Pad Thai vegetarisch – vereinfachte Version für Zuhause

Pad Thai ist eines der bekanntesten Gerichte der thailändischen Küche – gebratene Reisnudeln mit einer Balance aus süß, sauer, salzig und scharf. Ursprünglich ein Straßenessen in Thailand, gibt es unzählige regionale und persönliche Variationen.

Was ich hier mit dir teile, ist meine vereinfachte, deutsche Hausmannskost-Version von Pad Thai vegetarisch. Das ist kein authentisches thailändisches Rezept – es ist eine Annäherung mit Zutaten, die ich im deutschen Supermarkt finde. Wenn du authentisches Pad Thai probieren möchtest, besuche ein thailändisches Restaurant. Dort wird es mit Tamarindenpaste, getrocknetem Rettich und oft Fischsauce zubereitet.

Ich habe dieses Rezept über Jahre entwickelt, inspiriert von verschiedenen Pad-Thai-Versionen, die ich in Restaurants probiert habe, denn ich LIEBE dieses Gericht. Dabei habe ich einige Zutaten ausgetauscht: Erdnussbutter statt Tamarindenpaste, Reisessig statt Tamarindenessig, Brokkoli und Möhren statt traditionellem Gemüse. Das Ergebnis schmeckt lecker, ist aber eben eine deutsche Interpretation, kein thailändisches Original.

Falls du Zugang zu einem Asialaden hast, empfehle ich dir, Tamarindenpaste zu besorgen – sie macht einen großen Unterschied im Geschmack. Aber auch mit Supermarkt-Zutaten wird das Gericht richtig gut. Ich persönlich liebe einfach wahnsinnig die Kombination aus Möhre und Brokkoli!

Über Pad Thai – Herkunft und Kontext

Pad Thai ist ein Nationalgericht Thailands und wurde in den 1930er Jahren populär. „Pad“ bedeutet „gebraten“, „Thai“ steht für Thailand. Traditionell wird es in der thailändischen Straßenküche zubereitet – schnell, frisch und individuell nach Kundenwunsch.

Ein authentisches Pad Thai enthält Tamarindenpaste (für die süß-saure Note), Fischsauce, getrocknete Shrimps, eingelegten Rettich, Knoblauchschnittlauch und wird mit Bananenblüten und Limette serviert. Jede Köchin und jeder Koch in Thailand hat eine eigene Version – Pad Thai ist kein starres Rezept, sondern eine lebendige Tradition.

Meine Version hier ist eine stark vereinfachte, deutsche Hausmannskost-Variante. Ich nutze Zutaten aus dem Supermarkt und ersetze einige traditionelle Komponenten. Das macht es zugänglicher für Zuhause, ist aber kein Ersatz für das Original. Wenn du die Möglichkeit hast, probiere Pad Thai in einem thailändischen Restaurant – es lohnt sich.

Vegetarisches Pad Thai - https://kuechenchaotin.de

Tipps für die Zubereitung

Reisnudeln (Reisbandnudeln) nicht zu lange kochen! Sie sollten sehr bissfest sein, fast noch hart – sie garen im Wok weiter. Wenn du sie zu weich kochst, zerfallen sie beim Braten.

Das Mise en Place ist entscheidend: Alle Zutaten vorbereiten, bevor du anfängst zu braten. Pad Thai wird im Wok bei sehr hoher Hitze zubereitet – da bleibt keine Zeit zum Schnippeln. Gemüse geschnitten, Sauce angerührt, Tofu gewürfelt – alles bereit? Dann kann’s losgehen.

Ein echter Wok bei sehr hoher Hitze macht einen Unterschied. Wenn du nur eine normale Pfanne hast, funktioniert es auch – aber die typische „Wok-Note“ (leicht rauchig, kurz angebraten) fehlt dann.

