Getaggte Posts ‘herzhaft’

Nachgemacht – Gnocchipfanne mit Feta

von Mia | Küchenchaotin

Bis vor einigen Monaten fand ich die Zeitschrift „Lecker“ ziemlich doof. Ich kann nicht mal beschreiben, warum, aber ich mochte sie nicht und ich habe sie nie gekauft. Warum sich das inzwischen geändert hat, kann ich genauso wenig erklären, aber: Inzwischen landet sie fast jeden Monat in meinem Einkaufswagen und später zum Nachkochen in meiner Küche. Es gibt jedes Mal mindestens ein Rezept, dass ich unbedingt nachmachen will. So auch in der aktuellen Ausgabe: Die Gnocchi-Gemüsepfanne mit Fetadip.

Übrigens: Jahrelang dachte ich, ich mag keinen Feta. Gab es z.B. früher in der Schulkantine gebackenen Feta, habe ich lieber den Dönermann oder Bäcker meines Vertrauens aufgesucht.
Das, was ich bis dahin als Feta kannte (diverse Kuhmilch-Verschnitte in Salzlake), mag ich auch heute noch nicht essen, aber einen ECHTEN Feta hole ich mir ab und an gerne ins Haus.

Das heutige Rezept habe ich jedenfalls am ersten Abend, nachdem ich das Zeitschriftenregal geplündert habe, nachgekocht. Es gibt zwei Dinge, die ich besonders an ihm mag: Es hat wenige Zutaten – die mir alle schmecken – und es ist schnell fertig. Und es ist schnell weg! So schnell, dass ich beim ersten Mal nicht mal ein Foto davon machen konnte.
Am zweiten Tag habe ich es etwas abgewandelt. Die Milch war alle, also gab es Feta-Würfel statt Feta-Dip, was dem Genuss allerdings keinesfalls schmälert. Das gibt’s jetzt öfter!

Gnocchipfanne mit Feta

Zutaten (für 4 Portionen)

1 Pk Gnocchi aus dem Kühlregal (500g)
1 Zucchini (250g)
1 Pk Cherrytomaten (250g)
1 Pk original griechischer Feta (200g)
etwas Öl, Salz und Pfeffer

Etwas Öl in eine Pfanne geben und die Gnocchi anbraten, bis sie goldbraun werden. Die Zucchini waschen und in Scheiben schneiden und ca. 5 Minuten mitbraten, bis die Scheiben weich werden. Die Tomaten waschen, vierteln und kurz mitbraten. Mit Pfeffer und Salz abschmecken und alles auf Tellern anrichten.
Den Feta in Würfel schneiden, in vier Teile teilen und über die Portionen geben. Schnell genießen!

Fertig!

Ich könnte mir die Gnocchipfanne auch gut mit einem Zitronen-Ricotta-Dip statt des Feta oder einfach mit einem Klacks Creme Fraiche vorstellen. Oder mit etwas Rosmarin. …oder auch ganz ohne alles.
Trotz der Gnocchi, die mir immer relativ schwer im Magen liegen, ist das Essen auf jeden Fall auch im Sommer für abends geeignet. Durch die Kombination mit der Zucchini und den Tomaten und das Weglassen einer schweren Soße ist es recht leicht bekömmlich!

Guten Appetit!
Mia

Schnelles Soulfood für stressige Zeiten – Spinatlasagne mit Gorgonzola

von Mia | Küchenchaotin

In der letzten Woche ist ging es bei mir ganz schön rund. Ein Haufen Arbeit, Besuche von lieben Menschen, mein eigener Geburtstag und eine fette, fette Party: Langweilig war es auf jeden Fall nicht. Zum Kochen keine (oder kaum) Zeit und zum Bloggen schon eh nicht.

Das Problem: stressige Zeiten verführen schnell dazu, schlecht zu essen. Je weniger Zeit ist, desto verführerischer wird Fastfood. Denn das ist schliesslich – wie der Name ja schon sagt – richtig fast. Schnell auf dem Teller, schnell verdrückt (und schnell auf den Hüften).

Aber das muss nicht unbedingt so sein. Das will ich euch beweisen! Deshalb gibt es hier und heute ein Rezept, dass auch dann noch problemlos funktioniert, wenn die Zeit ganz besonders knapp ist. Ganz schnell vorbereitet und extra wenig pflegeintensiv und für mich sowas wie Soulfood: Lasagne. Genauer: Spinatlasagne mit Gorgonzola!

