Naan Brot aus der Pfanne – fluffig, einfach und ohne Ofen

Naan Brot aus der Pfanne ist wahrscheinlich die beste Art, zu Hause indisches Fladenbrot zu machen, ohne einen Tandoor-Ofen im Garten zu haben. Weicher Hefeteig, in der heißen Pfanne gebacken, mit Blasen an der Oberfläche und diesem typischen leichten Char. Optional mit Knoblauchbutter bestrichen, die alles noch mal auf ein anderes Level hebt.

Ich liebe indisches Essen. Currys, Dals, alles mit viel Gewürz. Aber wenn ich ehrlich bin: Naan ist der eigentliche Star. Ohne Naan fehlt bei einem Curry einfach was. Dieses Rezept ist meine Pfannen-Version, die ich seit Jahren mache. Kein Ofen, keine besondere Ausrüstung, nur eine heiße Pfanne und ein bisschen Geduld für die Gehzeit. Das Ergebnis ist fluffig, warm und genau so, wie es sein soll.

Warum Naan aus der Pfanne so gut funktioniert

Traditionell wird Naan im Tandoor gebacken, einem Lehmofen, der Temperaturen von über 400°C erreicht. Die Pfanne kommt dem erstaunlich nah: hohe Hitze von unten, direkter Kontakt, kein Austrocknen. Das Wasser auf der Unterseite des Teiglings verdampft schlagartig und macht das Brot von innen fluffig, während die Oberfläche die typischen braunen Flecken bekommt.

Im Backofen wird Naan eher knusprig und trocken. In der Pfanne bleibt es weich und biegsam, genau wie es sein soll. Kein Vorheizen nötig, kein Backblech, kein Austrocknen. Und pro Brot braucht man nur 4-5 Minuten, das geht schneller als jede Ofen-Variante.

Naan Brot aus der Pfanne

Tipps für perfektes Naan Brot

Wasser langsam zugeben. Nicht alles auf einmal reinschütten. Je nach Mehlsorte und Luftfeuchtigkeit brauchst du mal 200, mal 220 ml. Erst 180 ml dazugeben, dann schluckweise mehr, bis der Teig weich und geschmeidig ist, aber nicht mehr an den Händen klebt.

Pfanne ohne Fett und richtig heiß. Das ist der wichtigste Punkt. Naan wird trocken gebraten, kein Öl, keine Butter in der Pfanne. Die Pfanne muss so heiß sein, dass ein Tropfen Wasser sofort zischt und verdampft. Zu kalt: Das Naan wird trocken und hart. Zu viel Fett: Es klebt an.

Nicht zu dick ausrollen. Ca. 0,5 cm ist ideal. Dicker wird es innen nicht gar und außen verbrennt es. Dünner wird es wie ein Wrap statt fluffig. Die Form ist egal, ob Tropfen oder Kreis.

Eine Seite anfeuchten. Vor dem Einlegen eine Seite des Teiglings mit nassen Fingern befeuchten. Die feuchte Seite kommt nach unten. Das Wasser verdampft und macht das Brot von innen luftig, außerdem verhindert es, dass der Teig anklebt.

Variationen

Knoblauch-Naan. Der Klassiker: 50g Butter mit 2 gepressten Knoblauchzehen und einer Prise Salz bei schwacher Hitze schmelzen. Über die fertigen, warmen Naan pinseln. Wer den Knoblauch noch intensiver will, kann 1-2 gepresste Zehen direkt in den Teig kneten.

Käse-Naan. 1 EL geriebenen Käse (Cheddar oder Mozzarella) auf den ausgerollten Teig streuen, zusammenfalten und nochmal plattdrücken. Beim Backen schmilzt der Käse innen.

Kräuter-Naan. Frischen Koriander oder Petersilie fein hacken und in die geschmolzene Butter rühren. Oder die Kräuter direkt in den Teig einarbeiten.

Butter-Naan. Die einfachste Variante: Einfach geschmolzene Butter (ohne Knoblauch) über die fertigen Naan streichen. Puristisch, aber manchmal genau richtig.

Fluffiges Naan Brot mit Knoblauchbutter auf schwarzem Teller

Naan Brot aufbewahren & aufwärmen

Naan schmeckt am besten frisch und warm aus der Pfanne. Im Kühlschrank hält es sich 2-3 Tage in einem verschlossenen Behälter oder Gefrierbeutel. Erst komplett abkühlen lassen, bevor du es verpackst, sonst wird es matschig durch Kondenswasser.

Einfrieren funktioniert super: Abgekühlte Naan zwischen Backpapier schichten, in einen Gefrierbeutel und ab ins Gefrierfach. Hält 3 Monate. Zum Aufwärmen direkt aus dem Gefrierfach in die heiße Pfanne, 30 Sekunden pro Seite. Wird wieder weich wie frisch. Im Backofen mit etwas Wasser besprühen und bei 180°C für 5 Minuten geht auch, die Pfanne ist aber schneller und das Ergebnis besser. Nochmal mit Knoblauchbutter bestreichen ist auch kalt aufgewärmtem Naan nie verkehrt.

