Getaggte Posts ‘Frischkäse’

„Halbfrozen“ Oreo-Trueffel für die beste Mama der Welt!

von Mia | Küchenchaotin

Es ist Muttertag! Hoch die Tassen! Auf die liebste Mami von allen – und das ist bekanntlich meistens die eigene.

Schon während ich im Blumenladen stehe und um einen Strauß bitte, der möglichst wenig nach „ich gehe in einen Blumenladen und kaufe einen Klischee-Strauß“ aussieht (der Blick der Floristin: ein bisschen entgeistert!), weiss ich bereits, dass meine Mami schimpfen wird, dass ich ihr Blumen gekauft habe. Und dann wird sie sich doch freuen!
Was unbedingt rein muss? Freesien! Meine Mami mag Freesien. Der Rest wird mit wald- und wiesenartigen Blumen aufgefüllt.

Was meine Mami aber wirklich nicht gern hat zum Muttertag? Gekaufte Geschenke! Aber auch ich finde: Selbstgemacht ist immer noch am schönsten. Von Herzen. Ihr wisst schon!
Für meine Mama gibt’s dieses Jahr allerdings kein selbstgemaltes Mama-Papa-und-Mia-stehen-vor-einem-Haus-Bild, sondern: Halbgefrorene Oreo-Trüffel. Ich hab sie vor Wochen, auf der Suche nach einer Idee für „Post aus meiner Küche“ gefunden, ihr habt sie bestimmt schon bei der bezaubernden Jeanny gesehen: Trüffel aus Oreos und Frischkäse! Und jetzt alle! „Mmmmmmh!“
Ich hab sie wie Jeanny durch Kakaopulver gerollt – man kann sie aber auch mit Schokolade überziehen. Außerdem habe ich etwas tiefer in den Frischkäse-Topf geguckt, denn meine sollen angefroren werden. Wie Eispralinen! Kennt ihr die noch von früher aus dem Kino? Die waren so toll!

Halbfrozen Oreo-Trüffel

Zutaten (für ca. 20 Stück)

1 Paket Oreo-Kekse
140g Frischkäse
Backkakaopulver oder geschmolzene Zartbitterschokolade

Die Oreo-Kekse fein zerbröseln und mit dem Frischkäse mischen. Danach alles einmal gut durchmixen, damit eine homogene Masse entsteht.
Anschließend möchte der „Teig“ ein bisschen in den Kühlschrank – besser noch in den Gefrierschrank – zum durchkühlen.
Danach aus der Masse kleine Kügelchen formen und diese durch Kakaopulver rollen, oder mit Kuvertüre überziehen.
Bis zum Vernaschen müssen die kleinen Hüftgold-Nuggets wieder ins Eisfach! Vor dem Verzehr die Oreo-Trüffel einfach eine halbe Stunde antauen lassen und genießen!

Fertig!

Außerdem gibts für die Mami: Eine Dose „LOV“-Tee. Rose. Den hab ich mit einem Kommentar, warum meine Mami auf jeden Fall die beste von allen ist, bei Steffi von „Ohhh…Mhhh…“ gewonnen! An dieser Stelle noch einmal: Danke Steffi! Ich freue mich riesig und die Mami sicherlich auch!

Und was gibt’s für eure Mamis? Selbstgemacht oder doch selbstgekauft?

Guten Appetit,
Mia

Ungeplantes Glück auf dem Teller – Pasta mit scharfer Möhrencreme

von Mia | Küchenchaotin

Heute gibt es ein weiteres Pasta-Schmankerl von der letzten Koch-Session mit Lilly und meiner Mutter!
Eigentlich waren wir gerade dabei, die Zucchinicreme zu kochen, da hörten wir es auf einmal rufen. „Kocht UNS! Wir sind total lecker!“ hörten wir es. Wer uns da mit so viel Selbstbewusstsein zum Schnibbeln aufforderte? Es war ein Bund Möhren!

