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#tastystuttgart – ein Ausflug nach Bad Liebenzell und Bad Wildbad

Dieser Beitrag entstand im Rahmen einer Kooperation mit Stuttgart Tourismus (Regio Stuttgart Marketing- und Tourismus GmbH) und enthält Werbung für #tastystuttgart.

Was denkt ihr, wenn ich euch erzähle, dass das schönste Urlaubsgebiet eventuell direkt vor eurer Nase liegt, wenn ihr nur genau genug hinschaut? Ich trete mit meiner Wahlheimat Baden-Württemberg – genauer gesagt der Region Stuttgart – ab heute den Beweis an. In Zusammenarbeit mit Stuttgart Tourismus besuchen mein Kochheld und ich insgesamt 16 Gemeinden in unserer Umgebung. Wir erkunden, was es zu erkunden gibt und futtern uns ein Mal quer durch die kulinarische Landschaft. Ihr werdet mir sicherlich glauben, dass ich mir schlimmere Wege vorstellen kann, meine Zeit zu verbringen!

Wir leben ein Stück weit östlich von Stuttgart und für den Start unserer Entdeckungstour haben wir gleich die weiteste aller geplanten Strecken zurückgelegt: Es ging in Richtung nördlicher Schwarzwald – nach Bad Liebenzell und Bad Wildbad.

Bad Liebenzell

Bad Liebenzell ist eine Bäder- und Kurstadt im beschaulichen Nagoldtal mit ca. 9.000 Einwohnern. Schon auf dem Weg zur Trinkhalle, die direkt am Kurpark liegt und unter anderem als touristischer Informationspunkt genutzt wird, spürt man das: zwischen all dem Grün, den Blümchen und Vogelgezwitscher kommt sofort ein Gefühl der Entspannung auf. Doch in der Trinkhalle gibt es nicht nur Infos rund um alles Touristische – auch regionale Produkte stehen hier zum Verkauf, wie z.B. Konfitüren, Schnaps, allerhand Nippes und beispielsweise eine herrlich duftende Seife aus Bad Liebenzeller Heilwasser. 
Apropos Heilwasser: Bad Liebenzell hat gleich 11 staatlich anerkannte Tiefbrunnen als Heilquellen. In der Trinkhalle kann direkt von der sogenannten Paracelsusquelle getrunken werden. Das Wasser ist natürlich gewärmt und schmeckt aufgrund seiner vielen Mineralien leicht salzig. 
Von einem weiteren tollen Angebot in Bad Liebenzell machen wir direkt gebrauch: Wir leihen uns ein E-Bike bei der Stadt, um die Umgebung ein bisschen besser erkunden zu können
(Mehr Infos auf: Bad-Liebezell.de)
Helm auf, Elektrounterstützung an! Es geht auf zur Marzipanmanufaktur.

Marzipan und Schokoladen Manufaktur

Wer mich kennt, der weiß, dass ich eigentlich gar nicht so eine Süße und mangels Geschicklichkeit und Geduld erst recht keine Zuckerbäckerin bin. Allein der Gedanke, gleich zwischen waschechten Profis, die in der Marzipan und Schokoladen Manufaktur mit geschickten Fingerbewegungen 15 Tonnen Marzipan und 3 Tonnen Schokolade im Jahr zu kunstvollen Figürchen formen, auch nur irgendetwas hinzukriegen, lässt mir ein bisschen Schweiß auf die Stirn treten. Schweiß, den ich natürlich direkt darauf schiebe, mit nur ganz wenig Elektrounterstützung den Berg hochgefahren zu sein (Lüge!).

In der Marzipanmanufaktur kriege ich einen kurzen Crashkurs. Was macht das Marzipan und die Schokolade hier so besonders gut? Ganz einfach: sehr gute Rohstoffe und der komplette Verzicht auf Emulgatoren und Konservierungsstoffe. Das ist die Grundlage, aus der hier ungefähr 600 unterschiedliche Produkte und Figuren entstehen. Besonders toll: Die Mitarbeiter arbeiten hinter einer Glaswand und man kann ihnen auf die Finger gucken. Doch als ich es mir gerade an der Scheibe gemütlich machen will, wird es ernst: „Ihr macht jetzt eine Möhre und eine Rose aus Marzipan“, verkündet eine strahlende Mitarbeiterin, die ich fortan nur noch Marzipan-Superwoman nennen werde. Die Angst steht mir offensichtlich ins Gesicht geschrieben, denn sie schiebt gleich „Keine Sorge, ich zeig euch, wie das geht.“ hinterher. Marzipan-Superwoman macht jeden Arbeitsschritt gaaaaanz langsam vor und mein Kochheld und ich versuchen, die Handgriffe möglichst genau nachzumachen.

