Manchmal kommen die besten Rezept-Ideen nachts. Ich lag wach, konnte nicht schlafen, und auf einmal war er da: Der Gedanke an eine Kürbisquiche mit Curry. Mein Notizbuch liegt für solche Fälle immer auf dem Nachtschränkchen – Idee notiert, am nächsten Tag losgelegt.
Was dann folgte, waren einige Testdurchläufe. Nicht einer, nicht drei – mehr. Die Küche war orange, der Ofen lief im Dauerbetrieb und ich hatte irgendwann so viel Kürbisquiche gegessen, dass ich sie erstmal eine Weile nicht mehr sehen konnte. Aber diese finale Version? Die kann ich uneingeschränkt empfehlen.
Das Curry gibt dem Kürbis einen würzigen Twist, der Käse sorgt für die nötige Herzhaftigkeit und die Kürbiskerne obendrauf machen alles komplett. Und das Beste: Sie schmeckt warm und kalt – am nächsten Tag sogar fast noch besser.
Warum diese Kürbisquiche so gut funktioniert
Die meisten Kürbisquiche-Rezepte setzen auf Hokkaido, Käse und vielleicht Honig – lecker, aber vorhersehbar. Das Curry hier macht den Unterschied. Es bringt eine warme Würze rein, die perfekt zur natürlichen Süße des Kürbisses passt, ohne zu dominant zu werden.
Der selbstgemachte Mürbeteig ist bewusst simpel gehalten: Butter, Mehl, Ei, Salz – mehr nicht. Er ist innerhalb von 5 Minuten geknetet und muss dann nur ruhen. Wer es noch schneller will, kann natürlich auch fertigen Quiche-Teig aus dem Kühlregal nehmen, aber der selbstgemachte ist geschmacklich einfach besser.
Und dann die Kürbiskerne: Ein kleines Detail, das viel ausmacht. Sie geben der Quiche einen nussigen Crunch und machen das Kürbis-Thema komplett.

Tipps für die perfekte Kürbisquiche
Den Teig wirklich kalt verarbeiten. Je kälter die Butter und je kürzer die Knetzeit, desto mürber wird der Boden. Wenn er beim Ausrollen zu weich wird, einfach nochmal 15 Minuten in den Kühlschrank – das ist kein Fehler, das ist der richtige Weg.
Hokkaido muss nicht geschält werden. Die Schale wird beim Backen weich und ist essbar. Spart Zeit und die Quiche bekommt eine schönere Farbe. Butternut geht auch, muss aber geschält werden.
Den Kürbis vorher anbraten. Nicht roh in die Quiche geben – kurz in etwas Butter mit dem Curry anbraten, bis er Farbe annimmt. So entwickelt er mehr Aroma und gibt weniger Wasser ab, was den Boden matschig machen würde.
Nicht zu viel Guss. Die Eier-Sahne-Mischung soll den Kürbis umschließen, ihn aber nicht ertränken. Lieber etwas weniger als zu viel – die Quiche soll saftig sein, nicht schwimmen.
Teigboden vorher einstechen. Mit einer Gabel mehrmals den Boden einstechen, bevor der Belag draufkommt. Das verhindert, dass sich Blasen bilden.
Variationen der Kürbisquiche
Mit Feta statt geriebenem Käse: Feta zerbröseln und über die Quiche verteilen – gibt eine schön salzige Note, die super zum süßen Kürbis passt. Eine Leserin hat das ausprobiert und war begeistert.
Mit Ziegenkäse und Honig: Ziegenkäse-Scheiben auf den Kürbis legen und vor dem Backen mit etwas Honig beträufeln. Süß-herzhaft und perfekt für Gäste.
Ohne selbstgemachten Teig: Fertiger Blätterteig oder Quiche-Teig aus dem Kühlregal funktioniert auch. Ist nicht ganz so mürbe, spart aber 1,5 Stunden (Knetzeit + Ruhezeit).
Mit Butternut statt Hokkaido: Butternut ist etwas süßer und nussiger. Muss geschält werden, passt aber geschmacklich mindestens genauso gut – besonders mit dem Curry.

