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Selfmade Sunday – Pasta selber machen

von Mia | Küchenchaotin

Pasta selber machen ist nicht einfach nur „ein Essen machen“, es ist eine Leidenschaft. Von mir. Wenn ich die Zutaten für einen Pastateig in meine Rührschüssel werfe und langsam anfange, ihn zu kneten, kann mein Hirn abschalten. Wenn ihr mich fragt, sollte das Kneten von Pastateig als Mediationstechnik anerkannt werden. Das Kneten sorgt für einen körperlichen Ausgleich, gleichzeitig ist es entspannend. Und das Glücksgefühl, dass eine selbstgemachte Nudel beim Essen auslöst – davon will ich gar nicht erst anfangen.

Natürlich habe ich nicht schon immer meine Nudeln selber gemacht. Warum nicht? Weil ich dachte, dass es wahnsinnig schwierig ist. Dass man dazu immenses Fachwissen und atemberaubende Technik braucht. Und mindestens einen Italiener in der Verwandschaft. Das Pasta-Gen!
Doch das ist nicht so. Pasta machen ist ganz einfach! Natürlich brauch es ein bisschen mehr Zeit, als eine Tüte aufzuschneiden und fertige Pasta in einen Topf zu werfen, aber ich sage euch ganz ehrlich: Es schmeckt auch einfach besser.

Mein Standard-Rezept für selbstgemachte Pasta ist ganz einfach:

Selbstgemachte Pasta

Rezept pro Portion:

100 g Mehl
1 kleine Prise Salz
1 Ei (M)

Das Mehl mit dem Salz in eine Schüssel geben, gut vermengen und eine kleine Mulde in der Mitte formen. Das Ei/die Eier in die Mitte geben und zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig in etwas Frischhaltefolie einschlagen und mindestens 30 Minuten bei Zimmertemperatur (wenn die Temperaturen es zulassen) oder mindestens eine Stunde im Kühlschrank ziehen lassen. Nun den Teig ausrollen und in die gewünschte Form bringen. Weitere Infos siehe Tipps!

7 Tipps für tolle, selbstgemachte Nudeln

  1. Das Mehl machts
    Theoretisch kann die Pasta mit jedem handelsüblichen Weizenmehl hergestellt werden. Ich bin irgendwann dazu übergegangen, spezielles Pasta-Mehl/“Semola„* oder Spätzlemehl*/“Weizendunst“ zu verwenden. Das Ergebnis wird damit einfach noch ein bisschen besser.
  2. Möge die Konsistenz mit dir sein
    Ei ist nicht immer gleich Ei. Manchmal ist ein bisschen mehr drin, manchmal ein bisschen weniger. Ein Naturprodukt eben! Deshalb ist der Teig manchmal auch ein bisschen weicher und manchmal ein bisschen fester. Auch ich muss meistens noch Nachjustieren! Der Teig ist dann perfekt, wenn er beim kneten nicht mehr an den Händen klebt, aber auch nicht bröselig ist. Klebt er, kann einfach noch etwas Mehl dazugegeben werden, bröselt er, gibt man ein wenig Wasser dazu. Immer in klein(st)en Mengen. Ganz einfach!
  3. Kneten, kneten, kneten
    Eine Zeit lang dachte ich, ich komme drumherum, den Teig selbst zu kneten. Leider wird er jedoch bei mir in der Küchenmaschine niemals so gut, wie selbstgeknetet! Der Teig ist dann „fertig“, wenn er sich ganz glatt geschmeidig in der Hand anfühlt und leicht elastisch ist. Je nach Muskelkraft kann das schon mal bis zu 5 Minuten Knetzeit bedeuten – 5 Minuten, die aber hervorragend investiert sind!
  4. In der Ruhe liegt die Kraft
    Ich weiß, das Warten ist schwer. Aber dieser Schritt darf nicht übersprungen werden! Ist der Teig fertig geknetet, wird er in Frischhaltefolie (oder ein feuchtes Küchentuch) eingeschlagen und darf ziehen. Hier verbinden sich das Mehl und die Flüssigkeit optimal. Ich lasse den Teig, wenn die Temperaturen es zulassen, mindestens 30 Minuten bei Zimmertemperatur oder mindestens eine Stunde im Kühlschrank ruhen. Am liebsten bereite ich den Teig morgens zu und lasse ihn bis abends ziehen.
  5. Walzen, falten, walzen (and repeat)
    Sobald der Teig aus der Frischhaltefolie ausgewickelt ist, knete ich ihn noch ein mal grob und „plätte“ ihn mit der Hand schon ein mal vor. Danach kommt er in die Nudelmaschine, die auf den breitestmöglichen Abstand eingestellt wird. Nun wird der Teig durchgewalzt, ein mal gefaltet und wieder durchgewalzt. Das wiederhole ich so lange, bis der Teig 1. die typische Plattenform erhalten hat und 2. schön glatt und geschmeidig ist. Klebt der Teig an der Walze, kann er mit etwas Mehl bestäubt werden. Die fertigen Platten können auf einem mit Mehl bestäubten Küchentuch zwischengelagert und dann in die gewünschte Form gebracht werden
  6. Formen und lagern
    Die selbstgemachte Pasta mit einem Messer oder der Nudelmaschine in die gewünschte Form bringen. Die fertigen Nudeln mit Mehl etwas Mehl bestäubt auf ein trockenes Küchentuch geben, damit sie nicht aneinanderkleben. Soll die Pasta gefüllt werden, muss sie sofort weiterverarbeitet werden, da sie sonst beim Formen brüchig wird. Spaghetti & Co hängend trocknen (z.B. auf einem Nudelständer*)
  7. Kochen
    Frische Pasta wird in der Regel viel kürzer gekocht, als getrocknete. Je nach Dicke und Form des Teigs, und je nachdem, wie lange die Pasta vor dem Kochen angetrocknet ist, braucht sie zwischen 4 und maximal 9 Minuten bis zur perfekten Konsistenz.

