Getaggte Posts ‘herzhaft’

Zucchinigratin in der Singleversion

von Mia | Küchenchaotin

Eigentlich wollte ich euch hier und heute meine ersten selbstgemachten Cake-Pops präsentieren. Habe ich mir heute Morgen jedenfalls so überlegt.
Dass in der Überschrift nun jedoch Zucchinigratin steht – mein Mittagessen heute – war so nicht geplant. Da muss was schiefgelaufen sein? So ist es!

Schon bevor ich mit den Cake-Pops angefangen habe, wusste ich, dass die Zeichen nicht besonders gut stehen. Dennoch ging es unvorbereitet, unwissend und chaotisch ans Werk. Ich hatte kein Rezept („da wird sich schon was finden!“), keinen Plan („einmal ist halt immer das erste Mal!“), kein Equipment („das wird bestimmt auch ohne Handrührgerät und so Stiele gehen!“) und auch nicht alle Zutaten („nehme ich halt einfach was anderes!“).

Leute, lasst euch gesagt sein: Wenn man von vornherein eigentlich schon weiß, dass es nichts werden kann, dann wird’s auch nichts!
In meiner Küche steht jetzt ein Topf, in dem ein zerbrochener Teigmatsch-Kloß schwimmt, der mir von meinem improvisierten Lolli- Schaschlik-Stiel gerutscht ist und sich in dem Elend, dass eigentlich mal eine Glasur werden sollte, ertränkt hat.
Cake-Pop-Suizid in der Chaosküche.
Ich habe zwei Stunden versucht zu retten, was von Anfang an nicht zu retten war und letztendlich habe ich die ganze Cakepop-Masse einfach so gegessen – wofür mich mein Bauch nun auch noch mit einem fiesen Piksen straft. Aber der Hüftspeck sagt „Danke!“.

Gottseidank gab es wenigstens etwas Leckeres zum Mittagessen. Etwas, was sowieso früher oder später hier als Rezept gelandet wäre. Nicht süß, sondern herzhaft. Muss sonntags ja auch mal sein!
Vor einigen Wochen habe ich mir eine kleine Auflaufform gekauft, die seit je her unglaublich viel in Gebrauch ist. Das tolle an ihr: Jeder Auflauf, jedes Gratin etc, dass in sie hineinpasst, passt auch in mich hinein! Die perfekte Single-Portion.

Zucchinigratin in der Singleversion

Zutaten (für eine kleine Auflaufform)

2 große, festkochende Kartoffeln
1 große Zucchini
1 große Tomate
1 Knoblauchzehe
1 Ei
1 Handvoll Edamer
1 Stängel Thymian
100ml Milch
Pfeffer und Salz

Die Kartoffeln schälen, in Scheiben scheiden und ca. 5 Minuten in kochendem Wasser vorkochen. Währenddessen die Zucchini und die Tomate in Scheiben schneiden. Den Knoblauch schälen und fein hacken.
Das Ei mit dem Käse, dem Thymian, dem Knoblauch und der Milch verrühren und etwas Pfeffer und Salz hinzugeben.
Kartoffeln, Zucchini, und Tomate nun abwechselnd in die Form schichten. Das Zucchinigratin mit der Soße übergießen und bei 180°C ca. 20 Minuten auf unterer Schiene im Ofen backen.

Fertig!

Das tolle an so einer Single-Portion: Man kann sie direkt aus der Form genießen.

Das Messerset auf dem ersten Bild wird im Moment übrigens auch fast ununterbrochen benutzt. Scharfe Messer sind was tolles! Vorher mochte ich nie wirklich etwas mit viel „Geschnibbel“ kochen, aber wenn man gescheites Werkzeug dafür hat, macht sogar das Spaß. Ein riesengroßes, dickes „DANKE!“ an dieser Stelle an Idealo.de, die mir die tollen Keramik-Messer von Echtwerk geschenkt haben. Vom Sparschäler bin ich nicht ganz überzeugt, aber die anderen kann ich wirklich uneingeschränkt empfehlen!

