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#tastystuttgart – ein Ausflug nach Bad Ditzenbach und Reutlingen

Dieser Beitrag entstand im Rahmen einer Kooperation mit Stuttgart Tourismus (Regio Stuttgart Marketing- und Tourismus GmbH) und enthält Werbung für #tastystuttgart.

Was denkt ihr, wenn ich euch erzähle, dass das schönste Urlaubsgebiet eventuell direkt vor eurer Nase liegt, wenn ihr nur genau genug hinschaut? Ich trete mit meiner Wahlheimat Baden-Württemberg – genauer gesagt der Region Stuttgart – ab heute den Beweis an. In Zusammenarbeit mit Stuttgart Tourismus besuchen mein Kochheld und ich insgesamt 16 Gemeinden in unserer Umgebung. Wir erkunden, was es zu erkunden gibt und futtern uns ein Mal quer durch die kulinarische Landschaft. Ihr werdet mir sicherlich glauben, dass ich mir schlimmere Wege vorstellen kann, meine Zeit zu verbringen!

Auf unserer Reise im Auftrag von #tastystuttgart waren sind die nächsten beiden Stopps, von denen ich euch berichten möchte, Bad Ditzenbach und Reutlingen. Was wir dort entdeckt und erlebt haben, das erfahrt ihr jetzt!

Bad Ditzenbach

Bad Ditzenbach ist ein staatlich anerkanntes Heilbad und liegt im Landkreis Göppingen, genauer gesagt im oberen Filstal im Norden der schwäbischen Alb. Zu Bad Ditzenbach gehören außerdem die Ortsteile Auendorf und Gosbach.
Meine Reise führt mich direkt in einen der Ortsteile – nach Auendorf, das bis 
1849 unter dem Namen „Ganslosen“ bekannt war. Ganslosen gehörte zu den sogenannten Narrenorten (am berühmtesten ist Schilda, die Heimat der Schildbürger) zählte, über deren einfältige Bewohner man sich lustig machte, sodass es auf Wunsch der Bewohner umbenannt wurde, die meinten „Gaslausa isch au a Dorf!“ (das ist schwäbisch und heißt: „Ganslosen ist auch ein Dorf“).
(Mehr Infos zu Bad Ditzenbach auf: https://www.badditzenbach.de/)

Zu Besuch bei der Hägenmarkproduktion von Manufaktur Rösch

In Auendorf wartet eine ganz besondere Station auf der Reise auf mich: Die Manufaktur Rösch, die Hägenmark herstellt. Hägenmark (auch Hagebuttenmark genannt) wird hier seit 160 Jahren im Familienbetrieb hergestellt und ist in der Produktion relativ aufwendig. Ich lerne, dass die Hagebutten (die zu ca. 10% aus Deutschland kommen, der Rest muss aus osteuropäischen Ländern zugekauft werden) eingefroren gelagert werden, bevor sie gequetscht und die Kerne ausgesiebt werden können. Die Kerne machen ein Großteil des Volumens der Frucht aus und die Fruchtfleisch-Schicht ist sehr dünn. Die Frucht wird dann einige Tage gelagert und durch ein feines Sieb gerieben. Das fertige Mark wird anschließend nur noch mit etwas Zucker gesüßt. Etwa 200 Hagebutten braucht es für ein 1 Glas Hägenmark. Ich lerne außerdem, dass das Hägenmark extrem reich an Vitamin C ist, aber vor allem lerne ich, dass die mir bis dato tatsächlich unbekannte Köstlichkeit wahnsinnig gut schmeckt!

Besonders schön: Bei der Hägenmarkproduktion geht (fast) nichts verloren: Die ausgesiebten Kerne können zu Tee weiterverarbeitet werden.
Etwa 25 Tonnen Früchte werden jedes Jahr mit diesem Verfahren in der Manufaktur Rösch verarbeitet. Die Produkte werden anschließend im eigenen Hofladen, sowie auf regionalen (Wochen)Märkten verkauft – z.B. in Ulm, Schwäbisch Gmünd und Aalen – können aber auch im Onlineshop erworben werden.
An dieser Stelle möchte ich mich ein mal kurz bedanken: Ich habe den Vormittag bei der Manufaktur Rösch extrem genossen, habe viel gelernt und war vor allem sehr glücklich zu sehen, dass hier Menschen mit ganz viel Herzblut ein Produkt herstellen, hinter dem sie zu mehr als 100% stehen!

(Mehr Infos zu Manufaktur Rösch auf: https://www.manufaktur-roesch.de/)

Picknick with a View auf dem Albtrauf

Mein Kochheld ist im Hofladen der Manufaktur Rösch kurz frei gedreht. Auch er kannte Hägenmark bis zu unserem Besuch dort nicht und hat gefühlt ein mal kurz den Hofladen leergekauft. Mit unseren Hagebutten-Köstlichkeiten im Gepäck haben wir uns anschließend zum Picknick begeben. Bad Ditzenbach gehört nämlich zur Erlebnisregion schwäbischer Albtrauf und hat für Erlebnis- und Erholungssuchende viel zu bieten: Auf den Anhöhen der schwäbischen Alb kann man wunderbar Wandern, Spazierengehen und Radfahren. Wir lassen uns am Steinpyramiden-Aussichtspunkt nieder und genießen den atemberaubenden Ausblick, während wir es uns mit allerlei regionalen Köstlichkeiten, einem frischen Hefezopf, dem Hägenmark, einem großen Becher Hagebuttentee und ein Bier der Kaiser Brauerei, die auch ganz in der Nähe – nämlich in Geislingen – ansässig ist, gut gehen lassen.

