Getaggte Posts ‘Zwiebel’

Lieblingsessen-Alarm – rote Linsen-Bolognese

von Mia | Küchenchaotin

Einen meiner absoluten Lieblingsblogs habe ich euch schon einmal vorgestellt, aber ich muss noch mal: The Vegetarian Diaries. Es gibt nur wenige Blogs, die mich so inspirieren und von denen ich so viel nachgekocht habe, wie von dem von Arne.

Wisst ihr, es gibt wenige Gerichte, die häufiger auf meinem Teller landen. Natürlich gibt es ein paar Klassiker, aber neben den Evergreens bereite ich selten eine Mahlzeit genau gleich zu. Hier etwas abwandeln, da etwas zutun, und das hier vielleicht weglassen… Ich mag es, wenn es anders ist, als beim letzten Mal.

Aber eins von Arnes Rezepten – um mal wieder auf den Punkt zu kommen – landet seit einigen Monaten immer wieder  und in der gleichen Zusammensetzung auf meinem Teller. Ich war eine halbe Ewigkeit auf der Suche nach einem selbstgemachten, gescheiten „Spaghetti Bolo“-Ersatz und hier ist er: rote Linsen-Bolognese. Leicht abgewandelt – damit nur Zutaten drin sind, die ich eh immer im Haus habe.

vegetarische rote Linsen-Bolognese

inspired by „The Vegetarian Diaries“

Zutaten (für 2 sehr hungrige Esser)

2 Knoblauchzehen
4 Schalotten
1 große Möhre
100g rote Linsen
2 EL Tomatenmark (3-fach konzentriert)
1 Schuss Weissweinessig
500ml Gemüsebrühe
etwas Olivenöl
je 1 Prise Salz, Pfeffer und Zucker
Oregano, Paprika und Rosmarin nach Geschmack
Spaghetti

Die Knoblauchzehen, Schalotten und die Möhre schälen und in kleine Würfel schneiden.
In einer Pfanne etwas Olivenöl erhitzen und Schalotten und Knoblauch darin anschwitzen. Anschließend die Möhren und die Linsen hinzugeben und kurz mitbraten.
Das Tomatenmark hinzugeben und kurz anrösten. Nun mit einem Spritzer Weißweinessig und der Brühe ablöschen.
Eine Prise Zucker hinzugeben und mit reichlich Oregano, Paprikapulver und Rosmarin würzen (hier ist „mehr“ mehr!).

Nun alles köcheln lassen, bis die Linsen gar sind.  Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Mit Spaghetti servieren.

Fertig!

Übrigens fülle ich eventuelle Reste – was selten vorkommt – gern in eine mit Schmand bestrichene Tortilla. Kann ich jedem nur empfehlen! Lässt sich prima mitnehmen!

Guten Appetit,
Mia 

Freestyle-Kochen im Chaotenclub – Spaghetti mit Zucchinicreme

von Mia | Küchenchaotin

Der Sommer ist in Norddeutschland angekommen – Jippie! Ich krame meine Sommerkleidchen und die FlipFlops hervor und freue mich wie ein kleines Kind über die ersten Sommersprossen auf meinem Nasenrücken.

Wenn meine Mutter, meine kleine Schwester Lilly und ich aufeinandertreffen, dann gibt es immer Essen. Wir verwandeln die Küche gerne  in ein Schlachtfeld, aber was auf dem Teller landet, das schmeckt meistens ziemlich gut. Egal ob süß oder herzhaft: Essen ist Liebe!
Bei unserem letzten Treffen vor ein paar Tagen standen wir vor einer besonderen Herausforderung: Improvisationsküche! Wir wussten, dass wir etwas kochen wollen und wir hatten frisch gekaufte Gewürze… Aber viel mehr stand am Anfang auch gar nicht fest! Ein bisschen hiervon, vielleicht auch noch ein bisschen davon, noch einmal umrühren, kosten und weiterkochen – die Erwartungen waren niedrig und damit nicht schwer zu erfüllen. Aber das Ergebnis war bombastisch!

