Dieser Rote Bete Kartoffelsalat ist anders. Nicht wegen der Roten Bete an sich, sondern wegen der Zubereitung: Die Bete wird in einer Salzkruste gebacken, mit Zitronenschale und Rosmarin. Das Ergebnis ist intensiv, erdig-süß und so aromatisch, dass ich seitdem keine Rote Bete mehr anders machen will.
Das Rezept stammt aus Tim Mälzers „Greenbox“ und ich habe es leicht angepasst. Der Aufwand mit der Salzkruste klingt erstmal groß, aber es lohnt sich. Die Bete gart im eigenen Saft, wird butterzart und bekommt ein Aroma, das gekochte Bete niemals hat.
Zusammen mit warmen Kartoffeln, Cornichons und einer einfachen Vinaigrette wird daraus ein Kartoffelsalat, der auch optisch was hermacht. Das Pink der Bete färbt alles ein, das sieht auf dem Teller einfach gut aus.
Warum Rote Bete in Salzkruste?
Die Salzkruste ist kein Gimmick, sondern macht einen echten Unterschied. Die Bete gart darin wie in einem kleinen Ofen im Ofen. Kein Wasser, keine Verdünnung, nur konzentrierter Geschmack.
Durch die Zitronenschale und den Rosmarin in der Kruste zieht zusätzliches Aroma in die Bete. Das Ergebnis ist intensiver als jede gekochte oder im Ofen gebackene Variante. Butterzart, erdig-süß, mit einem Hauch von Zitrus.
Ja, ein Kilo Meersalz klingt nach viel. Aber für dieses Ergebnis lohnt es sich. Wer einmal Salzkrusten-Bete probiert hat, will keine andere mehr.

Tipps für den perfekten Rote Bete Kartoffelsalat
Festkochende Kartoffeln verwenden. Mehlige Kartoffeln zerfallen beim Mischen und machen den Salat matschig. Festkochende halten ihre Form und haben einen besseren Biss.
Die Kartoffeln warm anmachen. Warme Kartoffeln nehmen das Dressing besser auf als kalte. Deshalb die Vinaigrette direkt nach dem Pellen drübergeben.
Rote Bete zum Schluss unterheben. Nicht wild durchrühren, sonst wird alles pink. Vorsichtig unterheben, dann bleibt der Kontrast zwischen Kartoffeln und Bete sichtbar.
Cornichon-Wasser nicht wegschütten. Die Säure und Würze aus dem Gurkenwasser macht das Dressing interessanter als purer Essig.
Lauwarm servieren ist ideal. Der Salat schmeckt auch kalt, aber lauwarm sind die Aromen am intensivsten.
Variationen
Für die schnelle Version kannst du vorgekochte Rote Bete verwenden. Der Salat schmeckt dann immer noch gut, aber das Aroma der Salzkrusten-Bete fehlt natürlich.
Mit Ei wird der Salat gehaltvoller. Ein weich gekochtes Ei pro Portion, halbiert oben drauf. Passt besonders gut, wenn der Salat als Hauptgericht gegessen wird.
Vegan ist das Rezept sowieso. Falls du es noch pflanzlicher magst: Die Cornichons durch Kapern ersetzen, das gibt eine mediterrane Note.
Mit Ziegenkäse für Nicht-Veganer. Ziegenkäse und Rote Bete sind ein Klassiker. Ein paar Brösel oben drauf, fertig.
Aufbewahren
Im Kühlschrank hält sich der Kartoffelsalat 2-3 Tage. Die Rote Bete färbt mit der Zeit alles komplett pink, was geschmacklich kein Problem ist, aber optisch weniger hübsch aussieht.
Zum Aufwärmen den Salat kurz bei Zimmertemperatur stehen lassen oder in der Mikrowelle leicht erwärmen. Kalt schmeckt er auch, aber lauwarm ist besser.
Tipp: Wenn du den Salat für später vorbereiten willst, Kartoffeln und Bete separat aufbewahren und erst kurz vor dem Servieren mischen.
Rote Bete Kartoffelsalat mit Salzkrusten-Bete
Zutaten
Für die Salzkrusten-Bete:
- 1 kg grobes Meersalz
- 4 kleine Rote Bete etwa 400g
- 1 Bio Zitrone nur die Schale
- 4 Stängel frischer Rosmarin
Für den Kartoffelsalat
- 6 kleine festkochende Kartoffeln etwa 400g
- 6 EL Olivenöl*
- 2 EL Weißweinessig
- 2 EL Cornichon-Wasser
- 6 Cornichons
- 1 Schalotte
- 1/2 Bund frische Petersilie
- Pfeffer nach Geschmack
Anleitungen
- Den Backofen auf 200°C Ober- und Unterhitze vorheizen.
- Das Meersalz mit 4 EL Wasser vermischen. Die Hälfte in eine ofenfeste Form geben.
- Die Rote Bete gründlich waschen und auf das Salzbett setzen.
- Die Zitronenschale mit einem Sparschäler abschälen und zusammen mit dem Rosmarin auf die Bete legen.
- Mit dem restlichen Salz bedecken, sodass die Bete komplett eingeschlossen ist.
- Im Ofen 75 Minuten backen, bis die Bete weich ist.
- Währenddessen die Kartoffeln mit Schale in Salzwasser kochen, bis sie gar sind. Abgießen, etwas abkühlen lassen, pellen und in dicke Scheiben schneiden.
- Die Kartoffelscheiben mit 4 EL Olivenöl und dem Weißweinessig vermischen.
- Die Schalotte in feine Ringe schneiden, die Cornichons in dünne Scheiben. Beides zu den Kartoffeln geben und mit Pfeffer würzen.
- Die Salzkruste aufbrechen, die Bete herausnehmen, kurz abkühlen lassen und schälen. In Achtel schneiden.
- 2 EL Cornichon-Wasser mit 2 EL Olivenöl verrühren und über die Bete geben.
- Die Bete und die gezupfte Petersilie vorsichtig unter die Kartoffeln heben.
- Sofort servieren, solange alles noch lauwarm ist.
Notizen
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Nährwerte
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Rote Bete Hummus – noch mehr Rote Bete, diesmal als cremiger Dip.
Kartoffelsalat mit Gurken und Radieschen – ein Frühlings-Klassiker, wahlweise mit Brühe oder cremig.
Ofengebackene Rote Bete – falls du die Bete pur genießen willst.
Panzanella – italienischer Brotsalat, auch perfekt für den Sommer.

