Süddeutscher Kartoffelsalat mit Brühe (schwäbische Art)
Schwäbischer Kartoffelsalat mit heißer Brühe, so wie er im Süden gehört: feucht-glänzend, ohne Mayo, ohne Schnickschnack. In einer Stunde fertig, schmeckt am nächsten Tag noch besser.
Servings 4
Vorbereitungszeit 20 MinutenMin.
Zubereitungszeit 25 MinutenMin.
Ruhezeit 30 MinutenMin.
Gesamtzeit 1 StundeStd.15 MinutenMin.
Zutaten
750gfestkochende Kartoffelnz.B. Annabelle oder Linda
150-180mlGemüsebrüheheiß (im Original wird Fleischbrühe verwendet)
Kartoffeln als Pellkartoffeln in Salzwasser kochen, bis sie gar, aber nicht zu weich sind (ca. 20-25 Minuten je nach Größe).
Die Kartoffeln noch heiß pellen und in dünne Scheiben schneiden (ca. 3 mm). Sofort in eine große Schüssel geben.
Die heiße Brühe mit Essig, Öl, Zucker, Salz und Pfeffer verrühren. Zusammen mit den Zwiebelwürfeln über die heißen Kartoffelscheiben geben.
Alles vorsichtig unterheben. Nicht rühren wie einen Teig, sonst zerfallen die Scheiben.
Mindestens 30 Minuten durchziehen lassen, besser eine Stunde. Zwischendurch einmal vorsichtig wenden.
Vor dem Servieren abschmecken und bei Bedarf nochmal etwas Brühe nachgießen. Der Salat soll feucht-glänzend sein, aber nicht in Brühe schwimmen.
Notizen
Die Kartoffelsorte macht den Unterschied: Festkochende Sorten halten die Scheiben intakt, mehligkochende zerfallen zu Brei.Die Brühe muss heiß auf die heißen Kartoffeln treffen, nur so ziehen die Scheiben die Flüssigkeit richtig auf. Kalte Brühe auf kalte Kartoffeln ergibt wässrigen, geschmacklosen Salat.Der schwäbische Kartoffelsalat schmeckt am zweiten Tag oft noch besser, weil die Aromen durchziehen.Über Senf lässt sich streiten: Manche Schwaben schwören, ein halber Teelöffel gehört rein, andere sagen, er hat nichts im Kartoffelsalat zu suchen.Keine Mayonnaise, keine Gurken, kein Schnittlauch. Das ist die schwäbische Version in ihrer reinen Form. Schnittlauch (oder wie bei mir ganz frech Petersilie) obendrauf geht optional, aber alles andere ist norddeutsch oder Eigeninterpretation.Die Nährwertangaben sind Durchschnittswerte und können je nach verwendeten Zutaten und tatsächlicher Zubereitung abweichen.