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Thailändisch angehauchtes Massaman Curry mit Kartoffeln – mein Beitrag zur Blogparade „Die Kartoffel weltweit“

von Mia | Küchenchaotin

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Was haben Laura, Sieglinde, Linda, Bintje, Selma und Solana gemeinsam? Nein, sie gehen nicht in den selben Buchclub, sondern sie sind allesamt schmackhafte und beliebte Kartoffelsorten. Und auch, wenn sie nach außen viele Gemeinsamkeiten haben, sind sie innen drin doch recht verschieden.
Kartoffel ist doch eh gleich Kartoffel? Denkste!
Einige von ihnen sind festkochend und damit perfekt z.B. für Bratkartoffeln oder auch Pommes geeignet, einige sind vorwiegend festkochen und damit die perfekte Salzkartoffel und diejenigen unter ihnen, die meligkochend sind, werden zu den feinsten Pürees und Backkartoffeln.
Sie werden alle unterschiedlich früh oder spät reif, was in sehr frühe und frühe Kartoffeln, in mittelfrühe sowie in späte und sehr späte Sorten eingeordnet wird. Aber in eine Schublade stecken sollte man sie trotzdem nicht, der Geschmack ist nicht der gleiche: jede Sorte hat ihre Eigenheiten. Im direkten Vergleich auf dem Teller merkt man das ganz schnell.

Thailändisch angehauchtes Curry mit Kartoffeln - www.kuechenchaotin.de

Ich gebe zu: als Kind war ich auch nicht so „offen“ für Kartoffeln. Für mich waren sie lange Zeit die notwendige, lästige Sättigungsbeilage auf dem Teller. Aber je älter ich wurde, desto mehr konnte ich mich für die kleinen Knollen begeistern.
Das hängt nicht zuletzt auch damit zusammen, dass sie so unfassbar vielseitig einsetzbar sind! Während die Salzkartoffel auf dem Mittagsteller immer noch nicht zu meinen Favoriten gehört, liebe ich sie in so vielen anderen Varianten dafür um so mehr.

Wie vielseitig und international die Kartoffel ist, versuchen ein paar andere Blogger und ich bei der Blogparade „Die Kartoffel weltweit“ von diekartoffel.de zu zeigen. Auf der Seite zur Parade werden gerade all die schönen Beiträge gesammelt!
Die einzige Bedingung zur Teilnahme an der Blogparade: Es muss ein Gericht mit internationalem Einfluss sein ­– und natürlich mit Kartoffeln.

Beim Titel „Die Kartoffel weltweit“ musste ich sofort an mein liebstes thailändisches Restaurant aus Kiel denken, dass ich selbst nach fast 2 Jahren im Schwabenland immer noch schmerzlich vermisse. Hier gab es nämlich das beste Gäng Massaman Curry mit Tofu außerhalb von Thailand. Die Hauptzutat (neben Tofu): Kartoffeln! Das fand ich am Anfang befremdlich, habe es aber lieben gelernt. Und mit dem thailändisch angehauchten Kartoffel-Rezept, dass ich euch heute mitgebracht habe, schicke ich liebe Grüße in meine alte Heimat!
Die Kartoffeln habe ich nicht einfach im Curry gekocht, sondern vorher im Ofen knusprig gebacken, damit ihr Aroma noch besser zur Geltung kommen kann. Ein extra Schritt, den ich nur empfehlen kann!

Thailändisch angehauchtes Curry mit Kartoffeln - www.kuechenchaotin.de

Thailändisch angehauchtes Massaman Curry mit Kartoffeln

Rezept für 2-3 hungrige Esser

1 kg festkochende Kartoffeln
1 EL + 1 TL Erdnuss-Öl
1 Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 daumennagelgroßes Stück Ingwer
2-3 EL Massaman-Currypaste (alternativ: rote Currypaste)
400 ml Kokosmilch
2 Kaffirblätter
1 Handvoll Cashewkerne
2 Frühlingszwiebeln
1 kleiner Bund Koriander
Salz und Pfeffer