Häufige Fragen zu Rote Bete Kartoffelsalat
Kann ich vorgekochte Rote Bete verwenden?
Ja, das funktioniert und spart Zeit. Die Salzkrusten-Methode bringt aber deutlich mehr Aroma. Wenn du es eilig hast, nimm vorgekochte, aber probier die Salzkruste mal aus, wenn du Zeit hast.
Warum wird alles pink?
Die Rote Bete färbt ab, das ist normal. Je länger der Salat steht, desto mehr färbt sie. Wenn du den Kontrast behalten willst, die Bete erst kurz vor dem Servieren unterheben.
Ist der Salat vegan?
Ja, das Grundrezept ist komplett vegan. Keine Eier, keine Mayonnaise, nur Gemüse und Vinaigrette.
Wie lange muss die Rote Bete in der Salzkruste backen?
Etwa 75 Minuten bei 200°C. Die genaue Zeit hängt von der Größe der Bete ab. Sie ist fertig, wenn ein Messer leicht durchgeht.
Kann ich das Salz wiederverwenden?
Nein, nach dem Backen ist das Salz feucht und mit Rote-Bete-Saft durchzogen. Es muss entsorgt werden.
Was passt als Beilage dazu?
Der Salat ist sättigend genug als Hauptgericht. Als Beilage passt er zu gegrilltem Gemüse, Fisch oder einfach zu frischem Brot.

Der Salat macht pappsatt! Und so’n bisschen gesund ist er ja auch. So muss das sein!
Guten Appetit,
Mirja

Das klingt toll. Muss ich unbedingt mal ausprobieren. Danke 🙂
Greenbox ist mein liebstes Kochbuch, doch an dieses Rezept hab ich mich noch nicht gewagt bisher. Wenn du aber so ins Schwärmen verfallen bist könnt ich auch mal dieses probieren 🙂
Alles Liebe
hope
Das könnte mir auch schmecken!!! Mal sehen, wann ich das meinen Männern unterjubeln kann, vermutlich nur in Verbindung mit Frikadellen oder Bratwurst…. wir werden sehen…
Liebe Grüße
Trudi
Ich liebe Rote Beete und werde mal die vorgegarten beim Gemüsehändler liegen lassen und dafür zu den frischen Knollen greifen … Danke für das Repept!
Lieben Gruß Karen