Dieser mexikanische Maissalat ist eines meiner liebsten Sommer-Rezepte. Cremig, würzig, mit einer ordentlichen Portion Limette und Jalapeño. In Mexiko heißt das Original Esquites und wird als Streetfood in Bechern serviert. Meine Version ist eine Interpretation mit Zutaten, die du hier im Supermarkt bekommst.
Ich muss vorweg sagen: Das hier ist kein authentisches Esquites-Rezept. Ich habe einen Freund, der Mexikaner ist und der würde mir die Ohren langziehen, wenn ich behaupten würde, das sei Original. Für echte Esquites brauchst du Cotija-Käse (den es hier kaum gibt) und eigentlich serviert man sie in einem Styropor-Becher. Das ist hier weder praktisch noch nachhaltig.
Was ich dir stattdessen biete: Ein verdammt leckerer Maissalat, der von Esquites inspiriert ist. Mit Parmesan statt Cotija, mit Sahnejoghurt statt Mexican Crema. Schmeckt fantastisch zum Grillen, als Beilage oder einfach so mit Tortilla-Chips auf dem Sofa. In 20 Minuten fertig.
Warum dieser Maissalat so gut ist
Das Geheimnis liegt im Zusammenspiel der Aromen. Der Mais wird kurz scharf angebraten, bis er leicht gebräunt ist. Das gibt ihm eine nussige, fast karamellisierte Note. Dann trifft er auf die cremige Sauce aus Mayo und Joghurt, die säuerliche Limette, die milde Schärfe der Jalapeños und den würzigen Parmesan.
Dazu kommt frischer Koriander, der dem Ganzen diesen typisch mexikanischen Touch gibt. Und das Beste: Der Salat wird lauwarm serviert. Der heiße Mais trifft auf die kalte Sauce, der Parmesan schmilzt leicht an. Das ist kein kalter Salat aus dem Kühlschrank, sondern ein aromatisches Erlebnis.
Im Gegensatz zu vielen anderen Maissalaten ist dieser hier nicht wässrig. Durch das scharfe Anbraten verliert der Mais Feuchtigkeit und bekommt Röstaromen. Die cremige Sauce haftet perfekt an jedem Korn.

Tipps für den perfekten mexikanischen Maissalat
Die Pfanne muss richtig heiß sein, bevor der Mais reinkommt. Wenn der Mais nur vor sich hin dünstet statt zu rösten, fehlen die Röstaromen. Du willst leichte braune Stellen sehen, dann ist er perfekt.
Dosenmais unbedingt gut abtropfen lassen, am besten auf Küchenpapier. Je trockener der Mais, desto besser bräunt er in der Pfanne. TK-Mais funktioniert genauso gut, muss aber vorher aufgetaut und ebenfalls trocken getupft werden.
Die Sauce immer vorher komplett fertig machen. Der Mais soll direkt nach dem Braten in die Sauce, solange er noch heiß ist. Dann verbindet sich alles am besten und der Parmesan schmilzt leicht an.
Wer keinen Koriander mag (ja, für manche schmeckt er nach Seife, das ist genetisch bedingt), kann ihn einfach weglassen oder durch glatte Petersilie ersetzen. Die Schärfe lässt sich über die Menge der Jalapeños steuern. Für Kinder lieber weniger nehmen oder ganz weglassen.
Variationen des mexikanischen Maissalats
Mit Feta statt Parmesan bekommst du eine etwas salzigere, cremigere Version. Der Feta zerbröckelt schön in der warmen Sauce und erinnert ein bisschen an den originalen Cotija-Käse.
Für eine rauchige Note kannst du den Mais auf dem Grill rösten statt in der Pfanne. Einfach die Maiskörner in einer Grillschale bei hoher Hitze grillen oder sogar ganze Maiskolben grillen und dann die Körner abschneiden. Das gibt nochmal ein ganz anderes Aroma.
