Selfmade Sunday – Gnocchi selber machen

von Mia | Küchenchaotin

Gnocchi selber machen? Nee, das ist doch bestimmt total schwierig, oder?
Heute möchte ich euch zeigen, dass das definitiv nicht so ist. Denn Gnocchis selbst zu machen ist keine Rocket Science und es dauert mit etwas Vorbereitung auch nicht allzu lang. Und belohnt wird man mit den kartoffeligsten Mini-Klößchen, die man sich vorstellen kann!

Gnocchi selber machen - www.kuechenchaotin.de

Ich habe heute ein ganz einfaches Rezept und 5 Tipps für echt gute, selbsgemachte Gnocchi für euch:

Gnocchi selber machen

Rezept für 4 Portionen

1 kg mehlig kochende (!) Kartoffeln
250 g Mehl (z.B. Pastamehl)
2 Eier (M)
etwas Salz
1 Prise geriebene Muskatnuss
etwas Mehl zum Bestäuben

Gnocchi selber machen - www.kuechenchaotin.de

Die Kartoffeln im Ofen bei 180°C für 60 Minuten mit der Schale backen und gut ausdampfen lassen. Die Schale abpellen und die Kartoffeln durch eine Kartoffelpresse geben.
Das Mehl, das Ei, Salz und Muskatnuss hinzugeben und alles gut verkneten, bis ein glatter, nicht klebriger Teig entsteht. Sollte der Teig zu weich/klebrig sein um ihn zu einer Kugel zu Formen, etwas mehr Mehl hinzugeben.

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Den Teig zu mehreren, langen Rollen von etwa 1,5-2 cm Durchmesser formen, mit etwas Mehl bestäuben und ca. 15 Minuten liegen lassen.

Von der Rolle 1-2 cm dicke Stücke abschneiden und wenn eine rundere Form gewünscht ist, die Stücke grob zu Kugeln rollen. Mit einer Gabel das typische Muster in die Gnocchi drücken und zum Zwischenlagern gut bemehlen.

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In einem großen Topf reichlich Salzwasser zum Kochen bringen. Die Temperatur herunterregeln, bis das Wasser nur noch siedet und die Gnocchi portionsweise hineingeben. Sobald sie an die Oberfläche kommen, die Teigklößchen sofort mit einer Schopfkelle aus dem Topf holen und gut abtropfen lassen.

Die Gnocchi nach Rezept weiterverarbeiten. Eine tolle und sehr einfache Variante ist, die Gnocchi in etwas zerlassender Butter mit ein paar Blättern Salbei zu schwenken, bis sie goldbraun werden.

Fertig!

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5 Tipps für echt gute, selbstgemachte Gnocchi

  1. Die richtige Kartoffel
    Für selbgemachte Gnocchi eignen sich am Besten mehligkochende Kartoffeln, die schone in bisschen gelagert wurden.
  2. Die richtige Zubereitungsart
    Am besten werden die Gnocchi meiner Erfahrung nach, wenn die Kartoffeln im Ofen mit Schale gar gebacken werden. Auch Dämpfen ist eine gute Option. Zur Not können sie auch als Pellkartoffeln gekocht werden – dann könnte aber etwas mehr Mehl vonnöten sein.
  3. Die richtige Konsistenz
    Jede Kartoffel ist anders. Genau so wie jedes Ei. Deshalb bekommt der Teig nicht immer die gleiche Konsistenz, selbst, wenn man die gleichen Zutaten und Mengen benutzt hat. Der Teig ist dann optimal, wenn er nicht mehr an den Händen kleben bleibt, aber auch noch nicht bröselt. Ist er noch zu weich/schon zu fest, kann mit etwas mehr Mehl oder etwas Wasser nachgeholfen werden.
  4. Die richtige Zubereitung
    Das Wasser sollte erst zum Kochen gebracht und dann so weit runtergeregelt werden, dass es nur noch siedet. Es sollte nicht sprudelnd kochen, da die Gnocchi sonst leicht zerfallen. Sie sind dann gar, wenn sie von alleine an die Wasseroberfläche treiben.
  5. Probe-Gnocchi
    Wenn ich mir bei der Konsistenz der Gnocchi nicht 100% sicher bin, werfe ich erst mal 1-2 Test-Gnocchi in den Topf und schaue, wie sie werden. Fallen sie im Topf auseinander, kann ich mit etwas Feuchtigkeit nachhelfen. Falls die Gnocchi nicht gut binden, ist die Geheimwaffe Stärke! Ein bisschen davon in den Teig und dann klappt’s auch mit der Bindung!

Und? Habt ihr schon mal Gnocchi selbst gemacht? Was sind eure liebsten Gerichte mit Gnocchi?

Guten Appetit,
Mia

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11 Kommentare an Selfmade Sunday – Gnocchi selber machen

  1. diekuechebrennt
    10. April 2017 at 07:45 (6 Monaten ago)

    Ich liebe Gnocchi, aber habe noch nie welche selber gemacht. Das hört sich aber wirklich nicht schwierig an und wird auf jeden Fall mal ausprobiert! lieben dank für das tolle rezept!

    Antworten
  2. Beauty Butterflies
    10. April 2017 at 11:08 (6 Monaten ago)

    Hach… das steht immer noch auf To Cook Liste – Warum auch immer… es ist doch echt nicht so schwer! Nehme ich mir jetzt mal für das nächste freie Wochenede fest vor! Dein Rezept wird direkt ausgedruckt!

