One Pot Thai Curry Pasta ist das Rezept, das ich am häufigsten für spontane Feierabendessen mache. Pasta, Gemüse, rote Currypaste und Kokosmilch kommen zusammen in einen Topf, köcheln 15 Minuten, und das Ergebnis ist cremig, würzig und macht satt. Kein Abgießen, kein zweiter Topf, kein Stress.
Das Rezept habe ich 2016 für einen Auftritt auf einer Messe entwickelt, wo ich mich mit einem anderen Foodblogger ein One-Pot-Pasta-Battle geliefert habe. Die Thai Curry Variante hat so eingeschlagen, dass ich sie seitdem regelmäßig koche. Das Schöne daran: Man kann das Gemüse mit dem tauschen, was gerade im Kühlschrank ist. Möhre, Paprika und Champignons sind mein Klassiker, aber Brokkoli, Zucchini oder Edamame funktionieren genauso gut.
Einzige Warnung: Currypasten sind je nach Marke unterschiedlich scharf. Lieber mit weniger anfangen und nachschärfen, als beim ersten Bissen weinen.
Warum diese One Pot Thai Curry Pasta so gut funktioniert
Das Prinzip ist simpel: Die Nudeln kochen direkt in der Kokosmilch-Curry-Sauce und nehmen dabei das ganze Aroma auf. Statt Nudeln separat in Wasser zu kochen und dann mit einer Sauce zu mischen, passiert hier alles gleichzeitig. Die Stärke aus der Pasta macht die Sauce schön sämig, ohne dass man Mehl oder Sahne braucht.
Die rote Currypaste bringt Chili, Zitronengras, Galgant und Koriander mit, also eine Menge Geschmack für nur einen Löffel aus dem Glas. Die Kokosmilch gleicht die Schärfe aus und sorgt für die Cremigkeit. Und die Limette am Ende hebt alles nochmal an.
Das Ergebnis schmeckt wie ein Thai-Curry, hat aber die Sättigungskraft einer Pasta. Zwei Welten in einem Topf.

Tipps für die perfekte One Pot Thai Curry Pasta
Die richtige Currypaste wählen. Rote Currypaste ist der Klassiker für dieses Rezept. Grüne Currypaste funktioniert auch, ist aber oft deutlich schärfer. Gelbe Currypaste ergibt ein milderes Curry, das auch für Kinder gut passt. Wichtig: Currypasten unterscheiden sich stark von Marke zu Marke. Beim ersten Mal lieber mit 1 EL starten und nach dem Kochen abschmecken.
Kurze Nudeln verwenden. Penne, Rigatoni oder Fusilli eignen sich am besten, weil sie die Sauce in ihren Rillen und Öffnungen auffangen. Spaghetti funktionieren auch, verkleben aber leichter im One-Pot-Verfahren.
Regelmäßig umrühren. Die Nudeln liegen am Anfang eng zusammen in der Flüssigkeit. Alle 2-3 Minuten umrühren, damit nichts am Boden anpappt. Sobald die Nudeln anfangen aufzuquellen, wird das einfacher.
Wenn die Sauce zu dick wird. Falls die Flüssigkeit zu schnell verdampft und die Nudeln noch nicht gar sind, einfach 100 ml heißes Wasser nachgießen. Das passiert bei starker Hitze.
Gemüse flexibel tauschen. Statt Champignons: Brokkoli, Zuckerschoten oder Zucchini. Statt Paprika: Babymais oder Edamame. Hauptsache bunt und knackig.
Variationen der One Pot Thai Curry Pasta
Mit Erdnussbutter. 2 EL cremige Erdnussbutter zur Kokosmilch geben. Das ergibt eine Sauce, die Richtung Satay geht. Passt besonders gut mit Brokkoli und Frühlingszwiebeln.
Mit Tofu. Festen Tofu in Würfel schneiden und vor dem One-Pot-Schritt separat in der Pfanne knusprig anbraten. Erst am Ende auf die fertige Pasta geben, damit er knusprig bleibt.
Vegan. Das Rezept ist schon vegetarisch. Für die vegane Variante einfach sicherstellen, dass die Currypaste keine Shrimppaste enthält (steht auf der Zutatenliste). Die meisten roten Currypasten im Supermarkt enthalten Shrimppaste, aber es gibt vegane Alternativen.
Mit Glasnudeln statt Weizenpasta. Glasnudeln oder Reisnudeln statt Penne verwenden. Die Kochzeit verkürzt sich auf 5-8 Minuten und die Flüssigkeit muss auf 500 ml reduziert werden, weil Glasnudeln weniger aufsaugen.
Aufbewahren & Aufwärmen
Die One Pot Thai Curry Pasta hält sich im Kühlschrank 2-3 Tage. Die Nudeln saugen im Kühlschrank weiter Sauce auf und werden etwas matschiger. Beim Aufwärmen einen Schuss Kokosmilch oder Wasser dazugeben und in der Pfanne oder im Topf erwärmen.
Zum Einfrieren ist die Pasta weniger geeignet, weil die Nudeln nach dem Auftauen sehr weich werden. Wenn du Meal-Prep machen willst, besser die Sauce ohne Nudeln kochen, einfrieren, und die Nudeln beim Aufwärmen frisch dazukochen.
One Pot Thai Curry Pasta mit Kokosmilch
Zutaten
- 300 g Penne oder andere kurze Nudeln
- 1 Möhre
- 1 kleine rote Paprika
- 3 Frühlingszwiebeln
- 300 g Champignons
- 1 Stück Ingwer ca. daumengroß
- 2 Knoblauchzehen
- 2 EL rote Currypaste
- 600 ml Kokosmilch
- 200 ml Wasser
- 1/2 Limette davon der Saft
- 1/2 Bund Koriander optional
Anleitungen
- Die Möhre schälen und in feine, daumenlange Streifen schneiden. Die Paprika entkernen und in Streifen schneiden. Die Frühlingszwiebeln inklusive Grün in Ringe schneiden. Die Champignons in Scheiben schneiden.
- Ingwer und Knoblauch fein würfeln.
- Das Gemüse zusammen mit der Pasta, der Currypaste, der Kokosmilch und dem Wasser in einen großen Topf geben und gut umrühren.
- Aufkochen lassen, dann die Hitze reduzieren und unter gelegentlichem Rühren 10-15 Minuten köcheln lassen, bis die Nudeln bissfest sind.
- Mit Limettensaft abschmecken und nach Geschmack mit gehacktem Koriander servieren.
Notizen
Nährwerte
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Alle One-Pot-Rezepte findest du in meiner Kategorie One Pot.
Alle Pasta-Rezepte gibt es unter Nudeln.