Ungeplantes Glück auf dem Teller – Pasta mit scharfer Möhrencreme

von Mia | Küchenchaotin

Heute gibt es ein weiteres Pasta-Schmankerl von der letzten Koch-Session mit Lilly und meiner Mutter!
Eigentlich waren wir gerade dabei, die Zucchinicreme zu kochen, da hörten wir es auf einmal rufen. „Kocht UNS! Wir sind total lecker!“ hörten wir es. Wer uns da mit so viel Selbstbewusstsein zum Schnibbeln aufforderte? Es war ein Bund Möhren!

Möhren als Pastasoße? Wir waren uns nicht ganz sicher, aber wir wollten es versuchen!
Zuerst musste Lilly die Möhrchen schälen und kleinschneiden (sie hilft so gerne beim Kochen!) und die duftenden, orangenen Stückchen wanderten mit etwas Brühe in den Thermomix (alternativ geht natürlich auch ein Topf), wo sie einige Zeit vor sich hinköcheln sollten.
Aber was nun dazutun? Der Kühlschrank hatte noch ein Paket Frischkäse im Angebot, der sich super mit dem leicht süßlichen Aroma der Möhren verbinden sollte und auf einem Mittelaltermarkt hatte meine Mutter einen Gewürzstand geplündert. Unter anderem in ihrem Körbchen: ein Päckchen „Harissa“-Pulver.

Harissa ist eine Gewürzmischung aus Nordafrika die aus Chilischoten, Kümmel, Koriandersamen, Knoblauch, Salz und Olivenöl besteht. Es ist leuchtend rot und tierisch scharf!

Süßliche Möhren, säuerlicher Frischkäse und scharfes Harissa-Gewürz? Das versprach Party auf der Zunge! Und es war nicht nur sehr gut, es war UNGLAUBLICH gut!

Pasta mit Möhrencreme

Zutaten (für 4 Portionen)

500g frische Möhren
so viel Brühe, dass die Möhren im Topf davon bedeckt sind
200g Frischkäse
1/2 Becher Sahne
3 TL Harissa-Gewürz (für Mutige noch mehr!)
Pfeffer und Salz
1 Bund Petersilie
500g Spaghetti

Die Möhren schälen, kleinschneiden und in einen mittelgroßen Topf geben. Nun so viel Brühe auffüllen, dass die Möhren komplett bedeckt sind. Sie müssen 30 Minuten kochen.

Währenddessen Nudelwasser aufsetzen und die Nudeln kochen.

Sobald die Möhren weich sind, den Frischkäse, die Sahne und das Harissa-Gewürz hinzugeben und alles gründlich durchpürieren, bis eine homogene Creme entsteht. Diese noch einmal 5 Minuten köcheln lassen. Währenddessen die Nudeln abgießen und die Petersilie hacken. Die Nudeln direkt unter die Möhrencreme heben und die einzelnen Portionen mit reichlich Petersilie bestreuen. Schnell servieren und genießen!

Fertig!

 

Ich muss zugeben: Am Anfang war ich sehr skeptisch, was die scharfe Möhrencreme angeht. Aber ich bin so froh, dass wir sie gemacht haben denn sie hat seitdem einen Platz auf meiner Liste der Lieblings-Pastasoßen eingenommen. Das Geschmackserlebnis ist grandios! Probiert es mal aus!

Habt ihr auch Essenskombinationen, vor denen ihr zuerst Angst hattet, die euch dann aber vollkommen begeistert haben? Erzählt!

Guten Appetit,
Mia

Freestyle-Kochen im Chaotenclub – Spaghetti mit Zucchinicreme

von Mia | Küchenchaotin

Der Sommer ist in Norddeutschland angekommen – Jippie! Ich krame meine Sommerkleidchen und die FlipFlops hervor und freue mich wie ein kleines Kind über die ersten Sommersprossen auf meinem Nasenrücken.

Wenn meine Mutter, meine kleine Schwester Lilly und ich aufeinandertreffen, dann gibt es immer Essen. Wir verwandeln die Küche gerne  in ein Schlachtfeld, aber was auf dem Teller landet, das schmeckt meistens ziemlich gut. Egal ob süß oder herzhaft: Essen ist Liebe!
Bei unserem letzten Treffen vor ein paar Tagen standen wir vor einer besonderen Herausforderung: Improvisationsküche! Wir wussten, dass wir etwas kochen wollen und wir hatten frisch gekaufte Gewürze… Aber viel mehr stand am Anfang auch gar nicht fest! Ein bisschen hiervon, vielleicht auch noch ein bisschen davon, noch einmal umrühren, kosten und weiterkochen – die Erwartungen waren niedrig und damit nicht schwer zu erfüllen. Aber das Ergebnis war bombastisch!

