Getaggte Posts ‘glutenfrei’

Frühlingsmässig – Ofenkartoffeln mit Bärlauchdip

von Mia | Küchenchaotin

Was ihr nicht wisst: Ich habe die letzten 10 Tage gefastet. Die Fastenzeit ist zwar schon längst vorbei, aber ich wollte lieber erst nach Ostern fasten.
Nicht ganz komplett, sondern mit einem Shake (weil das gesünder und schonender sein soll, als wirklich gaaar nix zu essen) aber ich habe wirklich 10 Tage keine feste Nahrung zu mir genommen. Das ist gar nicht so schlimm, wie man sich das immer vorstellt. Der erste Tag ist unerträglich, weil man plötzlich uuuunbedingt essen will, aber spätestens nach 3 Tagen bekommen man das Gefühl, nie wieder essen zu müssen. Auch wenns natürlich irgendwie verführerisch ist, wenn jemand anderes einem etwas vor-isst.
Ich hab mich energiegeladener gefühlt, musste weniger schlafen und habe ein paar Winterspeckpfunde verloren, was, in Anbetracht der kommenden Badesaison sicherlich nicht schlecht ist.

Nun ja. Am Ende meiner Fastenzeit kam mir dann die Frage, womit man denn wieder startet. Fastenbrechen! Magenschonend solls sein, nicht fettig und am besten natürlich irgendwie gesund.
Dass es etwas mit Kartoffeln werden muss, stand heute ziemlich schnell fest. Beim Einkaufen fiel mir dann ENDLICH der erste Bärlauch dieses Jahres in die Hände (nach Kiel hat er dieses Jahr etwas länger  gebraucht) und dann war ziemlich schnell klar, dass ein Dip mit Bärlauch her muss. Außerdem ein bisschen Rohkost und der klassische Apfel zum Fastenbrechen.
Definitiv ein Rezept, dass man sich auch so mal auf die schnelle machen kann, denn es war wirklich lecker! Der Bärlauchdip kommt bei mir auf jeden Fall noch mal auf den Tisch.

Ofenkartoffeln mit Bärlauchdip

Zutaten (für eine Person)

2 mittelgroße, mehligkochende Kartoffeln
1/2 Salatgurke
200g Bärlauch
200g (Soja-)Joghurt
1 kleine Möhre
Meersalz und Pfeffer zum Abschmecken

Zuerst die Kartoffeln waschen und mit einer Gabel oder einem Messer mehrfach einstechen. Diese bei 200°C für 60 Minuten in den Ofen schieben und nach der Hälfte der Zeit wenden.Durch das Backen ohne Fett und Folie werden sie nachher ganz besonders aromatisch!

Nun den Bärlauch fein hacken, die Salatgurke vierteln, entkernen und ein Viertel in ganz kleine Stückchen schneiden. Die Gurkenstückchen und den Bärlauch mit dem (Soja-)Joghurt glattrühren, mit Pfeffer und Salz abschmecken und ein bisschen durchziehen lassen. Ich habe Sojajoghurt statt Kuhmilchjoghurt gewählt, weil ich mir habe sagen lassen, dass echter für manche für die erste Mahlzeit nach dem Fasten zu „fett“ ist. Wer nicht gefastet hat, kann natürlich auch den anderen wählen.
Die restliche Gurke und die Möhrchen in Stifte schneiden.

Nach 60 Minuten die Kartoffeln aus dem Ofen nehmen. Sie können mit oder ohne Schale gegessen werden.

Fertig!

Ich freue mich übrigens jetzt schon auf mein erstes Sonntagssüß nach 10 langen Tagen 😉

Habt ihr schon mal gefastet?

Guten Appetit,
Mia

Tofu schmeckt halt doch nach was! – Salat mit Würztofu

von Mia | Küchenchaotin

Tofu ist eins der Lebensmittel, von denen viele denken, es schmeckt nicht. Manche haben nie Tofu probiert, sondern wissen das nur vom Hörensagen, aber manche haben es tatsächlich ausprobiert und haben nach kurzem Anbraten einer Tofuscheibe in der Pfanne festgestellt, dass es nach nichts schmeckt und die Konsistenz irgendwie komisch ist.
Aber:  Niemand würde auf die Idee kommen, Fleisch ungewürzt und roh zu essen, denn auch das schmeckt (nicht überraschend) eigentlich nach nichts.

Wie bei fast jedem Essen kommt es auf die Würzung an! Tofu möchte gewürzt und/oder eingelegt und richtig zubereitet sein, dann schmeckt es nämlich gar nicht so doof. Für diese Erkenntnis habe ich seeeehr lange gebraucht, aber heute steht – wenn auch selten – hin und wieder mal ein Stück Tofu auf dem Speiseplan, dass ich nicht nur mit Mühe und Not herunterwürgen muss. Zum Beispiel als Würztofu zum Salat. Abgewandelt aus dem „Goldenen GU Vegetarisch“.