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Naan Brot aus der Pfanne

Fluffiges Naan Brot, das in der Pfanne gebacken wird. Weicher Hefeteig mit nur 6 Zutaten, kein Ofen nötig. Perfekt als Beilage zu Curry, Hummus oder Dal. Optional mit Knoblauchbutter bestreichen.
Portionen 8
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 5 Minuten
Ruhezeit 2 Stunden
Gesamtzeit 2 Stunden 25 Minuten

Zutaten

Für die Naan-Brote

  • 400 g Mehl Type 550 oder 405
  • 2 TL Trockenhefe
  • 1 EL Zucker gestrichen
  • 1 TL Salz gestrichen
  • 200-220 ml Wasser lauwarm
  • 2 EL Pflanzenöl z.B. Sonnenblumenöl

Optional für die Knoblauchbutter

  • 50 g Butter
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL frisch gehackte Petersilie optional

Anleitungen

Für den Teig

  • Mehl, Hefe, Zucker und Salz vermischen. Wasser nach und nach zugeben und Öl dazu. 5 Minuten zu einem glatten Teig kneten. Der Teig soll weich, aber NICHT klebrig sein. Falls zu klebrig: etwas Mehl dazu. Falls zu fest: tropfenweise Wasser.
    400 g Mehl, 2 TL Trockenhefe, 1 EL Zucker, 1 TL Salz, 200-220 ml Wasser
  • Teig in eine Schüssel geben, mit 1 EL Öl bestreichen, abdecken. 2 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen (verdoppelt sich!).
    2 EL Pflanzenöl
  • Teig nochmal durchkneten, in 8 gleiche Teile teilen. Zu Kugeln formen, bemehlen. Jede Kugel tränenförmig auf ca. 1/2 cm Dicke ausrollen.
  • Große Pfanne ohne Fett auf mittlerer Stufe erhitzen. Teigfladen auf einer Seite mit Wasser befeuchten. Mit der feuchten Seite in die Pfanne legen. Nach 2-3 Minuten (Blasen bilden sich!), wenden. Von der anderen Seite goldbraun ausbacken (ca. 2 Min).

Für die Knoblauchbutter

  • Butter mit gepresstem Knoblauch und Salz in einer Pfanne bei schwacher Hitze kurz ziehen lassen (nicht braun werden!). In eine Schüssel abfüllen und im Kühlschrank lagern.
    50 g Butter, 2 Knoblauchzehen
  • Die heißen Pfannenbrote sofort mit Knoblauchbutter bestreichen und warm servieren!
    1 TL frisch gehackte Petersilie

Notizen

Das Wasser nicht auf einmal dazugeben, je nach Mehlsorte brauchst du mal mehr, mal weniger.
Die Pfanne muss richtig heiß sein. Wenn ein Tropfen Wasser darin sofort zischt, passt die Temperatur.
Naan wird ohne Fett in der Pfanne gebacken.
Die Nährwertangaben sind Durchschnittswerte und können je nach verwendeten Zutaten und tatsächlicher Zubereitung abweichen.
Kalorien: 210kcal
Gericht: Beilage, Brot
Küche: Indisch

Nährwerte

Kalorien: 210kcal | Kohlenhydrate: 38g | Proteine: 6g | Fett: 4g | Ballaststoffe: 1.5g

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Naan Brot aus der Pfanne

Häufige Fragen zu Naan Brot

Was ist Naan Brot?

Naan ist ein indisches Fladenbrot aus Hefeteig, das traditionell im Tandoor-Ofen gebacken wird. Es ist weich, fluffig und wird typischerweise als Beilage zu Currys und Dals gereicht. Die Pfannen-Version kommt dem Original erstaunlich nahe.

Kann man Naan auch ohne Hefe machen?

Technisch ja, mit Backpulver statt Hefe. Aber das Ergebnis ist ein anderes: dichter, weniger fluffig, eher Fladenbrot als Naan. Für echte Naan-Textur braucht es Hefe und die Gehzeit.

Welches Mehl braucht man für Naan?

Weizenmehl Type 550 ist ideal, gibt dem Naan etwas mehr Biss. Type 405 funktioniert auch, das Ergebnis wird etwas weicher. Vollkornmehl ist nicht empfehlenswert, traditionell ist Naan aus weißem Mehl.

Warum wird mein Naan nicht fluffig?

Drei häufige Gründe: Die Hefe war alt oder abgelaufen. Der Teig hat nicht lang genug gehen können (mindestens 2 Stunden). Oder die Pfanne war nicht heiß genug. Die Hitze ist entscheidend für die Blasenbildung, die das Naan fluffig macht.

Kann man Naan Brot einfrieren?

Ja, hervorragend sogar. Abgekühlt zwischen Backpapier schichten und im Gefrierbeutel einfrieren. Hält 3 Monate. Zum Aufwärmen direkt in die heiße Pfanne, 30 Sekunden pro Seite.

Wie viele Naan brauche ich pro Person?

Als Beilage zu Curry: 2 Stück pro Person. Als Hauptgericht mit Dips: 3-4 Stück. Dieses Rezept ergibt 8 Naan und reicht damit für 4 Personen als Beilage.

Guten Appetit,
Mirja

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  1. Hui das klingt verdammt gut. Ich finde indisches Essen auch so verdammt lecker… und nichts geht ohne Naan-Broot.

  2. Hallo,

    doofe Frage aber bist du dir sicher mit der Wasserangabe ? Ich habe es genau nach deiner Anleitung gemacht und dann war das ganze.. sagen wir’s mal so: flüssig.. ich habe dementsprechend um einiges mehr an Mehl genommen damit es ein Teig wird. Aktuell geht der Teig noch auf also weiß ich nicht ob’s was geworden ist oder nicht.. sonst klingt das Rezept echt super!

    1. 5 Sterne
      Hey Mary,
      es tut mir so leid, dass ich dir nicht geantwortet habe. Nach deinem Hinweis habe ich das Rezept korrigiert – es war mir tatsächlich ein vertipper reingerutscht. Es ist jetzt alles richtig!
      Viele Grüße,
      Mirja

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