Baba Ganoush – Rezept für den leckersten Auberginen-Dip

Auberginen sind ein Gemüse, dass ich immer eher vernachlässigt habe. Zu labbrig, zu wenig Geschmack, zu bitter – das waren lange Zeit meine Vorurteile. Und dann kam Baba Ganoush und alles wurde anders!
Fun Fact: Als ich mein erstes Baba Ganoush aß, wusste ich gar nicht, dass Auberginen die Hauptzutat im Rezept sind. Auch beim ersten Bissen war es mir nicht klar. Es wurde mir zu Hummus serviert und da ich Hummus liebe, bekam der Auberginendip eine ganz unvoreingenommene Chance.
Hätte ich gewusst, dass ich hier grad Aubergine esse, hätte ich vielleicht gesagt „Nein danke, ich steh nicht so auf Auberginen!“ und ganz ehrlich – ich hätte richtig was verpasst!

Was ist Baba Ganoush?

Baba Ganoush ist ein echter Klassiker in vielen Ländern, vorwiegend im arabischen Raum. Wie bei so vielen Klassikern ist es auch hier so, dass jede Region ihr eigenes Süppchen kocht – also ihr eigenes Baba Ganoush zusammenrührt. Es gibt einige Abwandlungen von diesem Gericht, manche mit, manche ohne Tahin und deshalb gibt es – wie so oft – nicht „DAS Orignalrezept“.
Aus diesem Grund werde ich dieses Rezept auch nicht als „Original“ betiteln, denn ich will es ja nicht mit der Rezeptpolizei zu tun bekommen.

Baba Ganoush ist auf jeden Fall besonders populär im Libanon und in Syrien. Der Name bedeutet übersetzt „verwöhnter Vater“ – und genau so fühlt man sich nach dem ersten Bissen: verwöhnt.

Die Basis bilden geröstete Auberginen, die mit Tahini (Sesampaste), Knoblauch, Zitrone und Olivenöl zu einer cremigen Paste verarbeitet werden. Das Besondere: Durch das Rösten bekommen die Auberginen ein rauchiges Aroma, das dem Dip seinen charakteristischen Geschmack verleiht.

Baba Ganoush wird traditionell als Mezze (Vorspeise) serviert – zusammen mit Hummus, Fladenbrot und eingelegtem Gemüse. Aber auch als Brotaufstrich, Sandwich-Füllung oder Dip zu gegrilltem Gemüse ist er unschlagbar.

Baba Ganoush in Schüssel mit Olivenöl und Petersilie garniert

Baba Ganoush vs. Hummus – Was ist der Unterschied?

Viele verwechseln Baba Ganoush mit Hummus, weil beide Dips aus der arabischen Küche stammen und eine ähnliche Konsistenz haben. Der große Unterschied liegt in der Hauptzutat:

  • Hummus wird aus Kichererbsen gemacht
  • Baba Ganoush aus gerösteten Auberginen

Während Hummus eher nussig-mild schmeckt, überzeugt Baba Ganoush mit seinem rauchigen, leicht bitteren Aroma. Beide Dips enthalten Tahini, aber beim Baba Ganoush steht das Auberginen-Röstaroma im Vordergrund.

Übrigens: Man kann (und sollte!) beide zusammen servieren – sie ergänzen sich perfekt.

Baba Ganoush Rezept mit Tahini und gerösteten Auberginen

Die besten Tipps für perfektes Baba Ganoush

Warum kleine Auberginen besser sind

Noch ein kleiner Fun Fact am Rande, um die Credibility der Aubergine ein bisschen zu heben: Kleine Auberginen schmecken besser, als große.
Dieses Wissen hat mich nachhaltig mit ihnen versöhnt und ich esse sie seitdem auch lieber. Ich kaufe deshalb lieber zwei kleine Auberginen, als eine große und freue mich, dass sie mir – inzwischen auch in anderen Gerichten – schmecken.

Holzkohle vs. Backofen – Was ist besser?

Aus mehreren vertrauensvollen Quellen habe ich mich sagen lassen, dass die Auberginen für Baba Ganoush am Besten auf Holzkohle gegart werden. Dazu wird die Aubergine rundherum eingestochen und auf Kohle gegart, bis die Haut pechschwarz und das Innenleben super zart sind. Das rauchige Aroma zieht dabei in die Aubergine ein und hinterlässt ein feines Aroma im Dip.
Wem dazu die Möglichkeiten fehlen – oder wer schlichtweg vielleicht auch zu faul ist, nur für ein Baba Ganoush den Holzkohlegrill anzuschmeissen – der kann sie alternativ auch im Ofen backen. Ich habe beide Varianten schon gegessen und kann euch sagen: Ist trotzdem lecker.

Mixer oder Gabel?

Selbe Quellen berichteten mir, dass ich den Mixer getrost im Schrank lassen soll. Angeblich schmeckt das Baba Ganoush besser, wenn man es zermußt, statt es zu pürieren. Ob das nun wirklich wahr ist, kann ich nicht beurteilen – aber wer von Hand abwäscht, wird sich sicher freuen, wenn nur eine Gabel statt eines ganzen Mixers abgewaschen werden muss.