Möhren als Pastasoße? Wir waren uns nicht ganz sicher, aber wir wollten es versuchen!
Zuerst musste Lilly die Möhrchen schälen und kleinschneiden (sie hilft so gerne beim Kochen!) und die duftenden, orangenen Stückchen wanderten mit etwas Brühe in den Thermomix (alternativ geht natürlich auch ein Topf), wo sie einige Zeit vor sich hinköcheln sollten.
Aber was nun dazutun? Der Kühlschrank hatte noch ein Paket Frischkäse im Angebot, der sich super mit dem leicht süßlichen Aroma der Möhren verbinden sollte und auf einem Mittelaltermarkt hatte meine Mutter einen Gewürzstand geplündert. Unter anderem in ihrem Körbchen: ein Päckchen „Harissa“-Pulver.

Harissa ist eine Gewürzmischung aus Nordafrika die aus Chilischoten, Kümmel, Koriandersamen, Knoblauch, Salz und Olivenöl besteht. Es ist leuchtend rot und tierisch scharf!

Süßliche Möhren, säuerlicher Frischkäse und scharfes Harissa-Gewürz? Das versprach Party auf der Zunge! Und es war nicht nur sehr gut, es war UNGLAUBLICH gut!

Pasta mit Möhrencreme

Zutaten (für 4 Portionen)

500g frische Möhren
so viel Brühe, dass die Möhren im Topf davon bedeckt sind
200g Frischkäse
1/2 Becher Sahne
3 TL Harissa-Gewürz (für Mutige noch mehr!)
Pfeffer und Salz
1 Bund Petersilie
500g Spaghetti

Die Möhren schälen, kleinschneiden und in einen mittelgroßen Topf geben. Nun so viel Brühe auffüllen, dass die Möhren komplett bedeckt sind. Sie müssen 30 Minuten kochen.

Währenddessen Nudelwasser aufsetzen und die Nudeln kochen.

Sobald die Möhren weich sind, den Frischkäse, die Sahne und das Harissa-Gewürz hinzugeben und alles gründlich durchpürieren, bis eine homogene Creme entsteht. Diese noch einmal 5 Minuten köcheln lassen. Währenddessen die Nudeln abgießen und die Petersilie hacken. Die Nudeln direkt unter die Möhrencreme heben und die einzelnen Portionen mit reichlich Petersilie bestreuen. Schnell servieren und genießen!

Fertig!

 

Ich muss zugeben: Am Anfang war ich sehr skeptisch, was die scharfe Möhrencreme angeht. Aber ich bin so froh, dass wir sie gemacht haben denn sie hat seitdem einen Platz auf meiner Liste der Lieblings-Pastasoßen eingenommen. Das Geschmackserlebnis ist grandios! Probiert es mal aus!

Habt ihr auch Essenskombinationen, vor denen ihr zuerst Angst hattet, die euch dann aber vollkommen begeistert haben? Erzählt!

Guten Appetit,
Mia

Herrlich süss und erfrischend: Zitronen-Frischkäse-Tarte zum Sonntagsüß

von Mia | Küchenchaotin

Ich liebe es, Geschenke zu kaufen. Schon Wochen, manchmal sogar Monate vor Geburtstagen und/oder Weihnachten fange ich an, mir Gedanken zu machen, was ich verschenken könnte. Da baut sich bei mir ein regelrechter Erwartungsdruck auf, sodass es hin und wieder alle paar Jahre mal vorkommt, dass ich einfach kein Geschenk finde, dass meinen Ansprüchen gerecht wird.
Letzte Woche passierte mir genau das. Ausgerechnet zum Geburtstag meiner Mutti. Nichts, was mir einfiel, war mir recht. Und so entschied ich mich, statt eines großen Geschenks, ein Buch für sie auszusuchen (Die Wahl fiel übrigens auf dieses hier: *klick*) und ihr einen Kuchen zu backen.
Das passende Rezept war schnell gefunden. Nicht zu süß sollte es sein, denn das ist nicht so wirklich was für meine Mutti. Außerdem sollte es nicht zu alltäglich sein (ich erinnere mich daran, dass es zu fast jedem Anlass in meiner Kindheit Erdbeertorte gab – unter anderem übrigens, weil ich mich strikt weigerte, etwas anderes zu akzeptieren).
Nach einiger Recherche mit Onkel Google lachte sie mich an:

Eine Zitronen-Tarte. Mit selbstgemachten Boden – eine Premiere!
Das Originalrezept kommt von Joyofbaking und ist für eine 20-23cm Form gedacht. Da ich allerdings nur eine 26er Form hatte und deshalb eh rechnen musste, hab ich es ein wenig abgewandelt.