(Mehr Infos zur Erlebnisregion Albtrauf: https://www.erlebnisregion-schwäbischer-albtrauf.de)

Die Kaiser Brauerei ist dabei eine extra Erwähnung wert, weil mir das Konzept gut gefällt: hier wird bei der Herstellung des Bieres besonders großer Wert auf Qualität (Bio-Biere) Nachhaltigkeit und Umweltschonung gelegt („Solarbier“ – zu 100% mit regenerativer Energie hergestellt und abgefüllt), sowie auf Regionalität, denn das Braugetreide kommt wird ausschließlich von Bauern aus der Region der schwäbischen Alb und des schwäbischen Walds bezogen. Ein echtes, traditionelles Brauerhandwerk mit Blick nach vorne!

(Mehr Infos zur Kaiser Brauerei auf: https://kaiser-brauerei.de/)

Reutlingen

Ziemlich mittig-zentral in Baden-Württemberg liegt sie, die jüngste Großstadt des Bundeslandes, die gern als „Tor zur schwäbischen Alb“ bezeichnet wird. Bei einer kurzen Stadtführung bestaune ich die imposante Marienkirche und den Sturmbock, der neben ihr liegt, das Gartentor, das Tübinger Tor und das Gerbertörle und den Eisturm(in dem früher übrigens tatsächlich so, wie der Name vermuten lässt, Eis für die Bewohner von Reutlingen gelagert wurde). Ich wandere durch die schönen, engen Gassen, betrachte die schönen Fachwerkhäuser und sehe natürlich auch den Ort, der 2007 in das Guiness-Buch der Rekorde eingegangen ist: Die engste Straße der Welt.
Die ist übrigens mit ihren an der engsten Stelle nur 31 cm Breite tatsächlich so eng, dass ich seitwärts hindurchgehen muss.
Reutlingen ist eine moderne Großstadt, die viele ihrer Traditionen bis heute weiter pflegt. Und eine ganz besondere dieser Traditionen führt mich wieder ins Zentrum der Altstadt von Reutlingen, wo das Café Konditorei Sommer fast direkt neben der schon erwähnten Marienkirche liegt. 

(Mehr Infos zu Reutlingen auf: https://www.reutlingen.de/)

Mutscheln Backen im Café Konditorei Sommer

Das Café Konditorei Sommer ist ein echtes Traditionshaus. Hier wird seit Jahrzehnten ein vielfältiges Angebot an süßen & salzigen Leckereien von Hand gemacht. In der alten Backstube werden außerdem Events und Kurse angeboten. Die Atmosphäre ist sehr gemütlich und lädt zum Verweilen ein.

Im Café Konditiorei Sommer werden auch zwei regionale Spezialitäten gebacken, die es so nur in Reutlingen gibt: Schiedwecken und Reutlinger Mutscheln. Zweiteres darf ich heute selber backen!

Die Mutschel ist ein original Reutlinger Gebäck, dass traditionell sternförmig ist und aus einem mürben Hefeteig, besteht, der zu acht (!) Zacken geformt wird. Die Mutschel und den dazugehörigen Mutscheltag (bis heute immer der erste Donnerstag nach dem Dreikönigstag!)gibt es traditionell ca. seit dem 13. Jahrhundert. Eine Mutschel besteht aus Mehl, Milch, Butter, Salz, wenig Zucker und Hefe.
Es bedarf doch einiger Übung, um die Mutschel zu Formen und die Zacken ordentlich herauszuschneiden, doch unter der fachkundingen Anleitung fällt es mir nach ein paar doch eher kümmerlich aussehenden Versuchen gar nicht mehr so schwer.

Doch bei der Mutschel handelt es sich nicht nur um ein traditionelles Gebäck: Ein ganzer Tag voller Brauchtümer hängt noch hinten dran!
Früher fand am Mutscheltag ein Preisschießen statt, bei dem man die Mutscheln gewinnen konnte, aber auch unterschiedliche Spiele, bei denen man Mutscheln gewinnen kann, sind in Reutlingen bis heute Tradition. Das Spiel heißt dabei auch einfach „Mutscheln“ und es wird nach immer mal wieder leicht variierenden Regeln um das Gebäck gewürfelt. Das Schöne daran: in der Regel wird so gespielt, dass am Ende jeder Spieler eine Mutschel erhält.

Am Ende meines kleinen Kurses darf ich eine Siegermutschel mit nach Hause nehmen, bei deren Herstellung ich tatkräftig mitgeholfen habe. Sie ist besonders groß und kunstvoll dekoriert – eigentlich fast zu schade zum Essen!

(Mehr Infos zu Café Konditorei Sommer auf: https://www.konditorei-sommer.de/)

Dekonstruierter, vegetarischer Wurstsalat bei Cooking Concept

Eine Mutschel alleine macht zwar satt, aber traditionell gehört eigentlich ein Wurstsalat dazu. Die Sache ist ja aber nun: Ich esse keine Tiere. Und somit auch keinen Wurstsalat.
„Kein Problem“, sagt Marcus Schneider, der erste zertifizierte Avantgarde-Koch Deutschlands, als ich seine Location „cooking concept“ betrete. Hier bietet er außergewöhnliche Kochevents, Teambildungsmaßnahmen, Kochkurse an, aber stellt seine Location und umfassende Expertise auch für kulinarische Events, wie zum Beispiel Foodbloggercamps zur Verfügung.

„Ich mach dir einen dekonstruierten Wurstsalat. In vegetarisch.“ Was folgt ist eine kurze aber eindrucksvolle Kochvorführung, in der unter anderem aus Käse Chips, aus Zwiebeln Gel und aus Gemüsebrühe schnittfeste „Wurststücke“ werden. Dieser „Wurschtsalat“ passt toll zu den Mutscheln und ist das perfekte Ende für einen schönen Tag!

(Mehr Infos zu cooking concept auf: https://www.cookingconcept.de/)

Alles Liebe,
Mia