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Gefüllte Tomaten mit Couscous, Linsen und Ziegenkäse – vom Tomatenduft verführt

von Mia | Küchenchaotin

Neulich lief ich durch Lebensmittelmarkt meines Vertrauens und konnte meiner Nase gar nicht glauben: denn in der Gemüseabteilung roch es so wunderbar nach Tomaten! Wie ferngesteuert lief ich auf die Auslage zu und griff hinein. Ein Ästlein wanderte zu meiner Nase. Tatsächlich. DIE riechen so gut! Vielleicht bin ich einem ausgezeichneten Einkaufspsychologen auf den Leim gegangen, der hier Tomatenduft verströmt hat, aber ich konnte einfach nicht anders, eine große Tüte voll mit diesen aromatischen Tomaten mitzunehmen. Ja, sie kamen aus dem Gewächshaus. Ja, sie waren deshalb eigentlich zu teuer. Und Ja, saisonal ist anders. Aber diese Tomaten. YOLO! Ihr wisst schon.

Was ich mit 2 Kilo der vielleicht bestduftensten Tomaten auf diesem Kontinent angestellt habe? Ich habe sie gegessen wie Äpfel, sie zu feinstem Tomate-Mozzarella verarbeitet und 8 besonders hübsche Exemplare habe ich gefüllt. Womit, das verrate ich euch heute!

Gefüllte Tomaten - www.kuechenchaotin.de

Gefüllte Tomaten mit Couscous, Linsen und Ziegenkäse

Rezept für 2-3 hungrige Esser

75 g Puy-Linsen
75 g Couscous
1 kleine Zwiebel
2 EL Butter
120 g Ziegenfrischkäse (Ziegentaler)
2 Stängel Thymian
1/2 Bund Petersilie
8 Tomaten
Salz und Pfeffer
2 EL Olivenöl

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Schnelle Maultaschenpfanne – von Mealplanning und dem Leben, das dazwischenkommt

von Mia | Küchenchaotin

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Seit Ende letzten Jahres beschäftige ich mich ausgiebig mit dem Thema Meal-Planning. Das Problem: Wir schmeißen relativ oft Lebensmittel weg, weil wir sie nicht rechtzeitig verbrauchen. Die Lösung: Die Mahlzeiten so zu planen, dass am Ende möglichst alles verbraucht wird. Das klingt doch ganz einfach, oder?

In der Praxis ist es aber gar nicht so ein Kinderspiel. Denn eins kommt immer mal wieder dazwischen: Das Leben!
Ich gehöre zu den Menschen, die jeden Tag sehr gerne kochen. Für mich ist das kein Stress, sondern es entspannt mich. Wenn ich meine Zutaten schnippele und zubereite und am Ende mit einer leckeren Mahlzeit belohnt werde, finde ich das großartig.
Doch so sehr ich das Kochen liebe: Manchmal ist einfach echt wenig Zeit und ich kann nicht 2 Stunden jeden Abend in der Küche stehen. Da kommt auch mal spontan ein beruflicher Termin oder ein privates Treffen rein und – zack – ist der Plan dahin und Lebensmittel, die gekauft und eingeplant wurden, wurden nicht verarbeitet und landen im Mülleimer.

Auf die Lösung für dieses Problem bin ich erst gekommen, als bofrost* bei mir anfragte, ob ich Lust hätte, eins der neuen bofrost*veggie-Produkte zu testen, die schnell und einfach zuzubereiten sind (Anmerkung von mir: Die Maultaschen! Die sind der absolute Oberknaller!): Ich plane einfach ein oder zwei Mahlzeiten pro Woche ein, deren Zutaten teilweise oder ganz aus dem Tiefkühler kommen. Das hat gleich mehrere Vorteile:
1. dass es sehr schnell geht (die Zutaten sind geschnitten und müssen nur noch gekocht/gebraten/gebacken oder gar aufgewärmt werden)
2. trotzdem sehr gesund ist (Tiefkühlgemüse enthält oft noch mehr Vitamine und Nährstoffe, als frisches aus dem Supermarkt, da es direkt nach der Ernte schockgefrostet wird)
3. die Mahlzeit mit einer anderen getauscht werden kann, wenn die Zeit drückt oder auch ausfallen kann, falls ein Restaurantbesuch dazwischenkommt, ohne, dass die Zutaten schlecht werden