Aufbewahren & Aufwärmen
Die Kürbisquiche hält sich im Kühlschrank locker 3-4 Tage und schmeckt kalt mindestens so gut wie warm – manche sagen sogar besser, weil die Aromen durchziehen. Perfekt für Meal Prep oder zum Mitnehmen ins Büro.
Zum Aufwärmen: 10-15 Minuten bei 180°C im Ofen, dann wird der Boden wieder knusprig. Mikrowelle geht zur Not, aber der Boden wird dabei weich. Einfrieren funktioniert auch – am besten in Stücken, einzeln einfrieren und bei Bedarf auftauen.
Kürbisquiche mit Curry – würzig und herbstlich
Kochutensilien
Zutaten
Für den Boden
- 125 g kalte Butter
- 200 g Mehl
- 1 Ei Größe L
- 1 Prise Salz
Für den Belag
- 3 Schalotten
- 1 Knoblauchzehe
- 400 g Kürbis Hokkaido
- 1 EL Butter
- 2 TL Currypulver*
- 150 g Käse z.B. Bergkäse
- 200 g Schmand
- 3 Eier
- Salz und Pfeffer
- 1 Handvoll Kürbiskerne*
Anleitungen
- Die Zutaten für den Boden mit den Händen rasch zu einem Teig verkneten und für mindestens eine Stunde zum Ruhen in den Kühlschrank legen.
- Währenddessen die Schalotten und den Knoblauch schälen und fein hacken. Den Kürbis waschen, die Kerne entfernen und das Fruchtfleisch in kleine Stücke schneiden.
- 1 EL Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Die Schalotten und den Knoblauch darin anbraten und den Kürbis hinzugeben. Die Pfanne abdecken und den Kürbis bei reduzierter Hitze ca. 5-7 Minuten weiter braten, bis er weich ist. Zum Schluss das Curry dazugeben und kurz anrösten lassen.
- Den Käse fein hacken. Zusammen mit dem Schmand, den Eiern und Salz und Pfeffer zu einer Art Soße verrühren. Den gegarten Kürbis unterrühren.
- Für den Boden den Teig aus dem Kühlschrank Stück für Stück in eine 28-cm Springform drücken. Außer dem Boden noch einen ca. 2 cm hohen Rand formen und alles mehrmals mit einer Gabel einstechen.
- Die Kürbis-Schmand Mischung auf den Boden geben, die Quiche mit einigen Kürbiskernen bestreuen und im vorgeheizten Ofen bei 200 °C Ober- und Unterhitze für 30-40 Minuten backen.
Notizen
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Nährwerte
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Häufige Fragen zu Kürbisquiche
Welcher Kürbis eignet sich am besten für Kürbisquiche?
Hokkaido ist perfekt, weil du ihn nicht schälen musst – die Schale wird beim Backen weich. Butternut geht auch, ist etwas süßer und nussiger, muss aber geschält werden. Muskat-Kürbis funktioniert ebenfalls, ist aber deutlich größer.
Kann ich die Kürbisquiche auch mit fertigem Teig machen?
Ja, fertiger Quiche-Teig oder Blätterteig aus dem Kühlregal funktioniert. Der selbstgemachte Mürbeteig ist geschmacklich besser und mürberer, aber wenn es schnell gehen muss, ist fertiger Teig eine gute Alternative.
Wie vermeide ich einen matschigen Quiche-Boden?
Drei Tipps: Den Teigboden vor dem Füllen mit einer Gabel einstechen, den Kürbis vorher anbraten (entzieht Feuchtigkeit) und nicht zu viel Guss verwenden. Optional: Den Boden 10 Minuten blind vorbacken (mit Backpapier und Hülsenfrüchten beschweren).
Schmeckt die Kürbisquiche auch kalt?
Ja, sogar richtig gut! Manche finden sie kalt fast noch besser als warm, weil die Aromen über Nacht durchziehen. Das macht sie perfekt für Partybuffets, Picknicks oder als Lunch zum Mitnehmen.
