Selbstgemachte Ramen mit Tomaten, Spinat und Champignons – eine Jugendliebe

von Mia | Küchenchaotin

Ramen. Die Liebe zu diesem Gericht hat schon sehr früh angefangen! Ich gehe einfach mal davon aus, dass die kleinen Pakete mit den typischen Instant-Nudeln und der durchschlagenenden kleinen Gewürzmischung frisch aus dem Chemielabor, die man nur kurz mit Wasser übergießt und dann herunterschlingt, jeder kennt. Und: Ich gehe ebenfalls davon aus, dass sie fast jeder zu irgendeinem Zeitpunkt in seinem Leben mal gut fand.
Meine Fertig-Ramen-Phase war ungefähr, als ich 14 Jahre alt war. Ich weiss nicht, was die Faszination wirklich ausgemacht hat, vermute aber, es lag an der Einfachheit verbunden mit dem – natürlich auf Geschmacksverstärkern basierenden – intensiven Geschmack dieses doch so einfachen Gerichts. Als ich 14 war, hätte ich jedenfalls phasenweise nichts lieber gegessen, als 3x am Tag eine Schüssel Ramen.

Doch solche Phasen gehen vorbei. Ein mal, weil ich des immergleichen und vielleicht doch ein bisschen zu intensiven Geschmacks irgendwann überdrüssig wurde, andererseits, weil ich mir im Klaren darüber wurde, dass Geschmack aus einer winzigkleinen Tüte weder natürlich, noch gesund, noch wirklich nahrhaft sein kann. Und außer maximal ein mal als Vorspeise im Restaurant war Ramen damit von meiner Essensliste gestrichen.

Als ich neulich vor dem China-Regal des Supermarktes meines Vertrauens stand, überkam mich dann aber plötzlich wieder der Appetit. Zu meinem Glück lag gleich neben den Paketen mit dem Fertig-Ramen eine große Packung Mie-Nudeln ohne Chemiebaukasten, die stattdessen in meinem Einkaufswagen landete.

Ramen selber machen – das kann doch nicht so schwer sein! – dachte ich mir. So verschwand ich zwischen den Regalen, sammelte alles ein, was ich mir in meinem selbstgemachten Ramen-Süppchen gut vorstellen konnte und machte mich zu Haus ans Werk.
Gleich vorab: Mein Gedanke war nicht falsch. Die Selbstgemachten Ramen waren inklusive Schnippelarbeit in unter 25 Minuten fertig!

Selbstgemachte Ramen mit Tomaten, Spinat und Chamignons - www.kuechenchaotin.de

Selbstgemachte Ramen mit Tomaten, Spinat und Champignons

Rezept für 4 große Portionen

80 g Mie-Nudeln*
1 Schalotte
2 Tomaten
8 Champignons
100 g Babyspinat
1/2 rote Chilischote
1 Frühlingszwiebel
2 EL Kokosöl
1 L Gemüsebrühe
Sojasauce
Koriander zum Garnieren

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Die Mie-Nudeln zerbrechen und bereitlegen.
Die Schalotte abziehen und fein würfeln. Den Strunk der Tomaten entfernen und die Tomaten würfeln. Die Champignons putzen und vierteln. Den Babyspinat waschen und gut abtropfen lassen und die Chilischote und die Frühlingszwiebel in feine Ringe schneiden.

In einem Topf das Kokosöl erhitzen und die Champignons und die Frühlingszwiebel darin kurz und scharf anbraten. Die Mischung beiseite stellen und das restliche Kokosöl in den Topf geben. Nun die Tomaten scharf anbraten, die Hitze reduzieren und die Schalotten hinzugeben. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und aufkochen lassen. Die Mie-Nudeln und die Chili in die Brühe geben und die Brühe weiterköcheln lassen, bis sie gar sind. Anschließend den Babyspinat und das angebratene Gemüse hinzugeben und kurz durchziehen lassen.
Mit der Sojasauce abschmecken und nach Geschmack mit gehacktem Koriander servieren.

Fertig!

