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Ein bisschen Bodenständigkeit – weil simpel manchmal sooo gut tut! Kartoffelsuppe.

von Mia | Küchenchaotin

Natürlich mag ich Essen mit vielen tollen Zutaten und viel Tamtam. Mich fasziniert das einfach. Wenn viele interessante Zutaten zusammenkommen und ein komplett neues Geschmackserlebnis erzeugen. Und gerade in Restaurants möchte ich natürlich auch etwas geboten bekommen für mein Geld.

Doch manchmal, nur ganz manchmal, da brauche ich etwas absolut bodenständiges. Etwas, das einfach einfach ist und mir ein bisschen kulinarische Geborgenheit zu geben vermag. Dazu sind nur sehr wenige Zutaten notwendig. Und exotisches ist nur fehl am Platze.
Deswegen gibt es heute ein Rezept, das genau das verkörpert: Eine Kartoffelcremesuppe. Mit Zutaten, wie man sie theoretisch beim Bauern um die Ecke abholen könnte. Ohne viele Schnörkel. Wärmend, lecker und irgendwie ein Stückchen zu Hause auf dem Teller.

Kartoffelsuppe

Zutaten (für 4 große Portionen)

1 Bund „Suppengrün“ (Sellerie, Lauch, Möhren und krause Petersilie)
1 große Zwiebel
1 kg Kartoffeln
1250 ml Gemüsebrühe
1 Becher Sauerrahm
etwas Öl
Salz, Pfeffer und Muskat zum Abschmecken

Zwiebel, Suppengrün und Kartoffeln schälen und in kleine Stücke schneiden. Zwiebeln in einem großen Topf mit etwas Öl anschwitzen. Das Gemüse dazugeben und kurz anbraten. Anschließend mit der Brühe aufgießen und ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis das Gemüse gar ist. Währenddessen die Petersilie waschen und kleinschneiden. Zum Schluss die Suppe fein pürieren und den Sauerrahm hineinrühren. Mit Salz, Pfeffer und ein wenig Muskat würzen und dann ab auf den Teller! Petersilie drauf.

Fertig!

Und bei euch? Was gibts da so an bodenständigen Gerichten? Was sind eure Favoriten auf der Simple-aber-gut-Liste?

Guten Appetit!
Mia

Linsen-Tomaten-Suppe. Macht satt und wärmt bei diesen Temperaturen wunderbar!

von Mia | Küchenchaotin

Ich liege seit Dienstag flach. Na bin ich froh, dass ich diesen Eintrag schon vor einigen Wochen vorbereitet habe! Mag nicht jemand dieses Rezept nachkochen und mir eine Schüssel vorbeibringen?

In Kiel hatten wir -15°C und der Wetterdienst behauptet, dass die Temperaturen noch weiter sinken können. Als waschechtes Nordlicht bin ich selbstverständlich relativ wetterunempfindlich. Aber im Moment warte ich jeden Tag, dass mir Mammuts oder Säbelzahntiger über den Weg laufen. Die Leute fangen an, Lebensmittel zu hamstern, auf der Förde schwimmen Eisschollen – Eisbären habe ich noch nicht gesichtet – und an meinem Fenster ranken sich Eisblumen. Eisblumen sind vielleicht meine Lieblingsblumen. Aber 10°C mehr UND Eisblumen …das würde ich noch mehr mögen!

Doch wie wir ja alle wissen, gibt es kein schlechtes Wetter, sondern nur falsche Kleidung. Und definitiv richtiges Essen.
Richtig ist hier geschmacksbedingt von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Für mich sind Suppen richtig. Und für eine gute Suppe lasse ich gerne jede Festtagstafel stehen.
Bei diesen Temperaturen hat sich die folgende Suppe als gute Wärmequelle herausgestellt. Sie ist – auch fleischlos – deftig, macht sehr satt und ist ziemlich gesund und eiweißreich. Je schärfer gewürzt, desto mehr heizt sie ein und gerade bei beginnender Erkältung ist sie unglaublich wohltuend.