Leute, ab jetzt gibt es ganz sicher öfter Zucchinicreme zu Pasta!

Spaghetti mit Zucchinicreme

Zutaten (für ca. 4 Portionen)

500g Zucchini
2 Knoblauchzehen
1 kleine Zwiebel
etwas Öl
100ml Brühe
ca. 120ml Sahne
1 handvoll (frischer!) geriebener Parmesan
1 handvoll Petersilie
1 handvoll Basilikum zum Garnieren
500g Spaghetti

Die Zwiebeln und den Knoblauch schälen und in feine Würfel schneiden. Die Zucchini vierteln und ebenfalls würfeln. Alles zusammen in einer Pfanne mit etwas Öl scharf anbraten. Mit der Brühe ablöschen und köcheln lassen, bis die Zucchini weich sind. Danach die Sahne und die Petersilie hinzugeben, alles noch einmal aufkochen lassen und gut durchpürieren.
Die Nudeln in reichlich Salzwasser kochen, bis sie al dente sind. Anschließend die Pasta mit der Zucchinicreme heiß servieren!

Fertig!

Die beste Köchin der Welt: Lilly!

Die Zucchinicreme schmeckt übrigens am zweiten Tag noch viel besser! Unbedingt genügend machen und ausprobieren!

Guten Appetit,
Mia

Wenn sich zwei Lieblingslebensmittel zu einer Mahlzeit vereinen – Spinatrisotto mit Walnusstopping

von Mia | Küchenchaotin

In meiner Küche gibt es drei konstante, die immer wieder auftauchen: Pasta, Suppen und Risotto. Letzteres ist perfekt, wenn man Hunger hat und/oder Ablenkung von irgendetwas braucht, denn im Risotto muss man sich liebevollst kümmern, damit es auch wirklich richtig lecker wird und ist es erstmal fertig, macht es pappsatt.
Die Klassiker bei mir zu Haus sind neuerdings Zitronenrisotto, Käserisotto und mein heißgeliebtes Spinatrisotto. Spinat ist eines meiner Lieblings-Gemüse und (auch wenn ich mir das beim ersten Kochen gar nicht so gut vorstellen konnte) passt perfekt zu den kleinen „schlotzigen“ Reiskörnern.

Was ich lange nicht wusste: Die Brühe, die man zum Risotto gibt, muss warm sein. Sonst bildet die Stärke des Reiskorns einen Schutzmantel um eben dieses und es wird außen schon matschig, bleibt innen aber komplett hart. Wieder was dazugelernt!
Echtes Risotto wird mit Weißwein abgelöscht. Ich tue das meistens nicht, weil ich die Flasche nie leer bekomme, für dieses Risotto habe ich jedoch eine Ausnahme gemacht.

Spinatrisotto mit Walnüssen

Zutaten (für 4 Portionen)

2 Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
300g Risotto-Reis
1 Schuss Weißwein
1000-1500ml Gemüsebrühe (warm)
400g TK-Rahmspinat
100g Käse nach Wahl (ich nehme gerne „Pastakäse“)
etwas Butter
1 Handvoll Walnusskerne

Die Zwiebel und den Knoblauch schälen und fein würfeln. In einer Pfanne Butter auslassen und beides anbraten. Dann den Risottoreis dazugeben und mit anschwitzen. Mit dem Weißwein ablöschen und dann nach und nach die heiße Brühe hinzugeben, bis der Reis gar ist. Dabei immer rühren, rühren, rühren! Nur so bekommt das Risotto die richtige Konsistenz.
Währenddessen den Rahmspinat in der Mikrowelle (oder in einem Topf) auftauen und anschließend unter das Risotto heben. Am Ende den Käse dazugeben und rühren, bis er komplett zerlaufen ist.
In einer zweiten Pfanne Walnüsse ohne Fett anbraten und auf das Spinatrisotto geben – mmmmh!