    Antworten
  3. Barbara
    10. April 2017 at 19:36 (6 Monaten ago)

    Mit Kartoffel-Gnocchi stehe ich irgendwie auf Kriegsfuss – die werden meist zäh, warum auch immer. Ich sehe da Johann Lafer vor mir, der mich anschaut und sagt, für Gnocchi brauche man Gefühl. Ich habe ihm also andächtig zugeschaut – und seine waren dann auch zäh. 😉

    Seitdem gibt’s bei mir meist die mit Ricotta nach Nickys Rezept, die werden immer locker-fluffig.

    Antworten
    • Barbara
      10. April 2017 at 19:38 (6 Monaten ago)

      Vielleicht sollte ich es doch mal wieder probieren… Deine 5 Tipps klingen jedenfalls logisch. 🙂

      Antworten
  4. Beauty Butterflies
    2. Mai 2017 at 10:51 (5 Monaten ago)

    Also ich habe sie gestern nachgekocht und irgendetwas stimmt mit deinem Kartoffel-Mehl-Verhältnis nicht. Bei 1kg Kartoffeln reichen im Leben keine 250g Mehl aus – Der Teig war so extrem klebrig. Ich hatte am Ende knapp 500g Mehl im Teig, bevor sich Gnocchi verarbeiten ließen. Und irgendwie passt das Verhältnis dann auch wieder zu deinem „Bärlauch-Gnocchi“ Rezep wo du bei 500g Kartoffeln bis zu 200g Mehl verwendest – Da hatte ich mich eh schon gewundert, warum das so unterschiedlich war.
    Also ich weiß nicht ob du dich beim Wiegen geirrt hast, aber mit 1kg Kartoffeln reichen eben 250g Mehl niemals aus. Lecker waren sie dann aber auf jeden Fall und ich war froh noch genug Mehl im Haus gehabt zu haben am Feiertag ^^

    Antworten
    • Mia | Küchenchaotin
      2. Mai 2017 at 13:34 (5 Monaten ago)

      Hallo Beauty Butterflies,

      Wie doof, dass es nicht geklappt hat!

      Das ist tatsächlich das Standard-Rezept, nach dem ich Gnocchi zubereite:) Ich habe das nicht zum ersten mal und auch nicht nur ein mal so gemacht, bevor ich es geteilt habe – wenn du im Internet nach anderen Rezepten suchst, wirst du da auch ähnliche Verhältnisse finden – oft sogar mit etwas weniger Mehl. Gnocchi sind ja als Klößchen aus Kartoffelteig gedacht – das Mehl dient da nur als kleine Stütze.

      Und: Kartoffeln sind genau so wie Ei ein Naturprodukt, dass nicht immer 100% gleich reagiert. Solltest du jedoch sehr viel mehr Mehl als 250 g gebraucht haben, hat es irgendwo anders gehapert.

      Eine Ferndiagnose, wenn man nicht dabei war, ist immer etwas schwierig, aber das hier ist wichtig, damit die Masse nicht zu feucht wird:
      – es sollten keine jungen „frischen“ Kartoffeln sein, sondern sie müssen schon etwas gelagert gewesen sein, da sie sich dann anders bei der Zubereitung verhalten.
      – wichtig ist auch , dass die Kartoffeln im Ofen oder als Pellkartoffeln (also immer mit Schale) gemacht wurden und ordentlich ausdampfen konnten (eine Pellkartoffeln braucht natürlich trotzdem im Verhältnis zur ofengegarten Variante etwas mehr Mehl, aber eher minimal)
      – die Pellkartoffeln dürfen beim Kochen nicht für den Gartest „angestochen“ werden – so dringt Wasser ein
      – auch die durchgepresste Kartoffelmasse muss gut ausdampfen, denn so verliert sie noch ein mal an Feuchtigkeit

      Ich hatte auch schon mal, dass ich zu ungeduldig war und die noch warme Masse verarbeiten wollte – das hat schier nicht geklappt, weil das Wasser noch nicht ausgedampft war. Kann es das gewesen sein?

      Ach ja: Das Verhältnis bei den Bärlauch-Gnocchi ist ganz anders, weil dort ja die (recht flüssige) Bärlauch-Paste zugegeben wird, die durch die Zugabe von mehr Mehl ausgeglichen werden muss.

      Ich hoffe, es hilft! 🙂

      Viele liebe Grüße,
      Mia

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      • Beauty Butterflies
        2. Mai 2017 at 16:21 (5 Monaten ago)

        Mhhh… ich habe alles so gemacht wie geschrieben. Also im Ofen und auch lange ausdampfen lassen, allein schon weil ich Angst hatte das Ei stockt und die Kartoffeln waren mindestens 4 Tage alt, weil ich sie vor’m Feiertag schon gekauft hatte. Waren sogar schon etwas „schrumpelig“…. Sehr merkwürdig…. Naja, ich probier es sicher noch einmal und hoffe es klappt dann mit weniger Mehl, weil es so zwar super geschmeckt hat (komischerweise auch nicht mehlig) aber ne ganz schöne Kalorienbombe ist – also zusätzlich ^^

        Antworten
        • Mia | Küchenchaotin
          2. Mai 2017 at 17:09 (5 Monaten ago)

          Da hast du natürlich recht! Und wie ärgerlich, dass wir den Grund nicht ausfindig machen können 🙁 Hoffe, beim nächsten Mal klappt es!
          Viele Grüße an dich! <3

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