Häufige Fragen zu One Pot Thai Curry Pasta
Welche Currypaste eignet sich am besten?
Rote Currypaste ist der Klassiker und ergibt ein mittelwürziges Curry. Grüne Currypaste ist oft schärfer, gelbe milder. Achtung: Die Schärfe variiert stark je nach Marke. Am besten mit 1 EL anfangen und nach dem Kochen abschmecken.
Kann man die One Pot Pasta auch mit Reis statt Nudeln machen?
Ja, aber dann ist es ein klassisches Thai Curry mit Reis, kein One Pot. Den Reis separat kochen, weil er eine andere Menge Flüssigkeit und Kochzeit braucht als Pasta.
Warum klebt die Pasta zusammen?
Die Nudeln liegen zu Beginn eng in der Flüssigkeit. Alle 2-3 Minuten umrühren, besonders in den ersten 5 Minuten. Wenn die Sauce zu dick wird, 100 ml heißes Wasser nachgießen.
Ist die One Pot Thai Curry Pasta vegan?
Vegetarisch ist sie automatisch. Für vegan: Die Currypaste prüfen, viele rote Currypasten enthalten Shrimppaste. Es gibt vegane Alternativen im Bio-Markt oder Asia-Laden.
Welches Gemüse passt zu Thai Curry Pasta?
Im Prinzip alles, was knackig bleibt: Paprika, Möhren, Champignons, Brokkoli, Zuckerschoten, Babymais, Edamame, Zucchini. Weiches Gemüse wie Tomaten oder Spinat erst in den letzten 2 Minuten dazugeben.

Guten Appetit,
Mirja
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Liebe Mia,
danke für diesen schönen Beitrag!
Ich bin ein totaler Thai Curry Fan und mache das regelmäßig, muss aber gestehen dass ich tatsächlich noch nie auf die Idee gekommen bin, das mit Nudeln zu essen… Bisher gab’s einfach immer Reis dazu oder die Soße pur mit ganz viel Gemüse.
Und in einem Topf ist das Ganze ja noch praktischer – danke für die Inspiration! 🙂
LG Daria
Mia, was für ein sensationelles Rezept. Bei uns gab es die One Pot Pasta gerade und mein Mann hat sich vor Begeisterung kaum eingekriegt. Das wird eins von meinen neuen Lieblings-Nudel-Essen!