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Curry-Wirsing aus dem Ofen – schnell und lecker

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Generell liebe ich es, Neues auszuprobieren. Neue Länderküchen, neue Produkte, neue Kombinationen. Doch das war nicht immer so.
Die ersten 16 Jahre meines Lebens habe ich fast ausschließlich gutbürgerliche, deutsche Hausmannskost gegessen – eine gewisse Anzahl an Gerichten, die in unbestimmter Reihenfolge immer wieder auf den Tisch kamen und ein kleines Repertoire an festlichen Standard-Gerichten, die es zu besonderen Anlässen gab. Die Ernährung meiner Kindheit war lecker und gut gemacht, aber rückblickend bin ich erstaunt, wie wenig vielseitig sie war, im Vergleich zu der Art und Weise, wie ich mich heute ernähre. Mit 16 habe ich aufgehört Fleisch zu Essen und mein Umfeld war damit zum Umdenken „gezwungen“, aber schnell stellte sich auch hier eine gewisse Routine ein und die Standards wurden vegetarierfreundlich angepasst.

Als ich dann mit 19 von zu Hause ausgezogen bin, wollte ich unbedingt aus diesem Muster ausbrechen. Deshalb ist auch gar nicht so viel später – nämlich 2012 – „Kuechenchaotin“ entstanden. Ich habe mich ununterbrochen in neuem probiert und Dinge entdeckt, die es „zu Hause“ so nicht gab. Gerade in der Anfangszeit habe ich viel gebacken und mich vor allem der mediterranen Küche gewidmet.
Doch auch hier findet ein stetiger Wandel statt. So würde ich momentan jederzeit das Kochen dem Backen vorziehen und statt italienisch angehauchten Pastaparties und Risottoschlachten sind es momentan vor allem asiatische Einflüsse, die mir besonders gefallen. Unter anderem stehen bei mir gerade vietnamesische, thailändische, koreanische, indische, japanische und chinesische Küche hoch im Kurs und ich entdecke immer wieder neue Lebensmittel, Kombinationen und Gerichte für mich.

Aber auch ein zweiter Einfluss ist momentan so stark wie nie: heimische Produkte. Ich entdecke gerade all die Dinge, die an unserer heimischen Küche irgendwie „uncool“ geworden sind für mich. Dieses Jahr gab es schon einige Premieren auf meinem Teller und hier ist eine davon.

Confessions of a Food Blogger: Ich glaube, ich habe dieses Jahr zum ersten Mal in meinem Leben Wirsing gegessen.

Und das gleich in unterschiedlichen Formen: geschmort, als Pesto un din der Variante, die ich euch heute mitgebracht habe. Mit Curry mariniert und mit Reis und Joghurt serviert. Mir gefällt das sehr und sogar der Mann, der Kohl eigentlich eher verschmäht, mochte es auch.
Ich hoffe, euch gefällt es!

Mein Rezept ist eine abgewandelte Version von diesem Rezept bei „Healthy Seasonal Recipes“.

Curry-Wirsing aus dem Ofen

Rezept für 2 Portionen als Beilage

1 Kopf Wirsing
4 EL Sonnenblumenöl
2 EL Currypulver (ich benutze dieses hier*)
Salz
1 Limette
etwas Koriander

Den Ofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen.
Den Strunk des Wirsings entfernen und die Blätter in mundgerechte Stücke schneiden. In einer großen Schüssel den Wirsing mir dem Sonneblumenöl, dem Currypulver und dem Salz gut vermischen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen, den Kohl möglichst gleichmäßig darauf verteilen und für ca. 20 Minuten backen. Die Wirsingstücke hin und wieder wenden.
Den fertigen Curry-Wirsing mit etwas Limettensaft beträufeln und mit grob gehacktem Koriander bestreuen.

Fertig!

Dazu passt: Reis und mit Pfeffer und Salz und Pfeffer abgeschmeckter Naturjoghurt.

Guten Appetit,
Mia

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