Erdnussbutter ist kein traditioneller Bestandteil von Pad Thai. Im Original sorgt Tamarindenpaste für die süß-saure, leicht fruchtige Note. Wenn du Tamarindenpaste im Asialaden findest, nimm 2 EL davon statt der Erdnussbutter – das kommt dem Original näher.

Die Sauce sollte süß, sauer, salzig und scharf ausbalanciert sein. Probiere vor dem Servieren und justiere nach: Zu sauer? Mehr Zucker. Zu süß? Mehr Limette. Zu wenig Kick? Mehr Sriracha.

Variationen und Anpassungen

Für eine vegane Version die Eier weglassen und die Tofu-Menge verdoppeln. Das Ei gibt Bindung und Protein – mehr Tofu ersetzt das gut. Achte darauf, dass Sriracha keine Fischsauce enthält (manche Marken tun das).

Statt Brokkoli und Möhren kannst du auch Pak Choi, Chinakohl oder Mangold nehmen. In thailändischen Versionen werden oft Bananenblüten und Knoblauchschnittlauch verwendet – wenn du die im Asialaden findest, probiere sie aus.

Räuchertofu gebe ich hier dazu, weil er schon Geschmack mitbringt. Traditionell wird Pad Thai oft mit Garnelen gemacht (in vegetarischen Versionen weggelassen). Naturtofu funktioniert auch, braucht aber mehr Würze.

Wenn du es authentischer machen möchtest: Tamarindenpaste (statt Erdnussbutter), eingelegten Rettich (statt Brokkoli), Knoblauchschnittlauch (statt normale Frühlingszwiebel), Fischsauce (dann nicht mehr vegetarisch) und getrocknete Shrimps. Das sind Zutaten, die du im Asialaden bekommst.

Für extra Schärfe mehr Sriracha oder frische Chilischoten mit anbraten.

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Pad Thai vegetarisch (vereinfachte Version)

Meine vereinfachte Version von Pad Thai vegetarisch, inspiriert von der thailändischen Straßenküche. Dieses Rezept nutzt Zutaten aus dem deutschen Supermarkt und ist eine Annäherung an das Original – kein Anspruch auf Authentizität. Wenn du authentisches Pad Thai probieren möchtest, besuche ein thailändisches Restaurant.
Portionen 3.5
Vorbereitungszeit 20 Minuten
Zubereitungszeit 15 Minuten
Gesamtzeit 35 Minuten

Zutaten

  • 200 g Reis-Bandnudeln
  • 3 EL Kokosöl
  • 250 g Räuchertofu
  • 1 Schalotte
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 Frühlingszwiebeln
  • 2 Möhren mittelgroß
  • 1/2 Brokkoli mittelgroß
  • 2 Eier
  • 100 g Sojabohnensprossen

Für die Sauce

  • 4 EL Rohrzucker
  • 2 EL salzarmen Sojasauce
  • 2 EL Limettensaft
  • 2 EL Reisessig alternativ Weißweinessig
  • 2 EL cremige Erdnussbutter
  • 1 EL Sriracha-Sauce oder andere Chilisauce
  • 1/2 TL Ingwer, gerieben frisch
  • 1 Prise Korianderpulver