Spinatlasagne mit Gorgonzola

Zutaten (für 4 große Portionen)

600g TK-Rahmspinat
12 Lasagneblätter (ohne Vorkochen)
100g Gorgonzola
1 Knoblauchzehe
1 Schuss Sahne
1/2 Becher Schmand
50-100g geriebener Käse (z.B. Edamer)
etwas Butter

Den Spinat auftauen – am schnellsten geht das in der Mikrowelle. Währenddessen den Gorgonzola in kleine Stückchen schneiden, den Knoblauch schälen und hacken und eine Auflaufform mit Butter dünn ausfetten.

Sobald der Spinat heiß ist, den kleingehackten Knoblauch untermischen und eine Schicht in die Auflaufform geben. Etwas Gorgonzola drüberkrümeln und komplett mit Lasagneblättern belegen. Solange fortfahren, bis alles verbraucht ist. Die letzte Schicht sollte eine aus Lasagneblättern sein.

Die obersten Lasagneblätter mit dem Schmand bestreichen, etwas Sahne drüberschütten und mit dem Käse belegen.

Bei ca. 200°C für 25-35 Minuten backen.

Die Spinatlasagne mit Gorgonzola leicht abkühlen lassen und dann servieren!

Fertig! 

Während die Spinatlasagne backt, kann man prima die Füße hochlegen und sich entspannen oder etwas anderes tun. Und dann wird genossen!

Hat einer von euch noch nen Tipp für andere „ich will leckeres Essen, aber nicht lange in der Küche stehen“-Rezepte?

Guten Appetit!
Mia 

Ki-was? Quinoa-Patties!

von Mia | Küchenchaotin

Wenn mich jemand fragt, was ich denn am Abend so kochen werde und ich sage, dass Quinoa auf meinem Teller landen wird, dann ernte ich meistens verwirrte Blicke. „Ki-was?“ – „Quinoa!“.
Quinoa ist eins der aufstrebenden Lebensmittel unserer Zeit. Das liebevoll als „Gold der Inkas“ bezeichnete Korn ist bei gesundheitsbewussten Amerikanern schon lange im Trend.
Was so toll daran ist? Es ist unglaublich gesund! Der Eiweißgehalt ist für ein pflanzliches Produkt unübertroffen und auch die restlichen Werte für Vitamine, Mineralstoffe etc. sind unglaublich hoch.
Was ich auch erst seit heute weiß: Quinoa soll sogar Migränepatienten helfen. Angeblich soll es helfen, die Blutgefäße zu entspannen, die sich bei Migräne so schmerzhaft verengen. Tatsächlich hatte ich noch nie einen Migräne-Anfall nach einer Mahlzeit mit Quinoa. Ob das nun ein Zufall ist oder nicht, lasse ich mal so dahingestellt.

Quinoa kann auf viele unterschiedliche Arten ins Essen eingebaut werden. Eine meiner Lieblingsvariante sind Patties/Bratlinge. Bratlinge mit Quinoa werden außen herrlich knusprig! Außerdem verleiht das Korn den Patties sofort einen herrlich nussigen Geschmack. Probiert’s mal!

Quinoa-Patties

Zutaten (für 4 große Portionen)

ca. 250g Quinoa – ungekocht
3 Lauchzwiebeln
1 Knoblauchzehe
1 Bund Schnittlauch
2-3 Eier (M)
1 Handvoll geriebenen Käse (z.B. Edamer)
evtl etwas Paniermehl
Salz und Pfeffer
Salat

Ich koche das Quinoa immer in einer Pfanne. Hierzu gebe ich zum Quinoa die dreifache Menge Wasser und lasse alles ca. 20 Minuten köcheln. Anschliessend müssen die Körner ca. 10 Minuten ziehen. Das Quinoa darf für die Bratlinge lieber zu lange als zu kurz kochen, sonst zerfallen die Bratlinge schnell.

Die Lauchzwiebeln, den Schnittlauch und den Knoblauch fein hacken. Wenn das Quinoa Zimmertemperatur erreicht hat, zusammen mit 2 (verquirlten) Eiern und dem Käse untermischen. Im Idealfall hat man nun eine schöne Matschepampe. Ist die Masse noch zu trocken, einfach das dritte Ei noch hinzugeben. Außerdem gebe ich immer noch eine Handvoll Paniermehl dazu. So wird die Kruste noch knackiger.

