Banana Bread Pudding – und ein paar gute Vorsätze

von Mia | Küchenchaotin

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Das neue Jahr ist noch ganz frisch – und wie viele andere mache ich mir zu Beginn eines neuen Jahres Gedanken, was ich in den kommenden 12 Monaten verändern möchte.
Müll (und Energieverbrauch) ist bei uns zu Hause ein großes Thema. Denn: Wir produzieren wahnsinnig viel davon. Ich rede mich gerne heraus, dass die große Menge an Lebensmittelabfällen (und der Dauerbetrieb von Geschirrspüler, Waschmaschine und Trockner) beruflich bedingt ist, denn ich kann nicht immer wählen, wann hier wie viel und was gekocht wird, aber das ist natürlich zum Teil eine ganz faule Ausrede. Wusstet ihr, dass der durchschnittliche Deutsche 1,6 kg Müll pro Woche produziert und entsorgt? Vermutlich habe ich diese Zahl im letzten Jahr nach oben getrieben.

Gerade die Lebensmittelreste, die wöchentlich in meinem Müll landen, sind groß. Die meisten Rezepte verbrauchen den Inhalt der Lebensmittelverpackung nicht restlos. So sammeln sich im Laufe einer Woche schnell ein halber Becher hiervon, ein paar Krümel davon, ein kleines Stück von diesem und ein nahezu unbenutztes Glas von jenem an, die oft keine weitere Verwendung mehr finden und früher oder später ihr Verbrauchsdatum ungenutzt überschreiten.

Im kommenden Jahr wollen wir unseren Lebensmittelmüll in einem für uns umsetzbaren Rahmen verringern. Zum einen ist Lebensmittelverschwendung einfach nicht schön (höchstens schön teuer) und zum anderen kommt unsere Mülltonne an ihre Kapazitätsgrenze.
Die Lösung für das Problem klingt so einfach und ist doch so schwer: Regelmäßiges „Resteessen“. Lebensmittelreste im Blick behalten und vor dem Ablaufen verwerten. Das kann so aussehen:

Da ist noch ein angebrochener Becher Schmand im Kühlschrank? Komm, wir machen einen Flammkuchenteig, kaufen eine Handvoll Champignons und Frühlingszwiebeln und machen Flammkuchen draus!
Die Gemüseschublade quillt über vor Gemüseresten? Ab in den Ofen mit ihnen! Ein bisschen Reis dazu und vielleicht eine Beilage und fertig ist das Abendessen.

Da sind noch zwei große Kartoffeln von gestern übrig? Die sind perfekt für ein leckeres Bauernfrühstück.
Weitere Tipps gegen Lebensmittelverschwendung findet ihr übrigens bei hier bei AO.de.

Resteessen – das klingt jetzt erst mal nicht so berauschend. Dabei kann man aus Lebensmittelresten so tolle Sachen machen! Auf meiner Reise nach Kanada habe ich z.B. Bread Pudding als Verwertungsmöglichkeit für altbackenes Brot kennengelernt. Was für eine herrliche Süßspeise! Ein Rezept, dass perfekt geeignet ist, wenn ihr altbackenes Brot und überreife Bananen zu Hause habt, habe ich euch heute mitgebracht!
Butter, Eier und Milch haben wir eigentlich immer im Haus und verbrauchen sie auch rechtzeitig. Zucker, Vanillezucker und Salz ebenfalls – diese werden auch nicht schlecht. Und Vanillesauce? Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber hier überlebt sie nie.

Banana Bread Pudding - www.kuechenchaotin.de

Banana Bread Pudding

Rezept für 3-4 Portionen

140-150 g altbackenes Brot
60 g Butter
2 Eier
300 ml Milch
80 g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
1 Messerspitze Zimt
1 Prise Salz
1 große überreife Banane

Nach Geschmack zum Servieren: Vanillesauce

Banana Bread Pudding - www.kuechenchaotin.de

Den Ofen auf 160 °C vorheizen.
Das Brot in Würfel schneiden und ein eine Auflaufform geben. Die Butter schmelzen und mit den Brotwürfeln vermengen.
Die Eier mit der Milch, dem Zucker, dem Vanillezucker, dem Zimt und dem Salz verrühren und ebenfalls über die Brotmasse kippen.
Die Bananen in Scheiben schneiden und vorsichtig unter die Masse heben.
Den Banana Bread Pudding für 40-50 Minuten backen, bis die Oberseite knusprig wird und das Ei gestockt ist (einfach hineinstechen und prüfen, ob das Innenleben noch flüssig ist). Kurz abkühlen lassen und dann warm (mit Vanillesauce!) servieren.