Am Ende liegen tatsächlich zwei Figuren vor uns auf dem Tisch, die an eine Möhre und an eine Rose erinnern. Marzipan-Superwoman hat auch nur ganz kurz geholfen, ich schwöre!
Zugegebenermaßen hat mir das Marzipan formen echt Spaß gemacht. Falls ihr auch mal probieren wollt: Die Marzipan und Schokoladen Manufaktur bietet regelmäßig Workshops zu unterschiedlichen Themen an.
(Mehr Infos: Marzipan- & Schokoladenmanufaktur, Kirchstraße 2, 75378 Bad Liebenzell)
Wir verstauen unsere Trophäen vorsichtig in unserer Tasche und schwingen uns wieder aufs E-Bike.
Das Ziel: Das Badhaus.

SOPHI PARK

Auf dem Weg zum Badhaus radeln wir durch den SOPHI PARK. SOPHI hat hierbei nichts mit einer Sophie zu tun, sondern stammt aus dem Wort „Philosophie“ und deutet direkt auf das Motto des Parks hin, der von der Stadt als „Denk- und Freizeitpark“ bezeichnet wird. Wandert man durch den Park, wandert man gleichzeitig durch die Welt der Philosophie und 2500 Jahre Geistesgeschichte, die durch Kunst und 100 Weisheiten am Wegesrand repräsentiert wird. Ein Ort, der zum Entspannen, nachdenken und verweilen einlädt. So lange, bis der Magen knurrt und dann kann es direkt ein Stückchen weiter gehen – zum Badhaus von Bad Liebenzell.

Badhaus

Direkt am Nagoldtal-Radweg mit Blick auf den Fluss liegt das Badhaus von 1897, das heute nicht mehr zum Baden, sondern zum Schlemmen genutzt wird. Wo früher der Badetag abgehalten wurde, befindet sich nun ein süßes Café mit regionaler Kunst. 
Das Café hat es mir angetan. Die großen historischen Räume sind offen gestaltet und bunt eingerichtet, das Kuchenbuffet sieht verführerisch aus und überall findet man Informationen zum historischen Hintergrund des Gebäudes. Besonders schön: Die Wand, an der alte Schwarz-weiß-Aufnahmen von Besuchern des alten Bauhauses hängen. Wer ein Bild seiner Oma, Uroma oder Ururoma am Badetag im Badhaus findet, bringt es hierher und es wird dazugehängt. Vergangenheit und Gegenwart perfekt inszeniert. 
Wir bestellen uns eine Nagoldwelle und zwei große Cappuccino und setzen uns an einen der großen Tische. Wie ihr auf den Bildern sehen könnt, kann man mich mit einem guten Stück Kuchen sehr glücklich machen. Es ist so gemütlich, dass man eigentlich gar nicht mehr weg will. 
Fun Fact: Das Café ist ein reiner Frauenbetrieb und die momentan 12 engagierten Frauen aus der Region backen alle Kuchen nach alten Familienrezepten selbst.
(Mehr Infos: Badhaus 1897, Hirsauer Str. 15, 75378 Bad Liebenzell)

Bad Wildbad

Kaffee Manufaktur Bad Wildbad

Nur etwa eine halbe Stunde Autofahrt entfernt liegt Bad Wildbad, die nächste Station unserer Reise. 
Nachdem ich so eine ausgezeichnete Figur beim Marzipanformen gemacht habe (ich wünschte, ihr könntet mich lachen hören, während ich das schreibe), geht es direkt wieder ans Eingemachte: Das Ziel ist die Kaffee-Manufaktur Bad Wildbad. Der in Bahnhofsnähe im ersten Stock etwas versteckte Familienbetrieb von Rebekka, Franziska und Rolf Maisenbacher ist gläserne Kaffee-Rösterei, Konditorei, Chocolaterie und Café mit gemütlichem Ambiente in einem. Nachdem wir uns für eine Kaffee-Sorte aus der riesigen Auswahl entschieden haben und die Tasse gerade wieder leer ist, fragt Rebekka auch schon, ob es losgehen kann. „Nur noch 5 Minuten“, denke ich, aber 5 Minuten habe ich nicht mehr, wenn am Ende tatsächlich eine original Schwarzwälder Kirschtorte vor mir stehen soll. Es geht in die Backstube!