Was ihr mir der selbstgemachten Pasta anstellen könnt? Hier auf dem Blog findet ihr etliche Pasta-Rezepte und mein neues Buch „Mia liebt Pasta„* kann ich euch natürlich auch nur ans Herz legen, vor allem, weil dort noch mehr Infos zum Pasta selber machen enthalten sind. Ansonsten: Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt!

Guten Appetit!
Mia

P.S.: Weil ich immer wieder nach meinem Arbeitsmaterial gefragt werde: Ich selbst habe mit einer Mercato Classic* Nudelmaschine angefangen, Pasta selbst zu machen und kann sie wirklich empfehlen.
Durch den erhöhten Nudelkonsum im Hause Küchenchaotin, habe ich mir irgendwann die Pastaaufsätze* und den Röhrnudelaufsatz* von Kitchenaid gegönnt, die ich während der Buchproduktion einem umfangreichen Härtetest unterzogen habe (den sie bestanden haben).
Wenn ich Ravioli mache, benutze ich dafür dieses Raviolibrett*, dass mir sehr gute Dienste leistet, sofern es gut bemehlt wurde und dieses Teigtaschenformer-Set* ist bei mir ebenfalls in Dauerbenutzung.

*=Amazon Affiliate-Link. Ihr zahlt nicht mehr, ich bekomme aber eine kleine Provision, wenn ihr über den Link einen Artikel kauft

 

Die Bilder, auf denen ich zu sehen bin, sind für mein neues Buch entstanden von meiner lieben Freundin und Herzensfotografin Ines Dogan.

Mia liebt Pasta – ein Rezept für Milchnudeln nach Omas Art und eine Verlosung!

von Mia | Küchenchaotin

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag schon viel früher schreiben. Mit der Betonung auf: VIEL. Und dann kam irgendwie das Leben dazwischen!
Ich saß in Kuba, da bekam ich ein Bild per Whatsapp-Nachricht. Auf diesem Bild: Mein Buch. In meinem Gesicht: Der Schock.

Könnt ihr euch das vorstellen? Ich habe die Veröffentlichung meines eigenen, zweiten Buchs* verpasst! Irgendwo zwischen Jahresende, Neujahr und Sachen packen für den Urlaub und einen taktisch vielleicht etwas unklug direkt nach dem Urlaub geplanten Umzug ist mir die Veröffentlichung einfach durch die Lappen gegangen. Und dann wollte ich darüber schreiben, aber irgendwo brannte es immer. Und jetzt gerade liege ich erkältet auf der Couch und habe beschlossen, euch endlich davon zu erzählen.