Fertig!

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Wie sieht es bei euch aus? Werft ihr viele Lebensmittel weg? Und wenn ja: Wollt ihr etwas dagegen tun? Was genau?

Guten Appetit,
Mia

6 Kommentare an Banana Bread Pudding – und ein paar gute Vorsätze

  1. Julia
    13. Januar 2017 at 14:10 (4 Monaten ago)

    Ich HASSE es, Lebensmittel wegzuwerfen! Keine Ahnung, ob das die Schwäbin in mir ist oder die leise Stimme meiner Oma, die in meiner Erinnerung von Hunger im Krieg erzählt.

    Bei mir wird so gut wie gar nichts an Lebensmitteln weggeworfen, es sei denn, es ist verdorben und selbst das kommt selten vor, weil ich versuche so gut wie möglich zu planen oder einzufrieren, wenn ich nicht zum kochen komme.

    Resteessen sind da eine gute Möglichkeit, du isst doch selber so gerne Nudeln – die Hälfte meiner übrigen Sachen landet in Eigenkreationen von Pasta-Saucen 🙂 Und andere Sachen esse ich dann auch (fast) pur, das Gemüse als Rohkost zum Abendessen oder der übrige Löffel Marmelade mit einem Becher Naturjoghurt als Nachtisch.

    Finde das Thema sehr interessant, bring doch mehr davon! Ich höre immer wieder schockiert, wie viel die Leute wegwerfen, einfach nur, weil sie keine Idee haben, was sie aus den Resten kochen sollen.

    Liebste Grüße und schönes Wochenende
    Julia

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  2. Annemieke
    13. Januar 2017 at 16:04 (4 Monaten ago)

    Ich mag auch überhaupt keine Lebensmittel wegschmeißen. Hin und wieder kommt es vor, dass ich doch mal falsch kalkuliert oder mehr außer Haus gegessen habe als geplant und dann bleiben Lebensmittel doch mal liegen. Ich hab deshalb vor ein paar Jahren Foodsharing für mich entdeckt. Für den Kieler Raum gibt es eine Gruppe bei Facebook und dort stelle ich die Sachen einfach rein und die werden dann noch am selben Tag abgeholt. So kommt nichts weg und hin und wieder hilft man damit dem einen oder anderen, der sich nicht so viel leisten kann 🙂 Vielleicht gibt es sowas ja auch bei Euch?

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  3. Julia
    14. Januar 2017 at 11:56 (3 Monaten ago)

    Hallo Mia, als ich alleine gewohnt hab sind bei mir regelmäßig Lebensmittel in die Mülltonne gewandert. Teuer, unökologisch, ärgerlich! Inzwischen hab ich das Problem ganz gut im Griff:
    – ich liebe Smoothies. Alles was an Joghurt, Buttermilch, Magerquark, Obst (un zum Teil auch Gemüse) übrig ist, landet im Mixer. Gerade das Obst schmeckt als Smoothie erst richtig gut, wenn es schon ein bisschen matschig ist.
    – seit ein paar Monaten haben wir eine Gefriertruhe, die mein Leben echt verändert hat 😀 Alles was übrig ist (z.B. passierte Tomaten, Kokosmilch und Apfelmus- wer bekommt diese Portionen leer?) wandert hinein, auch Brot (in Scheiben geschnitten natürlich), gekochter Reis und Suppe. Der Voteil ist, dass sich so auch sonntags immer ein leckeres Menü zaubern lässt.
    – in einigen Städten ist die Foodsharing-Community aktiv, die sich gegen Lebensmittelveschwendung einsetzt. Wenn du einen Essen-Teil-Schrank („Fairteiler“) in der Nähe hast, kannst du dort übriges Essen reinstellen. Alternativ kannst du auch online einen Essenskorb mit übrigem Essen erstellen, das sich andere Mitglieder dann abholen können.
    – ich wohne in einem Miethaus und habe direkt neben den Briefkästen eine Tauschkiste hingestellt. Alles (haltbare), das wir nicht brauchen, landet dort drin.
    – das von dir angesprochene Restekochen. Ich bin eine furchtbare Köchin, aber mein Freund ist prima im Improvisieren. Ich glaube er schmeißt prinzipiell nichts weg weil er immer einen weg findet, alles zu verwursten.

