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Meine ersten Macarons – eine Leidensgeschichte mit Happy End

Macarons - kuechenchaotin.de

Das mit den Macarons und mir – das hätte was werden können! Immer war ich neugierig, ob so etwas filigranes mir wohl gelingen könnte und als mich dann die Firma Silikomart vor ungefähr einem Jahr (!!!) fragte, ob ich nicht ihre Backmatte ausprobieren wollte, da wusste ich: Es soll sein! Das mit den Macarons und mir! Das muss einfach klappen!

Macarons - kuechenchaotin.de

Falsch gedacht. Der erste Versuch funtionierte direkt reibungslos, doch die Macarons waren unheimlich pickelig und ich dadurch unheimlich enttäuscht. Hätte ich damals gewusst, dass mir meine Undankbarkeit vom Macaron-Gott abgestraft werden würde, dann hätte ich wenigstens ein paar vernünftige Fotos von den hässlichen, kleinen Dingern gemacht!
Doch ich war mir sicher: Was beim ersten Mal gleich so reibungslos funktioniert, das funktioniert immer wieder.

Und wieder falsch gedacht. Denn von da an startete ich mehrere Versuche, die jedes Mal in die Hose gingen. Unansehnlich, gar nicht erst hochgegangen, wieder zusammengeplumpst, mit sämtlichen schlauen Tricks niemals heil ablösbar, nicht durch, die Schale gebrochen… Ich hatte es alles. Manchmal sogar in Kombination.
Vielleicht war es einfach nur Pech. Vielleicht bin ich der größte Macaron-Trottel der Welt. Vielleicht soll es halt einfach doch nicht sein.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ein Macaron-Partner in Crime musste her! Und das war in diesem Fall meine Mutter, die mir stundenlang Eiweiß abwog, die Hand an ihrer KitchenAid hielt, spritzbeutel-assistierte und allein mit ihrer Anwesenheit offensichtlich den Macaron-Gott wieder ein bisschen milder stimmen konnte.
Denn: Es hat geklappt! Oleeee, oleee oleee oleeeeee!

Das Rezept, das uns zum Glück verhalf, stammt vom Macaron-Workshop-Bericht der lieben Clara.

Macarons - kuechenchaotin.de

Und so haben wir’s gemacht:

Macarons

60g Eiweiß (ca. 2 Eier der Größe M – Raumtemperatur)
40g Zucker
Lebensmittelfarbe (Paste) z.B. von hier*

100g Puderzucker
60g gemahlene Mandeln

1 Glas Caramel Creme (z.B. von Bonne Maman)

Macarons - kuechenchaotin.de

Den Puderzucker und die gemahlenen Mandeln zusammen in einen Zerkleinerer oder Mixer geben und zu feinstem Puder zermahlen.
Diesen Puder anschließend durch ein feines Sieb streichen, damit evtl. zu groß geratene Stücke ausgefiltert werden können.

Das Eiweiß anschlagen, bis es weiß wird. Nun nach und nach den Zucker hinzugeben und immer weiterschlagen. Wenn der Zucker aufgebraucht ist, kann etwas Lebensmittelfarbenpaste hizugegeben werden, bis die Masse die gewünschte Farbe hat.
Sobald die Masse dick und glänzend ist, ist sie fertig – das kann jedoch schon mal einige Minuten dauern.

Nun das Eiweiß vorsichtig nach und nach unter die Mandel-Puderzucker-Masse heben. Sobald beide Massen miteinander vermischt werden, ist der Macaron-Teig fertig. Er sollte nicht „überarbeitet“ werden.

Die Masse in einen Spritzbeutel füllen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech daraus Kreise von ca. 2 cm spritzen.
Das ganze ist durch ein Backmatte leichter, denn: Hier sind kleine „Förmchen“ für die Macarons eingearbeitet, sodass alle ohne Probleme die gleiche Größe bekommen

Nun das Backblech mehrmals vorsichtig auf die Arbeitsfläche schlagen – so wandern kleine Luftbläschen in den Macarons nach oben und die Oberfläche wird glatt.

