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Schokoladentarte mit selbst kandierten Minzeblättern – mit Akaziengummi als „Geheimzutat“

Schokoladentarte mit kandierter Minze - https://kuechenchaotin.de

Dieser Beitrag enthält Werbung für Akaziengummi / Alland & Robert.

Habt ihr schon mal Blüten oder Kräuter kandiert? Ich gebe zu: Bis ich diesen Beitrag plante, wäre ich nicht mal auf die Idee gekommen. Denn ich war der festen Überzeugung: Das muss irgendwie kompliziert sein. Und ich mag es in der Küche nicht kompliziert.
Dabei ist das Kandieren von Blüten/Blättern gar nicht so kompliziert, wie ich es mir vorgestellt habe und schon ein kleiner Blick auf die Inhaltsangabe von kandierten Blüten im Einzelhandel offenbart das Geheimnis: kandierte Blüten bestehen im Grunde nur aus drei Zutaten. Zum einen sind das die Blüten selbst, das andere der Zucker. Und die kleine und entscheidende dritte Zutat, die beides auf geheimnisvolle Art und Weise zusammenbringt ist: Akaziengummi.

Akaziengummi? Vielleicht ist es euch besser bekannt als „Gummi Arabicum“. Ja, das hat man irgendwie schon mal gehört und dann auch schnell wieder vergessen, oder? Mir geht es jedenfalls so.
Aber was ist dieses Akaziengummi oder Gummi Arabicum denn genau?

Akaziengummi nennt man den Pflanzensaft verschiedener Bäume wie dem Gummiarabikumbaum, der arabischen Gummiakazie oder der sogenannten Schrecklichen Akazie (das hab ich mir nicht ausgedacht, die heisst wirklich so!) und einiger anderer Baumarten. Diese wachsen im mittleren Teil Afrikas – zum Beispiel in Mali, Nigeria und Äthiopien.
Es ist vegan, glutenfrei, paleo, ist frei von Pestiziden und wird auch nicht genetisch verändert. Außerdem enthält es viele Ballaststoffe. Akaziengummi ist kein Massen-Produkt, sondern wird in langer Tradition bis heute von Hand „geerntet“.
Wenn ihr mehr über Akaziengummi erfahren wollt, findet ihr alle wichtigen Informationen auf der Seite von Alland & Robert.
So sieht es übrigens vor der Verarbeitung aus:

Schokoladentarte mit kandierter Minze - https://kuechenchaotin.de

Ich behaupte ganz frech: Jeder von uns hat schon ein mal Akaziengummi zu sich genommen, denn es wird zu einem feinen Pulver gemahlen und als Emulgator, Verdickungsmittel und Stabilisator eingesetzt. Es ist ein echter Allrounder, weil es geschmacks- und geruchsneutral und farblos ist. Man findet es deshalb in vielen Süßigkeiten, Getränken und Convenience-Lebensmitteln. Wenn es nicht als „Akaziengummi“ oder „Gummi Arabicum“ auf der Zutatenliste steht, findet ihr es als „E414“. Eine Auswahl von Produkten mit Akaziengummi könnt ihr heute auch gewinnen – aber mehr dazu weiter unten!

Durch das Kandieren mit Akaziengummi und Zucker werden essbare Blüten und Blätter haltbar gemacht. Das Akaziengummi „klebt“ den Zucker quasi an das Blatt. Ich habe mich dafür entschieden, frische Minzeblätter zu kandieren und auf eine Schokoladentarte zu geben – die Kombination aus der Frische der Minze und der cremigen Schokolade ist einfach absolut verführerisch!

Die Tarte ist ganz einfach nachzumachen und man braucht nur etwas Zeit. Für mich ist sie ein heißer Anwärter für die diesjährige Ostertafel!

