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Baba Ganoush – Rezept für den leckersten Auberginen-Dip

Auberginen sind ein Gemüse, dass ich immer eher vernachlässigt habe. Zu labbrig, zu wenig Geschmack, zu bitter – das waren lange Zeit meine Vorurteile. Und dann kam Baba Ganoush und alles wurde anders!
Fun Fact: Als ich mein erstes Baba Ganoush aß, wusste ich gar nicht, dass Auberginen die Hauptzutat im Rezept sind. Auch beim ersten Bissen war es mir nicht klar. Es wurde mir zu Hummus serviert und da ich Hummus liebe, bekam der Auberginendip eine ganz unvoreingenommene Chance.
Hätte ich gewusst, dass ich hier grad Aubergine esse, hätte ich vielleicht gesagt „Nein danke, ich steh nicht so auf Auberginen!“ und ganz ehrlich – ich hätte richtig was verpasst!

Baba Ganoush ist ein echter Klassiker in vielen Ländern, vorwiegend im arabischen Raum. Wie bei so vielen Klassikern ist es auch hier so, dass jede Region ihr eigenes Süppchen kocht – also ihr eigenes Baba Ganoush zusammenrührt. Es gibt einige Abwandlungen von diesem Gericht, manche mit, manche ohne Tahin und deshalb gibt es – wie so oft – nicht „DAS Orignalrezept“.
Aus diesem Grund werde ich dieses Rezept auch nicht als „Original“ betiteln, denn ich will es ja nicht mit der Rezeptpolizei zu tun bekommen.

Aus mehreren vertrauensvollen Quellen habe ich mich sagen lassen, dass die Auberginen für Baba Ganoush am Besten auf Holzkohle gegart werden. Dazu wird die Aubergine rundherum eingestochen und auf Kohle gegart, bis die Haut pechschwarz und das Innenleben super zart sind. Das rauchige Aroma zieht dabei in die Aubergine ein und hinterlässt ein feines Aroma im Dip.
Wem dazu die Möglichkeiten fehlen – oder wer schlichtweg vielleicht auch zu faul ist, nur für ein Baba Ganoush den Holzkohlegrill anzuschmeissen – der kann sie alternativ auch im Ofen backen. Ich habe beide Varianten schon gegessen und kann euch sagen: Ist trotzdem lecker.

Selbe Quellen berichteten mir, dass ich den Mixer getrost im Schrank lassen soll. Angeblich schmeckt das Baba Ganoush besser, wenn man es zermußt, statt es zu pürieren. Ob das nun wirklich wahr ist, kann ich nicht beurteilen – aber wer von Hand abwäscht, wird sich sicher freuen, wenn nur eine Gabel statt eines ganzen Mixers abgewaschen werden muss.

Noch ein kleiner Fun Fact am Rande, um die Credibility der Aubergine ein bisschen zu heben: Kleine Auberginen schmecken besser, als große.
Dieses Wissen hat mich nachhaltig mit ihnen versöhnt und ich esse sie seitdem auch lieber. Ich kaufe deshalb lieber zwei kleine Auberginen, als eine große und freue mich, dass sie mir – inzwischen auch in anderen Gerichten – schmecken.

Baba Ganoush hält sich mehrere Tage im Kühlschrank. Man kann es jedoch auch einfrieren, ohne, dass der Geschmack zu sehr leidet. Also einfach die doppelte (dreifache, fünffache, zehnfache!) Menge machen und portionsweise eingefrieren.

Baba Ganoush

Rezept für 1 Portion Dip

2 kleine bis mittelgroße Auberginen
2 EL Olivenöl (+ etwas Olivenöl zum Bepinseln und servieren)
2 Knoblauchzehen
2 EL Zitronensaft
2 „gehäufte“ EL Tahini
1/2 gestrichener TL gemahlener Kreuzkümmel
Salz
frische gehackte Petersilie und geräuchertes Paprikapulver zum Servieren

Den Ofen auf 225 °C vorheizen. Die Auberginen der Länge nach halbieren und das Fruchtfleisch kreuzförmig einritzen. Dünn mit wenig Olivenöl (das restliche Olivenöl zurückbehalten) bepinseln und auf der Schnittkante ca. 35 Minuten backen, bis die Unterseite goldbraun und das Fruchtfleisch sehr weich ist.
(Alternativ: Die Auberginen im Ganzen rundherum mit einer Gabel einstechen und auf dem Holzkohlegrill 30-40 Minuten backen, bis die Haut schwarz und das Innenleben weich ist).

Die Auberginen abkühlen lassen und das Fruchfleisch mit einem Löffel aus der Schale lösen. Das Fruchtfleisch in ein Sieb geben und ausdrücken, sodass möglichst wenig Flüssigkeit übrig bleibt.
Das Fruchtfleisch der Aubergine in eine Schüssel geben. Den Knoblauch schälen und sehr fein Hacken oder durch eine Knoblauchpresse pressen und dazugeben. Beides zusammen mit dem Zitronensaft entweder mit einer Gabel sehr fein mußen oder mit einem Pürierstab (Alternativ: Mixer) grob durchpürieren.

2 EL Olivenöl, 2 „gehäufte“ EL Tahini, den Kümmel und Salz dazugeben und alles gut verrühren. Ggf. mit Zitrone und Salz weiter abschmecken.

Den Dip in eine Schüssel geben und mit etwas Olivenöl, gehackter Petersilie und etwas geräuchertem Paprikapulver garniert servieren.

Fertig!

Baba Ganoush schmeckt z.B. als Dip zu Falafeln, (Pita-)Brot, oder Gemüsesticks, aber auch beispielsweise als Aufstrich zu Sandwiches oder Wraps.

Guten Appetit,
Mia

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