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Wie wird man eigentlich Brauer? // Ein Besuch bei den Rekordpraktikanten

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Es ist schon fast ein Jahrzehnt her – da habe ich selbst eine Ausbildung in einem handwerklichen Beruf, nämlich als Fotografin, angefangen. Ich wusste schnell, dass ich Fotografin werden möchte und bin bis heute sehr glücklich, dass ich diesen Weg eingeschlagen habe.
Wie ich das herausgefunden habe? Über Praktika! Nachdem zwei Kurzpraktika mir aufgezeigt hatten, was ich definitiv nicht werden möchte, habe ich gleich mehrere Praktika bei unterschiedlichen Fotografen absolviert. So konnte ich tolle Einblicke in einen Beruf bekommen, der immer mehr zu meinem Traumberuf wurde und es bis heute ist.

Ich weiß, dass es damals vielen meiner Mitschüler ganz anders ging. Sie hatten einfach keine Ahnung, was sie wirklich werden wollten und fühlten sich unter Druck gesetzt. Viele von ihnen haben deshalb einfach „irgendwas im Büro“ gelernt, weil dabei „nicht viel schiefgehen“ konnte und das gerade im Gegensatz zu handwerklichen Berufen total „in“ war. Ich weiß von einigen, die heute in einem ganz anderen Beruf arbeiten, weil die Entscheidung viel zu voreilig getroffen wurde.
Was für viele gar nicht so erkenntlich ist: Das Handwerk ist so vielseitig und hat viel zu bieten! Über 130 Ausbildungsberufe, davon auch viele im Food-Bereich, gibt es hier zu entdecken.

Um das ein bisschen besser zu verbildlichen, startete im August die Aktion „Die Rekordpraktikanten“: Die „Rekordpraktikanten“ Charlotte/Charly und Marvin machen, frei nach dem Motto #einfachmachen, einen Praktikums-Roadtrip durch ganz Deutschland: Von August bis Dezember absolvieren sie hierbei insgesamt 44 Kurzpraktika. So lernen sie jede Woche zwei neue Handwerksberufe bzw. Betriebe kennen und erkunden damit das deutsche Handwerk an verschiedenen Orten. Ihre Erlebnisse teilen sie dabei z. B. auf handwerk.de/rekordpraktikanten, auf Facebook und Instagram als „Die Rekordpraktikanten“.

Ich durfte Charly und Marvin auf ihrem Weg besuchen und mir zusammen mit den beiden den Handwerksberuf des Brauers anschauen.

In der Brauerei zum Klosterhof in Heilbronn lernen wir von Thomas Thies, wie Bio-Frischbier hergestellt wird. Wir erfahren viel über Hopfen, Malz und Hefen, die Grundlage eines jeden Bieres sind, über Gärung und darüber, dass ein Bier 4-6 Wochen „reifen“ muss und auch, wie eine sauerstoffarme Abfüllung in Theorie und Praxis funktioniert. Uns wird erklärt, was Frischbier von dem „normalen“ Bier im Supermarkt unterscheidet (Frischbier wird nicht wärmebehandelt, weshalb es kürzer haltbar ist, dafür aber einen ganz unverfälschten Geschmack hat) und Charly und Marvin etikettieren die frisch abgefüllten Flaschen.

Dass das nur ein ganz kleiner Einblick in den Ausbildungsberuf „Brauer“ ist, ist natürlich klar. Die Azubis lernen in ihrer Ausbildung neben den handwerklichen Abläufen viel mehr, z. B. über Themen wie Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit, Umweltschutz, Hygiene und Lagerung. Es ist eine vielseitige Ausbildung mit biologischen, chemischen, physikalischen, technischen und verfahrenstechnischen Inhalten.

Ich muss ehrlich sagen: Ich bin ziemlich beeindruckt von Charly und Marvin. Hätte mir jemand in ihrem Alter (die beiden sind 19 und 18) ein „Praktikantenmobil“ zur Verfügung gestellt und mich beauftragt, ein mal quer durch Deutschland zu reisen und mich in den nächsten 4 1/2 Monaten bei im Durchschnitt 2 Betrieben pro Woche vorzustellen und „reinzuschauen“, hätte ich das vermutlich nicht so selbstständig und selbstbewusst hinbekommen, wie die beiden. Doch von Schüchternheit oder Aufregung ist bei den beiden nichts zu merken.
Stattdessen erzählen sie mir mit leuchtenden Augen von den schier endlosen Eindrücken, die in den letzten Wochen auf sie hereingeprasselt sind und auch davon, dass gerade die Praktika beim Fotografen und beim Ofenbauer einen besonders bleibenden Eindruck hinterlassen haben. Ich bin mir sicher: Diese beiden werden keine Probleme haben, eine gute Berufswahl zu treffen!

Mehr zu den Rekordpraktikanten findet ihr hier bei „Das Handwerk“.

Alles Liebe,
Mia

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