Da ich die Tarte bei meiner Mutti zu Hause gebacken habe und es ihr Geburtstag war, haben wir uns zwischendurch lieber Klatsch und Tratsch gewidmet, anstatt Making off-Bilder zu machen 🙂

 

Zutaten (für eine Tarte)

für den Boden:
200g Mehl
55g Puderzucker
180g Butter
1 Prise Salz
etwas Margarine zum Fetten der Form

für die Füllung:
200g Frischkäse (Raumtemperatur)
150g Zucker
180ml Zitronensaft (ich brauchte fast 5 Zitronen)
3 Eier der Größe M
die Schale einer Bio-Zitrone

Für das Topping:
300ml Schlagsahne (unbedingt kaltgestellt!)
20g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker

 

Der Boden ist ein Mürbeteig/Shortbread-Teig.
Zuerst müssen die Zutaten für den Boden verknetet werden, bis sie gerade eben so zu einem Teig zusammenhalten. Nicht zu lange kneten! Der Teig wird sonst durch die Butter zu weich.
Dann muss er in der ausgefetteten Form verteilt werden (ich habe eine Form mit separatem Boden genommen). Wer einen seperaten Boden hat, sollte diesen mit Backpapier einschlagen, denn trotz Superduperantihaftbeschichtung und Einfetten war mein Boden festgebacken.
Der Teig sollte gerade so dick verteilt sein, dass man den Boden nicht durchsehen kann. Danach den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen. So geht er nachher beim Backen noch hoch.

Den Backofen auf 220°C vorheizen.

Der Teig muss jetzt für ca. 15 Minuten ins Eisfach. Das „anfrieren“ soll verhindern, dass er beim Backen schrumpft.
Hat der Teig fertig geruht, kommt er für ca. 15 Minuten in den Ofen, wo er goldbraun backen soll.

Ist der Boden fertiggebacken, muss die Temperatur des Ofens auf 170°C reduziert werden.
Den Boden zum auskühlen wegstellen.

Nun muss die Füllung vorbereitet werden. Dazu erst den Frischkäse mit einem Handrührgerät (oder einer Küchenmaschine, wenn man denn eine sein Eigen nennen darf) cremig schlagen, dann den Zucker hinzugeben. Immer weiter rühren. Genauso nacheinander mit den Eier, dem Zitronensaft und der Zitronenschale verfahren.
Am Ende sollte in der Schüssel eine cremige Flüssigkeit entstanden sein, die später durch das Ei stocken wird.
Diese Füllung wird einfach in den abgekühlten Boden geschüttet und kommt in den 170° warmen Backofen, wo sie ca. 25 Minuten verharren muss – bzw so lange, bis die Füllung „gar“ ist. Ein sicheres Zeichen ist, wenn sich kleine Risse auf der Oberfläche bilden.

Nun muss das ganze mindestens eine Stunde lang in den Kühlschrank.

Zum Schluss muss die Tarte nur noch mit Sahne dekoriert werden.
Die Sahne steif schlagen: (das war bei mir bisher immer Glückssache, bis ich folgenden Tipp las!) Die Schüssel, die „Rührer“ und die Sahne für 15 Minuten in’s Eisfach legen. Danach so lange steif schlagen, bis die „Rührer“ einen Abdruck in der Sahne hinterlassen dann kurz Puderzucker und Vanillezucker unterrühren.
Die geschlagene Sahne nun entweder einfach über die Tarte streichen, oder wie ich mit einem Spritzbeutel die Tarte mit der Sahne dekorieren.

Fertig!

Mit Wartezeit habe ich einen ganzen Vormittag gebraucht und wie man sieht, muss in den Umgang mit dem Spritzbeutel noch ein wenig üben 😉

 

Meine Mutti hat zusätzlich noch Windbeutel mit Erdbeerfüllung gemacht. Mhhhh!

Guten Appetit!
Mia

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