Zum Servieren außerdem

  • 4 EL EL gehackte Erdnüsse
  • 1/2 Bund Koriander gehackt
  • 1 Limette

Anleitungen

  • Die Reisbandnudeln in reichlich Salzwasser sehr bissfest kochen, gut abschrecken und mit einem Esslöffel Kokosöl vermengen. Beiseitestellen.
  • Den Räuchertofu in Würfel schneiden. Die Schalotte und den Knoblauch schälen und sehr fein würfeln. Die Frühlingszwiebel inklusive Grün in Ringe schneiden und das Grün beiseitestellen. Die Möhre Schälen und in Spiralen oder feine Streifen schneiden. Den Brokkoli in kleine Röschen teilen. Die Eier gut verrühren und die Sojasprossen gut waschen.
  • Für die Sauce alle Zutaten in einer Schüssel zu einer cremigen Sauce verrühren.
  • In einem Wok (alternativ eine große Pfanne) 2 EL Kokosöl erhitzen. Die Zwiebel- und Knoblauchwürfel, sowie die Ringe vom weißen Teil der Frühlingszwiebel darin bei mittlerer Hitze anbraten, bis sie glasig werden. Die Hitze erhöhen und die Möhrenstreifen und den Brokkoli hinzugeben und für ca. 3 Minuten braten. Den Tofu hinzugeben und für 2-3 Minuten mitbraten. Das Ei über die Masse geben und unter ständigem Rühren anbraten, bis es gar ist.
  • Nun die abgetropften Nudeln, die Sauce und die Bohnensprossen in den Wok geben und alles zusammen unter ständigem Rühren für 3-4 Minuten scharf anbraten.
  • Das Pad Thai mit gehackten Erdnüssen, gehacktem Koriander, dem Grün der Frühlingszwiebel und einem Limettenschnitz servieren.

Notizen

Dies ist eine vereinfachte, deutsche Hausmannskost-Version von Pad Thai. Für authentisches Pad Thai gehören Tamarindenpaste, getrocknete Shrimps, eingelegter Rettich und Fischsauce dazu.
Reisnudeln (Reisbandnudeln) nicht zu lange kochen – sie sollten sehr bissfest sein und werden im Wok fertig gegart.
Wenn du vegan kochen möchtest: Eier weglassen, Tofu-Menge verdoppeln.
Tamarindenpaste findest du im Asialaden – sie gibt die typische süß-saure Note, die Erdnussbutter nicht ersetzen kann.
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Bei den Nährwertangaben handelt es sich um ungefähre Werte, die je nach Zutatenauswahl schwanken können.
Kalorien: 638kcal
Gericht: Hauptgericht
Küche: Deutsch, Thailändisch

Nährwerte

Kalorien: 638kcal | Kohlenhydrate: 69g | Proteine: 22g | Fett: 31g

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Wenn dir dieses Pad Thai gefällt, probier auch mein Bibimbap Rezept – eine koreanische Bowl, die ich ebenfalls für die deutsche Küche adaptiert habe. Auch hier gilt: Es ist eine vereinfachte Version, kein authentisches Original.

Für mehr asiatisch inspirierte Rezepte schau dir meine Buddha Bowl mit Erdnusssauce an – mit ähnlichen Aromen, aber ohne Wok-Braten.

Und wenn du generell vegetarische Hauptgerichte liebst, findest du in meiner Hauptgerichte-Kategorie viele Inspirationen – von Pasta über Curry bis hin zu schnellen Pfannengerichten.

Vegetarisches Pad Thai - https://kuechenchaotin.de

Häufige Fragen zu Pad Thai vegetarisch

Ist dieses Rezept authentisch thailändisch?

Nein. Meine Version ist eine vereinfachte, deutsche Hausmannskost-Variante mit Supermarkt-Zutaten. Authentisches Pad Thai enthält Tamarindenpaste, Fischsauce, eingelegten Rettich und wird im Wok bei sehr hoher Hitze zubereitet. Wenn du authentisches Pad Thai probieren möchtest, besuche ein thailändisches Restaurant oder einen Thailändischen Imbiss – viele bieten auch vegetarische Versionen an.

Kann ich Tamarindenpaste statt Erdnussbutter nehmen?

Ja, unbedingt! Tamarindenpaste ist die traditionelle Zutat und macht einen großen Geschmacksunterschied. Nimm 2 EL Tamarindenpaste (im Asialaden erhältlich) statt der Erdnussbutter. Das kommt dem Original viel näher.

Geht das Rezept auch vegan?

Ja. Lass die Eier weg und verdopple die Tofu-Menge. Achte darauf, dass deine Sriracha-Sauce keine Fischsauce enthält (manche Marken tun das). Traditionell wird Pad Thai mit Fischsauce gemacht, aber die vegetarische/vegane Version funktioniert gut.