Schokoladentarte mit kandierter Minze - https://kuechenchaotin.de

Schokoladentarte mit selbst kandierten Minzeblättern

Rezept für eine Tarte von 26 cm Durchmesser

für die kandierten Minzeblätter
10 g Akaziengummi/Gummi Arabicum in Pulverform
30-40 Minzeblätter
5-6 EL feinster Zucker

für den Tarteboden
150 g Mehl
50 g Zucker
1 Prise Salz
100 g Butter + etwas zum Ausfetten der Form
1 Ei
1 EL stark entöltes Kakaopulver

für die Tartefüllung
200 g Vollmilch- oder Zartbitterschokolade (nach Geschmack)
250 g Zartbitter-Kuvertüre
325 ml Schlagsahne
50 ml Milch
75 g Butter
50 g Schokoladenraspel (Zartbitter)

Schokoladentarte mit kandierter Minze - https://kuechenchaotin.de

Das Akaziengummi-Pulver mit dem Wasser zu einer klumpfreien, dickflüssigen Masse verrühren. Die Minzeblätter mit einem Pinsel vorsichtig mit der Masse bestreichen und leicht antrocknen lassen. Anschließend mit feinstem Zucker bestreuen und über Nacht auf Backpapier gut durchtrocknen lassen.

Für den Teig die Butter würfeln und mit allen anderen Zutaten rasch zu einem Teig verarbeiten. Für 1 Stunde im Kühlschrank kaltstellen.

Den Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen und eine Tarteform von 26 cm leicht ausfetten. Den Teig entweder auf einer bemehlten Fläche ausrollen und in die Form geben oder den Teig vorsichtig mit kalten Fingern in die Form drücken. Mit einer Gabel mehrfach an Boden und Rand einstechen, dann mit Backpapier auslegen und mit Backerbsen beschweren und für ca. 30 Minuten blind backen. Danach auskühlen lassen.

Die beiden Schokoladensorten hacken. Die Sahne und die Milch in einem Topf zu kochen bringen, vom Herd nehmen und die gehackte Schokolade und die Butter darin unter ständigem Rühren auflösen, bis eine homogene Masse entsteht.
Die Schokomasse auf den gebackenen Boden geben und glattstreichen. Die Minzeblätter vorsichtig auf der Schokoladenfüllung verteilen und leicht eindrücken. Die Tarte für mindestens 4 Stunden, besser über Nacht im Kühlschrank erkalten lassen und mit Schokoladenraspeln garniert servieren.

Fertig!

Schokoladentarte mit kandierter Minze - https://kuechenchaotin.de

Tipp: Solltet ihr den Trockenvorgang beim kandieren beschleunigen wollen, könnt ihr das tun, indem ihr die kandierten Blüten im Ofen bei schwacher Hitze trocknet und dabei dir Ofentür einen kleinen Spalt geöffnet lasst.

Und jetzt das Beste:
Damit ihr euch ein Bild davon machen könnt, in wie vielen Produkten Akaziengummi verwendet wird, hat Alland & Robert, der weltweite Marktführer für Akaziengummi ein Paket voller (französischer) Köstlichkeiten für euch zusammengestellt, die Akaziengummi enthalten – das ihr heute gewinnen könnt!
Was ihr dafür tun müsst, verrate ich euch heute in meiner aktuellen Instagram-Story und unter dem nächsten Bild, das ich auf Instagram poste!

Habt ihr schon mal Blüten kandiert? Und kanntet ihr Akaziengummi bereits?

Guten Appetit,
Mia

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2 Kommentare

  • Antworten
    Alina
    27. März 2018 at 19:25

    Die gesuchte Zutat ist natürlich Gummi Arabicum ! Liebe grüße Alina

  • Antworten
    Stephanie
    28. März 2018 at 10:30

    Das ist total cool. Danke 🌻da könnte ich es endlich mal schaffen auch Rosenblätter zu kandieren🙈😂♥..Ich werde den Kuchen definitiv als vegane Variante nachbacken..

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