Als vegane Version ersetzt du Mayo durch vegane Mayo und den Parmesan durch Hefeflocken oder veganen Parmesan-Ersatz. Schmeckt erstaunlich ähnlich und ist komplett pflanzlich.
Mit schwarzen Bohnen und Avocado wird aus dem Salat eine vollwertige Mahlzeit. Einfach eine Dose schwarze Bohnen (abgetropft) und eine gewürfelte Avocado unterheben. Dann hast du quasi eine mexikanische Salat-Bowl.
Mexikanischer Maissalat (Esquites-Style)
Zutaten
- 3 EL Mayonnaise
- 3 EL Sahnejoghurt
- 175 g Parmesankäse
- 1 TL Jalapenos-RInge
- 1/2 rote Zwiebel gewürfelt
- 1/2 Limette davon der Saft
- 1 Bund Koriander
- 1 TL geschmacksneutrales Öl
- 500 g Mais
- Salz Pfeffer zum Abschmecken
- Nachos zum Servieren
Anleitungen
- Die Mayonnaise mit dem Joghurt verrühren. Den Parmesan fein reiben. Die Jalapenos entkernen und in feine Würfel schneiden. Die Zwiebel schälen und fein würfeln. Die Limette auspressen und den Koriander hacken. Alles zusammen in die Schüssel zur Mayo-Joghurt-Mischung geben und gut verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- In einer Pfanne das Öl erhitzen und den Mais darin kurz scharf anbraten. Den heißen Mais zur vorbereiteten Soße geben und sofort umrühren.
- Mi Tortilla-Chips servieren.
Notizen
Nährwerte
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Wenn du mexikanische Aromen magst, probier mal meine Loaded Nachos mit Hack aus dem Ofen – perfekt für den nächsten Filmabend.
Für die nächste Grillparty passt auch mein Avocado-Dip hervorragend zu Tortilla-Chips und gegrilltem Gemüse.
Noch mehr Salate zum Grillen? Mein Wassermelonen-Feta-Salat ist im Sommer der absolute Hit.
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Häufige Fragen zum mexikanischen Maissalat
Was ist der Unterschied zwischen Esquites und Elotes?
Esquites sind Maiskörner, die in einer Sauce serviert werden, meist in einem Becher. Elotes sind ganze gegrillte Maiskolben, die mit der gleichen Sauce bestrichen werden. Beides ist mexikanisches Streetfood, nur die Form ist unterschiedlich.
Kann ich den Maissalat auch mit frischem Mais machen?
Ja, frischer Mais funktioniert sogar noch besser. Die Körner vom Kolben schneiden und in der Pfanne anbraten. Im Sommer, wenn es frischen Zuckermais gibt, ist das die beste Variante.
Was ist Cotija-Käse und wodurch kann ich ihn ersetzen?
Cotija ist ein mexikanischer Käse, der salzig und krümelig ist, ähnlich wie Feta. In Deutschland bekommst du ihn nur in Spezialläden. Parmesan oder Feta sind gute Alternativen, die ähnliche salzige und würzige Noten bringen.
Ist der mexikanische Maissalat auch für Kinder geeignet?
Ja, wenn du die Jalapeños weglässt oder stark reduzierst. Die cremige Basis aus Mayo und Joghurt mögen die meisten Kinder, und Mais ist sowieso bei vielen beliebt.
Kann ich den Maissalat zum Grillen vorbereiten?
Die Sauce kannst du am Vortag machen. Den Mais aber erst kurz vor dem Servieren anbraten, damit die Röstaromen frisch sind. Alternativ den Mais direkt auf dem Grill rösten, während das Fleisch gart.
Warum schmeckt mein Maissalat wässrig?
Vermutlich war der Mais nicht gut genug abgetropft oder die Pfanne nicht heiß genug. Der Mais sollte in der Pfanne rösten, nicht kochen. Gut abtropfen lassen und bei hoher Hitze anbraten, dann wird er perfekt.
Guten Appetit,
Mirja
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