Macarons - kuechenchaotin.de

Die Macarons müssen für 15-30 Minuten ruhen. Sie sind fertig, wenn man sie mit dem Finger vorsichtig anstupsen kann, ohne, dass sie dabei kaputt gehen.

Im vorgeheizten Ofen bei 150°C für 12-15 Minuten backen und auf einer kalten Fläche auf dem Backpapier- oder der Matte vollständig auskühlen lassen.

Die Macarons mit der gewünschten Füllung (in meinem Fall ganz einfach: Caramel Creme von Bonne Maman) bestreichen und zusammensetzen.

Fertig!

Macarons - kuechenchaotin.de

Als ich die Macarons aus dem Ofen holen konnte, habe ich mich ein bisschen wie Superwoman gefühlt. Endlich! Meine ersten richtigen (und hübschen!) Macarons!

Macarons - kuechenchaotin.de

Noch ein paar Worte zur Backmatte: An den Silikonmatten scheiden sich anscheinend die Geister. Ich habe gehört „ohne geht gar nicht“ und manche behaupten „mit geht gar nicht!“.
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir die Matte allein beim „Portionieren“ des Teigs wirklich hilft. Ich hatte gleich große Hälften, die sich prima zusammensetzen liessen.
Und am Ende der Leidensgeschichte sind die Macarons ja auch etwas geworden – es geht also auf jeden Fall „mit“!

Habt ihr euch schon mal an Macarons gewagt?

Guten Appetit,
Mia

_____
Ein Hinweis zum Schluss: Die Backmatte wurde mir von der Firma Silikomart kosten- und bedingungslos zur Verfügung gestellt.
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14 Kommentare

  • Antworten
    Ann-Katrin
    1. September 2013 at 10:49

    Ooooh, die sehen doch gut aus! Meine ersten Macarons sahen viiiiiiel schlimmer aus 🙂 Aber ich kann deine Leidensgeschichte sehr gut nachempfinden. ich habe es seither nicht mehr versucht – dabei waren sie sehr lecker. Liebe Grüße, Ann-Katrin

  • Antworten
    Jana
    1. September 2013 at 10:59

    Die sehen super aus 🙂 Ich kenne den leidlichen Weg zu den perfekten Macarons sehr gut. Seit ich zum ersten Mal diese kleinen Geschmacksbomben von Ladurée probiert habe, musste ich in der heimischen Küche viele Niederlagen einstecken 😉 Dein Beitrag gibt mir wieder den nötigen Optimismus für den nächsten Versuch.

    Eine Frage habe ich aber noch: Hattest du nicht das Problem, dass die Mandeln mit dem Puderzucker im Zerkleinerer irgendwie „matschig“ wurden?

    Lieben Gruß, Jana

    • Antworten
      Mia | Küchenchaotin
      3. September 2013 at 12:19

      Hallo Jana,
      vielleicht hast du die Mandeln zu lang bearbeitet? Irgendwann werden sie dann nämlich zu Marzipan!
      Bisher hatte ich das Problem noch nicht – ich habe aber auch immer aufgehört, sobald sie fein genug waren. 🙂

  • Antworten
    Clara OnLine
    1. September 2013 at 12:37

    Die sehen ja toll aus! Ich freue mich riesig, dass sie dir nach meiner Anleitung gelungen sind! Hab ein schönes Wochenende <3

  • Antworten
    Denise
    1. September 2013 at 12:42

    Die lieben Macarons 🙂 Ich habe mich auch lange davor gedrückt, bzw. hatte irgendwie einen Heidenrespekt vor deren Zubereitung.

    Irgendwann habe ich dann einfach mal losgelegt und es ging mir genau wie dir: erster Versuch super, danach traten immer neue Probleme auf. Meistens waren die Macarons innen hohl.