Fertig!

 

Guten Appetit,
Mia

Wenn’s mal wieder fix gehen muss – schnelle Falafel mit einfacher Sesam-Joghurtsoße

von Mia | Küchenchaotin

Es gab einmal einen Dönermann, den nannte ich stolz „meinen Dönermann“. Wenn ich abends von der Arbeit nach Hause kam (und das ist für den „normalarbeitenden“ wohl sowieso schon ziemlich spät) und ich keine Lust mehr hatte, mir etwas zu kochen, dann ging ich zu ihm. Und nur zu ihm. Denn bei ihm gab es die allerbesten Falafel, die ich je gegessen habe und wäre das nicht schon toll genug – er machte sie auch jedes Mal ganz frisch und mit seinen eigenen Händen. Außerdem war er so nah an meinem zu Hause, dass die Falafel beim Essen sogar noch herrlich warm waren.
Unsere kulinarische Beziehung war herrlich unkompliziert. Bald war es so weit, dass ich hereinkam und nicht mal mehr etwas sagen musste. Wir verstanden uns ohne Worte. „Na Mia, Dürüm mit Falafel zum Mitnehmen?“ – genau so war’s!

Doch eines Tages kam es so weit, wie es in vielen Beziehungen kommt: Mein Dönermann hörte auf, sich Mühe zu geben. Die Falafel kamen plötzlich aus der Tiefkühltruhe  – und als wäre das nicht schlimm genug gewesen – er wärmte sie in der Mikrowelle auf. Sie schmeckten überhaupt nicht mehr. Ich sprach ihn drauf an, dass die „neuen“ Falafel gar nicht schmeckten und warum er sie  nicht mehr selber mache. Die Antwort war enttäuschend: „Damit musst du jetzt wohl klarkommen, selber machen lohnt sich nicht mehr!“

Von da an lohnte es sich für mich leider auch nicht mehr, dort etwas zu kaufen.

Ich stand vor einer Misere, bis ich im Bioladen eine Schachtel Fertigmischung für Falafel fand. Irgendwann entstand daraus ein richtiges Gericht, mit lauter Zutaten, die ich tatsächlich immer im Haus habe, dass sich – obwohl es zum Teil aus einem Fertigprodukt besteht – eigentlich nicht verstecken muss!

Schnelle Falafel mit einfacher Sesam-Joghurtsoße

Zutaten (für ca. 16 Falafel)

Für die Falafel

1 Packung Fertigmischung für Falafel
1 Zwiebel
1TL Koriander (Pulver)
Wasser
etwas Butter

Für den Dip

150g Joghurt
1/2 Bio-Zitrone
1 El Olivenöl
Sesampaste nach Geschmack
Meersalz und Pfeffer zum Abschmecken

Die Falafelmischung mit kochendem Wasser übergießen (so viel, wie auf der Packung steht) und gut umrühren. Die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Zusammen mit dem Koriander auf die Masse geben und alles 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen.

Währenddessen die Joghurtsoße vorbereiten: ca. einen Teelöffel der Zitronenschale abreiben und mit einem Spritzer des Zitronensafts unter den Joghurt geben. Einen Esslöffel Olivenöl und etwas Sesampaste mit hineinrühren und mit Meersalz und Pfeffer abschmecken.

Dann die Falafel in etwas Butter braten. Dazu noch einmal durchkneten, bis die Zwiebel und der Koriander gut verteilt sind ( das sollte man auch nach 15 Minuten Ziehzeit noch nicht mit den Fingern machen, denn es ist immernoch höllisch heiß!),16 kleine Kügelchen formen und in die Pfanne geben. Regelmäßig wenden und nicht zu heiß braten, denn ansonsten werden sie außen schnell braun, innen aber nicht gar.

Die schnellen Falafel zusammen mit der Joghurtsoße und etwas Fladenbrot – wenn vorhanden – servieren.

Fertig!

Guten Appetit,
Mia

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