Leute, ab jetzt gibt es ganz sicher öfter Zucchinicreme zu Pasta!

Spaghetti mit Zucchinicreme

Zutaten (für ca. 4 Portionen)

500g Zucchini
2 Knoblauchzehen
1 kleine Zwiebel
etwas Öl
100ml Brühe
ca. 120ml Sahne
1 handvoll (frischer!) geriebener Parmesan
1 handvoll Petersilie
1 handvoll Basilikum zum Garnieren
500g Spaghetti

Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Die Zucchini vierteln und ebenfalls würfeln. Alles zusammen in einer Pfanne mit etwas Öl scharf anbraten. Mit der Brühe ablöschen und köcheln lassen, bis die Zucchini weich sind. Danach die Sahne und die Petersilie hinzugeben, alles noch einmal aufkochen lassen und gut durchpürieren.
Die Nudeln in reichlich Salzwasser kochen, bis sie al dente sind. Anschließend die Pasta mit der Zucchinicreme heiß servieren!

Fertig!

Die beste Köchin der Welt: Lilly!

Die Zucchinicreme schmeckt übrigens am zweiten Tag noch viel besser! Unbedingt genügend machen und ausprobieren!

Guten Appetit,
Mia

Tofu schmeckt halt doch nach was! – Salat mit Würztofu

von Mia | Küchenchaotin

Tofu ist eins der Lebensmittel, von denen viele denken, es schmeckt nicht. Manche haben nie Tofu probiert, sondern wissen das nur vom Hörensagen, aber manche haben es tatsächlich ausprobiert und haben nach kurzem Anbraten einer Tofuscheibe in der Pfanne festgestellt, dass es nach nichts schmeckt und die Konsistenz irgendwie komisch ist.
Aber:  Niemand würde auf die Idee kommen, Fleisch ungewürzt und roh zu essen, denn auch das schmeckt (nicht überraschend) eigentlich nach nichts.

Wie bei fast jedem Essen kommt es auf die Würzung an! Tofu möchte gewürzt und/oder eingelegt und richtig zubereitet sein, dann schmeckt es nämlich gar nicht so doof. Für diese Erkenntnis habe ich seeeehr lange gebraucht, aber heute steht – wenn auch selten – hin und wieder mal ein Stück Tofu auf dem Speiseplan, dass ich nicht nur mit Mühe und Not herunterwürgen muss. Zum Beispiel als Würztofu zum Salat. Abgewandelt aus dem „Goldenen GU Vegetarisch“.

Salat mit Würztofu

Zutaten (für 4 Portionen)

Salat nach Wahl (ich hab mir inen Salatmix mit Frisée, Feldsalat, Rotkohl, roter Beete und Radiccio besorgt)
1 kleine Salatgurke
200g Mais aus der Dose
2 EL Zitronensaft
4TL Senf
4 EL Rapsöl
Salz, Pfeffer
400g Tofu
4 EL Paprikapulver, edelsüß
8 EL Currypulver
etwas Öl zum Braten

Den Salat ggf. waschen. Die Gurke halbieren, vierteln und in dünne Scheiben schneiden. Den Mais abtropfen lassen, das Wasser aufbewahren und mit dem Salat und der Gurke vermischen.
Für das Dressing in einer kleinen Schüssel oder einem Glas 8EL des Maiswassers mit dem Zitronensaft, dem Senf und dem Öl verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Den Tofublock in ca. 1/2cm dünne Streifen schneiden. Paprikapulver, einen TL Salz und Curry miteinander vermischen und die Tofuscheiben darin wälzen, bis sie rundum bedeckt sind. Etwas Öl in einer Pfanne heiss werden lassen und die Tofuscheiben von beiden Seiten scharf anbraten.

Den Salat auf einen Teller geben und ein paar Würzttofu-Scheiben darauf legen. Das Dressing separat servieren.

Fertig!

 

Guten Appetit!
Mia

Erzählt: Ihr und Tofu – wie ist das?

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