Nun muss die Masse nur noch zu kleinen Bratlingen geformt und in einer Pfanne knusprig ausgebacken werden. Ich rate, lieber kleinere Bratlinge zu machen. Die lassen sich leichter wenden!

Ich serviere die Quinoa-Patties am liebsten einfach nur zu Salat mit einem leichten, unaufdringlichen Dressing.

Fertig!

Genießt die Patties heiß! Dann zieht der Käse noch so herrliche Fäden!

Habt ihr schon mal mit Quinoa gekocht? Ich brauche neue Rezepte!

Guten Appetit,
Mia

Zucchinigratin in der Singleversion

von Mia | Küchenchaotin

Eigentlich wollte ich euch hier und heute meine ersten selbstgemachten Cake-Pops präsentieren. Habe ich mir heute Morgen jedenfalls so überlegt.
Dass in der Überschrift nun jedoch Zucchinigratin steht – mein Mittagessen heute – war so nicht geplant. Da muss was schiefgelaufen sein? So ist es!

Schon bevor ich mit den Cake-Pops angefangen habe, wusste ich, dass die Zeichen nicht besonders gut stehen. Dennoch ging es unvorbereitet, unwissend und chaotisch ans Werk. Ich hatte kein Rezept („da wird sich schon was finden!“), keinen Plan („einmal ist halt immer das erste Mal!“), kein Equipment („das wird bestimmt auch ohne Handrührgerät und so Stiele gehen!“) und auch nicht alle Zutaten („nehme ich halt einfach was anderes!“).

Leute, lasst euch gesagt sein: Wenn man von vornherein eigentlich schon weiß, dass es nichts werden kann, dann wird’s auch nichts!
In meiner Küche steht jetzt ein Topf, in dem ein zerbrochener Teigmatsch-Kloß schwimmt, der mir von meinem improvisierten Lolli- Schaschlik-Stiel gerutscht ist und sich in dem Elend, dass eigentlich mal eine Glasur werden sollte, ertränkt hat.
Cake-Pop-Suizid in der Chaosküche.
Ich habe zwei Stunden versucht zu retten, was von Anfang an nicht zu retten war und letztendlich habe ich die ganze Cakepop-Masse einfach so gegessen – wofür mich mein Bauch nun auch noch mit einem fiesen Piksen straft. Aber der Hüftspeck sagt „Danke!“.

Gottseidank gab es wenigstens etwas Leckeres zum Mittagessen. Etwas, was sowieso früher oder später hier als Rezept gelandet wäre. Nicht süß, sondern herzhaft. Muss sonntags ja auch mal sein!
Vor einigen Wochen habe ich mir eine kleine Auflaufform gekauft, die seit je her unglaublich viel in Gebrauch ist. Das tolle an ihr: Jeder Auflauf, jedes Gratin etc, dass in sie hineinpasst, passt auch in mich hinein! Die perfekte Single-Portion.

Zucchinigratin in der Singleversion

Zutaten (für eine kleine Auflaufform)

2 große, festkochende Kartoffeln
1 große Zucchini
1 große Tomate
1 Knoblauchzehe
1 Ei
1 Handvoll Edamer
1 Stängel Thymian
100ml Milch
Pfeffer und Salz

Die Kartoffeln schälen, in Scheiben scheiden und ca. 5 Minuten in kochendem Wasser vorkochen. Währenddessen die Zucchini und die Tomate in Scheiben schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken.
Das Ei mit dem Käse, dem Thymian, dem Knoblauch und der Milch verrühren und etwas Pfeffer und Salz hinzugeben.
Kartoffeln, Zucchini, und Tomate nun abwechselnd in die Form schichten. Das Zucchinigratin mit der Soße übergießen und bei 180°C ca. 20 Minuten auf unterer Schiene im Ofen backen.

Fertig!

Das tolle an so einer Single-Portion: Man kann sie direkt aus der Form genießen.

Das Messerset auf dem ersten Bild wird im Moment übrigens auch fast ununterbrochen benutzt. Scharfe Messer sind was tolles! Vorher mochte ich nie wirklich etwas mit viel „Geschnibbel“ kochen, aber wenn man gescheites Werkzeug dafür hat, macht sogar das Spaß. Ein riesengroßes, dickes „DANKE!“ an dieser Stelle an Idealo.de, die mir die tollen Keramik-Messer von Echtwerk geschenkt haben. Vom Sparschäler bin ich nicht ganz überzeugt, aber die anderen kann ich wirklich uneingeschränkt empfehlen!

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