 

Zutaten (für 2 große Portionen)

100g Linsen
1 Dose stückige Tomaten (400g)
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 daumennagelgroßes Stück Ingwer
300ml Gemüsebrühe
2 TL Currypulver
1 gehäufter TL Koriander (getrocknet, als Pulver)
1 ordentliche Prise Cayennepfeffer
1/2 Bund Koriander
etwas Öl
Salz zum Abschmecken

Die Linsen waschen und gut abtropfen lassen.
Zwiebel, Knoblauch und Ingwer in sehr feine Würfel schneiden und in einem Topf mit etwas Olivenöl glasig anschwitzen.
Die Temperatur sollte nun runtergeregelt werden.
Curry dazugeben und kurz mit anrösten. Zum Schluss die abgetropften Linsen kurz anbraten und anschließend mit den stückigen Tomaten und deren Flüssigkeit ablöschen.
Nun die Gemüsebrühe dazugeben und das ganze ca. 15 Minuten kochen lassen, bis die Linsen langsam zerfallen. Mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen. Wird die Suppe zu dick, einfach ein bisschen Wasser nachschütten (ich bin bei dieser Suppe allerdings der Meinung, dass „dick“ = „gut!“ ist).
Während das ganze kocht, kann man prima schon den Koriander waschen und kleinhacken. Er wird erst auf die fertige Suppe gegeben.
Bei mir gab’s noch einen Klecks  (veganen) Joghurt drauf !

Fertig!

Schmeckt auch am nächsten Tag noch sehr gut!

Bei Currypulver lohnt es sich übrigens ganz besonders, ein bisschen mehr zu investieren. Hochwertiges Currypulver schmeckt wirklich um Welten besser, als billiges. Dadurch, dass „Curry“ eine Gewürzmischung ist, variiert der Geschmack ziemlich stark.

Und jetzt ihr! Was gibt es bei euch bei so eiskaltem Wetter? Und was gibt es bei Grippe (außer der altbekannten Hühnersuppe)?

Guten Appetit!
Mia

Mmmmmh! Scharfes Linsencurry mit Gurkenjoghurt

von Mia | Küchenchaotin

Erst mit 20 hatte ich meine Linsen-Erleuchtung. Als Kind schreckten mich die kleinen Dinger eher ab, den Linsen-Eintopf meiner Mutti probierte ich nur ein einziges Mal in meinem Leben, danach hatte ich erstmal genug für die nächsten 15 Jahre. Linsen rangierten auf meiner Lebensmittel-Hitliste irgendwo zwischen Blutwurst und Aspik. Ganz unten.
Doch eines schönen Tages, als ich bereits von zu Hause ausgezogen war, stolperte ich über ein Rezept, dass ich sehr interessant fand. Linsencurry. Da ich Curry in allen Varianten liebe, habe ich beschlossen, Linsen noch einmal eine Chance zu geben. Gute Entscheidung! Heute stehen (rote) Linsen öfter auf meinem Speiseplan, in unterschiedlichen Variationen.

Linsen sind ziemlich gesund. Sie enthalten mehr Eiweiß, als andere pflanzliche Produkte und sind voll von Eisen, Magnesium, Kalium und B-Vitaminen. Ein Grund mehr, sie öfter zu essen!

Scharfes Linsencurry mit Gurkenjoghurt


Zutaten
(für 4 Personen)

Für das Curry:
2 kleine Zwiebeln
2 Knoblauchzehen
1 daumengroßes Stück Ingwer
2 Chilischoten
1 EL rote Currypaste
400 ml Kokosmilch
250 ml Brühe
400g rote Linsen
1 TL Koriander
1 TL Kurkuma
1 handvoll frischer Koriander
Salz und Pfeffer

Für den Joghurt:
1 Becher griechischer Joghurt
1 halbe kleine Salatgurke
1 EL Öl
Salz

Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer in kleine Würfel schneiden und in einem Wok mit etwas Öl anschwitzen. Currypaste und Chilis dazugeben und kurz anrösten lassen. Dann mit der Kokosmilch ablöschen und kurz köcheln lassen. Brühe und die Linsen (bitte gewaschen!) dazuschütten. Koriander und Kurkuma dazugeben. Nun das ganze bei schwacher Hitze ca. 15 Minuten ausquellen lassen.

Währenddessen die Gurke entkernen und in kleine Würfel schneiden. Zusammen mit dem Öl und einer Prise Salz in den Joghurt rühren und kurz ziehen lassen.

Kurz bevor das Curry fertig ist, den Koriander kleinschneiden (Blätter und Stiele). Über das fertige Curry geben.
Das Curry ist sehr scharf! Der Joghurt macht das ganze ein bisschen milder. Ich esse außerdem noch Reis dazu.