Der Plan für eine Woche (in diesem Fall tatsächlich der Plan für die letzte Woche) kann dann z.B. so aussehen:
Montag: Spaghetti mit rote Linsen-Bolognese (übriggebliebene Nudeln aufbewahren)
Dienstag: (wird stressig!): schnelle Maultaschen Pfanne (z.B. mit den tiefgekühlten bofrost*veggie Maultaschen) und den Gemüseresten aus dem Kühschrank
Mittwoch: überbackene Spaghettinester aus dem Ofen (mit den Nudelresten von Montag)
Donnerstag: herzhafter Rahm-Blattspinat aus dem Tiefkühler mit frischem Ei
Freitag: Omelette aus den restlichen Eiern mit Wirsing und Pilzen (Reste vom Wirsing-Kopf aufbewahren)
Samstag: Essen bei/mit Freunden
Sonntag: Gemüse-Curry (TK Gemüse) mit dem restlichen Wirsing

Mit diesem Plan sollten die frischen Zutaten am Sonntag aufgebraucht worden sein und falls doch etwas übrig bleibt, können sie direkt für den Anfang der nächsten Woche eingeplant werden. Ihr merkt: Ich steh auf Mealplanning.

Maultaschenpfanne mit Möhren und Brokkoli - www.kuechenchaotin.de

Das Rezept für die Maultaschen-Pfanne habe ich euch heute auch mitgebracht. Zusätzlich zu den tiefgekühlten Maultaschen habe ich einfach geschaut, was die Gemüseschublade des Kühlschranks so hergibt. Gefunden habe ich eine Möhre, die ich zu viel für die Rote-Linsen-Bolognese am Montag gekauft hatte und einen halben Brokkoli, der von der Vorwoche übrig geblieben war. Möhren und Brokkoli sind eine perfekte Kombi! Wäre kein Gemüse übrig gewesen, hätte ich einfach mit etwas aus der Tiefkühltruhe aufgestockt.

Maultaschenpfanne mit Möhren und Brokkoli - www.kuechenchaotin.de

Schnelle Maultaschenpfanne mit Brokkoli und Möhren

Rezept für 2 Portionen

5 gefrorene Maultaschen (z.B. die bofrost*veggie Maultaschen)
1 kleine Zwiebel
1 Möhre
1/2 Kopf Brokkoli
2 EL Butterschmalz
1-2 TL Chiliflocken
Salz

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Kartoffelpuffer – Heimat im Topf

von Mia | Küchenchaotin

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Viele Menschen ziehen im Laufe des Lebens aus ihrer Heimat weg. Sei es des Jobs wegen, der Liebe wegen, einfach wegen einem gewissen „Fernweh“ oder aus ganz anderen, sehr individuellen Gründen. Ich bin eine von ihnen und habe es gleich richtig krachen lassen, was die Entfernung angeht: Geboren im höchsten (und echten) Norden in der Nähe von Kiel lebe ich heute in der Nähe von Stuttgart. Meine Heimat und mich trennen also ungefähr 750 km.

Ich gebe zu: Die meiste Zeit vermisse ich den Norden nicht. Manchmal hätte ich das Meer natürlich schon gern ein bisschen näher. Und manchmal fehlen mir das saloppe „Du“ und das „Moin“, das von morgens bis Abends als Gruß genutzt werden kann. An den allermeisten Tagen liebe ich die Landschaft hier unten im Süden und was ich noch mehr liebe, ist das regionale Essen. Wie konnte ich nur mein ganzes Leben ohne Maultaschen und Käsespätzle überleben? Es ist mir ein Rätsel. Ehrlich!