Salat mit Würztofu

Zutaten (für 4 Portionen)

Salat nach Wahl (ich hab mir inen Salatmix mit Frisée, Feldsalat, Rotkohl, roter Beete und Radiccio besorgt)
1 kleine Salatgurke
200g Mais aus der Dose
2 EL Zitronensaft
4TL Senf
4 EL Rapsöl
Salz, Pfeffer
400g Tofu
4 EL Paprikapulver, edelsüß
8 EL Currypulver
etwas Öl zum Braten

Den Salat ggf. waschen. Die Gurke halbieren, vierteln und in dünne Scheiben schneiden. Den Mais abtropfen lassen, das Wasser aufbewahren und mit dem Salat und der Gurke vermischen.
Für das Dressing in einer kleinen Schüssel oder einem Glas 8EL des Maiswassers mit dem Zitronensaft, dem Senf und dem Öl verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Tofublock in ca. 1/2cm dünne Streifen schneiden. Paprikapulver, einen TL Salz und Curry miteinander vermischen und die Tofuscheiben darin wälzen, bis sie rundum bedeckt sind. Etwas Öl in einer Pfanne heiss werden lassen und die Tofuscheiben von beiden Seiten scharf anbraten.

Den Salat auf einen Teller geben und ein paar Würzttofu-Scheiben darauf legen. Das Dressing separat servieren.

Fertig!

 

Guten Appetit!
Mia

Erzählt: Ihr und Tofu – wie ist das?

(Fast) Wie in tausend und einer Nacht: Kichererbsensalat mit Curry und selbstgemachtem Fladenbrot

von Mia | Küchenchaotin

Orientalische Rezepte und ich – das ist so eine Sache! Fehlen mir doch meistens die Zutaten, die das Gericht erst so richtig toll machen und selbst, wenn ich sie kaufe, schmeckt’s nie so richtig wirklich echt. Irgendwas fehlt, irgendein Gewürz ist nicht richtig dosiert, irgendeine Zubereitung war nicht korrekt. Und beim Inder schmeckt’s eh besser.
Es gibt jedoch eins, dass ich schon mehrfach gekocht habe und das immer gut gelingt. Jemand, der sich mit orientalischem Essen auskennt, wird mich an dieser Stelle wahrscheinlich auslachen, aber für mich ist es ein tolles, orientalisches Gericht, dass ich selbst kochen und auch authentisch finden kann. Ihr wisst, was ich meine.

Außerdem stimmt das Gesamtfeeling. Beim Kochen duftet es abwechselnd herrlich nach Zimt und Curry und ganz hübsch anzusehen ist es auch.

An dieser Stelle möchte ich kurz betonen: Passt auf beim Schnibbeln! Solltet ihr trotzdem (wie ich heute) fast eine Fingerkuppe einbüßen, ist es immer gut, sterile Kompressen und eine desinfizierende Salbe (z.b. Betaisodona) im Haus zu haben. Und bei tiefen Schnitten immer hoch mit dem Arm. Aber das nur am Rande.

Das Rezept für den Salat kommt übrigens ganz leicht abgewandelt von *hier*

Kichererbsensalat mit Curry

Zutaten (für 2 große Portionen)

1 Dose Kichererbsen (240g Abtropfgewicht)
1 Möhre
4 Lorbeerblätter
3 Knoblauchzehen
1 Prise Zimt
50g Walnüsse
1 Zwiebel
1 Pkt. Rucola
(wer möchte einige Cherrytomaten)

2TL scharfes Currypulver
1 TL Öl
1 Bund Koriander
100ml Salatcreme
1 Limette
Salz + Pfeffer zum Abschmecken

Die Kichererbsen abgießen, die Möhre schälen und in Stücke schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken. Diese Zutaten zusammen mit den Lorbeerblättern und dem Zimt in einen Topf geben und so viel Wasser auffüllen, bis alles bedeckt ist. Alles nun ca. 30 Minuten lang köcheln lassen. Im Sud auskühlen lassen, dann abgießen und die Lorbeerblätter heraussammeln.

Die Walnüsse zerhacken und in einer Pfanne anrösten. Dann die Zwiebel pellen und unter den Salat heben. Den Rucola waschen und trocknen.

In der noch heißen Pfanne (in der die Walnüsse angeröstet wurden), das Currypulver mit einem EL Öl nach Wahl anrösten. Hier unbedingt aufpassen! Das Curry brennt verdammt schnell an, wenn das Öl zu heiß ist und dann schmeckt alles nur noch nach Asche. Mit der Salatcreme, einer Hand voll gehacktem Koriander und dem Saft der Limette verrühren. Mit den festen Bestandteilen (außer dem Rucola) vermischen.

