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Meerjungfrauen kocht man nicht – ein kleiner, subjektiver Bericht zur Show von Steffen Henssler

Steffen Hennsslers Bühne

Manchmal kommt es anders, als man denkt. Und so kommt es, dass ich mich gestern im CCH in Hamburg wiederfinde, um Steffen Henssler bei seiner Show „Meerjungfrauen kocht man nicht“ zuzusehen.

Warum ich das nicht gedacht hätte? Ich kann mich für Fernsehköche einfach nicht so richtig begeistern. Ich bin kein echter „Fan“. Deswegen gehe ich auch eher kritisch an die Sache ran. Kann das informativ sein? Kann das – wie angepriesen – witzig sein?

Steffen Hennsslers Bühne

Es ist kurz nach 20 Uhr und das Licht geht aus. Steffen Henssler betritt die Bühne – auf der eine schicke Küche aufgebaut ist – und wird gefeiert wie ein Popstar. Da wird gejubelt und gepfiffen – der Mann ist beliebt! Für ihn als Hamburger ist es ein Heimspiel.

Nach ein paar Sätzen geht es an die Töpfe. Ein Rezept nach dem anderen wird vor den Augen der Zuschauer (und teilweise auch mit deren Hilfe) auf die Teller gezaubert und danach verteilt.
Was mich als bekennende Chaotin freut: Auch beim Henssler geht mal was schief. Da brennt was an, da steigt Rauch auf, weil die Herdplatte noch heiß ist. Er nimmt das mit Humor – ich finde es tierisch sympathisch.

Steffen Henssler-4

Und wie habe ich gelacht. Die Show ist gespickt mit lustigen Anekdoten aus seinem Leben. Zum Beispiel ein Schwank aus der Ausbildung in den tiefen Nordfrieslands oder ein Bericht über ein Date mit Ingwerallergie werden so zum Besten gegeben, dass mir beim Lachen schon die Tränen in die Augen schießen. Und auch die Prominenten Koch-Kollegen werden zwar ordentlich aufs Korn genommen, aber nie zu viel.

Steffen Henssler

Das Publikum wird auf Trab gehalten.
Beispielsweise  mit einem „gerappten“ Rezept zum Mitsingen (nicht so mein Fall).
Oder mit beiläufigen, flapsigen Sprüchen wie „Was im Hirn ankommt, ist der salzige Geschmack, da ist es wurscht, ob du Fleur de Sel nimmst oder dich mal gepflegt unter der Achsel leckst. Das ist alles nur eine Frage der Struktur“ (ich konnte mich kaum halten)
Oder mit einem Chili-Essen-Wettbewerb. Oder, oder, oder!
Auch „Hensslers schnelle Nummer“ kommt zum Einsatz, die ich vorher noch nie gesehen habe, weshalb sie einen besonderen Eindruck bei mir hinterlässt.

Steffen Henssler-2

Was für mich am interessantesten ist: Ein kleiner Exkurs in die Sushiherstellung. Da bekomme ich direkt Lust und Mut, Sushi selbst zu machen. Und mal Sushi vom Henssler zu probieren, denn das Ergebnis lässt mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. Deshalb kann ich sogar darüber hinwegsehen, dass er tatsächlich so getan hat, als würde der tote Fisch auf dem Tresen sich verbal gegen das Filetieren wehren.

Als es langsam auf 23 Uhr zugeht, ist die Show vorbei und ich ziehe ein Fazit. Ich habe etwas gelernt und viel gelacht. Ich bin ich irgendwie inspiriert. Und ich würde mir die Show auch ein zweites Mal ansehen (und bin froh, dass ich die Show nicht im Fernsehen angesehen habe, denn das muss man meiner Meinung nach live erlebt haben).
Außerdem: Steffen Henssler hat auf meiner Sympathieliste einen Quantensprung gemacht.
Alles in allem: Ein gelungener Abend und eine noch gelungenere Show.

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Eine letzte Anmerkung: Bis auf die ersten beiden Fotos wurden mir die Bilder freundlicherweise von „Heiko Neumann Public Relations“ zur Verfügung gestellt. Die Karten habe ich selbst bezahlt.

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4 Kommentare

  • Antworten
    Juliane
    1. Februar 2013 at 09:27

    Nach Deinem Bericht freue ich mich jetzt um so mehr auf übernächste Woche, da bin ich nämlich bei Steffen Hensslers Show in Mannheim! 🙂

    Viele Grüße und schöner Tag noch,
    Juliane

  • Antworten
    Clara OnLine
    1. Februar 2013 at 09:47

    Steffen Henssler schaue ich auch ganz gerne im TV. Auch wenn er manchmal etwas „übertrieben“ ist und man sich fragt: was hat der denn bloß geraucht? ^^

    Ich bin bei solchen Koch-Shows einigermaßen skeptisch. Ich habe vor zwei Jahren mal Horst Lichter live gesehen und fand es schrecklich. Ich habe dabei rein gar nichts gelernt (er hat auch nicht viel gekocht ausser Fischstäbchen und ordentlich Butter in der Pfanne, damit es im ganzen Saal riecht).
    Jedenfalls war das mehr so ein blöder Spruch nach dem Nächsten und ich war wirklich enttäuscht. Ich habe vielleicht ein mal gelacht in der ganzen Show.
    Steffen Henssler stelle ich mir schon besser vor, skeptisch bin ich aber immer noch 😀

    Liebe Grüße
    Clara

  • Antworten
    Verlosung: Meerjungfrauen kocht man nicht - Die DVD von Steffen Henssler | Kuechenchaotin
    2. Februar 2013 at 09:01

    […] gestern beim Bericht zur Show von Steffen Henssler schon angekündigt, habe ich heute noch ein kleines Goodie für […]

  • Antworten
    Muffin
    6. Februar 2013 at 10:05

    Gerade deinen Blog entdeckt, aber das hier wollte ich einfach mal kommentieren. Ich habe mir Teile der Show im Fernsehen angesehen und fand es ganz amüsant. Ab und an gingen mir die Witze irgendwie zu weit, aber ich mag den Henssler. Wobei es live bestimmt cool ist und ich jetzt auch ein bisschen neidisch bin. 😛

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