug auf der Fensterbank herumturnte, um sie zu machen, fühlte ich mich auf einmal beobachtet. …um dann festzustellen, dass sich unter meinem Fenster eine Gruppe Bauarbeiter gesammelt hat. Nachdem einem freundlichen Winken und einem kleinen Knicks meinerseits wurde ich johlend und applaudierend verabschiedet. Es war mir ein Vergnügen 😉

Guten Appetit!
Mia

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