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  4. Birgit
    14. Januar 2017 at 14:08 (3 Monaten ago)

    Hier werden nur sehr selten Lebensmittel weggeworfen. Ich versuche immer, alle Reste zu verwerten, dabei bin ich übrigens schon auf die tollsten Rezeptideen gestoßen. Außerdem habe ich einen großen Tiefkühlschrank, da kann man Reste auch gut unterbringen und hat einen kleinen Vorrat, wenn man mal keine Zeit oder Lust zum frisch kochen hat.
    Dein Rezept für Brotpudding liest sich lecker, muss ich unbedingt mal ausprobieren.

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  5. Steffi
    15. Januar 2017 at 15:13 (3 Monaten ago)

    Bei uns kommt nichts weg, außer es ist wirklich verdorben! 🙂
    Verschlossene Packungen (z. B. Joghurt), wo das Datum überschritten ist, öffne ich natürlich trotzdem und rieche bzw. probiere, ob es noch gut ist (aber Fisch z. B. sollte man gleich entsorgen!)! Viele werfen einfach Lebensmittel weg, die das MINDESThaltbarkeitsdatum überschritten haben, aber dennoch essbar wären! Wir sollten wieder mehr auf unser Auge, unseren Geruchs- und Geschmackssinn vertrauen und nicht auf Zahlen!
    Wir machen dann oft aus Resten von Gemüse, Kartoffeln, Salami und Würsten einen Eintopf oder schmeißen alles aufs Blech und ab in den Ofen!
    Altbackenes Bauernbrot wird zu Brotsalat oder einfach mit Knoblauch und Öl eingerieben und knusprig gebraten!
    Resteessen schmecken uns meistens noch besser, als irgendwas nach Rezept gekocht! 😀
    Danke, dass du das hier mal angesprochen hast, vielleicht gibt das dem ein oder der anderen einen Denkanstoß! 🙂
    Liebe Grüße
    Steffi

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  6. Christine
    23. Januar 2017 at 11:28 (3 Monaten ago)

    Hi. ich finde es toll das du das thema ansprichst. Lebensmittel weg zu werfen geht für mich gar nicht. Bei uns kommt das aber auch nur ganz selten vor. Ich gehe nur einmal die Woche einkaufen und schreibe mir vorher genau auf, was gekocht werden soll und was ich dafür brauche. Bleiben Reste übrig werden die entweder in den nächsten Tagen gegessen oder eingefroren. Das geht bei den meisten zubereiteten Speisen sehr gut. Außerdem versuche ich bei leicht verderblichen Sachen immer Mengen zu kaufen die ich auch im entsprechenden Zeitraum verbrauchen kann. Klar geht das nicht immer aber doch meistens. Und wenn ich dann ein 200g Döschen Süße Sahne hab und in die Sauce nur 150g rein sollen bin ich auch schon mal großzügig und kippe die 200g rein, damit nichts übrig bleibt.
    Generell Müll zu vermeiden ist für mich auch gerade ein großes Thema. Vorallem der ganze Plastikmüll, den man beim Kauf von Lebensmittel mit nach Hause schleppt finde ich furchtbar. Obst ist im Supermarkt manchmal in Plastik eingeschweißt und wenn das nicht der Fall ist nehmen wir eine kleine Plastiktüte und stecken es da rein. WARUM? Wofür soll das gut sein? Eine Staude Bananen muss nicht in eine Plastiktüte, zumal man die Schale doch sowieso nicht isst. Was soll also passieren? ich habe mir inzwischen ein paar kleine Baumwolltäschchen/-netze zugelegt, in die ich kleinteiliges Obst und Gemüse (z.B. lose Zwiebeln, Kartoffeln o.ä) verpacke. Das spart Plastik und ich muss nicht alles einzeln hin und her räumen.
    Natürlich sollte jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten einsparen, wenn man bestimmte Dinge immer braucht und diese nicht ohne Verpackung zu haben sind, dann ist das so. Aber bei einigen Dingen kann man leicht Müll einsparen ohne sich dabei verbiegen zu müssen. Eine erste einfache Sache ist dabei wie ich finde feste Seife anstatt flüßiges Duschgel zu verwenden. Das spart schon mal enorm weggeworfene Plastikflaschen.
    Man muss nur mal darüber nachdenken was man so weg wirft und wie man das vermeiden kann, dann fallen einem schon einige einfache Dinge ein:)
    LG Christine

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