Baba Ganoush aufbewahren & einfrieren

Baba Ganoush hält sich mehrere Tage im Kühlschrank. Man kann es jedoch auch einfrieren, ohne, dass der Geschmack zu sehr leidet. Also einfach die doppelte (dreifache, fünffache, zehnfache!) Menge machen und portionsweise eingefrieren.

Womit serviere ich Baba Ganoush?

Als Dip:

Als Aufstrich:

  • Auf Sandwiches oder Wraps
  • Zu getoastetem Sauerteigbrot
  • Als Basis für vegane Burger

Als Beilage:

  • Zu Grillfleisch oder Grillgemüse
  • In einer Mezze-Platte zusammen mit Hummus, Tabouleh und eingelegtem Gemüse
  • Zu Schawarma oder Döner
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Baba Ganoush

Baba Ganoush ist das Beste, was man mit Auberginen machen kann! Ein einfaches Dip-Rezept.
Servings 1 Portion
Vorbereitungszeit 5 Minuten
Zubereitungszeit 10 Minuten
Backzeit 40 Minuten
Gesamtzeit 55 Minuten

Zutaten

Anleitungen

  • Den Ofen auf 225 °C vorheizen. Die Auberginen der Länge nach halbieren und das Fruchtfleisch kreuzförmig einritzen. Dünn mit wenig Olivenöl (das restliche Olivenöl zurückbehalten) bepinseln und auf der Schnittkante ca. 35 Minuten backen, bis die Unterseite goldbraun und das Fruchtfleisch sehr weich ist.
  • (Alternativ: Die Auberginen im Ganzen rundherum mit einer Gabel einstechen und auf dem Holzkohlegrill 30-40 Minuten backen, bis die Haut schwarz und das Innenleben weich ist).
  • Die Auberginen abkühlen lassen und das Fruchfleisch mit einem Löffel aus der Schale lösen. Das Fruchtfleisch in ein Sieb geben und ausdrücken, sodass möglichst wenig Flüssigkeit übrig bleibt.
  • Das Fruchtfleisch der Aubergine in eine Schüssel geben. Den Knoblauch schälen und sehr fein Hacken oder durch eine Knoblauchpresse pressen und dazugeben. Beides zusammen mit dem Zitronensaft entweder mit einer Gabel sehr fein mußen oder mit einem Pürierstab (Alternativ: Mixer) grob durchpürieren.
  • 2 EL Olivenöl, 2 “gehäufte” EL Tahini, den Kümmel und Salz dazugeben und alles gut verrühren. Ggf. mit Zitrone und Salz weiter abschmecken.
  • Den Dip in eine Schüssel geben und mit etwas Olivenöl, gehackter Petersilie und etwas geräuchertem Paprikapulver garniert servieren.

Notizen

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Bei den Nährwertangaben handelt es sich um ungefähre Werte.
Calories: 589kcal
Gericht: Beilage, Vorspeise
Küche: Arabisch

Nährwerte

Calories: 589kcal | Carbohydrates: 47g | Protein: 13g | Fat: 43g

Häufige Fragen zu Baba Ganoush

Kann ich Baba Ganoush ohne Tahini machen?

Nein, nicht wenn du authentisches Baba Ganoush möchtest. Tahini (Sesampaste) ist eine der Hauptzutaten und gibt dem Dip seinen charakteristischen nussigen Geschmack und die cremige Konsistenz.

Ohne Tahini hast du einfach gewürztes Auberginenpüree – was auch lecker sein kann, aber kein Baba Ganoush ist. Das wäre dann eher Mutabbal oder ein einfacher Auberginen-Dip.

Wenn du kein Tahini hast: Notfalls kannst du Cashewmus nehmen, aber der Geschmack ist dann nicht authentisch.

Warum ist mein Baba Ganoush bitter?

Zwei mögliche Gründe:

  1. Zu große Auberginen mit vielen Kernen (die sind bitter)
  2. Die Haut wurde mitpüriert

Lösung: Kleine Auberginen kaufen und die schwarze Haut nach dem Rösten komplett entfernen. Nur das weiche Fruchtfleisch verwenden.

Kann ich Baba Ganoush vegan machen?

Ja, denn: Baba Ganoush ist von Natur aus vegan! Es enthält nur Auberginen, Tahini (aus Sesam), Knoblauch, Zitrone und Olivenöl – alles pflanzlich. Perfekt für vegane Ernährung.

Wie viel Knoblauch soll ich nehmen?

Das ist Geschmackssache. Das Rezept verwendet 2 Zehen für ein mittelstark gewürztes Baba Ganoush.

Du magst es milder? Nimm 1 Zehe.
Du liebst Knoblauch (glaub mir, das tu ich auch)? Nimm 3-4 Zehen.

Baba Ganoush Rezept mit Tahini und gerösteten Auberginen

Guten Appetit,
Mirja

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