Andererseits fehlen mir natürlich manchmal auch die typisch norddeutschen Gerichte, die meinen Mitmenschen hier unten zum Teil vollkommen unbekannt sind. Der Geschmack eines jeden Menschen wird in seiner Kindheit geprägt. Deshalb schmeckt auch das Essen der eigenen Mama immer besser, als das aller anderen Mamas. Man ist darauf geprägt. Meine Prägungen sind dementsprechend typisch norddeutscher Art. Zum Beispiel bin ich auf Rübenmus im Winter gepolt. Auf Bauernfrühstück. Und verdammt noch mal: Ein gescheites Franzbrötchen! Ein Königreich für ein ordentliches Franzbrötchen! Es tut mir leid, liebe süddeutsche Mitbürger – gegen ein richtiges Franzbrötchen kann keine Butterbrezel gegenanstinken. Auch, wenn ich zugeben muss, dass besagte Butterbrezeln hier sehr viel besser schmecken, als im Norden. Wer aus dem Süden kommt, darf und muss das natürlich anders sehen. Die Prägung – ihr versteht schon!

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Als Fissler mich fragte, was für mich ein Gericht ist, dass ich unweigerlich mit meinem alten zu Hause verbinde – meine „Heimat im Topf“ – da habe ich mich gefragt: Mache ich das? Koche ich mich nach Hause? Und ich musste feststellen: Ja, das tu ich. Natürlich. Regelmäßig. Und das mit einem ganzen, kleinen Portfolio an Gerichten.
Und eins davon ist gerade im Herbst und im Winter ein Dauerbrenner. Ich sag mal nur: Kartoffelpuffer.

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Kartoffelpuffer – das sind Pfannkuchen aus Kartoffeln – nur echt mit selbstgemachtem Apfelmus aus Omas Garten. Denn die schmecken nur mit den „echten“ Zutaten aus der Heimat so, wie sie sollen und versetzen mich grad in der kühleren Jahreszeit schon beim ersten Bissen in Gedanken wieder zurück an die Küste. Kartoffeln gehen zur Not auch, wenn sie nicht aus der Heimat kommen und dafür, dass für lange, lange Zeit immer ein Glas echtes, norddeutsches Apfelmus im Haus ist, hat meine Oma gesorgt.
Die Puffer sind so wahnsinnig schnell gemacht, dass sie fast schon als Fast Food durchgehen. Alles, was man braucht, sind Kartoffeln, eine Zwiebel, Eier, etwas Mehl, etwas Salz, etwas Fett zum ausbacken und eine gescheite Pfanne. Die, die ich nutze, ist eine, die Fissler uns schon vor einiger Zeit zur Verfügung gestellt hat und die sich inzwischen als perfekte „Da klebt (süddeutsch: beppt) nix an und knusprig wirds trotzdem“-Pfanne bewährt.

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Kartoffelpuffer

Rezept für 2 hungrige Esser

500 g vorwiegend festkochende Kartoffeln
1 Zwiebel
2 Eier
2 EL Mehl
Salz
4 EL Butterschmalz
Dazu: Apfelmus

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Die Kartoffeln schälen, gut abwaschen und trockentupfen. Die Zwiebel ebenfalls schälen. Kartoffeln und Zwiebel durch die feine Seite einer Vierkantreibe reiben und sofort vermengen, damit die Masse nicht braun wird. Ggf. ausgetrenes Wasser direkt nach dem Vermengen ein mal abschütten.
Die Eier und das Mehl gründlich unterkneten. Mit Salz würzen.
In einer Pfanne (ich habe diese hier) das Butterschmalz erhitzen. Jeweils einen großzügig gehäuften Esslöffel des Teigs in das heiße Fett geben, die Hitze leicht reduzieren und die Puffer von beiden Seiten knusprig, leicht braun ausbacken.
Die Kartoffelpuffer auf einem Küchenkrepp abtropfen lassen und heiß servieren.

Fertig!

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Tipp: Die Puffer sollten zu jedem Zeitpunkt leicht im heißen Fett „schwimmen“, denn ansonsten kleben sie schnell fest, egal, wie gut beschichtet die Pfanne auch sein mag. Und: Je kleiner die Kartoffelpuffer sind, desto knuspriger werden sie. Und für diejenigen mit einem süßen Zahn, die nicht so richtig auf Apfelmus stehen: Die Puffer schmecken auch mit ein bisschen Zucker bestreut. Das habt ihr allerdings nicht von mir!

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Habt ihr auch typische „Heimat im Topf“-Gerichte, die ihr untrennbar mit eurer Heimat verbindet? Verratet ihr sie mir?

Guten Appetit,
Mia

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