Nachdem „Mias süße Kleinigkeiten“ erschienen war, fragte der Verlag mich „Hast du Lust, noch eins zu machen?“. Natürlich wollte ich! Und so machten wir uns ans Brainstormen, was das Thema betrifft. Es gab da so ein paar Vorschläge und Vorstellungen. Und letztendlich wurde es doch etwas ganz anderes.
„Wenn ich die freie Wahl hätte, dann würde ich ein Pasta-Buch machen. Ich liebe Pasta! Und mein Kochheld nannte mich schon bei unserer ersten Begegnung „Nudeltier“. Das wäre was fürs Herz!“, meinte ich. Und war überrascht, als die Antwort kam: „Weisst du was, wir machen das!“. „Mia liebt Pasta„* entstand.

Mia-liebt-Pasta-Cover Ein bisschen Angst hatte ich ja schon. Denn nach den süßen Kleinigkeiten konnte/wollte ich eine ganze Zeit lang nichts Süßes mehr sehen. Ich hatte in einem so kurzen Zeitraum (das Buch entstand mehr oder weniger in 2 Monaten und es gingen in etwa 120 Kuchen, Desserts und Eisportionen durch meine Küchen (und meinen Magen)). Und mit der Pasta wollte ich es mir wirklich nicht verderben. Aber es gab einfach kein Thema, dass ich mir so gut zutraute und bei dem ich so mit vollem Herzen dabei war.

Also habe ich Pasta gemacht. Viel Pasta. Ich habe geknetet und gewalzt und gerührt und gekostet und vor allem habe ich eins getan: ich habe es geliebt. Selbst an den Tagen, an denen 3 unterschiedliche Portionen Pasta auf meinem Tellerchen landeten. Auch, als der Nudelgott mich für meine schlampige Falttechnik bestrafen wollte und jede einzelne Ravioli, die ich ich stundenlanger Kleinarbeit geformt hatte, im Topf aufging und fröhlich getrennt von der Füllung herumschwamm. Und ja, auch selbst an dem Tag, an dem mir um 23 Uhr auf dem Weg ins Bett einfiel, dass ich vergessen hatte, Pellkartoffeln für die Nudelfüllung vom Folgetag zu kochen und ich statt ins Bett noch mal in die Küche tapste.

Herausgekommnen ist ein Buch mit ungefähr 60 Rezepten für Nudelteige, Saucen, Pesto und natürlich ganze Nudelgerichte, die ich allesamt jederzeit wieder kochen würde. Aufgeteilt in Grundrezepte, gekochte Gerichte, gekühlte Speisen, gebackenes Nudelglück und – die für mich größte Herausforderung – süße Pasta. Läuft euch das Wasser im Munde zusammen, wenn ich Schlagworte wie Rotolo mit Spinat und Nussbutter, Pfannenlasagne, Nudelsuppe Thai-Style, Schokoravioli mit Vanillefüllung und Kirschkompott, Nudelsalat mit Melone und Avocado oder Möhrenpasta Stir-Fry in den Raum werfe? Im Buch findet sich so viel mehr! Meine persönliche Liebeserklärung an die Pasta.

Ein Rezept aus dem Buch habe ich euch heute auch mitgebracht. Ein Rezept fürs Herz – aus dem süßen Kapitel!

Milchnudeln - www.kuechenchaotin.de

Milchnudeln nach Omas Art

Rezept für 4 Portionen

900 ml Milch
300 g Sahne
400 g Fusilli
Mark von 1 Vanilleschote
5 EL Zucker
Zimt und Zucker zum Bestreuen

Milchnudeln - www.kuechenchaotin.de

Die Milch mit der Sahne aufkochen. Die Fusili, das Vanillemark und den Zucker hinzugeben und die Pasta unter ständigem Rühren so lange in dem Milch-Sahne-Gemisch kochen lassen, bis sie gar ist und die Sauce eindickt.
Die Milchnudeln in 4 Portionen teilen und mit Zimt und Zucker bestreut servieren.

Fertig!

Tipp: Nicht nur Zimt und Zucker sind ein toller Begleiter zu den Milchnudeln! Beerenfans können frische Früchte oder Kompott dazu servieren und Puristen etwas zerlassene Butter. Einer meiner Favoriten: einen Apfel würfeln, in etwas Zucker karamellisieren lassen und Nusssplitter dazugeben. Perfekt!


Und damit ihr auch sehen könnt, was ich mit Liebe, manchmal Schweiß und hin und wieder sogar einem klitzekleinen Tränchen zusammengetragen habe, verlose ich 3 signierte Exemplare von „Mia liebt Pasta„*!

Was ihr dafür tun müsst?