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Fun Fact: Bei meinem ersten Versuch habe ich die Mie-Nudeln nicht gebrochen. Gefühlt bestehen die Blöcke allerdings nur aus 3 Kilometerlangen Nudeln, mit denen man dann beim Servieren und beim Essen zu kämpfen hat. Lernt aus meinen Fehlern!

Liebt ihr Ramen auch so sehr wie ich? Und habt ihr sie schon mal selbstgemacht?

Guten Appetit,
Mia

 

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9 Kommentare an Selbstgemachte Ramen mit Tomaten, Spinat und Champignons – eine Jugendliebe

  1. Karin
    15. März 2016 at 13:53 (1 Jahr ago)

    Mhh das sieht ja lecker aus! Fertige Ramen-Nudeln hab ich noch nie gegegessen. Meine Mutter war da schon früher immer sehr pingelig und hat uns eingeimpft das man so „Chemietütchen“ nicht essen/kaufen soll. Das hat sich bei mir eingebrannt, auch wenn ich schon viele Jahre nicht mehr bei Mama wohne 😉 Aber deine Version probiere ich auf jeden Fall aus! LG, Karin

    Antworten
  2. Martina
    15. März 2016 at 22:23 (1 Jahr ago)

    Meine Kinder lieben die fertigen Nudelsuppen auch so doll, ich könnte kotzen, daß es die immer nur mit Glutamat drin gibt…aber allzu oft essen die sie nicht. Praktisch, wenn man aus der Schule kommt und nix anderes da ist…
    Selber gemacht habe ich sie so noch nicht, ich koche die Nudeln hin und wieder und stelle sie aufs Büffet wenn wir vietnamesische Frühlingsrollen machen. Als Füllmaterial sozusagen 😉
    LG
    Martina

    Antworten
  3. Catering
    16. März 2016 at 11:04 (1 Jahr ago)

    Einfach nur ein Traum 🙂

    Antworten
  4. Julia
    18. März 2016 at 13:43 (1 Jahr ago)

    Also, ich war ja zu Studentenzeiten immer eher ein Pasta Miracoli-Typ. Aber die fertigen Ramennudeln aus dem Päckchen kenne ich natürlich auch: billig, voller Geschmacksverstärker und ewig haltbar! Selbermachen ist aber natürlich viel besser. Vor allem, wenn man wissen will, was drin ist. Mir gefällt Deine Variante sehr. Statt Champignons kannst Du auch wunderbar Shitake-Pilze (frisch oder getrocknet) verwenden. Die geben noch ein bisschen ein asiatischeres Aroma und sind mittlerweile sogar im Supermarkt erhältlich. Ein Hoch auf die Ramen-Suppe!

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  5. Hannes
    19. März 2016 at 20:08 (1 Jahr ago)

    Als großer Fan der asiatischen Küche und meine Ramen bisher nie so richtig gelungen sind musste Ich das einfach nachkochen. Hab deinen Blog eher zufällig auf Arbeit gefunden und bin ab sofort regelmäßiger Leser.

    Habe gerade aufgegessen und muss sagen: Sehr lecker, wenn es auch nicht an das Original ran kommt.

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    • Mia | Küchenchaotin
      24. März 2016 at 09:07 (1 Jahr ago)

      Das Original mit „Originalfeeling“ ist IMMER besser, da stimme ich dir zu 🙂

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    • Mia | Küchenchaotin
      24. März 2016 at 09:08 (1 Jahr ago)

      P.S.: Ramen steht und fällt mit der Qualität der Brühe und der Sojasauce! Da ist mehr tatsächlich mehr! 🙂

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  6. Daniela
    28. März 2016 at 00:38 (1 Jahr ago)

    Perfekt. Mein Männe liebt das Fertigzeug… Und ich bekomme im wahrsten Sinne des Wortes Kopfweh davon.
    Werde dein Rezept ausprobiere und wenn es gut ankommt, koche ich auf Vorrat und das Fertigzeug fliegt in hohem Bogen auf den Müll 😉

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    • Mia | Küchenchaotin
      3. April 2016 at 12:44 (1 Jahr ago)

      HA! Ja, genau so war es hier auch! Die frische Variante hat die fertige komplett ersetzt. 🙂

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