Schmeckt auch am nächsten Tag aus der Mikrowelle bombastisch. Eventuell muss dann aber etwas Wasser dazugegeben werden.

Wo wir grad bei scharf sind… Ich empfehle euch, niemals Currypaste unverdünnt zu probieren. Ich hab’s getan und danach bestimmt noch 20 Minuten geweint und nach Luft geschnappt.
Die Idee mit dem Joghurt kommt übrigens von hier: *klick*

Guten Appetit!
Mia

Apfelpfannkuchen – ein Rezept mit Zimt, Zucker und ganz viel Glücklichsein

von Mia | Küchenchaotin

Als ich klein war, waren wir dicke Freunde – Eierpfannkuchen und ich. Leider sahen wir uns nicht allzu oft, weil die kleinen Dinger nunmal kein besonders guter Umgang sind und so lud meine Mutti sie nur selten zum Mittagessen ein.
Und wie es nunmal ist, mit Kindergartenfreunden… Irgendwann verloren wir uns aus den Augen und ich dachte nur noch selten an meine geliebten Pfannkuchen.
Doch wie das Leben so spielt: Man trifft sich immer zweimal. Mindestens. Eines Tages sah ich sie wieder. In der Zeitschriftenabteilung des Supermarkts. Da strahlten sie mir entgegen, aus einer Kochzeitschrift, als hätten sie gewusst, dass ich mich dort öfter rumtreibe!
Sofort beschloss ich, dass wir uns wiedersehen mussten und so kam es dann auch tatsächlich eines schönen Sonntags.
Was soll ich sagen… In all den Jahren hatten sie sich kaum verändert. Sie waren eigentlich immernoch die selben. Einfach zuzubereiten und unglaublich lecker.

Apfelpfannkuchen

Zutaten (für 8 Apfelpfannkuchen)

250 g Mehl
250 ml Milch
250 ml Mineralwasser (Sprudel)
2 Eier
4 EL Zucker
1 Prise Salz

2 Äpfel
1 Zitrone
1/2 EL Zimt
Butter zum Ausbacken

Aepfel und Zitronen

 

Mehl, Milch, Mineralwasser, Eier, 2 EL Zucker und eine Prise Salz in eine Schüssel geben und zu einem glatten Teig verrühren. Durch ein enges Sieb geben, dann gehören alle Klümpchen der Vergangenheit an.
Der Teig muss nun 30 Minuten ruhen.
Währenddessen die Äpfel erst vierteln, entkernen und dann in dünne Spalten schneiden. Mit Zitronensaft beträufeln, damit die Scheiben nicht braun werden.
Ist die Ruhezeit für den Teig vorbei, muss er noch einmal gründlich durchgerührt werden.
Als nächstes ein kleines Stück Butter in eine beschichtete Pfanne geben. Ist die Butter aufgelöst, nacheinander die Pfannkuchen ausbacken.
Dazu erst einen großen Klecks (ungefähr eine Kelle voll) in die Mitte der Pfanne geben und durch schwenken verteilen. Nun schnell die Apfelscheiben hinauflegen, bevor der Teig gestockt ist.
Irgendwann ist es dann Zeit zum Wenden. Das war sehr lange eine unüberwindliche Hürde für mich, denn immer gingen mir die Pfannkuchen kaputt. Bis ich irgendwo im Fernsehen sah, dass jemand die Pfannkuchen mit Hilfe eines Tellers wendete. Das geht sehr einfach und ist fast idiotensicher. Einfach den Pfannkuchen aus der Pfanne auf einen Teller rutschen lassen, die Pfanne auf den Teller stülpen und das ganze umdrehen. Schwupps! Schon backt der Pfannkuchen heil auch auf der zweiten Seite.Sind alle Pfannkuchen ausgebacken (wer sie unbedingt ganz warm haben will, der steckt die fertigen, solang die anderen noch backen in den vorgeheizten Backofen), müssen nur noch der Zimt und der restliche Zucker gemischt und drübergestreut werden. Und dann ab aufs Sofa und genießen! Mmmmmmh!

Apfelpfannkuchen

 

Den besagten Sonntag verbrachten wir übrigens komplett zusammen. Es gab Apfelpfannkuchen zum Frühstück, zu Mittag und zu Abendbrot. Und zwischendurch. Das musste nach so langer Zeit einfach sein.Guten Appetit!
Mia

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