  • Hinterlasst hier bis zum 19.03.17, 23:59 Uhr,  einen Kommentar – und verratet mir in einem ganzen Satz, was euer liebstes Pastagericht ist.
  • Hinterlasst bitte UNBEDINGT eure (korrekte) E-Mail-Adresse, sonst erreiche ich euch nicht, wenn ihr gewonnen habt!
  • Der Rechtsweg ist natürlich ausgeschlossen – versteht sich wie immer von selbst, nicht wahr?
  • Die 3 Gewinner werden per Los ausgewählt und erklären sich damit einverstanden, ihre Adresse zwecks Versand des Gewinns an mich weiterzugeben

Guten Appetit,
Mia

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Pasta mit dicken Bohnen – Mehlschwitze at its best

von Mia | Küchenchaotin

Manchmal überkommt er mich, der Hunger auf eine Mehlschwitze. Ich kann icht genau erklären, woher er kommt, aber wenn er kommt, dann kann ich ihn nicht bändigen. Er bleibt so lange, bis ich in die Küche gehe, Butter, Mehl und Milch rausholen und ihn stille.
Besonders zu Pasta habe ich die Mehlschwitze lieben gelernt. Eine Handvoll Nudeln, eine Handvoll Gemüse und eine gute Mehlschwitze gehen bei mir als vollständige Seelenfutter-Mahlzeit durch. Da brauche ich nix anderes!

Das Rezept, dass ich euch heute mitgebracht habe, ist in einer Mehlschwitze-Notfallsituation entstanden. Ich hatte: Hunger auf Mehlschwitze. Der Vorrat hatte: Pasta. Der Tiefkühler hatte: dicke Bohnen.
Bohnen und Pasta sind ein echtes Dreamteam. Ich liebe diese Kombi! Grüne Bohnen mit Pasta, Tomaten und reichlich gutem Olivenöl gehören seit jeher zu meinen Leibspeisen.
Diese cremige Variante würde ich aber auch niemals von meinem Tellerchen stoßen! An Bandnudeln oder Linguinie bleibt die dicke Sauce übrigens perfekt hängen.

Pasta mit dicken Bohnen - www.kuechenchaotin.de

Pasta mit dicken Bohnen

Rezept für 4 Portionen

500 g dicke Bohnenkerne (TK)
25 g Butter
30 g Mehl
350 ml Milch
400 ml Gemüsebrühe (heiß)
2 Lorbeerblätter
3 Stängel Thymian
Pfeffer + Salz
Muskat
1-2 TL abgeriebene Zitronenschale
1 EL Zitronensaft
400 g Linguine oder Bandnudeln

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Pasta mit Champignon-Kräuterrahmsauce – Comfort Food

von Mia | Küchenchaotin

So sehr, wie ich Pilze eine lange Zeit meines Lebens verschmäht habe, so sehr liebe ich sie heute. Sobald die kühlere Jahreszeit anklopft, sind Pilzgerichte mein absolutes Comfort-Food. Von einer ordentlichen Pilz(rahm)pfanne kriege ich einfach ein Instant-Wolhegfühl.
So war es auch mit dem Rezept, dass ich heute mitgebracht habe: er war plötzlich einfach da, der Hunger auf Pilze mit Rahmsauce. Aber bitte mit Knobi und vielen Kräutern!

Die Zutaten waren eh im Kühlschrank und im Kräutergärtchen und dementsprechend ging es gleich los. Das liebe im am Kochen: Wenn man ein paar Vorräte hat, kann man meistens etwas schönes daraus zaubern. Die Sauce ist sehr schlicht und ohne großes Tamtam. Das macht sie aber nicht weniger schmackhaft! Je länger man sie mit den Pilzen und Kräutern einkochen lässt, desto intensiver wird ihr Geschmack. Beim nächsten Mal werde ich eine größere Menge machen und schauen, wie sie am nächsten Tag schmeckt – das stelle ich mir nämlich ganz bombastisch vor!

Pasta mit Champignon-Kräuterrahmsauce - www.kuechenchaotin.de

Pasta mit Champignon-Kräuterrahmsauce

Rezept für 2-3 Portionen

300 g Pasta
400 g gemischte Pilze
2 Stängel Thymian
1 Stängel Rosmarin
2 Stängel Oregano
1 Stängel Majoran
2 Schalotten
3 Knoblauchzehen.
2 EL Butterschmalz
1 Schuss trockener Weisswein
250 ml Sahne
Salz + Pfeffer
ggf. Parmesan, Montello oder gehackte Petersilie zum Garnieren

Pasta mit Champignon-Kräuterrahmsauce - www.kuechenchaotin.de

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