Rebekka ist Profi durch und durch und ich muss zugeben, dass ich noch nie so viel Spaß am Backen hatte, wie an diesem Nachmittag mit ihr. Wir lernen, dass eine Schwarzwälder Kirschtorte gewisse Kriterien erfüllen muss (Art der Böden, Art des Kirschwassers und Alkoholmenge, Füllung und Dekor) und sie verrät mir ihr Rezept inklusive kleiner Abwandlungen und Profi-Kniffe. Nach und nach wird die Torte unter Rebekkas Anleitung zusammengesetzt. Am Ende sind sowohl die Arbeitsplatte, als auch ich mit Sahne vollgesaut, aber vor mir steht tatsächlich eine Schwarzwälder Kirschtorte. Stolz Level 100! 
Ich sag mal so: Wenn Rebekka mir das beibringen kann, dann kann sie es vermutlich jedem beibringen, denn ich bin wirklich ein Härtefall. 
Neben den Torten-Workshops bietet das Team der Kaffee Manufaktur außerdem Schokoladen-Workshops, Marzipan-Workshops, Pralinen-Workshops, sowie Kaffee-Workshops und -Verkostungen an.
(Mehr Infos: Kaffee Manufaktur, König-Karl-Straße 102, 75323 Bad Wildbad)

Ich würde an dieser Stelle gerne behaupten, die perfekt anmutende fertige Torte auf dem Bild sei Werk (an dieser Stelle bitte noch mal eine dreckige Lache beim Lesen vorstellen), aber der Fairness halber: Das Schmuckstück war natürlich die „Vorlage“.

Sommerberg

Nach getaner Arbeit haben wir uns ein bisschen Erholung redlich verdient. 
Wie schön, dass in Bad Wildbad noch ein Highlight auf uns wartet, auf das ich mich schon von vornherein gefreut habe: Der Sommerberg! 
Mit der Sommerbergbahn, die für die Kinder, die gleichzeitig mit uns an einsteigen, schon ganz allein ein Highlight ist, geht es extrem steil bergauf. Oben angekommen erwartet uns ein echtes Naturparadies. Die Landschaft und Aussicht hier oben sind atemberaubend! Neben zahlreichen Wander- und Mountainbike-Strecken mit schönen Aussichtspunkten und unterschiedlichster Länge sind die beiden Hauptattraktionen die WILDLINE und und der Baumwipfelpfad. 
Übrigens: Im Winter soll man oben auf dem Sommerberg auch wunderbar Ski fahren können!

Unser Ziel ist die WILDLINE, zu der man am Baumwipfelpfad entlangwandern kann. Dadurch, dass der Baumwipfelpfad – wie der Name schon vermuten lässt – auf Höhe der Tannenspitzen entlangläuft, kann man einen spektakulären 360 °C-Blick über den Schwarzwald genießen. Außerdem ist er mit verschiedenen Erlebnis- und Spielstationen ausgestattet, was ihn spannen für alle Altersgruppen macht. 
Die WILDLINE ist für Menschen wie mich, die ein bisschen Höhenangst haben, echter Nervenkitzel: Eine 380 Meter lange Hängebrücke in 60 Metern Höhe mit bis zu 300 Meter tiefen Ausblicken. Ich gebe zu: Als die Brücke angefangen hat zu schwingen, ist mir schon ein bisschen mulmig geworden, aber der Ausblick ist echt sagenhaft!
Achtung: Sommerbergbahn, Baumwipfelpfad und WILDLINE kosten Eintritt und haben jahreszeitabhängig zu unterschiedlichen Zeiten geöffnet.
(Mehr Infos auf: Bad-Wildbad.de)

Nach einer kleinen Stärkung (direkt gegenüber der Sommerbergbahn, sehr praktisch!), geht es für den Kochhelden und mich auch schon wieder nach Hause. Mit einer Schwarzwälder Kirschtorte im Koffer und einem Sack voll Eindrücke im Kopf. Ein schöner Tag! Danke, Stuttgart!

Alles Liebe,

Mia

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