    Dann hab ich eine Menge über die verschiedenen Methoden (französisch vs. italienisch) gelesen. Danach kann ich auf jeden Fall folgendes empfehlen: probier auch mal die Methode mit italienischer Meringue aus. Die ist zwar aufwändiger, aber zuverlässiger und hat mich noch nie im Stich gelassen 😀

  • Antworten
    Melli
    1. September 2013 at 13:28

    Wow, jetzt sind sie dir wirklich toll gelungen. Ich traue mich immer noch nicht ran, selbst welche zuzubereiten, genau aus den gründen, die du selbst erfahren und beschrieben hast 😉

  • Antworten
    Jens
    1. September 2013 at 21:10

    Ich habs einmal probiert und dann aufgegeben – Wenn ich jedoch sehe wie gut deine aussehen, versuche ich es vielleicht doch nochmal.
    Daumen hoch auf jeden Fall!

  • Antworten
    Julia
    1. September 2013 at 21:40

    Wunderbar erzählt, liebe Mia! Macarons hab ich noch nie gemacht, ich hab’s nicht so mit backen, Rührkuchen ja, kleines, hübsches Gebäck… eher nein 🙂
    Liebe Grüße!
    Julia

  • Antworten
    Nina von Hedi
    1. September 2013 at 21:40

    Boahh, die sehen ja perfekt aus! Tolle Bilder! Ich habe es auch schon probiert, aber ich hatte eher große platte Teigflatschen…Na, ja mal sehen, ob ich es noch einmal mache!!

    Viele Grüße aus HH,

    deine Nina

  • Antworten
    Andrea
    2. September 2013 at 10:26

    Hi,
    mir ging es ähnlich wie Dir…
    Ich habe die Macarons gemacht und mein erster Versuch war gut!
    Die nächste Ladung landete komplett im Mülleimer, weil nicht zu gebrauchen!
    Mittlerweile habe ich tatsächlich meine Silikonmatte verbannt und mache sie auf Backpapier.
    Da gelingen sie mir jetzt immer!
    Ich wünsche Dir eine schöne Woche!
    Andrea

  • Antworten
    Maria
    2. September 2013 at 21:31

    Liebe Mia,

    ich freue mich so, dass du die Macaron-Herausvorderung geschafft hast!
    Macarons sind immer so eine Sache.. das letzte Mal dachte ich sie waren perfekt und das nächste Mal werden sie sicherlich auch so super. Naja… falsch gedacht, nichts geworden…

    Liebe Grüße,
    Maria

  • Antworten
    lou
    3. September 2013 at 16:24

    ich bin etwas neidisch 🙂 letztes jahr habe ich wochenlang versucht diese kleinen drecksäcke zu machen und es ist NIE was geworden. tipps und tricks die ich bekam haben nicht geholfen. jetzt – ausgestattet mit ofen der gleichmäßig wärmt und kitchen aid die gleichmäßig rührt – werde ich es NOCH MAL versuchen. drück mir die daumen.
    auch ne gute gelegenheit die karamell soße aus den flitterwochen in paris zu probieren.

  • Antworten
    Elena (heute gibt es...)
    4. September 2013 at 12:05

    Liebe Mia,
    herzlichen Glückwunsch zu diesen tollen Macarons! Die sehen echt super lecker aus.
    Ich habe es bisher noch nicht versucht welche zu machen, da ich lauter Horrorgeschichten darüber gehört habe. Bei dir klang es ja zu Beginn auch nicht wirklich schön. Aber letztendlich gab es ein Happy-End, was mir zeigt, dass man sich vielleicht doch mal trauen sollte.
    In diesem Sinne: Dankeschön für die Ermutigung 😉

    Liebe Grüße
    Elena

  • Antworten
    Sabine
    9. April 2016 at 10:57

    Lange gelesen, lange dein Rezept im Ordner, gestern den Versuch gewagt und bis auf 6 Hälften alle was geworden. Meine ersten schönen Macarons, sicher noch ausbaufähig (zu hoch), aber ganz viele kleine Glückshälften. Rezept gespeichert! Danke für die tolle ausführliche Anleitung.

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