Auf Tellern zuerst ein Rucola-Bett anrichten, danach den Salat draufgeben. Für den farblichen Kick evtl. ein paar Cherrytomaten dazugarnieren.

Das allein ist zwar schon ein Gedicht Gericht, aber noch besser schmeckt es natürlich mit selbstgemachtem Fladenbrot als Beilage!

 

selbstgemachtes Fladenbrot

Zutaten (für 1 großes Fladenbrot)

500g Mehl (Type 550)
1 Pkt Hefe
300ml lauwarmes Wasser
etwas Olivenöl
Schwarzkümmel und Sesam

Die Hefe im Wasser auflösen. Dann das Mehl dazugeben und zu einem Teig verarbeiten. In eine hohe Schüssel geben und 30 Minuten mit einem Küchentuch zugedeckt gehen lassen.
Dann den Teig auf ein Blech stürzen (so wird bleibt er nachher schön rund) und vorsichtig etwas auseinanderdrücken. Mit der Fingerkuppe einige „Dellen“ hineindrücken. Anschließend mit etwas Öl bestreichen, Schwarzkümmel und Sesam drüberstreuen und bei ca. 200°C 15 Minuten backen.

Fertig! Zusammen servieren und geniessen!

 

Guten Appetit!
Mia

Mmmmmh! Waldfrucht-Frozen-Yoghurt – Das ist alles nur geklaut!

von Mia | Küchenchaotin

Ich habe ein Problem und es fällt mir nicht besonders leicht, darüber zu sprechen.
Seitdem ich von zu Hause ausgezogen bin, also seit mehr als zwei Jahren leide ich an einem ernstzunehmenden Eisfach-Mangel. Mein Kühlschrank ist klein und das ist ja auch ok, denn ich bin auch klein und so passen wir zwei gut zusammen. …aber seit über zwei Jahren kann ich einfach manche Dinge nicht auf Vorrat kaufen, denn ich kann sie nicht einfrieren. Keine TK-Pizza, keine Fr***a Fertignudeln etc. (was ich alles verkraften kann) und nun kommt der Hammer: kein Eis.

Es ist nicht so, dass ich nie Eis essen würde. Aber ich kann einfach nie welches zu Hause haben und das wurmt mich schon sehr. Außerdem sind die meisten Fertigeis-Bottiche so groß, dass ich sie einfach nicht auf einen Schlag aufbekomme. Und das, obwohl ich wirklich ein Vielfraß bin.

Jahrelang litt ich also unter meinem schrecklichen Eisfachmangel. Und dann kam Mary Jeanny. Mit dieser unglaublichen Köstlichkeit, die mein Leben verändert hat. Das Gute an diesem Frozen Yoghurt ist, dass man die Menge selbst bestimmen kann, sodass man sich selbst die perfekte Portion zum gleich-Wegschlemmen-und-Glücklichsein fertigmachen kann!

Außerdem ist es eine tolle Abwechslung zu meinen sonst so butterlastigen Sonntagssüßen, die mir in den letzten 2 Monaten doch das ein oder andere Pölsterchen auf die Hüften gezaubert haben.

 

Waldfrucht-Frozen-Yoghurt

Zutaten (für 2 große Portionen)

300g gefrorene Waldfruchtmischung (oder auch andere Früchte, jeder wie er mag und kriegt!)
300g griechischer Joghurt
2 EL Honig
oder
5 EL Puderzucker

 

Früchte und Joghurt in eine Schüssel geben und mit dem Pürierstab pürieren oder in einen Mixer und gut durchmixen. Danach nach Geschmack mit Honig oder Puderzucker süßen und ab dafür!

Fertig!

Jeannys Rezept sieht eigentlich Honig vor. Ich musste leider feststellen, dass nach ganz wenigen Tropfen das Glas endgültig leer war und habe dann stattdessen Puderzucker verwendet. Meine Früchte waren SEHR sauer, sodass ich ziemlich viel davon brauchte. Mit Honig ist das Schlemmen natürlich noch eine Spur „sündenfreier“, aber Joghurt und Früchte sind so gesund, dass ich da ausnahmsweise noch mal ein Auge zugedrückt habe.

Dieses Dessert wird auf jeden Fall noch öfter Bekanntschaft mit mir und meinem Sofa machen!

Jetzt geh ich schauen, was für schönes Süß ihr heut gezaubert habt! Die Tafel deckt dieses Mal wieder Julie von Mat & Mi.

Guten Appetit!
Mia

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