Warum werden meine Reisnudeln matschig?

Reisnudeln dürfen nur sehr bissfest gekocht werden – sie garen im Wok weiter. Wenn du sie zu lange kochst, zerfallen sie beim Braten. Koch sie lieber zu kurz als zu lange und brate sie dann im Wok fertig.

Wo finde ich Tamarindenpaste und andere Zutaten?

Im Asialaden, in gut sortierten Supermärkten (Asia-Abteilung) oder online. Tamarindenpaste gibt die typische süß-saure Note und ist im Original-Pad-Thai unverzichtbar. Sie hält sich im Kühlschrank monatelang. Auch eingelegter Rettich und Knoblauchschnittlauch sind dort erhältlich – die Verkäufer beraten oft gerne.

Kann ich normalen Tofu statt Räuchertofu nehmen?

Ja, aber Räuchertofu hat mehr Eigengeschmack. Wenn du Naturtofu nimmst, würze ihn vorher: In Sojasauce marinieren und dann scharf anbraten, bis er außen knusprig ist.

Brauche ich wirklich einen Wok?

Nein, eine große Pfanne geht auch. Aber ein Wok bei sehr hoher Hitze macht einen Unterschied – das typische „Wok-Aroma“ (leicht rauchig, kurz angebraten) fehlt sonst. Wenn du öfter asiatisch inspirierte Gerichte kochst, lohnt sich die Anschaffung.


Guten Appetit,
Mirja

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  1. Michael Müller says:

    Liebe Mia,

    vielen Dank für das tolle Rezept! Ich habe meine Frau damit bekocht, die eigentlich – laut eigener Aussage – in jedem Gericht eine Fleischbeilage braucht. Sie war begeistert von dem Ergebnis und hat gesagt, dass sie nichts vermisst hat!

    Deine anderen Rezepte sind auch sehr ansprechend präsentiert und ich werde mich in nächster Zeit auf jeden Fall noch ein paar ausprobieren. Mal sehen, was meine Frau sagt 😉

  2. Mariana says:

    Hallo liebe Mia,

    Das Rezept hat mir und meinem Mann super gefallen. Wir werden es in naher Zukunft erneut probieren. Eine klare Empfehlung fuer jede, die etwas neuer frisches ausprobieren möchte.

    Liebe Grüße
    Mariana

  3. Hallo liebe Mia,
    nachdem die Reisnudeln gestern verklebt sind, haben wir es heute gleich nochmal versucht.
    Das Rezept ist toll – wir lieben es. Mein Freund sagte beim Essen: „Das können wir jetzt öfter machen. So zwei-drei Mal die Woche“ ?

    Danke dafür.
    Liebe Grüße

  4. Für wie viele Leute reicht das rezept?

    1. Rezept für 3-4 Portionen

  5. Mhmmm, das sieht aber lecker aus! Da bekommt man direkt Fernweh!
    Müssen wir am Wochenende auf jeden Fall mal nachmachen! ?
    Liebe Grüße, Filip

  6. Timo Dreyer says:

    Reisbandnudeln kann man aber auch eine Stunde im Wasser einweichen. Die sollte man nicht kochen. Ansonsten hört sich das alles gut an.
    Zum würzen passt auch Fischsauce bzw Austernsauce.

    1. Ja, da hast du recht.
      Fischsauce/Austernsauce wäre dann nicht mehr vegetarisch 🙂

  7. Das ist auf jeden Fall ein sehr außergewöhnliches Pad Thai. Das tolle daran ist, dass die meisten Zutaten im den herkömmlichen Supermärkten zur Verfügung stehen. Wenn man noch etwas authentische Zutaten haben möchte sollte auf jeden Fall mal eingelegten Rettich und Tamarinden Sauce versuchen. Beide Zutaten sind auch vegetarisch.

    Viele Grüße

    Stephan

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