Kann ich die Kürbisquiche vorbereiten?
Absolut. Du kannst sie am Vorabend komplett backen und am nächsten Tag kalt servieren oder kurz aufwärmen. Auch den Teig kannst du einen Tag vorher kneten und im Kühlschrank aufbewahren.
Guten Appetit,
Mirja
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Ein toller Blog!! Ich hab mir gleich ein paar Rezepte abgespeichert. Heut gibt es das Spinat Risotto. Vielen Dank dafür. 🙂
Lieben Gruß
Rebecca
Hallo liebe Mia,
auch von mir noch die besten Wünsche zum Neuen Jahr! Viel Erfolg im Beruf, viel Spass mit dem Blog und reichlich Sonnenschein!
Liebe Grüße, Sandy
Arrrrgggg, hört sich köstlich an. Ich glaube das wird noch gemacht, bevor die Kürbiszeit vorbei ist!
Viele Grüße,
Steffen
Ich liiiiebe Quiche, danke für das Rezept!! Hab noch nie Quiche selbst gemacht…Dank dein Post hat das aber hoffentlich bald ein ende!;)
Sehr schöner Blog! Habe ihn gerade eben per Zufall entdeckt und komme gern wieder!
Liebe Grüsse aus der Schweiz,
valeria
Hallo liebe Mirja – vielen Dank für dieses tolle Rezept – die Quiche war der HAMMER *mjammjam*
glg. Kerstin
http://mycookingloveaffaire.blogspot.de/2013/01/kurbis-curry-quiche-alla-kuchenchaotin.html
Hi Mia,
ich bin dieses Wochenende zufällig über einen Link auf Mycookingloveaffair auf dieses Rezept gestoßen, das war genau das was ich für den gekauften Kürbis gesucht habe.
Das Rezept ist genial, habe es sofort bei den Top-Rezepten gespeichert. Als kleine Variation habe ich noch zwei Teelöffel rote Curry-Paste hinzugefügt.
Viele Grüße, Olaf
Ein wunderbares Rezept! Vielen Dank dafür. Wir haben mit zwei Personen fast den ganzen Quiche weggenascht! Ich könnte mir auch noch Feta darin vorstellen und vielleicht knuspiger Bacon obenauf.
LG
Adriane
Das hört sich wirklich gut an und sieht so lecker aus. Meinst du, dass das auch mit Butternut funktionieren würde?
LG Grejtna
Aber sicher! 🙂
Ich habe es gewagt und dein Rezept mit Butternut-Kürbis ausprobiert. Für meine Männer habe ich noch etwas Hack mit angebraten und mit dazugegeben. Uns hat es sehr gut geschmeckt. Vielen Dank für das Rezept. Das gibt es jetzt sicher öfter bei uns. Noch ist ja Kürbiszeit.
LG Grejtna
Mir ist beim Nachkochen aufgefallen, dass in den Zutaten Knoblauch erscheint, der bei der Zubereitung nirgends mit verarbeitet wird. Ich finde solche Dinge ärgerlich, mir ist das auch schon öfter passiert bei online-Rezepten. Etwas mehr Sorgfalt statt dermaßen viel „Euphorie“ im Netz wäre gut
Na, anscheinend kannst du dich berechtigter Kritik nicht stellen.
Hallo Margit,
sorry, dass ich deinen Kommentar an einem Sonntag nicht innerhalb von zwei Stunden freigeschaltet habe 😉
Dieser Beitrag ist übrigens bereits 6 Jahre alt und so ein Blog ist ja immer auch mit einem Lernprozess verbunden. Ich danke dir auf jeden Fall für den Hinweis und habe das Rezept dahingehend korrigiert.
Viele Grüße und einen tollen Wochenstart für dich,
Mirja
Die Kürbis Quiche ist der Hammer. Danke für das tolle Rezept. VLG Rebecca
Rezept und Beitrag wurden überarbeitet und verbessert! Schmeckt jetzt noch besser! 🙂